Catharina Rolandgepostet am: 04 de julio de 2024

NATÜRLICH DÜNGEN

Die wirksamsten Rezepte für selbstgemachte organische Dünger. Brennnesseljauche, Kaffeesatz & Co.

Do it yourself

In dieser Lösung findest Du Anleitungen,
wie Du folgende organische Dünger herstellen kannst:
Brennnesseljauche
Kaffeesatz + Flüssigdünger
Eierschalen
Bananenschalen
Fermentiertes Brot
Kartoffelwasser
Kompost
Bokashi
Schafwollpellets
Hühnermist
Pferde- und Kuhmist
Urin - "Gelbes Gold"
"Braunes Gold" kompostiert
Mulchen
Gründüngung

Du träumst von Schüsseln voller aromatisch duftender Tomaten, einer leuchtenden Kürbisvielfalt oder Bergen an knackigen Gurken?
In der Zeit von März bis September brauchen fast alle Deine Beet- und Topfpflanzen zusätzliche Nährstoffe, um gut zu gedeihen und Dir viele Früchte zu schenken. Denn unsere Böden sind fast alle schon ausgelaugt und in Töpfen haben Deine Pflanzen sowieso keinen Zugang zur Muttererde und ihren Nährstoffen.
Es gibt viele Gründe, warum wir uns damit beschäftigen sollten, den Dünger für unsere Pflanzen selbst herzustellen und auf keinen Fall Kunstdünger zu verwenden:

Industriell hergestellter Kunstdünger verbraucht unglaublich viel fossile Energie
(ca. 2 Liter Öl für 1 kg Stickstoff). Zudem verarmt das Bodenleben.
Nur ein Teil des Kunstdüngers wird durch die Pflanzen aufgenommen werden.
Ein großer Teil gelangt nur allzu oft ins Grundwasser
und führt dann zu überhöhter Algenproduktion in unseren Gewässern,
belastet zusätzlich auch noch unser Trinkwasser mit Nitrat.
Durch die Zwangsernährung mit Kunstdünger bildet die Pflanze
ein geschwächtes Immunsystem und eingeschränktem Mikrobiom aus,
was sich dann im menschlichem Körper widerspiegelt.
(Franz Rösl, IG-Gesunder-Boden)

Mit dem richtigen biologischen selbstgemachten Dünger - und vor allem auch durch Kompostierung - kannst Du nicht nur Deinen Pflanzen wertvolle und wichtige Nahrung zur Verfügung stellen, sondern auch das Bodenleben füttern und den Aufbau von lebenswichtigem Humus fördern. Wie das genau funktioniert, erklärt Dir Franz Rösl im unten stehenden Video.
Schaue dazu gerne auch auf die Lösungsseite WIR RENATURIEREN UNSERE BÖDEN und dort in die Vitrine: KOMPOSTIEREN UND HUMUS AUFBAUEN.

WAS BRAUCHEN DEINE PFLANZEN ÜBERHAUPT, UM GESUND ZU WACHSEN

In dem grandiosen Prozess der Photosynthese werden in den Chloroplasten der Pflanzen aus Wasser und dem so wichtigen CO2 (Kohlenstoffdioxid) durch die Wirkung der Sonnenenergie Zucker (Glukose) und Sauerstoff gebildet. Die meisten der Pflanzen verwandeln dann den Zucker in wasserunlösliche Stärke.

Neben der Energie des Sonnenlichtes, frischem Wasser, CO2 und gesunder, reichhaltiger Luft, brauchen Pflanzen die richtigen Symbiosepartner und viele Nährstoffe aus dem Boden im richtigen Nährstoffverhältnis.
Die konventionell bekanntesten Nährstoffe sind dabei Stickstoff, Phosphor und Kalium.
Schaue Dir diesbezüglich auch das Video am Ende der Seite an. Franz Rösl klärt dort über einige Missverständnisse auf.

JEDE PFLANZE BRAUCHT UNTERSCHIEDLICH VIEL NÄHRSTOFFE

Pflanzen haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort - im Bezug auf Licht, Wasserversorgung, ph-Wert des Bodens oder Nährstoffversorgung.
Anhand des Nährstoffbedarfs werden Gemüsepflanzen in Starkzehrer, MIttelzehrer und Schwachzehrer eingeteilt.

