Catharina Rolandgepostet am: 14 février 2026

PFLANZLICHES ANTIOBIOTIKUM SELBSTGEMACHT

Ein einfaches Rezept von Timo G. mit Videoanleitung und eine Liste von Heilpflanzen mit antimikrobieller Wirkung

Do it yourself

Ich empfehle Dir, das Video von Timo G. anzuschauen. Timo spricht darin auch über wichtige Gründe, warum wir die Antibiotika der Pharmaindustrie vermeiden sollten.

Damit Du Dich dem Video genüsslich hingeben kannst, ohne mitschreiben zu müssen, findest Du das Rezept in schriftlicher Form gleich unterhalb des Videos.

REZEPT für Dein selbstgemachtes

PFLANZLICHES PHYTOBIOTIKUM:

Du brauchst dafür – natürlich in Bioqualität und idealerweise verpackungsfrei gekauft:

25g Knoblauch - etwa eine ganze Knolle
70g rote Zwiebeln - etwa eine Knolle
20g möglichst scharfe Pepperoni/Chilli
30g Ingwer
Frischer Kurkuma
1/4 Tl Schwarzer Pfeffer
2 EL Blütenhonig, idealerweise Manuka
650 ml Apfelessig
Fichtennadeln
Einmachglas, 1 Liter
Braune oder blaue Flasche

Reibe den Knoblauch in eine Schüssel.
Schäle und würfle die Zwiebel und gib sie in die Schüssel.
Zerkleinere die Chilli und gib sie in die Schüssel.
Jetzt kommen noch der geriebene Ingwer und Kurkuma dazu, sowie der Pfeffer und der Honig.
Zerkleinere die Fichtennadeln, mische alles und fülle es in das Einmachglas.

Nun schüttest Du den Apfelessig dazu und schüttelst die Mischung.
Stelle sie an einen dunklen, kühlen und trockenen Ort.
Schüttle das Glas nun täglich, damit die Wirkstoff weiter aktiviert werden und in den Essig übergehen.

Bringe die Reste der Herstellung, wie Zwiebelschalen zu einem Kompost.

Nach frühestens zwei Wochen (tägliches Schütteln!) seihe mit einem Stahlsieb ab.
Presse die Zutaten noch gut aus und fülle den wirkkräftigen Essig in die Flasche oder auch ein altes Schraubglas.

Und - wie Timo sagt "Simsalabim – fertig ist das ein selbstgemachtes, hochwirksames, natürliches, sehr leckeres, vorbeugendes und auch akut wirkendes, hammermäßiges natürliches Phytobiotikum."

Denk daran, die Reste zu kompostieren und damit wieder in den natürlichen Kreislauf zurück zu geben.

ANWENDUNG und DOSIERUNG

Timo empfiehlt zur Stärkung des Immunsystems 14 Tage lang ein bis zwei Esslöffel präventiv einzunehmen.

Während einer Grippewelle und bei Infektionen kannst Du bis zu fünf Esslöffel einnehmen.
Achte wie immer auf Dein Körpergefühl und besprich die Dosierung gerne mit Deinen Heilbegleitern.

ÜBERSICHT DER WICHTIGSTEN BEKANNTEN

HEILPFLANZEN MIT ANTIMIKROBIELLER WIRKUNG

Einmal in dieses Thema eingetaucht, bin ich nun neugierig geworden, welche Pflanzen es sonst noch gibt, die antimikrobielle Eigenschaften haben.

Ich habe uns hier eine Liste zusammengestellt. Du findest darin den Namen, die Wirkstoffe und die traditionellen Anwendungen.

Ich werde diese Liste nutzen, um mich im Falle einer Infektion daran zu erinnern, welche Pflanzen ich nutzen kann:

Aloe (Aloe vera)
Wirkstoffe: Latex (komplexe Mischung aus Anthrachinonen und Polysacchariden)
Anwendung: Äußerlich als Gel gegen Hautinfektionen (z. B. gegen Corynebacterium, Salmonella, Staphylococcus aureus); innerlich als Saft bei Verdauungsstörungen und antimikrobieller Unterstützung.

Basilikum (Ocimum basilicum)
Ätherische Öle (Terpenoide wie Linalool, Eugenol)
Als Gewürz oder Tee gegen Bakterien (z. B. Salmonella, Aeromonas hydrophila); in der Küche zur Konservierung von Lebensmitteln; äußerlich in Salben gegen Hautinfektionen.

Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)
Arbutin, Hydrochinon
Tee bei Blasenentzündungen

Bärwurz (Arctium lappa)
Polyacetylene, Tannine, Terpenoide, Phenolsäuren (z. B. Chlorogensäure)
Als Tee oder Extrakt gegen Bakterien und Pilze; antibiofilm-Wirkung in der Lebensmittelverarbeitung; traditionell bei Hauterkrankungen und Entzündungen.

Beifuß (Artemisia spp., z. B. Einjähriger Beifuß)
Ätherische Öle (Terpenoide), Flavonoide
Als Tee oder Tinktur gegen Darmparasiten (Helminthen) und Bakterien; in der traditionellen chinesischen Medizin gegen Malaria-ähnliche Infektionen.

