Catharina Rolandgepostet am: 14. Jänner 2026

Manuka - ein besonders wirkkräftiger, heilungsfördernder Honig

Geschichte, Herkunft, Inhaltsstoffe und Anwendung

Do it yourself

Die 88-jährige Mutter eines lieben Freundes hat Altersdiabetes.

Nichts hat die Heilung ihrer offenen Wunden an den Beinen

so effizient unterstützt, wie der Manuka-Honig.

Während ich diese Lösung schreibe, sind Roberto und ich gerade auf einer Reise durch das frühlingshaft-sommerliche Neuseeland der Monate Dezember und Jänner. Auf unseren ersten Fahrten, besonders aber auch auf unseren ersten Wanderungen fallen mir die vielen duftenden, von weißen Blüten übersäten Büsche auf, die nicht nur in Feuchtgebieten und an Küsten zu finden sind, sondern auch in den wunderschönen Bergen der Nationalparks.

Schnell lernten wir, dass es sich dabei um die Manuka-Pflanzen handelt, die auch als Südseemyrte (Leptospermum scoparium) bekannt ist.

Ich liebe ihren Duft. Auf den vielen Wanderungen, die Roberto und ich unternehmen, kann ich sie schon aus der Ferne riechen.

Und immer wieder pfücke ich eine Blüte, um ihren süßlich-harzigen Geschmack zu genießen oder zupfe einen Zweig, um später Tee daraus zu machen oder ihn in meine Wasserflasche zu stecken.

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Denn diese wundervolle Pflanze riecht und schmeckt nicht nur gut, sondern sie ist eine sehr kraftvolle Heilpflanze.

Besonders der Manuka Honig, den Bienen aus ihrem Blütennektar und den Pollen produzieren, hat außergewöhnlich wirkkräftige, heilsame Eigenschaften.

Bevor ich detailliert auf die Heilungs-unterstützenden Eigenschaften eingehe, möchte ich Dir von der Pflanze erzählen, die uns diesen besonderen Honig schenkt.

Die Manuka-Pflanze - eine neuseeländische Heilpflanze - auch für die Böden

Die Manuka-Pflanze ist ein immergrüner Strauch oder auch Baum, der überwiegend in Neuseeland wächst. Manuka kommt sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel Neuseelands vor und gedeiht besonders gut in abgelegenen, nährstoffarmen und windreichen Regionen. Aufgrund ihrer Robustheit gilt die Pflanze als Pioniergewächs und trägt zur Stabilisierung von Böden bei.
Somit kann sie auch für die Ökosysteme Neuseelands heilungsunterstützend wirken:

Denn die Inseln waren ursprünglich zu 85% von dichten und gesunden Wäldern überzogen. Doch schon die ersten Siedler und Jäger aus Polynesien holzten oder brannten schnell große Teile der Wälder ab, um Vögel zu jagen, Reisewege zu erschaffen oder um Kumara (Süßkartoffeln) oder Bracken Fern, eine essbare Farn-Art, anzupflanzen.
Es folgten Siedler aus Europa, die weitere Wälder rodeten, um Häuser oder Schiffe zu bauen, die Bäume zu verkaufen oder um Schafe und Kühe zu züchten. Heute hat Neuseeland nur mehr 37% Waldanteil und viele Teile davon sind Holz-Monokulturen. Nur mehr 20% der ursprünglichen Wälder sind vorhanden - zumeist in den Naturschutzgebieten des DOC (Department of Conservation)

Hier kommt nun die Manuka-Pflanze ins Spiel:
Mit ihren kraftvollen Wurzeln produziert sie auch auf abgebrannten oder verwüsteten Boden viel Humus und wird somit gerne als Aufforstungspflanze gesetzt. Interessanterweise wird sie auch von den unzähligen Schafen nicht angefressen und kann so ihre Pionierarbeit für zukünftige Wälder leisten.
50 - 70 Jahre braucht sie allerdings, bis sie den Boden so weit wieder hergestellt hat, dass dort auch andere ursprüngliche Bäume und Sträucher wieder wachsen können!

Die Blütezeit ist kurz und dauert meist nur zwei bis sechs Wochen pro Jahr. In dieser Zeit müssen die Bienen überwiegend Manuka-Nektar sammeln, um reinen oder überwiegend reinen Manuka Honig zu erzeugen. Wetterbedingungen, geografische Lage und Konkurrenz durch andere Blüten beeinflussen die Erntemenge stark.

