Catharina Rolandgepostet am: 14 décembre 2024

DER WALD UND SEINE VIELFÄLTIGEN ÖKOSYSTEMLEISTUNGEN

Mit einem Interview mit Ludwig Pertl

Inspirierendes Wissen

Wir sprechen so viel über drohende Klimakatastrophen:
Erderwärmung, Klimaextreme, Hochwasserkatastrophen, Dürre
Was, wenn die Natur eine ganz einfache Lösung dafür hat:
Gesunde Böden und gesunde angepasste Wälder!

Ohne Wald gäbe es kaum Leben auf der Erde. Bestimmt jedenfalls keine Menschen.
Denn der Wald ist neben dem Plankton der Meere, die Lunge unserer Erde und sorgt für ausreichend Sauerstoff, den wir Menschen und Tiere zum Leben benötigen.
Wälder und Bäume filtern Schadstoffe aus der Luft und aus dem Wasser, sorgen also für gesunde und reine Atemluft und Trinkwasser.

Wir müssen uns viel weniger Sorgen um die Klimaveränderungen machen,
wenn wir unseren Fokus von den Problemen auf die Lösungen richten.

Denn riesige angepasste Wälder und gesunde Böden sorgen auch für ein ausgeglichenes Klima.
Wälder und bepflanzte gesunde Böden kühlen die Atmosphäre und sorgen dafür, dass Regenwasser vom Boden aufgesaugt wird und in der Region bleibt. Sie sorgen für Landregen und helfen Starkregenereignisse zu verhindern. Fällt einmal starker Regen, so können gesunde Böden diesen wie ein Schwamm aufnehmen und ins regionale Grundwasser leiten. So ist das Wasser dann in trockenen Perioden für Pflanzen, Tiere und Menschen verfügbar.
All diese "Ökosystemleistungen" werden wir uns in dieser Lösung genau anschauen.

Und wir werden uns anschauen, wie zukunftsfähige Wälder aussehen müssen, die diese Ökosystemleistungen optimal erbringen können.
Wie das geht, erfährst Du auch in dem sehr interessanten und inspirierenden Interviewgespräch mit dem Waldpreisträger Ludwig Pertl UND in dem ganz unten als PDF angefügten "Handbuch für nachhaltigen Waldumbau" des LIFE FUTURE FOREST Projektes, das von Ludwig Pertl initiiert wurde.

Ökosystemleistung: Der Wald holt Unmengen an CO2 aus der Luft

Eine wundervolle Botschaft in der aktuellen Klimadiskussion ist:
Wälder, Bäume und Pflanzen lieben und binden
gigantische Mengen an CO2, bringen es aus der Luft in den Boden
und verwandeln es in gesunde Biologie!

Viele Gärtnereien blasen sogar riesige Mengen an CO2 in ihre Glashäuser, um ein gesundes Pflanzenwachstum anzuregen.
Es ist also gar nicht nötig, dass wir die Neubildung von CO2 reduzieren, sondern wir müssen nur dafür sorgen, dass es genügend Pflanzen gibt, die das CO2 aus der Luft holen. Eine WIN-WIN-WIN Situation. Denn diese Pflanzen und Wälder sorgen, wie Du schon eingangs gelesen hast, für Gesundheit in allen Lebensbereichen.
Wir sollten aber auf jeden Fall vermeiden, andere toxische Stoffe in die Luft, das Wasser, die Böden oder Pflanzen zu bringen.

Wie Du auch detailliert im "Handbuch für nachhaltigen Waldumbau" lesen kannst, speichert der Wald eine riesige Menge an CO2 und verwandeln es in Biomasse. In Laubholzwäldern sind es rund 15,9 Tonnen pro Hektar. In Nadelwäldern etwa 14,8 Tonnen pro Hektar.
Rund 45% davon werden im Stammholz akkumuliert. 55 % werden über die Feinwurzeln, das Laub oder die Rinde im Dauerhumus des Bodens gespeichert oder im Kreislauf des Nährhumus integriert. Wenn die Baumstämme dann im Alter zu Boden fallen, verwandeln auch sie sich dann in Humus.