Berberitze (Berberis vulgaris)
Berberin (Alkaloid)
Als Extrakt gegen Bakterien, Protozoen (z. B. Giardia) und Pilze; innerlich bei Durchfall und Infektionen; topisch bei Hautproblemen.

Blaubeere (Vaccinium myrtillus)
Fructose (Monosaccharid), andere Polyphenole
Als Saft oder Extrakt gegen E. coli (Urinwegsinfektionen); präventiv in der Ernährung zur Hemmung bakterieller Adhäsion.Echinacea (Echinacea purpurea)Alkamide, PolysaccharideAls Tee oder Tinktur zur Stärkung des Immunsystems gegen Viren und Bakterien; bei Erkältungen und oberen Atemwegsinfektionen.

Echinacea (Echinacea purpurea)
Alkamide, Polysaccharide, Cichoriensäure
Tinktur, Tabletten zur Immunstärkung bei Erkältungen

Eukalyptus (Eucalyptus globulus)
Tannine (Polyphenole), Terpenoide (z. B. Eucalyptol/1,8-Cineol)
Als ätherisches Öl inhaliert oder als Salbe gegen Bakterien und Viren (z. B. bei Atemwegsinfektionen, wie auch Nasennebenhöhlenentzündungen); in der Aromatherapie.

Fenchel (Foeniculum vulgare)
Phenolische Verbindungen, ätherisches Öl
Als Tee gegen Bakterien und Pilze; in der Küche als Konservierungsmittel; bei Verdauungsstörungen und Mundinfektionen.

Goldrute (Solidago virgaurea)
Flavonoide, Saponine
Als Tee gegen Bakterien (z. B. E. coli, Staphylococcus); traditionell bei Harnwegsinfektionen.

Grüner Tee (Camellia sinensis)
Catechine (Flavonoide, z. B. Epigallocatechingallat)
Als Getränk oder Extrakt gegen Bakterien (z. B. Shigella, Vibrio, Streptococcus mutans) und Viren; präventiv gegen Karies und Mageninfektionen; antioxidativ in der Hautpflege.

Ingwer (Zingiber officinale)
Gingerole, Shogaole, Paradole (Phenolsäuren)
Als Tee oder Gewürz gegen Bakterien (z. B. E. coli, Staphylococcus aureus) und Viren (z. B. Influenza, SARS-CoV-2); bei Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Erkältungen und Entzündungen; in der Aquakultur zur Immunstärkung.

Kamille (Matricaria chamomilla)

Bisabolol, Chamazulen, Flavonoide, Antheminsäure (Phenolsäure), Cumarine, Apigenin, Matricin

Als Tee oder Salbe gegen Bakterien (z. B. M. tuberculosis, S. aureus) und Viren; bei Wunden, Entzündungen und Magen-Darm-Infektionen; Spülungen, Umschläge bei Entzündungen

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Benzylsenföl (Glucosinolate)
Frisch oder als Präparat bei Harnwegs- und Atemwegsinfekten

Knoblauch (Allium sativum)
Allicin, Alliin, Ajoen (Sulfoxide), Allylcystein
Als frisch oder als Öl bei Infekten, gegen Bakterien (z. B. orale Pathogene, Lebensmittelpathogene), Pilze (z. B. Candida) und Viren (z. B. Influenza); bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und als natürliches Antibiotikum; Bluthochdruck, äußerlich bei Hautinfektionen

Koriander (Coriandrum sativum)
Ätherische Öle (Terpenoide)
Als Gewürz oder Extrakt gegen Bakterien und Pilze; in der Küche zur Hemmung von Lebensmittelverderb.

Kreuzkümmel (Cuminum cyminum)
Cumarine
Als Gewürz gegen Bakterien, Pilze und Viren; bei Verdauungsinfektionen.

Kurkuma (Curcuma longa)
Curcumin (Terpenoide), ätherisches Öl
Als Gewürz, Tee oder Supplement gegen Bakterien (z. B. Pseudomonas aeruginosa), Pilze (z. B. Aspergillus flavus) und Protozoen; bei Entzündungen, Wunden und als Antioxidans.

Lavendel (Lavandula angustifolia)
Ätherische Öle (Terpenoide, z. B. Linalool), Linalylacetat
Als Öl oder Salbe gegen Gram-positive Bakterien und Candida; in der Aromatherapie bei Hautinfektionen und Wunden; bei Schlafstörungen

Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Bitterstoffe, Flavonoide
Als Tee gegen Pilze (z. B. C. albicans); traditionell bei Leber- und Hautinfektionen.

Malve (Malva sylvestris)
β-Carotin, Flavonoide, Vitamin E, Polyphenole
Als Tee oder Umschlag gegen Bakterien und Pilze in Wunden; bei Hautentzündungen und als Antioxidans.