Außerhalb Neuseelands ist Manuka in sehr begrenztem Umfang auch in Australien zu finden, allerdings gilt ausschließlich neuseeländischer Manuka Honig als authentisch.



Geschichte: Die Māori und Manuka

Die Ursprünge des Manuka Honigs reichen mehrere Jahrhunderte zurück und sind eng mit der Kultur der Māori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands, verbunden. Die Manuka-Pflanze wurde von den Māori traditionell als Heil- und Nutzpflanze verwendet.
Aus den Blättern, Samen und der Rinde stellten sie Tees, Umschläge und Pasten her, die bei Wunden, Entzündungen, Fieber, Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen eingesetzt wurden.
Das Holz wurde zum Bau von Booten, für Paddel, Waffen oder als Feuerholz eingesetzt.
Die Rinde wurde auch zum Decken von Dächern, für Armschienen oder zum Herstellen von Haushaltsgefäßen genutzt.

Erst mit der europäischen Besiedlung Neuseelands im 19. Jahrhundert begann auch die Imkerei mit Honig aus Manuka-Blüten. Lange Zeit galt dieser Honig jedoch als minderwertig, da er dunkler und kräftiger im Geschmack ist als andere Honigsorten. Erst im 20. Jahrhundert, insbesondere durch wissenschaftliche Untersuchungen ab den 1980er-Jahren, wurde entdeckt, dass Manuka Honig eine außergewöhnlich starke, nicht-peroxidische antibakterielle Wirkung besitzt. Diese Erkenntnisse führten dazu, dass Manuka Honig weltweit an Bedeutung gewann und heute weltweit zur Heilungsunterstützung eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

. Die besondere Wirkung von Manuka Honig beruht auf seiner einzigartigen Zusammensetzung. Neben den für Honig typischen Bestandteilen enthält er spezielle bioaktive Substanzen:

🐝. Methylglyoxal (MGO): Der wichtigste Wirkstoff von Manuka Honig. MGO ist für die starke antibakterielle Wirkung verantwortlich und liegt in deutlich höherer Konzentration vor als in anderen Honigsorten. Interessanterweise kommt MGO nicht in der Blüte selbst vor, sondern entsteht erst in der Bienenwabe durch die Umwandlung des im Nektar enthaltenen Kohlenhydrats DHA:
🐝. Dihydroxyaceton (DHA): Eine natürliche Vorstufe von MGO, die im Nektar der Manuka-Blüten enthalten ist. Während der Reifung des Honigs wandelt sich DHA langsam in MGO um.
🐝. Leptosperin: Ein charakteristischer Pflanzenstoff, der als Echtheitsmerkmal für Manuka Honig gilt.
🐝 Enzyme: Unter anderem Glukoseoxidase, die zur Bildung antibakteriell wirksamer Substanzen beiträgt.
🐝. Polyphenole und Flavonoide: Sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften, die freie Radikale neutralisieren können.
🐝. Vitamine und Mineralstoffe: Darunter Kalium, Calcium, Magnesium, Zink sowie B-Vitamine in geringen Mengen.

Diese Kombination macht Manuka Honig so wirkkräftig und heilsam.

Klassifizierung nach Inhaltsstoffen

Um die Qualität und Wirksamkeit von Manuka Honig messbar zu machen, wurden spezielle Klassifizierungssysteme entwickelt:
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MGO – Methylglyoxal als Maßstab der Wirksamkeit


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Der MGO-Wert beschreibt den Gehalt an Methylglyoxal (MGO) in Milligramm pro Kilogramm Honig (mg/kg). MGO ist der Hauptwirkstoff, der für die außergewöhnlich starke antibakterielle Wirkung von Manuka Honig verantwortlich ist. Je höher der MGO-Wert, desto intensiver ist diese Wirkung.

🐝. MGO 30+ bis 100+
Geeignet für den täglichen Verzehr und zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Diese Stufen werden häufig als hochwertiger Speisehonig genutzt.
🐝. MGO 150+ bis 250+
Für gezielte innere Anwendungen, z. B. zur Unterstützung des Immunsystems, bei Magen-Darm-Beschwerden oder in Erkältungszeiten.
🐝. MGO 400+ bis 550+
Hochwirksamer Manuka Honig für spezielle Anwendungen, etwa bei stärkeren Entzündungen, Halsschmerzen oder zur unterstützenden äußeren Anwendung auf Haut und Wunden.