STARKZEHRER
Dies sind die nährstoffhungrigsten Pflanzen im Gemüsebeet. Oft bilden sie schnell viel Blattmasse, wie zum Beispiel Mais, Tomaten, Gurken oder Kohl.
Die meisten starkzehrenden Gemüsesorten haben über die gesamte Wachstumsperiode hinweg gerechnet einen Stickstoffbedarf von etwa 25 g Stickstoff pro m2. Diese Menge wird dem Boden also während einer Wachstumssaison durch starkzehrendes Gemüse entzogen und sollte ihm daher während der Wachstumszeit in Form von Kompost und organischen Düngern zugeführt werden.

Beispiele für starkzehrende Pflanzen:
Auberginen
Gurken
Kartoffeln
Kohl
Kürbis
Lauch
Mais
Neuseeländer Spinat
Paprika und Chilli
Rhabarber
Sellerie
Tatsoi
Tomaten
Zucchini
Bei den Kräuter sind Basilikum und Borretsch sehr nährstoffhungrig.

MITTELZEHRER
Sie sind genügsamer und brauchen für gutes Wachstum zwischen 10 und 25g Stickstoff pro m2. Eine moderate Düngung ist also ausreichend. Der Boden kann mit etwas Kompost vorbereitet werden.

Beispiele für mittelzehrende Pflanzen:
Chicoree
Chinakohl
Fenchel
Karotten
Kohlrabi
Mangold
Pastinake
Rettich
Rote Rüben
Viele Salate
Schwarzwurzel
Spinat

SCHWACHZEHRER
Sie haben einen Stickstoffbedarf von weniger als 10g pro m2.
Ein Beet mit Schwachzehrern sollte zumeist gar nicht gedüngt werden, da eine zu intensive Nährstoffversorgung vielen dieser Pflanzen eher schadet.
Leguminosen (zum Beispiel Erbsen, Bohnen, Speiselinsen, Rotklee)
gehören auch zu den Schwachzehrern. Sie können durch ihre symbiontischen Verbindungen mit Knötchenbakterien Stickstoff im Boden binden und bereiten ihn so auf die Starkzehrer vor.

Beispiele für schwachzehrende Pflanzen:
Bohnen
Erbsen
Feldsalat
Guter Heinrich
Kichererbsen
Knoblauch
Mairübe
Viele mediterrane Kräuter, wie Thymian, Lavendel, Rosmarin
Petersilie
Radieschen
Topinambur
Zwiebel

WORAN KANNST DU AN DEN PFLANZEN NÄHRSTOFFMANGEL ERKENNEN?

Am einfachsten erkennst Du einen Mangel am Aussehen Deiner Pflanze. Damit Du gleich weißt, was Deine Pflanze jetzt dringend benötigt, habe ich hier eine Liste für Dich. Bedenke bitte, dass viele diese Symptome aber auch andere Ursachen haben können, die in einer Imbalance des Bodenmilieus begründet sein können.

🌿 Hellgrüne, blasse Blattfarbe, wenig Wachstum: Stickstoffmangel
🌿 Braune Blattränder: Kaliummangel
🌿 Grüne Blattadern, ansonsten vergilbte Blätter: Magnesiummangel
🌿 Rötlich verfärbte Blätter: Phosphormangel
🌿 Kleine Blüten oder wenig Blüten: Phosphormangel

WAS SIND DIE WICHTIGSTEN DÜNGER BAUSTEINE?

🌿 Stickstoff: sorgt für den Aufbau von Blattmasse und Pflanzenwachstum
🌿 Phosphor: kurbelt die Bildung von Blüten und Früchten an
🌿 Kalium: reguliert den Wasserhaushalt, stärkt den Zellwandaufbau und macht widerstandsfähig gegen Schädlinge

Bitte beachte, dass auch eine Überversorgung mit Nährstoffen und eine Imbalance im Boden zu Problemen führen kann.

Schaue Dir am besten gleich das VIDEO mit dem GESPRÄCH an, das ich mit Franz Rösl zum Thema Düngen geführt habe.
Franz erklärt in diesem Video sehr anschaulich, dass fruchtbarer und nährstoffreicher Humus immer in einem symbiontischen Prozess von den Pflanzen, dem Bodenleben und dem Boden selbst erzeugt wird.

Mit einem neuen Verständnis für den lebendigen Organismus Boden
wirst Du möglicherweise auch eine ganz andere Sicht
auf das Thema "Düngen" bekommen.
Du wirst verstehen, warum Pflanzen niemals mit Dünger "zwangsernährt"
werden sollten, sondern Dein Bestreben sich danach richten sollte,
das Bodenleben zu fördern, damit gesunder Humus aufgebaut wird.