In Deutschland wurde 2023 ein Preis von Euro 30.- pro emittierte Tonne Kohlenstoffdioxid erhoben. Würde man dies umrechnen, speichert ein Hektar Laubwald pro Jahr Kohlendioxid im "Wert" von Euro 477.-.

Und um all dies möglich zu machen, gibt es in der Natur einen großartigen Prozess:

Der geniale und Lebens-wichtige Prozess der Photosynthese

Man stelle sich vor, es gäbe einen Prozess
um Kohlendioxid aus der Atmosphäre
zu entfernen und durch lebensspendenden Sauerstoff zu ersetzen,
der die Lebensgemeinschaften der Mikroorganismen im Boden unterstützt,
den Mutterboden regeneriert,
das Wassergleichgewicht in der Landschaft wiederherstellt,
die Nährstoffdichte der Lebensmittel verbessert
und die Profitabilität der Landwirtschaft verbessert.
Glücklicherweise gibt es das.
Man nennt es Fotosynthese!
Christine Jones

Weder in der meiner Schulzeit, noch bei der Recherche auf vielen Webseiten zu Thema Photosynthese ist mir folgender fantastischer Umstand ins Bewusstsein gebracht worden:
Pflanzen verwandeln bis zu 2/3 des CO2 aus der Luft in fruchtbaren Boden.
Dieses Wissen hat das Potenzial zu einer Bodenrevolution, finde ich.
Denn:

Die Pflanzen und ihre Photosynthese
sind die Lösung für unsere Klima-Herausforderungen.
Sie holen CO2 aus der Luft
und verwandeln es in lebenswichtigen Humus
und gesunde Biologie.
Ein gesunder Humus dient nicht nur als Hochwasser und Dürreeschutz,
in dem er Wasser speichert und in der Region hält,
sondern ein gesunder Humus ist die Grundlage
für die Gesundheit allen Lebens auf der Erde.

Schauen wir uns jetzt diesen wunderwirksamen Mechanismus genauer an und lernen danach, was ein gesunder Boden so alles kann.

DIE PHOTOSYNTHESE

Die Photosynthese ist ein biologischer Prozess, der es Pflanzen, aber auch Algen und einigen Bakterien ermöhlicht, die Lichtenergie der Sonne in chemische Energie, also energiereiche Biomoleküle umzuwandeln.

Einfach erklärt:
Zu Beginn der Photosynthese benötigt die Pflanze Kohlenstoffdioxid (CO₂), Wasser(H₂O) und Energie.
Auf der Unterseite des Pflanzenblattes befinden sich Schließzellen, durch die die Pflanze das Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Luft holt. Das Wasser nimmt sie mit den Wurzeln auf. Die Energie erhält die Pflanze vom Licht der Sonne.

Nun folgen 2 Umwandlungsphasen:

  • Phase - die Lichtreaktion:
in den Chloroplasten der Pflanzenzellen wird die elektromagnetische Sonnenenergie mithilfte des grünen Pflanzenfabstoffs Chlorophyll in chemische Energie umgewandelt. 2. Phase - die Dunkelreaktion: Nun treffen in den Pflanzenzellen treffen die eben aus dem Sonnenlicht entstandene chemische Energie, das Kohlenstoffdioxid und Wasser aufeinander und der Umwandlungsprozess beginnt, bei dem nun Zucker Glucose (C6H12O6) gebildet wird, mit dem die Pflanze sich sich selbst und ihre Symbiosepartner ernähren und wachsen kann. Zusätzlich produziert sie dabei den für Menschen lebenswichtigen Sauerstoff (O₂).