Grundsätzlich gilt: Ein höherer MGO-Wert bedeutet nicht automatisch „besser“, sondern sollte passend zum Verwendungszweck gewählt werden.



UMF® – Ganzheitliches Qualitätssiegel


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Der UMF® (Unique Manuka Factor) ist ein geschütztes Qualitätssiegel aus Neuseeland und gilt als besonders streng. Im Gegensatz zum reinen MGO-Wert bewertet das UMF®-System mehrere Markerstoffe gleichzeitig:

Methylglyoxal (MGO)
Dihydroxyaceton (DHA)
Leptosperin (als Echtheitsnachweis)

Der UMF®-Wert bestätigt nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Authentizität und Herkunft des Manuka Honigs.
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🐝. UMF® 5+ bis 9+
Für den täglichen Genuss ohne gezielte therapeutische Anwendung.
🐝. UMF® 10+ bis 15+
Geeignet für gesundheitsbewusste Anwender, zur Unterstützung von Immunsystem und Verdauung.
🐝. UMF® 16+ bis 20+ und höher
Sehr hochwertige Manuka Honige mit intensiver antibakterieller Wirkung für gezielte innere und äußere Anwendungen.

Als grobe Orientierung gilt: UMF® 10+ entspricht etwa MGO 250+, wobei das UMF®-Siegel zusätzliche Qualitätskriterien erfüllt.



Anwendung von Manuka Honig in Abhängigkeit von der Wirksamkeitsstufe

Die Wahl des richtigen Manuka Honigs sollte sich stets am gewünschten Anwendungszweck orientieren.

Innerliche Anwendung

Allgemeine Gesundheitsvorsorge:
MGO 100+ oder UMF® 5+ bis 9+, täglich 1 Teelöffel pur oder in lauwarmem Wasser.
Immunsystem & Verdauung:
MGO 250+ oder UMF® 10+ bis 15+, idealerweise morgens auf nüchternen Magen.
Halsschmerzen & Erkältungen:
MGO 400+ oder UMF® 16+, langsam im Mund zergehen lassen oder in warmem Tee (unter 40 °C).

Äußerliche Anwendung

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Hautpflege & Unreinheiten: MGO 250+ bis 400+, punktuell oder als Maske auftragen. Wunden & Hautreizungen: MGO 400+ oder höher, bevorzugt als "medizinisch zertifizierter" Manuka Honig anwenden.

Wichtig ist, Manuka Honig nicht zu stark zu erhitzen, da Hitze die empfindlichen Wirkstoffe zerstören kann.
Diabetiker sollten die Anwendung vorab abklären.

Sobald ich zuhause bin, werde ich beginnen, mit dem Manuka Honig Cremes und Gesichtsöle zu mischen - zum Beispiel mit dem Ölivenöl, in dem ich im letzten mediteranen Sommer Meeresfenchel eingelegt habe. Ich bin schon neugierig auf die Wirkung. 😅



Anwendung von Manuka Honig bei Tieren

Manuka-Honig wird bei Tieren äußerlich bei Hautproblemen, wie Wunden, Abszessen (nach der Öffnung) Ekzemen, Pfoten- oder Klauenpflege oder nach Operationen zu Wundpflege und innerlich bei Magen-Darm-Beschwerden, Husten oder zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.
Die Anwendung erfolgt oft pur, in Salben oder mit Futter/Wasser gemischt, wobei auf eine tiergerechte Dosierung und den MGO-Gehalt geachtet werden muss, um die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften zu nutzen.

Es empfiehlt sich, wie auch bei anderen heilungsunterstützenden Mittel, immer mit kleinen Mengen zu beginnen, um die Verträglichkeit zu testen.

Besonders bewährt hat sich Manuka bei Pferden bei chronischen Wunden, Mauke, Strahlfäule und schlecht heilenden Verletzungen der Gliedmaßen.
Ich habe vor kurzem sogar eine Spielfilmszene gesehen, in der ein Arzt eine Verletzung eines Pferdes mit Manuka Honig heilt.

Warum wirkt der Honig so grandios?

Heilungsunterstützende Wirkmechanismen von Manuka Honig

Ich bin überzeugt davon, dass die Pflanzenwesenheiten selbst durch ihre spezifischen Frequenzen eine große Rolle in der Unterstützung unserre Heilungsprozesse spielen.