Lerne über den wundersamen "König des Bodens" , den Regenwurm, dessen Losung - genialer Humus - zum Beispiel 700% mehr Kalium enthält, als das Futter, das er aufnimmt. Lerne, wie Du den Regenwurm richtig "füttern" kannst, damit er Deinen Boden verbessert und nährstoffreichen Humus aufbaut. Nach diesem Video wirst Du als Landwirt auch wissen, warum Du eine erweiterte Bodenanalyse machen lassen solltest, um die Nährstoffverhältnisse in Deinem Boden besser kennen zu lernen. Denn es kann auch ein zuviel bestimmter Nährstoffe geben. Zuviel Phosphor im Boden blockiert nämlich zum Beispiel die Aufnahme von Zink - und das ist wichtig dafür, dass die Pflanzen die Sonne gut vertragen.
Franz spricht auch über die Problematik des Pfügens und erklärt die vielfältigen Vorteile des Mulchens.
Viel Freude beim Lernen und Umsetzen:
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BRENNNESSELJAUCHE

Die Brennnessel ist nicht nur eine geniale Speisepflanze für uns Menschen und eine effektive Heilbegleiterin, sondern Du kannst mit ihr auch eine wundervolle, allerdings recht stinkige Brennnesseljauche herstellen, mit der Du Deine Pflanzen füttern und sie vor Schädlingen schützen kannst.
Sie liefert Stickstoff, Kalium und Spurenelemente. Verwöhne damit Deine Stark- und Mittelzehrer oder schwächelnde Zierpflanzen (zum Beispiel Rosen, Dahlien, Sonnenblumen) und verwende sie zum Nachdüngen, bei schwachem Pflanzenwachstum oder bei ungünstiger Witterung, wie Hagel, Trockenheit oder Kälte.
Achtung: Bohnen, Erbsen, Zwiebel oder Knoblauch möge Brennnesseljauche nicht.

Um Brennesseljauche herzustellen, brauchst Du:

🌿 frische Brennnesseln
🌿 Handschuhe und eine Schere
🌿 Wasser (am besten Brunnenwasser oder gesammeltes Regenwasser verwenden)
🌿 einen großen Holzkübel oder Eimer. Kein Metallgefäß da es zu unerwünschten chemischen Prozessen kommen kann.
🌿 Abdeckung für das Gefäß
🌿 ev. etwas Gesteinsmehl

So stellst du Brennnesseljauche her:
1. Sammle für 10 Liter Wasser etwa ein Kilo Brennnesseln.
Nähere Dich dieser Heilpflanze mit Achtsamkeit und Dankbarkeit. Nutze beim Schneiden gerne Handschuhe und schneide sie weit unten ab. Ich lasse immer noch mindestens einen Triebansatz stehen. Schneide sie nun in grobe Teile.
2. Fülle sie in das Gefäß und bedecke sie mit Wasser. Nun legst Du den Deckel darauf und achtest dabei darauf, dass noch genug Sauerstoffzufuhr für den Gärungsvorgang.
3. Finde einen Platz, an dem Du die entstehende Jauche bis zu drei Wochen lang stehen lassen kannst. Denke daran, dass sie für die meisten Nasen nicht besonders gut riecht. Wenn Du etwas Gesteinsmehl zufügst, dann wird Deine Jauche weniger stark "duften" und auch Dein Boden wird sich darüber freuen. Gesteinsmehl bekommst Du im Bau- oder Blumenmarkt.
Rühre die Jauche nun jeden Tag einmal kräftig durch. Sobald sich Schaum bildet, weißt Du, dass die Gärung eingesetzt hat. Nach spätestens 3 Wochen verfärbt sich Deine Jauche dunkel , hat aufgehört zu schäumen und ist nun einsatzbereit.

Mit einer frisch angesetzten Jauche kannst Du übrigens auch in einer Verdünnung 1:10 mit Wasser mit einer Sprühflasche direkt auf die Pflanzen sprühen und damit Blattläuse vertreiben. Sprühe öfters, bis die Blattläuse verschwunden sind.
Junge Brennnesseljauche, die etwa 4-7 Tage alt ist, kannst du verwenden, um deine Jungpflanzen zu stärken. Dazu kannst du sie vor dem Auspflanzen kurz in die Jauche stellen.
Sobald die Jauche komplett vergoren ist, solltest Du sie nur mehr 1:10 mit Wasser verdünnt zum Düngen am Boden im Wurzelbereich verwenden, da sie ansonsten die Blätter verätzen würde. Bei jungen Pflanzen verwende für 10 Liter Wasser nur einen halben Liter Jauche. Dünge etwa alle 2 Wochen.
Deine Brennnesseljauche eignet sich vor allem für Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf, wie zum Beispiel Paprika, Tomaten/Paradeiser, Kartoffeln, Gurken, Kürbis und für stickstoffarme Böden. Verwende die verdünnte Jauche idealerweise an bewölkten Tagen, da sie in der Kombination mit Sonnenlicht die Pflanzen verbrennen könnte.