Die Formel der Photosynthese sieht so aus:

🌞 6 H2O + 6 CO2 + Licht = 6 O2 + C6H12O6
🌞 6 Moleküle Wasser + 6 Moleküle Kohlenstoffdioxid + Licht = 6 Moleküle Sauerstoff + Glucose

Wir sehen also, dass das Bewusstsein um die Photosynthese in der ganzen Diskussion um CO2 eine wesentliche Rolle spielen sollte.
Je mehr Pflanzen in unseren Wäldern, auf auf unseren Felder, Wiesen, Gärten, Balkonen und in den Städten wachsen, desto mehr CO2 wird aus der Luft geholt und in gesunde Biologie verwandelt.

Mit Hilfe der Photosynthese ist also besonders der Wald mit seinen Pflanzenriesen eine riesige Umwandlungskraft von CO2 in Gesundheit.

In dieser Lösung fokussieren wir uns nun auf die weiteren Ökosystemleistungen des Waldes.
Schaue Dir gleich einmal das Gespräch an, das ich mit LUDWIG PERTL, zum Thema Wald und seine Ökosystemleistungen geführt habe.
Du wirst darin noch viel mehr wundervolle Dinge über den Wald erfahren, als ich in dieser Lösung geschrieben habe:
.

Wenn von Ökosystemleistungen eines Waldes gesprochen wird, dann denkt man meistens an den Wert des Holzes, das für den Holzbau oder zur Energiegewinnung verkauft werden kann.
Wälder können so unendlich viel mehr.

Von der Ökosystemleistung CO2 aus der Luft zu holen, haben wir schon gesprochen. Schauen wir uns jetzt noch weitere Ökosystemleistungen genauer an:

Wie Wälder die LUFT und das LAND KÜHLEN

Dir ist sicherlich schon einmal im Sommer aufgefallen, dass es im Wald immer ein paar Grad kühler ist, als in der nahen Umgebung. Und wesentlich kühler, als auf den aufgeheizten Betonflächen der Dörfer und Städte. Sogar dort kann aber ein einziger Baum schon für Schatten und eine lokale Abkühlung sorgen.
Wo setzt Du Dich im Hochsommer in einem Biergarten lieber hin?
In die pralle Sonne oder unter den großen grünen Baum in den kühlenden Schatten?
Eben - und auch unsere Erde wünscht sich diese Kühlung.

Wenn wir an die Folgen der Klimaerwärmung denken, dann lesen wir ja bereits das Wort "Erwärmung". Und was brauchen wir Menschen, die Tiere, die Pflanzen und alle Ökosysteme auf der Erde, um eine Erwärmung auszugleichen am dringendsten: eine Abkühlung!

Im HANDBUCH FÜR NACHHALTIGEN WALDUMBAU findest Du folgende Informationen:
Wälder haben durch ihre Verdunstungsleistung einen signifikanten Einfluss auf die Lufttemperatur. Denn um Wasser zu verdunsten verbrauchen Bäume eine Menge Energie. Diese Energie entziehen sie ihrer Umgebung und kühlen so die Landschaft.
Untersuchungen des Thünen Instituts haben gezeigt, dass Buchenwälder an warmen Sommertagen 40.000 bis 60.000 Liter Wasser pro Hektar verdunsten. Summiert über eine Vegetationsperiode können so etwa 4.000.000 Liter pro Hektar verdunstet werden!
Wenn wir 0,7 kWh Verdampfungswärme je Liter Wasser rechnen, dann verbraucht der Wald bei der Photosynthese zum Verdunsten 2,8 Mio. kWh Energie.
Würde man die Kühlungsleistung eines Waldes in Euro umrechnen, dann entspricht diese Leistung pro Hektar und Jahr bei einem durchschnittlichen Strompreis von Euro 0,35.- etwa einer Million Euro.
Hier wird also darauf hingewiesen, dass allein die Ökosystemleistung der Kühlung theoretisch 1 Million Euro pro Hektar wert ist.

Natürlich kühlen auch die kleinen Pflanzen auf den Wiesen und Feldern. Und dies ist auch einer der Gründe, warum ein Acker niemals ohne Pflanzen sein sollte. Zu diesem Thema wirst Du in weiteren Lösungen lesen können.

