Lasst uns ein Lerndorf kreieren!
Kassiopeia - ein Projekt für lebendiges Lernen
Vorzeigeprojekt · für Kinder & Jugendliche geeignet
Wie Pilze schiessen sie aus dem Boden, die neuen Angebote an Lernorten, Waldschulen, freien Schulen und wie sie alle heissen. Und überall finden sich Menschen, die ihren Kindern die Möglichkeit bieten möchten, ihr ureigenes Potenzial uneingeschränkt entfalten zu können. So auch bei uns am Zürichsee in Männedorf/Stäfa.
Lasst uns ein Lerndorf «bauen», wo wir miteinander und mit Erde und Himmel verbunden sind. Wo Alt und Jung zusammenkommen und ihr Potential entfalten. Wo über verlässliche Bindungen und mit Freude gelernt wird. Wo Kinder die obligatorische Schulzeit spielerisch absolvieren. Lasst uns zusammen tanzen, singen, uns bestärken und aneinander reiben… Lasst uns gemeinsam über unsere Grenzen hinauswachsen!
Im Jahr 2021 haben wir mit dieser Vision einen kleinen Verein gegründet, und im August 2022 sind wir mit zwei Kindergruppen im so genannten Homeschooling gestartet. Ich selber, die ich die vergangenen Jahre als Psychologin mein Brot verdient habe, bin wieder in die Rolle meines angestammten Berufes als Lehrerin geschlüpft – nur schon, um dank meinem Diplom die kantonalen Vorschriften erfüllen zu können. Nun bin ich Lernbegleiterin, Mentorin, Beziehungsoma, «Chefin», wie ich von den älteren Kindern neuerdings genannt werde, und manchmal auch Therapeutin, die Einzelnen zur Seite steht…
Wie es bei solchen Pionierprojekten geht, erfordert es sehr, sehr viel Energie, Engagement und Idealismus von jeder*m Einzelnen und vor allem auch Geduld, denn eine Vision ins 3D-Leben umzusetzen ist eine riesige Herausforderung. So haben wir unser Projekt «Kassiopeia» getauft – nach der Schildkröte im Kinderbuch «Momo» von Michael Ende. Diese geht nicht nur Schritt um Schritt, sondern gar rückwärts, wodurch sie Raum und Zeit überwinden kann…
Inzwischen habe ich in der leitenden Funktion des Schulprojekts Verstärkung bekommen, und wir sind ein Kernteam von drei wunderbaren Seelen, welche die Mitte (wir nennen es das «Hara») halten und die Fäden zusammenspinnen… «Kassiopeia» ist immer noch ein ganz junges, zartes Pflänzchen, das gehegt werden muss. Und doch ist darin die Kraft der ganzen, grossen Pflanze bereits enthalten.
Wir bleiben unserer Vision treu, überwinden unsere Mangel-Themen und andere alte Muster, erinnern uns immer wieder gegenseitig an unsere Lebensfreude, an eine positive Haltung und an unsere persönlichen Potenziale… UND: Wir setzen sehr, sehr viel Zeit ein für eine offene Kommunikation – anders geht es nicht! Wir Erwachsenen treffen uns auch zu Workshops, die wir abwechslungsweise anleiten, und lassen uns bei Bedarf von externen Coaches unterstützen. Letzteres möchten wir allen Projektgründer*innen ans Herz legen: Seid euch nicht zu schade, professionelle Hilfe von Aussen anzunehmen! Die entsprechende Investition lohnt sich immer.
Den Kindern geht es gut. Ihre Gemeinschaft wächst auf wunderschöne Weise zusammen. Und sollte es einem mal nicht gut gehen, findet sich immer eine gute Seele, die ihm wieder Mut macht, es tröstet und ihm hilft, wieder ins Vertrauen zu kommen.
Wir sind mit den Kindern mehr als die Hälfte der vorgegebenen «Schulstunden» draussen in der Natur, wo das Vom-Leben-Lernen eine grössere Dimension annimmt. Einen Teil der Lernstunden verbringen wir in einer Pfadfinderhütte, die auf einer schönen Lichtung an Wald und Bach liegt. Jeden Mittwoch ist der Treffpunkt ganz im Wald, wo wir mit einem gemeinsamen Feuer starten. Auch Kinder und Eltern, die den Treffen im Wald anfangs skeptisch gegenüber standen, sind heute begeistert – nur schon weil am Abend immer alle zufrieden und erfüllt nach Hause kommen.
Es gäbe noch soooo viel zu berichten… Neben den Wirkzeugen Geduld und gegenseitigem Verständnis hier noch das Allerwichtigste zum Schluss: Wenn wir an unsere Seele und ihren Weg angeschlossen sind, ist ALLES möglich. Ein unerschütterliches Vertrauen in ein grösseres Ganzes, ins Universum und in unsere Grosse Seele ist das A und O. Wir bleiben dran! 😊