KAFFEESATZ

Mit diesem wertvollen Pulver kannst Du Deinen Pflanzen ein besonders wertvolles Mahl bieten. Kaffeesatz ist reich an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Gerbsäure, Mineralstoffen und Antioxidiantien.

So stellst du Kaffeesatzdünger her:

KAFFEESATZ FÜR ZIMMERPFLANZEN
Mische einen Teelöffel Kaffeesatz in die Erde, wenn Du Deine Pflanzen umtopfst.
Alternativ: Mische ihn achtsam in die oberste Erdschicht um Deine Pflanzen.
Oder Du gießt den Kaffeesatz nochmals mit heißem Wasser auf, lässt ihn abkühlen, verdünnst ihn im Verhältnis 1:1 mit Wasser und verwendest diese Mischung immer wieder mal zum Gießen.
Achtung: Kaffeesatz hat einen leicht sauren pH-Wert. Verwende ihn daher sparsam, um die Erde nicht zu übersäuern.

KAFFEESATZ FÜR GARTENPFLANZEN
Da Kaffeesatz den pH-Wert senkt, lieben ihn vor allem Pflanzen, die einen sauren Boden bevorzugen, wie zum Beispiel Heidelbeeren, Preiselbeeren, Chicorée, Hortensien oder Rosen.

Sammle den Kaffeesatz in einem luftigen und trockenen Behälter, damit er nicht zu schimmeln beginnt.
Arbeite um deine Pflanzen etwa eine Hand voll des trockenen Kaffeepulvers flach in den Boden ein und lege eine Mulchschicht darüber.
Oder du vermischt etwa 30g Kaffeesatz mit 10 Liter Blumenerde.
Auch für Deine Gartenpflanzen kannst Du einen Flüssigdünger herstellen. Sammle dafür den Kaffeesatz in einem luftigen Behälter, damit er nicht zu schimmeln beginnt. Wenn Du genug davon hast, streue ihn in einen Kübel und geiße ihn mit Wasser auf, rühre gut um, lasse alles ziehen und schon kannst Du den Flüssigdünger verwenden.
Erdbeeren zum Beispiel lieben den flüssigen Kaffeesatzdünger. Du kannst sie alle zwei Wochen damit gießen. Sie werden es Di rmit vielen Früchten danken.

Achtung: Setzlinge vertragen das Koffein nicht gut.
Achtung: Alle Pflanzen, die einen kalkhaltigen Boden bevorzugen mögen Kaffeesatz nicht: Karotten, Zwiebel, Lauch, Obstbäume, Tulpen, Glockenblumen.

EIERSCHALEN

Ist Dein Gießwasser nicht kalkhaltig genug, dann kannst Du ihm gemahlene Eierschalen von Bio-Eiern hinzufügen. Kalk unterstützt Deine Pflanzen dabei, andere Mineralstoffe aufzunehmen und lockert auch Deinen Boden auf. Neben 90% Kalkanteil enthalten die Eierschalen auch noch 27 andere Mikronährstoffe, wie Fluor, Kupfer, Eisen, Phosphor, die Deine Pflanzen lieben.
Eierschalen sind keine Volldünger, aber mit ihrer Hilfe kannst Du den pH-Wert in sauren Böden anheben oder kalkliebende Topfpflanzen versorgen.
Kalkliebende Pflanzen mögen diesen Dünger. Zum Beispiel Kohlgemüse, Karotten, Obstbäume, aber auch Glockenblumen und Astern.
Pflanzen, die saure Böden lieber haben, mögen diesen Dünger nicht: zum Beispiel Heidelbeeren, Preiselbeeren, Wacholder, Magnolien oder Rhododendron.

Da Eierschalen in Reaktion mit Kohlensäure im Boden Kalzium-Ionen bilden und diese bei der Verkittung der Bodenteilchen notwendig sind, helfen sie beim so wichtigen Humusaufbau mit. Daher sind Eierschalen auch eine wichtige Beigabe für den Kompost.