Die therapeutische Wirkung von Manuka Honig beim Menschen beruht auch auf einem Zusammenspiel mehrerer biologischer Mechanismen:

Bei der inneren Anwendung entfaltet insbesondere das enthaltene Methylglyoxal (MGO) eine antibakterielle Wirkung im Mund‑, Rachen‑ und Magen-Darm-Bereich, wobei pathogene Keime gehemmt werden, ohne die physiologische Darmflora wesentlich zu beeinträchtigen. Gleichzeitig wirken antioxidative Polyphenole und Flavonoide entzündungsmodulierend und können Schleimhäute schützen sowie Regenerationsprozesse unterstützen.

Bei der äußeren Anwendung fördert Manuka Honig durch seine osmotischen Eigenschaften die Wundreinigung, reduziert mikrobielle Belastung und schafft ein feuchtes, leicht saures Wundmilieu, das Granulation und Epithelisierung begünstigt. Ergänzend tragen entzündungshemmende Effekte zur Reduktion von Ödemen, Exsudat und Schmerzen bei, wodurch Manuka Honig sowohl in der modernen Wundversorgung als auch in der unterstützenden Hauttherapie einen anerkannten Stellenwert einnimmt.

Noch ein paar interessante Fakten zu Manuka

Manuka Bier

Im Jahre 1773 ließ James Cook im Dusky Sound ein Bier aus der Rimu-Harzeibe, Manuka-Blättern, Wasser und Melasse (Zuckerrübensirup) herstellen, um Skorbut vorzubeugen. Noch heute gibt es neuseeländische Brauereien, die den würzigen Geschmack von Manuka-Blättern oder Manuka-Honig nutzen, um ihre Biere zu würzen.

Manuka Holz zum Räuchern

Mir sind hier in Neuseeland viele Produkte aufgefallen, die über Manuka-Holz geräuchert wurden, zum Beispiel Käse, Lachs oder Salz.

Manuka und Teebaum sind nicht das gleiche

Manuka wird hier in Neuseeland oft als "Teebaum" bezeichnet. Dies kommt angeblich daher, dass ein Botaniker von Captain Cook Maori dabei beobachtete, wie sie aus den Blätter des Manuka einen Sud aufgossen. Der neuseeländische Manuka ist aber nicht mit dem Australischen Teebaum gleichzusetzen. Der Hauptunterschied liegt in der Pflanzengattung: Neuseeländischer Manuka (Südseemyrte, Leptospermum scoparium) und der Australische "Teebaum" (Melaleuca alternifolia) gehören zwar zur selben Pflanzenfamilie (Myrtengewächse), sind aber verschiedene Arten mit unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen, wobei Manukaöl (von L. scoparium) oft als hautverträglicher und vielseitiger gilt, während australischer Teebaum (Melaleuca) stark antibakteriell wirkt und beide in Honig und Öl genutzt werden, aber mit unterschiedlichen Eigenschaften und oft spezifischeren Bioaktivitätsprofilen.

Ätherisches Manuka Öl

Auch das Manuka-Öl soll eine stark antibakterielle, antimykotische und entzündungshemmende Wirkung haben und dabei milder und hautverträglicher als Teebaumöl sein. Es wird gerne bei Hautsymptomen, wie Akne, Fußpilz, Ekzeme oder Juckreiz (zum Beispiel von Insektenstichen) oder allgemein zur Stärkung der Haut und zur Hautpflege angewandt. Auch bei Atemwegsinfektionen entfaltet es seine heilungsunterstützende Wirkung - zum Beispiel durch Inhalationen oder wenn es im Diffusor in der Raumluft verteilt wird.

Manuka Öl wirkt außerdem ausgleichend, entspannend, nervenstärkend, erdend und hilft dabei, sich zu zentrieren.

Teste vor der Anwendung auf Deiner Haut, wie gut diese das Manukaöl verträgt. Verdünne es bei großflächiger Anwendung mit einem "Trägeröl" oder zum Beispiel auch mit Deinem Shampoo.

Für eine Mundspülung gib 1-2 Tropfen des Öls in ein Glas Wasser.

Ich freue mich, dass ich nun neben dem Teebaumöl, das ich gerne anwende, auch Manuka für uns entdeckt habe und wir so gerne auch in Zukunft seine wirkkräftigen Eigenschaften nutzen werden.
Seit dem Beginn unserer Reise genieße ich nun jeden Tag mindestens einen Teelöffel dieses wundervollen Honigs.
Am liebsten in Gesellschaft eines blühenden Manuka-Strauches und mit viel Dankbarkeit im Herzen.

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