Verena Stroblgepostet am: 11 janvier 2025

Neurogenese mit Microdosing

Der "Stamets-Stack" – Heilung mit Psilocybin

Do it yourself

Pilze sind Organismen, die gigantische Netzwerke bilden. Sie erinnern an neuronale Netzwerke und es liegt nahe, dass sie ein Kommunikationssystem der Erde sind.

Es ist eine faszinierende Welt und Pilze bieten wundervolle Lösungen im Bereich der Ökologie – so helfen sie zum Beispiel bei der Reinigung der Meere von Plastik und Ölverschmutzungen. Auch im Bereich der Gesundheit finden wir viele Heilpilze oder auch psychoaktive Pilze zur Heilung des Gehirns oder der Psyche.

Je höher die Kommunikatio, desto reibungsloser funktioniert ein System. Umgekehrt, je unterbrochener und unvollständiger die Kommunikation ist, desto mehr Defizite, Degeneration, Krankheit oder Unglück ist im System zu finden. Ob innerhalb des Körpers, des Herzens, Hirns, zwischen DNA und Zelle, Zelle zu Zelle, oder in Familiensystemen oder jeglicher Community – Kommunikation ist Leben.

Darum glaube ich an die Pilze und an die Symbiose zwischen uns Menschen und diesen wundervollen Wesen. An die Chance, dadurch die Kommunikation innerhalb unseres Körpers und unser Psyche uns wiederherzustellen.

Pilze können unser Gehirn verstärkt vernetzen

Vor allem die psychoaktiven Pilze spielen eine bedeutende Rolle in der sogenannten Hyperkonnektivität des Gehirns. Ein Zustand, in dem überdurchschnittlich mehr Bereiche in Aktivität sind als im normalen Tagesbewusstsein eines Menschen. Denn durch die Wirkung dieser psychoaktiven Pilze werden neue neuronale Verbindungen geschaffen. Lies dazu gerne mehr in einem Artikel auf Neurosciencenews.com
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Macrodosing und Microdosing haben unterschiedliche Wirkungsfelder

Während beim MACRODOSING enorm viele Vernetzungen im Gehirn geschaffen und die Realität intensiver wahrgenommen wird, tiefe Einsichten erreicht werden und Realitätsebenen eröffnet werden, zu denen man in Tagesbewusstsein normalerweise keinen Zugang hat, spricht man von MICRODOSING, wenn sehr geringe Mengen genommen werden. Dabei werden nur marginale psychoaktive Veränderungen des Bewusstseins und der Wahrnehmung bewusst wahrnehmbar.
Menschen sprechen etwa von einem wacheren Zustand, Farben werden intensiver wahrgenommen, das Nervensystem macht auf etc.
Diese Micro-Dosierung wird über einen längeren Zeitraum eingenommen, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.

Paul Stamet und sein wirkungsvoller "Stamets Stack"

Paul Stamet ist ein renommierter Pilzforscher und trägt bedeutend zur Aufklärung rund um diese bemerkenswerten Organismen bei.
Er ist im Mainstream durch denTED Talk „6 Ways Mushrooms Can Save The World“ bekannt geworden. Stamet spricht davon, dass das Mycel das natürliche Internet der Erde ist und sich das Leben auf der Erde nur in Symbiose mit Pilzen entwickeln konnte.
Ich empfehle auch den Film „Fantastic Fungi“ von Louis Schwartzberg mit Paul Stamet als Protagonisten.

Stamet hat ein Microdosing Protokoll entwickelt, das unter dem Namen "Stamets Stack" bekannt ist. In diesem Protokoll geht es nicht nur um die Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen, den sogenannten "Magic Mushrooms", sondern einer Kombination der Pilze mit Niacin (Flushing Version) und Hericium, einem Vital- und Gourmetpilz, der im deutschen Sprachraum als "Löwenmähne" bekannt ist.
Es gibt 116 Arten von psylocybinhaltigen Pilzen rund um den Globus und unzählige uralte Heiltraditionen in vielen indigenen Kulturen.