So stellst Du Eierschalen-Dünger her:

Zermahle die Eierschalen im Mörser oder gib sie in ein Küchentuch und zerkleinere sie dann mit einem Nudelholz. Lege sie dann in einen Krug mit Wasser und lasse sie einen Tag lang stehen. Das Wasser kannst Du jetzt zum Gießen verwenden.

Es empfiehlt sich den pH-Wert des Bodens zu bestimmen , um herauszufinden, ob der Eierschalendünger überhaupt nötig ist.

BANANENSCHALEN

Bananenschalen von reifen Bananen enthalten besonders viel Kalium und auch Magnesium und Kalzium, auch etwas Stickstoff und kleinere Mengen Schwefel.
Selbstverständlich sollten nur die Schalen von Biobananen verwendet werden, da die Bananen im "konventionellen" Anbau zumeist mit hoch giftigen Pilzbekämpfungsmitteln gespritzt werden.

So stellst du Bananenschalendünger her:
Am besten Du schneidest die Bananenschalen mit einem Messer oder einer Schere in kleine Stücke. So können sie vom Boden schneller zersetzt werden.
Verwende die Bananenschalenstücke gleich frisch oder lasse die Stücke an einem luftigen Ort trocknen und bewahre sie in einem offenen Gefäß auf, damit sie nicht schimmeln.
Arbeite die Schalen sanft in den Wurzelbereich der Pflanzen ein. (?) Verwende pro Pflanze rund 100 Gramm der Schalen.
Besonders Rosen und Blütenstauden danken Dir für die Bananengabe mit vielen Blüten. Dank des Kaliums kommen sie auch leichter durch den Winter.

Um einen Bananenflüssigdünger für Zimmerpflanzen herzustellen, koche rund 100g zerkleinerte Bananen in einem Liter Wasser auf. Lasse den Sud über Nacht ziehen und verdünne ihn dann 1:5 mit Wasser.

Mit der Innenseite von Bananenschalen kannst du übrigens auch die verstaubten Blätter von Zimmerpflanzen reinigen, Sie bekommen dadurch auch Glanz und verstauben nicht mehr so schnell.

TOMATENDÜNGER AUS FERMENTIERTEM BROT

Auf der Seite gofeminin habe ich folgendes Rezept für einen Tomatendünger gefunden:

So stellst du Dünger aus fermentiertem Brot her:
Fülle etwa eine Bäckertüte voller Brotreste in einen Eimer. Gieße nun Wasser hinein und verschließe dein Eimer und beschwere den Deckel mit einem Stein.
Das Ganze muss vier Wochen lang an einem warmem Ort stehen. In dieser Zeit kommt es zur Fermentation. Nach einem Monat ist der selbst gemachte Tomatendünger aus altem Brot fertig und einsatzbereit.

Dieser Dünger kann entweder unverdünnt als Bodenverbesserer oder leicht verdünnt als Tomaten- oder Paprikadünger verwendet werden.
Die Autoren des Artikels empfehlen, den Tomaten zusätzlich noch Kalzium zu geben, da bei der Fermentation Kalzium verloren geht.

KARTOFFELWASSER

Wenn Du das nächste Mal Kartoffel kochst, dann mache das ohne Salz und nutze das Wasser dann als Dünger.
Kartoffelwasser enthält Magnesium, Eisen und Phosphor.
Wenn Du es in einer Sprühflasche auf Pflanzen sprühst, kannst damit auch Blattläuse vertreiben.
Übrigens ist die Stärke im Kartoffelwasser ein guter Fettlöser. Du kannst es also zum Putzen in der Küche verwenden, es eignet sich auch gut für Fensterrahmen oder sogar zum Silber putzen.
Kartoffelwasser kann auch als Haut- und Haarpflegemittel verwendet werden. Es beruhigt rissige Haut, macht sie wieder geschmeidig. Als Haarkur stärkt und reinigt es Deine Haare. Massiere das abgekühlte Kartoffelwasser nach dem Haare waschen in Deine Haare ein, lasse es ein paar Minuten einwirken und spüle es dann wieder aus.

GERM / HEFE

Du kannst den Boden auch mit verdünntem Germ (Hefe) aktivieren.
Hefe ist zwar kein klassischer Nährstofflieferant, wirkt aber als exzellenter Bio-Stimulator für das Bodenmikrobiom. Sie aktiviert die Mikroorganismen im Boden, was die Nährstoffaufnahme der Pflanzen deutlich verbessert.