Wie Wälder die LUFT FILTERN und sie mit lebenswichtigem SAUERSTOFF und HEILENDEN TERPENEN anreichern

Lies Dir dazu gerne die LÖSUNG HEILENDE WALDLUFT durch und erfahre dort von der großen Filterleistung der Bäume.
Lerne in dieser Lösung auch, wie Bäume atmen und miteinander und anderen Waldbewohner kommunizieren. Und was die im Wald erzeugten Anionen und Terpene für Deine Gesundheit tun können.
Praktiziere gerne auch die WALDATMUNG, mit der Du den Cocktail an Sauerstoff, Terpenen, Pilzdüften und Anionen in Dich aufzusaugen kannst.



Wie Wälder HOCHWASSERKATASTROPHEN und DÜRREN verhindern und für einen harmonischen WASSERKREISLAUF sorgen können

Alleine in Deutschland verschwinden jedes Jahr etwa 2,5 Kubikkilometer Wasser aus dem Land in die Meere.
Das entspricht etwa 11 Füllungen des größten Österreichischen Sees, dem Neusiedlersee.
Der Grund dafür: das Regenwasser wird nicht mehr überall vom Boden aufgesaugt.
Degenerierte und verdichtete Böden auf den Feldern, in den Wälder, auf den Wiesen, in Parks können kein Wasser mehr aufnehmen. Es fehlen hier auch die Retentionsbecken, also Landschaftsmulden, in denen sich das Wasser sammeln und von dort aus nach Starkregenereignissen langsam ins Grundwasser sickern kann.
Von diesen verdichteten Böden oder ganz versiegelten Flächen, Dächern, Straßen etc. fließt das Wasser in Bäche und von dort in die großen Flüsse und mit ihnen in die Meere. Da es auch kaum Uferzonen gibt, die noch Wasser aufnehmen können, weil diese ebenfalls "versiegelt" sind, rauscht uns das Wasser aus dem Land.
Und weg ist es.
Zusätzlich fehlen vielen Böden die schützenden Pflanzen und diese nackten Flächen erreichen bei Sonneneinstrahlung immens hohe Temperaturen und trocknen so aus. Auch dieses Wasser wird von der Thermik in die Höhe transportiert und von dort in andere Regionen verweht.

Uns fehlt also immer mehr Wasser.

Und auch hier können die Wälder grandios helfen.

"Fliegende Flüsse" holen das Wasser aus den Meeren, ziehen es ins Landesinnere und sorgen für harmonische Wasserkreisläufe

"Laut der Theorie der „biotischen Pumpe“ von Makarieva und Gorshkov aus dem Jahre 2007 erzeugen Wälder nicht nur Regen, sondern auch Wind.
Wenn Wasserdampf über Küstenwäldern kondensiert, senkt er den Luftdruck und erzeugt dabei Winde, die feuchte Meeresluft anziehen. Diese
Zyklen von Transpiration und Kondensation können Winde erzeugen, die den Regen als "fliegende Flüsse" tausende von Kilometern ins Landesinnere tragen.

Gesunde Wälder harmonisieren den regionalen Wasserkreislauf

Funktionierende Wälder spielen dank ihrer sehr hohen Verdunstungsleistung eine zentrale Rolle bei der Verteilung des Wassers. Sie transpirieren den Niederschlag. Dies führt zu Wolkenbildung, Transport durch die Westwinde und schließlich zu erneutem Niederschlag. Dieser Zyklus wiederholt sich unzählige Male und so wird auch das Meerwasser wieder und wieder recycelt und Stück für Stück über den Kontinent verteilt.
Fehlen jedoch auf großen Flächen funktionierende Wälder, die in der Lage sind, viel Wasser zu verdunsten, wird dieser Wasserkreislauf gestört. Trockenzeiten oder Überschwemmungen sind die Folge.

