SERVIETTEN AUS DEM RESTAURANT STATT KÜCHENROLLEN
Spare Papier und unterstütze damit die Bäume
Do it yourself
Die allermeisten Restaurants, in dem ich in den letzten Jahren essen war, liegen auf dem Teller oder daneben einmal zu verwendende Papierservietten.
Wenn wir bezahlt haben und uns alle vom Tisch erheben, dann sehe ich am Tisch zumeist die Hälfte der Servietten ungebraucht, einige weisen die dezenten Spuren eines einmaligen Wischers auf.
Nur wenige sind von Saucen bekleckert und warten zusammengeknüllt auf ihr Ende im Mistkübel.
Diesen Weg würden auch die noch fast ungebrauchten Exemplare gehen.
Ich habe es mir vor ein paar Jahren zur Angewohnheit gemacht, diese Servietten einzusammeln und sie mit nach Hause zu nehmen. Dort bewahre ich sie in einem Körbchen auf ihren Einsatz in der Küche oder anderswo im Hause auf.
Dies hat dazu geführt, dass ich keine Küchenrollen mehr kaufen muss, um unliebsame Flecken, von unserem Kater als großzügiges Geschenk abgelegte Mäusereste oder andere Ekligkeiten, die man nicht mit Geschirrtüchern oder Putzschwämmchen in Berührumg bringen will, aufzuwischen.
Bei der Recherche für diese Lösung sind mir einige Fakten zu Küchenrollen aufgefallen, die mich darin bestätigen, keine Küchenrollen mehr zu kaufen:
Küchenrollen werden mit Kunstharzen behandelt und lassen sich dadurch nicht recyclen.
Eine andere Quelle schreibt: „Bei der Herstellung von Küchenrollen und Taschentüchern werden außerdem sogenannte Nassfestmittel auf Basis von synthetischen Polymeren verwendet. Sie sind schwer biologisch abbaubar, weshalb ihr Eintrag ins Abwassersystem zu vermeiden ist.“
Die Zeitschrift "Öko-Test" stellte in einigen Küchenrollen schädliche Chemikalien fest. Dabei handelte es sich unter anderem um Chlorpropanol 3-MCPD – eine halogenorganische Verbindung, die laut Internationaler Agentur für Krebsforschung (IARC) als "möglicherweise krebserregend für den Menschen" eingestuft wurde.
Rate mal, wie hoch der pro Kopf-Papierverbrauch im Jahre 2021 in Deutschland war?
Ganze 228 Kilo! Von 1995 bis 202 ist der Verbrauch an Papierverpackungen um satte 80 Prozent angestiegen.
Um das Abholzen von Wälder zu vermeiden - ein Großteil des Zellstoffes, den wir in Mitteleuropa zu Papier verarbeiten stammt aus Südamerika, Skandinavien oder der iberischen Halbinsel - sollten wir den unnötigen Verbrauch von Verpackungen, Pappbechern, Werbeprospekten etc. aktiv vermeiden!
Dass heißt zum Beispiel, Werbungen abbstellen, nachfüllbare Becher verwenden, verpackungsfrei einkaufen.
Ich bin übigens dafür, dass wir kein Geschenkpapier mehr verwenden, sondern Stofftücher, die wieder verwendet werden können.
🌿🌿🌿 Vielleicht fühlt sich ja jemand von Euch inspiriert, solche Stofftücher aus Stoffresten herzustellen???
Das wäre wundervoll! Meldet Dich dann gerne bei uns.
Das Umweltbundesamt hat untersucht, welche Vorteile die Verwendung von Recyclingpapier hat.
Das Ergebnis:
Durchschnittlich spart die Produktion von Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier wie folgt ein:
- 78 Prozent Wasser
- 68 Prozent Energie
- 15 Prozent CO2-Emissionen
Die Produkte, die mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet sind, bestehen zu hundert Prozent aus Altpapierfasern. Sie werden mit einem geringeren Energie- und Wasserverbrauch sowie weniger Abwasserbelastung produziert als Papierprodukte aus Zellstoff. Auch schädliche Bleich-Chemikalien, optische Aufheller und andere Chemikalien dürfen nicht eingesetzt werden. Der "Blaue Engel" ist auf Bürobedarf, Kopierpapier, Schulheften, Collegeblöcken Toilettenpapier, Papiertaschentüchern, Küchentüchern und Tapeten zu finden.
Hier ist eine Übersicht an Papier-Gütesiegeln.