So stellst Du den Hefedünger her
Löse einen großen Würfel oder mehrere kleine Würfel frische Hefe oder alternativ etwa 32 Trockenhefe in 10 Liter lauwarmem Wasser auf.
Streue etwa 150g Zucker dazu.
Lasse die Mischung nun an einem warmen Ort ein paar Tage gären.
Achtung: Verwende diese Lösung nur stark verdünnt: Mische dazu einen Liter der gegorenen Hefemischung mit 10 Litern reinem Wasser.

Anwendung:
Gieße die verdünnte Lösung direkt auf den Boden rund um die Pflanzen. Besonders Starkzehrer wie Paradeiser (Tomaten), Gurken, Erdbeeren, Beerensträucher und Zierpflanzen, wie zum Beispiel Rosen profitieren davon.
Wende diesen Hefedünger allerdings maximal alle 4 Wochen an, um das Bodenmilieu nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
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KOMPOST

Kompost ist eine wundervolle Wellnesskur für Deinen Gartenboden. Mit Kompost kannst Du schwere Lehmböden lockern und belüften oder Sandböden gehaltvoller machen, sodass sie Wasser besser halten können. Kompost ist Nahrung für die Bewohner des Bodens, die Regenwürmer und Mikroorganismen und schenkt Deinen Pflanzen wertvolle Nährstoffe.
Wir lieben Kompost und das Kompostieren. Wie Du Kompost selbst herstellen kannst und was alles in Deinen Kompost hineinkommen darf, erfährst Du detailliert in der Lösung
RICHTIG KOMPOSTIEREN - REICHHALTIGEN HUMUS GEWINNEN.

BOKASHI

Bokashi ist eine japanische Methode, mit der Du durch das Fermentieren von Küchenresten Dünger herstellen kannst.

Im Gegensatz zu Kompost, ist Bokashi auch schon nach 2 Wochen verwendbar.

Bokashi enthält Stickstoff, Kalium, Phosphor und besonders viele Mikroorganismen, die den Boden beleben. Daher eignet sich Bokashi sehr gut zum Humusaufbau für Gemüsegärten oder Blumenbeete.

Verwende Bokashi vor allem dort, wo Starkzehrer wachsen. Verwende ihn nicht für Pflanzen, die nährstoffarme Böden bevorzugen, wie zum Beispiel Heidelbeeren, Erdbeeren, Kräuter, Radieschen oder Feldsalat.

So stellst Du Bokashi her:

Um Bokashi herzustellen, brauchst Du einen luftdicht verschließbaren Eimer.

Ich habe mir gleich einen fertigen Bokashi-Eimer gekauft, der ein Sieb und einen Ablaufhahn hat, mit dem ich die beim Fermentieren entstehende Flüssigkeit ablassen und gleich als Flüssigdünger verwenden kann.

In den Eimer kommen zerkleinerte Bioabfälle: Obst- und Gemüsereste, Brot, Pflanzen, Kaffeesatz. Besprühe alles mit "Effektiven Mikroorganismen". Lege nun einen mit Wasser oder Sand gefüllten Beutel auf die Mischung, sodass keine Luft dazu kommt und verschließe den Eimer. Alle zwei Tage lasse die beim Fermentieren entstehende Flüssigkeit ab. Dein Bokashi-Dünger ist nach zwei bis vier Wochen fertig. Vergrabe das Ferment in einer Rinne zwischen den Pflanzen und achte dabei auf genügend Abstand zu den Wurzeln. Franz Rösl empfiehlt, das Bokashi überhaupt schon mindestens 2 Wochen vor dem säen oder pflanzen auszubringen, damit sich der pH-Wert dem Boden angleichen kann die Wurzeln nicht durch das saure Bokashi unnötig gestresst werden. Nach wenigen Wochen ist das Bokashi im Boden zersetzt.

SCHAFWOLLPELLETS

Franz Knittelfelder hat eine sehr detaillierte und inspirierende Lösung über Schafwollpellets geschrieben. Schaue Sie Dir gerne hier an.