Ein gesunder Waldboden ist wie ein Schwamm der Wasser speichert

Der Boden in einem gesunden Wald ist wie ein Schwamm, der bis zu 500 Liter pro Quadratmeter speichern kann.
Nicht alle Waldböden haben jedoch die gleiche Wasseraufnahmefähigkeit. Um viel Wasser aufsaugen zu können, muss ein Waldboden reich an Humus sein. Und er muss viele Löcher haben, in denen das Wasser in den Boden sickern kann.
Und hier kommen die "Könige des Bodens" ins Spiel.
Lies weiter unten, wie die Regenwürmer arbeiten und warum sie unentbehrlich für einen gesunden Boden und all die Ökoleistungen des Waldes sind.

Aus einem Regenwurmreichen und gesunden Wald fliesst also kein Wasser aus der Region ins Meer davon

Mit den richtigen Baumgemeinschaften im Wald, vielen aktiven Regenwürmern und damit einem saugkräftigen Humus kann der Waldboden also bis zu 500 Liter Wasser pro Quadratmeter aufnehmen.

Ein Teil des Regenwassers landet in einem gesunden und stufig wachsenden Dauerwald ja auch nicht am Boden, sondern auch auf den Blättern und Ästen, in den Rinden der Bäume und in den Pflanzen des Bodens, wo er aufgenommen wird oder verdunsten kann.

Auch Forststraßen sollten das Wasser im Wald halten

Auch von den Forststrassen sollte bei Regen kein Wasser aus dem Wald fließen. Dazu sollten diese pombiert angelegt werden, damit das Wasser nicht in die Täler abfließen kann, sondern zu den Straßenseiten gelenkt wird. Dort sollte es in Retentionsbecken aufgefangen werden, von denen es wieder ins Grundwasser sickern kann.

Gesunde große Wälder können Starkregenereignisse und Dürren verhindern

Wie wir weiter oben schon gehört haben, sorgt der gesunde und angepasste Wald durch seine Verdunstungsleistung dafür, dass das Wasser gut verteilt wird und es somit keine so massiven Starkregenereignisse mehr geben muss.
Er sorgt dafür, dass die regionalen Wasserkreisläufe wieder harmonisiert werden und wir wieder lokalen "Landregen" erleben.

Jetzt schauen wir uns die zwei wichtigen Faktoren für einen gesunden und saugfähigen Waldboden genauer an - den Regenwurm und die Feinwurzeln:

Warum der REGENWURM so wichtig für den Waldboden und unsere Sicherheit und Gesundheit ist

Aufgrund ihrer herausragenden ökologischen Funktion bei der Bodenbildung und Aufbereitung anfallender organischer Substanz sind Regenwürmer essenziell wichtige Lebewesen für die Fruchtbarkeit und Produktionsfähigkeit der Böden. Sie graben und fressen sich ständig kreuz und quer durch die Bodenschichten ihrer Lebensbereiche.
Die dabei aufgenommene Erde enthält Bakterien, Pilzsporen und zahlreiche Einzeller, die verdaut und als Nahrung genutzt werden. Die Regenwürmer vermengen und verdauen diese Bestandteile und scheiden sie anschließend als Wurmkot wieder aus.
Dieser enthält wertvolle Humusanteile, die Ton-Humus-Komplexe, in angereicherter Form. Durch die Beschaffenheit der Erde, die der Regenwurm erzeugt, werden die für den Boden nützlichen Mikroorganismen gefördert. Ein lebendiger, humus- und regenwurmreicher Boden ist verantwortlich für die dauerhafte und leistungsfähige oberirdische Biomasseproduktion. Er wird als Indikator für die unterirdische Biodiversität gesehen.
Eine hohe Regenwurmpopulation erfüllt in einem Waldbestand viele wichtige und unverzichtbare Funktionen.

Lies dazu gerne auch in der LÖSUNG DER REGENWURM.
und in der LÖSUNG DER GESUNDE WALDBODEN

Unter welchen Bäumen fühlen sich Regenwürmer wohl und sorgen dort auch für gesunden Humus

Regenwürmer mögen keine sauren Waldböden, wie sie unter Nadelbäumen oder Buchen und Eichen zu finden sind. Sie lieben dagegen Böden unter Hainbuchen, Kirschen, Ahorn, Apfelbäumen oder anderen Laubhölzern wie zum Beispiel Weiden, Erlen oder Pappeln oder Sorbusarten, wie zum Beispiel Elsbeeren, Vogelbeeren oder Mehlbeeren.

