Lughnasad
Das Schnitterfest Anfang August
Inspirierendes Wissen
Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Festes "Lughnasad" die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:
Am 2. August findet das sogenannte Schnitterfest bzw. Lughnasad statt.
Dies ist ein wichtiger Zeitpunkt im Jahreskreis.
Ein Fest, welches die Ahnen Lugnasad nannten.
Lugnasad bedeutet soviel wie 'Hochzeit des Lichts'.
Die erste Silbe 'Lug' ist der Name für den Gott des Feuers
und des Lichts, eine wichtige und zentrale Gottheit bei den Kelten. Unter 'Lichthochzeit' mussten die alten Kelten wohl eine Verbindung zwischen Himmel und Erde verstanden haben.
'Lugh' bedeutet im Keltischen auch Schwur oder Eid.
Es gab in früheren Zeiten den Brauch, eine offizielle Bindung (Hochzeit) einzugehen, die einen Zyklus (also ein Jahr) bis zum nächsten Lugnasad dauerte. Dann wurde diese Verbindung erneuert oder beendet. Diese Tradition der Versuchs-Ehen,
welche bis ins 16. Jahrhundert noch üblich waren,
finden sich noch heute in der Verlobung vor der Heirat wieder.
Das uralte keltische Fest Lugnasad,
das genau zwischen der Sommersonnenwende
und der Tag/Nacht-Gleiche im Herbst liegt,
hat verschiedene Namen: Lughnasadh, Lammas,
Schnitterfest, Kornfest, Opferfest, Erntedankfest...
Das Wort 'Lammas' kommt vom angelsächsischen 'Hlaf-Mass',
'Loaf-Mass' und bedeutet soviel wie das Fest, mit dem ersten,
aus dem heurigen Korn gebackenen Brotlaib (Loaf),
oder auch das Fest der ersten Früchte.
Mit Lugnasad beginnt im Jahreskreis die Erntezeit.
Diese geht über die Tag/Nacht-Gleiche im Herbst
und endet mit Samhain.
Ganz gleich, ob die Feierlichkeiten von naturverbundener Spiritualität oder christlich geprägt sind, eines haben sie alle gemeinsam. Sie möchten den wirkenden Kräften der Natur,
der Mutter Erde danken, indem sie ihnen traditionell
die ersten geernteten Früchte darbieten
und somit etwas in Dankbarkeit zurückgeben.
Einige Ähren mit reifen Körnern werden auf dem Feld
für die Große Göttin, für die Mutter Erde stehengelassen.
In das neue Brot werden ein paar Krumen des alten Brotes
mit eingebacken. Ein paar der alten Körner werden
dem neuen Saatgut beigemischt. In ein neues Webstück
werden ein paar Fasern des alten mit eingewebt.
Diese rituellen Handlungen zeigen auf, dass es keinen Anfang
und kein Ende gibt. Alles Neue entsteht auf dem Boden des Alten und ist somit Teil eines immerwährenden Kreislaufs.
Lugnasad bietet die Gelegenheit, Dankbarkeit zu bezeugen,
nicht nur für den Überfluss an Nahrung auf den Tellern,
sondern auch für ein erfülltes Leben.
Gehe über die Felder der Natur
und über die Felder Deines Lebens.
Was steht gross und reif auf den Feldern?
Was will geerntet werden... in Deinem Leben?
Dein Tun, Dein Wirken hat sich gelohnt.
Du hast gut für Dich, Deine Lieben und für Mutter Erde gesorgt.
Was bis jetzt nicht voll ausgereift ist, das lasse ruhigen Gewissens zurück, denn nichts geht verloren, es wird zum Nährboden
für den nächsten Zyklus.
Nimm' die reiche Ernte an, segne sie und sei dankbar für das,
was Dir geschenkt wurde. Bereite Dich gut für die Ernte vor,
damit Du die reichen Gaben auch annehmen kannst.
Und vergiss' nicht, aus Deiner Fülle zu geben, zu schenken,
Dich zu verschenken... frei nach dem Motto
'Gib alles... und nimm alles!'
Somit bleibt die Energie im Fluß und wird nicht blockiert.
Denn auch das Annehmen ist wichtig!
Abschließend ein passendes Zitat von Cicero:
'Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden,
sondern auch die Mutter aller anderen.'
🌾🌝🌽
Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch
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