HÜHNERMIST

Zicke, zacke Hühnerkacke! Hühnermist ist nicht nur ein Geschenk für Deinen Kompost, sondern Du kannst ihn auch direkt als Dünger verwenden. Dabei musst Du allerdings einiges beachten:
Frischer Hühnermist ist viel zu aggressiv für die Wurzeln Deiner Pflanzen. Du kannst aber zum Beispiel im Frühling und Hochsommer etwas Hühnermist direkt auf die Mulchschicht Deiner Starkzehrerbeete aufbringen. Der Mist wird dann vom Regen verdünnt und portionsweise an den Boden abgegeben.
Hühnermist enthält besonders viel Stickstoff und auch Phosphor.

PFERDE- UND KUHMIST

Wenn Du Deinen Garten mit Stallmist von Pferden oder Kühen düngen möchtest, dann achte darauf, dass Du Mist von Tieren bekommst, die natürlich ernährt werden und Du durch den Mist medikamentös behandelter Tiere keine unerwünschten Pharmazeutika in Deinen Garten bringst.

Du kannst kompostierten Mist gut für die Bodenverbesserung einsetzen, denn er enthält Stickstoff, außergewöhnlich viel Phosphor, Kalium, Magnesium.


Daher eignet er sich auch sehr gut für Starkzehrer-Beete, ein wenig kannst Du auch den Mittelzehrern zur Verfügung stellen.


Wegen des hohen Phosphorgehaltes eignet er sich auch für Blumen.




So stellst Du Dünger aus Stallmist her:

Frischer Stallmist enthält ätzendes Ammoniak und kann die Wurzeln Deiner Pflanzen schädigen. Kompostiere den Mist daher 6 - 12 Monate, bevor Du ihn zum Düngen verwendest. Finde dafür einen schattingen Platz auf einer Betonplatte.
Tipp: Wenn Du Grasschnitt einfügst wird der Kompostiervorgang beschleunigt.
Die Hitze während des Kompostierens tötet Unkrautsamen und Krankheitserreger ab.

Sobald der Kompost dunkel und krümelig ist und wie waldboden riecht, ist er fertig.
Decke ihn danach mit Kompostvlies oder Laub ab.
Während des Lagerns werden die wichtigen Pilzgemeinschaften zunehmen.
Getrocknet und geschützt kann der Edelmist nun an einem kühlen Ort jahrelang gelagert werden.

Im Frühjahr kannst Du den kompostierten Mist dann oberflächlich in die Erde einarbeiten.
Verwende nicht zu viel davon. Zumeist reichen 1 -2 Liter pro Quadratmeter Boden.

URIN

Wir bezeichnen Urin oft als "Gelbes Gold", denn er kann als sehr nährstoffreicher Flüssigdünger eingesetzt werden.
Genauso wie beim Mist von Tieren, ist es allerdings sehr wichtig darauf zu achten, dass Du nur Urin von Menschen verwendest, die sich biologisch ernähren, nicht rauchen und keine Medikamente einnehmen. Denn diese würdest Du dann mit Deinem Gelben-Gold-Dünger im Garten verteilen. Die Toxine aus konventioneller Landwirtschaft und die Medikamentenreste würden das wertvolle Mikrobiom im Boden stören und sie würden durch die Pflanzen wieder auf Deinem Teller landen. Das willst Du bestimmt nicht.
Wenn der Urin aber rein ist, dann ist er ein wundervoller organischer Flüssigdünger.
Harnstoff besteht zu 50% aus Stickstoff, Auch jede Menge Kalium, Magnesium und Phosphor stecken in diesem Gelben Gold.
Beachte, dass Du Urin niemals unverdünnt verwendest, denn er ist zu aggressiv und kann Pflanzen und Wurzeln schädigen.
Für Starkzehrer verdünne Urin im Verhältnis 1:10 mit Wasser.
Bei Mittel- und Schwachzehrern mische ihn 1: 20 mit Wasser.
Da Urin viel Stickstoff enthält, solltest Du Pflanzen, die Nitrat einlagern, wie zum Beispiel Spinat, nicht mit Urin düngen.
Urin enthält auch viel Salz - dies mögen Erdbeeren, Kirschlorbeer oder Rhododendron gar nicht.

Urin eignet sich nicht zum Lagern, da Bakterien den Harnstoff schnell in Ammoniak umwandeln. Willst Du ihn doch kurzfristig lagern, so füge dem Gelben Gold einen Schuss EM (Effektive Mikroorganismen) zu - dies verringert die Geruchsentwicklung.

Übrigens schwanken die Inhaltsstoffe und auch der pH-Wert Deines "Gelben Golds" beträchtlich. Ausschlaggebend ist natürlich hauptsächlich Deine Ernährung, aber auch die Zusammensetzung Deines Darmmikrobioms oder auch die Tageszeit.