In zukunftsfähigen Wäldern sollten also viele der oben genannten Baumarten wachsen.



Wie auch die FEINWURZELN im Wald für gesundes Pflanzenwachstum und Humusaufbau sorgen

Unter Feinwurzeln versteht man Wurzeln, die bis zu 2 mm Durchmesser haben. Ihre Aufgabe ist die Aufnahme von Wasser sowie Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Magnesium oder Kalzium. Außerdem lagern sie Kohlenstoffverbindungen ein und stabilisieren Böden und Bäume. Feinwurzeln sterben meist nach wenigen Monaten/Jahren ab und neue Wurzeln werden gebildet. Dieser Wurzelumsatz liefert dem Waldboden kontinuierlich neue Biomasse zu. Die Feinwurzeln sind folglich für den Fluss und die Speicherung von Kohlenstoff sowie das unterirdische Recycling von Nährstoffen entscheidend.

Wenn Du mehr über die Wirkung der Feinwurzeln wissen möchtest, dann lies gerne hier weiter.

Wie Wälder für SAUBERES TRINKWASSER sorgen

In vielen Regionen ist in den letzten Jahrzehnten das Trinkwasser knapp geworden. Da so viel Wasser aus der Region verschwunden ist, sind die Grundwasserspiegel gesunken.

Umso wichtiger ist die Grundwasserneubildung.
Laut dem "Handbuch" werden unter Grünland und Äckern nur etwa 15% des Niederschlages als Grundwasser neu gebildet.
In einem Laubwald, der vor allem in der blattlosen Zeit deutlich weniger Wasser vom Boden abhält als Nadelbäume, landen 41% des Niederschlages im Grundwasser.
Im Laubwald werden also pro Hektar etwa 3.900 Kubikmeter Wasser neu gebildet.
Gleichzeitig filtert der Waldboden das Wasser und säubert es.

In Zahlen bedeutet dies:
Bei einem Trinkwasserpreis von Euro 1,90.- pro Liter (Trinkwasser-Flasche) entsteht pro Hektar und Jahr Wasser im Wert von Euro 7.400.-.
Müsste man dieses von Nitrat reinigen kämen nochmals 0,6 - 1 Million Euro dazu.

Die im "Handbuch" und in dieser Lösung genannten Leistungen sollen nur beispielhaft und vergleichend wiedergeben, welchen Wert die Ökosystemleistungen eines Waldes im monetären Vergleich zum reinen Holzertrag erzielen können.
Der Holzertrag liegt je nach Wert oder Nutzung des eingeschlagenen Holzes etwa zwischen 600-1000 € je Hektar und Jahr.
.

Was muss ich tun,
damit die Natur wieder ihre volle Leistung erbringen kann?
Ludwig Pertl

Warum KAHLSCHLÄGE zu vermeiden sind

In einem gesunden Wald werden die jungen Pflanzen von den alten Mutterbäumen gefüttert. Wenn diese weggeschlägert sind, fehlt diese Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen und Wasser. Auf kahl geschlagenen Flächen wir die Wiederaufforstung teilweise durch die hohen Temperaturen, das Fehlen von Feuchtigkeit und die direkte Sonneneinstrahlung unmöglich, da die Jungpflanzen dadurch so stark geschädigt und gestresst werden, dass sie absterben. Der Boden wird schon bei den ersten Regenereignissen abgeschwemmt und danach tragen Winde den durch Sonne verdorrten kostbaren Humus davon. In einem gesunden Wald sorgen die alten Bäume mit ihren Samen für eine Naturverjüngung des Waldes und versorgen die Jungpflanzen mit Informationen über den Standort. Die für den Organismus Wald wichtigen Tiere brauchen die großen Bäume mit ihren Wohnhöhlen, dem Schatten, ihrem Wurzelnetzwerk und dem belebten Boden zum Überleben. Im liegenden und stehenden Totholz wiederum leben 80 % der Waldbewohner.