Melisse (Melissa officinalis)
Tannine (Polyphenole), Thymol, Carvacrol
Als Tee gegen Viren (z. B. Influenza) und Bakterien; bei Stress, Alzheimer-Symptomen und Mundinfektionen.

Meerrettich (Armoracia rusticana)
Senföle (Glucosinolate)
Frisch oder Tabletten bei Bronchitis, Harnwegsinfekten

Minze (Mentha piperita)
Menthol (Terpenoid), ätherisches Öl
Als Tee oder Öl gegen Bakterien (z. B. Salmonella, Listeria) und Pilze; bei Verdauungsstörungen und in der Lebensmittelkonservierung.

Nelke (Syzygium aromaticum)
Eugenol (Terpenoid), β-Caryophyllen
Als Öl oder Gewürz gegen Bakterien (z. B. E. coli, Listeria, Salmonella), Pilze und Viren (z. B. Ebola); in der Zahnmedizin gegen Schmerzen und Infektionen; als Mundspülung, bei Verdauungsproblemen; als Konservierungsmittel.

Oregano (Origanum vulgare)
Carvacrol, Thymol (Phenole)
Als Öl (verdünnt) oder Gewürz gegen Bakterien (z. B. Porphyromonas gingivalis, ESBL-produzierende Enterobacterien); bei Magen-Darm-Infekten, Hautpilz, als natürlicher Konservierstoff in Lebensmitteln.

Pfefferminze (Mentha x piperita)
Menthol (Terpenoid), Menthon
Als Tee oder Öl gegen Bakterien; bei Atemwegs- und Verdauungsinfektionen, Kopfschmerzen

Portulak (Portulaca oleracea)
Apigenin, Gallotannine, Quercetin, Ascorbinsäure
Als Salat oder Extrakt gegen Bakterien und Viren (z. B. Influenza); bei Entzündungen und als Antioxidans.

Propolis (Bienenprodukt)
Flavonoide, Phenolsäuren
Tinktur bei Halsschmerzen, Wundheilung

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Rosmarinsäure, Carnosol, Cineol
Als Tee, Gewürz oder Öl gegen Bakterien und Pilze; in der Küche zur Konservierung; bei Gedächtnisstörungen und Hautpflege, bei Durchblutungsstörungen

Salbei (Salvia officinalis)
Thujon, Cineol, Rosmarinsäure
Als Tee gegen Bakterien und Pilze; Gurgellösung bei Halsschmerzen und Mundinfektionen, Tee bei Verdauungsbeschwerden

Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum)
Piperin (Alkaloid)
Als Gewürz gegen Pilze und Bakterien (z. B. E. coli, Lactobacillus); bei Verdauungsstörungen.

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)
Terpinen-4-ol, Cineol
Äußerlich bei Akne, Pilzinfektionen, Wunden

Thymian (Thymus vulgaris)
Thymol, Carvacrol (Phenolsäuren), Flavonoide
Als Tee, Öl oder Gewürz gegen Bakterien (z. B. Porphyromonas gingivalis), Pilze und Viren; Inhalation, Hustensaft bei Bronchitis und Atemwegsinfekten, Konservierstoff in Lebensmitteln.

Tribulus (Tribulus terrestris)
Flavonoide, Tannine, Phenolsäuren
Als Extrakt gegen Bakterien; bei Entzündungen und als Antioxidans.

Zimt (Cinnamomum verum)
Zimtaldehyd (Terpenoid), Eugenol
Als Gewürz oder Öl gegen Bakterien (z. B. Listeria, Salmonella, Staphylococcus aureus) und Pilze; bei Magen-DarmInfekten, Durchfall, Hautinfektionen und als Lebensmittelzusatz.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
Tannine, ätherisches Öl
Als Tee gegen Viren und Bakterien; bei Herpes und Stress-bedingten Infektionen.

Zwiebel (Allium cepa)
Wirkstoffe: Allicin, Quercetin, Schwefelverbindungen
Anwendung: Hustensaft, Ohrwickel, innerlich bei Erkältungen



ANTIFUNGALE (PILZHEMMENDE) PFLANZEN

Ringelblume (Calendula officinalis)
Triterpensaponine, Flavonoide
Salben bei Hautpilz, Wunden

Neem (Azadirachta indica)
Azadirachtin, Nimbin
Öl bei Hautpilz, Läusen

Myrrhe (Commiphora myrrha)
Sesquiterpene, Harz
Mundspülungen bei Zahnfleischentzündungen

Zistrose (Cistus incanus)
Polyphenole, Labdanum
Tee, Lutschtabletten bei Erkältungen

Zur Erstellung dieser Listen habe ich ausnahmsweise eine KI genutzt.
Diese gibt folgende Studien als Quellen an:

Plant Products as Antimicrobial Agents


Antioxidant, Antimicrobial and Antiviral Properties of Herbal Materials


Die Studien sind interessant zu lesen.
Zusätzlich zu den in den Studien thematisierten bio-chemischen Prozessen gibt es natürlich noch viele andere Wirkmechanismen, die Pflanzen zu so wertvollen Heilbegleitern machen. 🌿🧚🏻🥀

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