BRAUNES GOLD

Wenn Du eine Trockentrenntoilette benutzt, dann ist es wichtig, dass Du Dein "braunes Gold" richtig kompostierst, damit alle eventuell darin enthaltenen Schadstoffe, die durch unsere Körper aufgenommen und wieder ausgeschieden werden, richtig abgebaut werden.
Arouna Barbara Brodegger, bei der ich auch meine Permakulturausbildung gemacht hatte, rät folgendes:
Vermische Dein Braunes Gold mit einer großen Menge an Sägespänen, die Du mit geriebener Kohle vermischt hast.
Nachdem Du den Behälter entnommen hast, verschließe ihn und lasse ihn etwa 1/2 Jahr geschlossen stehen. Kontrolliere regelmäßig, dass alles gut feucht bleibt und wässere notfalls nach.
Danach setze damit eine Kompostmiete mit viel Grünschnitt an, damit sich die Miete schnell aufheizt. Sie sollte mindestens 75 Grad heiß werden, damit auch zum Beispiel Coli-Bakterien oder Hormone aus der Pille verbrannt werden.
Wenn die Miete auf 50 Grad abgekühlt ist, wende sie nochmals, damit sie wieder heiss wird. Danach decke sie zu und lasse sie wiederum 1/2 Jahr lang in Ruhe stehen. Gieße, wenn sie zu trocken wird.
Danach kannst Du diesen Kompost auch in Deinen Beeten aufbringen.

MULCHEN

Mulchen bedeutet, dass Du eine Decke aus Grasschnitt oder Laub rund um Deine Pflanzen legst und den nackt daliegenden Humus vor der Austrocknung durch die Sonne oder Winde schützt.

Mulchen ist auch die wohl einfachste Möglichkeit, Deine Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Denn die kuschelige Bodendecke, verrottet mit der Zeit und setzt ihre Nährstoffe frei. Auch die Regenwürmer und das Bodenleben kann sich mit Nahrung versorgen und damit gleich auch Humus aufbauen. Damit erhöht sich natürlich auch die Bodenfruchtbarkeit.

Außerdem hindert die Mulchschicht viele der gerade nicht willkommenen Pflanzen zu wachsen.

Geeignet für das Mulchen sind organische Materialien, vor allem Grasschnitt, Stroh, Laub, Holzhackschnitzel und Strauchschnitt.

Achtung: verwende kein Laub von Nussbäumen.

Du kannst deine Mulchschicht mit einer Mischung aus EM und Wasser angießen - damit verhinderst Du eine eventuelle Entwicklung von Fäulnis darin.

Ende April bis Mai, und wenn Deine Pflänzchen etwa 10cm groß sind, beginnst Du mit der ersten Mulchschicht.

Kleine Pflanzen, wie zum Beispiel Salar, Radieschen, Karotten bekommen eine 5-10 cm hohe Mulchschicht.

Große Pflanzen, wie zum Beispiel Kürbis, Kohl oder Paradeiser vertragen bis zu 20 cm Mulch.

Die einzigen Pflanzen, die das Mulchen nicht so gerne mögen, sind Rosen, Tulpen und Zwiebelblumen.

GRÜNDÜNGUNG

Pflanzen, die als "Gründünger" gesät werden, sorgen dafür, dass der Boden auf Deinem Feld oder in Deinem Gemüsebeet verbessert wird, indem sie den Boden gut durchwurzeln und beleben, sodass sich auch das Bodenleben wohl fühlt.

Diese Pflanzen schützen den Boden vor dem Austrocknen oder vor Erosion. Sie bieten einen Lebensraum für Nützlinge. Bienen zum Beispiel lieben Phacelia und Buchweizen.

Viele der Gründungspflanzen reichern den Boden außerdem mit Stickstoff an und holen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten zu den Wurzeln der Nutzpflanzen.

Einen hervorragenden Artikel dazu mit Anleitung findest Du auf dieser Seite von Löwenzahn.

Ein großes Danke an die Autoren von www.loewenzahn.at, auf deren Seiten ich viel neues lernen durfte.

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Werde die/der Erste, die/der diese Lösung sponsert und so die Arbeit dahinter wertschätzt.

Kommentare (1)

Ehemaliges Mitglied31/7/2026
🌿 Ich freue mich selbst immer wieder, wenn mich diese Lösung daran erinnert, was ich alles verwenden kann, um Dünger selbst herzustellen.😉

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