Ein gesunder Waldboden, der dauerhaft von den Pflanzenwurzeln und dem Bodenleben weiter aufgebaut wird, ist ja, wie wir schon gehört haben, wie ein Schwamm, der auch Starkregen ganz leicht aufsaugen kann.

Warum BODENVERDICHTUNG zu vermeiden ist

Forstliche Erntegeräte wie zum Beispiel der Harvester verursachen eine maximale Bodenverdichtung. Dadurch wird nicht nur das wertvolle Bodenleben gestört, sondern auch die Feinwurzeln in diesen "Erntegassen" massiv geschädigt und die Neubildung von Feinwurzeln behindert. In Folge können die Bäume weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Auch dem Borkenkäfer sind so "Tür und Por" geöffnet, das Waldökosystem wird massiv gestört und das und das natürliche Pflanzenwachstum ist für Jahrzehnte behindert. Der Boden kann kaum mehr Wasser aufnehmen und so kommt es bei stark abschüssigen Waldflächen zusätzlich zu massiven Ausschwemmungen und dadurch zu Humusverlust und Überschwemmungen. Ist der Waldboden einmal aufgerissen, sind Hangrutschungen möglich. Der Waldboden braucht Jahrhunderte, um sich zu erholen und um wieder Wasseraufnahmefähig zu werden. Durch eine minimalinvasive Ernte der Bäume können sich auch die Waldböden langsam wieder erholen.

Die LÖSUNG:

ZUKUNFTSFÄHIGE DAUERWÄLDER

Im "Handbuch" ist zu lesen: Das wesentliche Ziel des Waldumbaus ist es, unsere Wälder, die ein für die Zukunft des Menschen wichtiges Ökosystem darstellen, gegenüber zukünftigen biotischen und abiotischen Störungen als Zukunftswälder stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Darüber hinaus wird zudem die Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität in Waldökosystemen in den angestrebten Zukunftswäldern gewährleistet.

Als Grundlage für den Waldumbau des Zukunftswal des dienen die Prinzipien der Dauerwaldbewirtschaftung:

1. 🌳 Stetigkeit des Waldorganismus
Auf einer Fläche muss immer Wald vorhanden sein. Die Ernte wird daher nur einzelstammweise betrieben.
2. 🌳 Lebendigkeit des Bodens
Das Edaphon (die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen) muss mit Biomasse und Licht gefüttert werden. Die Waldstruktur muss im halbschattigen Zustand gehalten werden, in dem Bedränger von Zukunftsbäumen aus dem Bestand herausgenommen werden. Edellaubhölzer mit regenwurmfördernden Arten müssen im Bestand vorhanden sein.
3. 🌳 Mischbestockung
Ein Waldbestand muss mit einer hohen Anzahl an Baumarten bestockt sein, um die Resilienz zu erhöhen und die Schadwahrscheinlichkeit zu streuen. Zusätzlich zu den Baumarten können Straucharten biodiversitätserhöhend unterstützen.
4. 🌳 Ungleichaltrigkeit oder Stufigkeit
In allen vorhandenen Ebenen der Struktur muss „Grün“ vorhanden sein, damit nach Kalamitäten Lücken direkt geschlossen werden können. Diese Stufigkeit entsteht, wenn wenig, aber häufig (jährlich) Holz aus dem Bestand entnommen wird.
5. 🌳 Zur Holzwerterzeugung muss überall im Bestand
genügend Holz vorhanden sein
Die Entwicklung von durchmesserstarkem Holz muss priorisiert werden und im Bestand auf die ganze Fläche verteilt werden, um keine ungleichmäßige Bestandsentwicklung hervorzurufen.

Angestrebte Waldentwicklung

Die klimatischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Waldbewirtschaftung der letzten Jahrhunderte im zukünftig vorherrschenden mitteleuropäischen Klima keine Zukunft mehr haben wird. Bisher haben es moderate Temperaturen und ausreichend verteilter Niederschlag erlaubt, dass Nadelbaumarten wie Fichte oder Kiefer in Gebieten, in denen sie nicht heimisch sind, sehr gut wachsen konnten.
Die höheren Temperaturen und oft während der Vegetationsperiode nur sporadische oder dann starke Niederschläge machen den meisten Nadelbäumen mittlerweile stark zu schaffen. Ihr Wurzelsystem und die Böden, die von den Baumarten und der Art der Bewirtschaftung negativ beeinflusst sind, sind nicht darauf ausgelegt, Wasser im Boden über längere Zeit zu speichern. Dies führt vermehrt zu existenziellen Problemen wie Trockenstress oder Schädlingsbefall.

Daher wird eine Anpassung der Waldentwicklung an die neuen Klimabedingungen dringend notwendig. Hier werden drei zentrale Elemente zum Erreichen eines zukunftsfähigen Waldes eine wesentliche Rolle
spielen:
Die Bewirtschaftung des Laubdauerwaldes, die Baumartenauswahl und der lebendige Boden.

🌳🌳🌳 Der Dauermischwald

Der Dauermischwald mit einer Unterschicht, Mittelschicht und Oberschicht. - siehe dazu im Handbuch Abbildung 13 - bezeichnet eine Hochwaldform nach dem Prinzip „Stetigkeit des Waldwesens als lebender Organismus“.
Dies beinhaltet einige grundlegende Elemente:
🌳 Kahlschlagfreie Waldbewirtschaftung durch Einzelbaumnutzung (Zukunftsbäume) und damit verbundene gute und regelmäßige Einnahmen durch Wertholznutzung
🌳 Ungleichaltrigkeit (funktionierende Naturverjüngung, Baumvorrat in allen Altersstrukturen, jederzeit ausreichend erntefähiger Wertholzvorrat)
🌳 Mischbestockung und hohe Artenvielfalt
🌳 geringe Schädigung des Systems durch mäßige, aber regelmäßige Nutzung und Verzicht auf den Einsatz von großen Maschinen (Bodenschäden)

Im Handbuch findest Du genaue Angaben zu den empfohlenen "Future Forest" Baumarten.

Lies in folgender Lösung noch mehr zum Thema GESUNDER WALDBODEN.

Die Wälder der Zukunft müssen heute gepflanzt werden. Sie kommen mit höheren Temperaturen zurecht und ihre Böden sind humusreich und können so viel Wasser aufnehmen. Durch ihre Vielfalt sind sie resistenter gegen Schädlinge. Sie können einerseits besser Extremwetterereignissen umgehen und gleichzeitig sorgen sie dafür, dass das Klima und das Wetter wieder ausgeglichener werden und für die regionalen Wasserkreisläufe. Sie sorgen für gesunde Luft und gesundes Wasser.

Diese Zukunftswälder können für unterschiedlichen Funktionen gepflanzt oder umgebaut werden, die auch in untenstehendem Handbuch erwähnt werden:

🌳🌳🌳 Lokaler Klimaschutzwald
🌳🌳🌳 Trinkwasser-Schutzwald
🌳🌳🌳 Hochwasser-Schutzwald
🌳🌳🌳 Erosions-Schutzwald
🌳🌳🌳 Holzbauwald
🌳🌳🌳 Zimmereiwald

In der Lösung HEILENDE WALDLUFT kannst Du erfahren, wie Bäume "atmen", wie viele Schadstoffe ein einzelner Baum aus der Luft filtern kann. Du erfährst über die "Sprache des Waldes" und kannst einen Filmausschnitt aus AWAKE2PARADISE mit Clemens G.Arvay zu diesen Terpenen anschauen.Und Du lernst von heilendem Bakterienduft aus dem Waldboden oder von der Gesundungskraft der Anionen in der Waldluft. Wir laden Dich in dieser Lösung auch ein, eine Waldatemübung zu praktizieren.
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