Therapeutische Erfolge dieser Wirkstoffkombination

Die Kombination dieser drei Substanzen, das Stamets Stack, bildet eine Synergie, die viele therapeutische Erfolge gezeigt hat.
Die Validierung der Verbesserungen wird ständig aktuell gehalten, dank einer von Paul Stamet und einem Team von Wissenschaftlern entwickelten Studie, microdose.me auf der Quantified Citizen App. Die App ist anonymisiert und es kann jeder teilnehmen. An dieser Studie nehmen über 33000 Teilnehmer teil.
Alzheimer, Demenz, Parkinson, PTSD (Post traumatische Stress Disorder) und andere nervliche Erkrankungen, aber auch Sucht von Opiaten und Tabak finden Verbesserung und Heilung und es wird Neurodegeneration entgegen gewirkt und bessere Lernfähigkeit und Leistung des Gehirns erzielt.
Es wurde sogar herausgefunden, dass es die Menschen liebevoller und verbundener macht und, laut einer Studie, Gewalt um 18 % reduziert. Bemerkenswert ist die Reduktion von Depression (auch Fälle, die bisher therapieresistent waren) und Angstzuständen, die wie eine stumme Epidemie die moderne Gesellschaft untergraben.

Es wurde erforscht, dass die Myelinschichten, also die Ummantelungen der Nervenbahnen, Regeneration finden und sich reparieren. Außerdem durchbricht Psilocybin die Blutschranke im Gehirn und funktioniert als ein Substitut für Serotonin.
Es gibt einen Test, der den Zustand des Nervensystems hinweist: der "Tapping Test". Bei Probanden hatte die Anwendung von Microdosing zu einer starken Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und der Gehirngesundheit geführt. Ihre motorischen Fähigkeiten verbesserten sich.
Dies weist vielversprechend auf eine mögliche Vorbeugung von körperlichem Abbau im Alter hin. Für gesunde junge Menschen kann dies auch bedeuten, dass sich die Leistung um Vielfaches verbessern kann.
Viele renommierte wissenschaftliche Institute und Universitäten auf der ganzen Welt haben Foschungen zu Psilocybin betrieben und sind zu demselben Schluss gekommen. Es handelt sich um einen der wirkungsvollsten Stoffe in der psychiatrischen Medizin. Microdosing könnte sich weltweit als Lösung vieler gesundheitlicher und gesellschaftlicher Probleme durchsetzen. Für Trauma, Depression, sozialer Verfall der Gesellschaft wäre eine einfache Hilfe geboten.

In folgendem Video spricht Paul Stamet über die Erfolge mit Micro-dosing:
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Wie wendet man den Stamets Stack nun an?

Der Stamets Stack:

Das Protokoll setzt sich zusammen aus:

  • 0,1-0,2 Gramm getrockneter Psilocybin Cubensis oder alternativ "Magic Trüffel".
  • Idealerweise sammelt man die Psilocybin Pilze selbst. Sie wachsen im Herbst auf Almen, dort wo zuvor Kuhfladen waren. Ich habe die gesammelten Pilze in DMSO eingelegt und habe nun homogene Tropfen. Mit dem Pendel teste ich, wieviel ich brauche. Die Dosis steigert sich leicht im Laufe des Monats, weil eine Desensibilisierung gegenüber dem Psylocybin stattfindet . Es gibt aber auch Packungen zum Microdosing im Internet zu bestellen, wo die Trüffel oder Magic Mushrooms schon portioniert sind. Achtung aber, denn die Portionen sind meist 1 Gramm, was schon einen leichten psychedelischen Effekt hervorrufen kann. Es gibt aber auch Grow Kits zu bestellen, die den Anbau zu Hause recht leicht gestalten.
  • 5-20 Gramm Pulver oder ein äquivalenter Anteil an Tropfen der Löwenmähne (Hericium). Pulver z.B. bei den Tyroler Glückspilzen in Bio Qualität bestellen.
  • 50-100 mg Niacin. Niacin kann man bei uns kaufen, ist allerdings üblicherweise nicht das Niacin, welches das Periphere Nervensystem stimuliert und ein Kribbeln wie Ameisen und Rötungen hervorruft, den Flushing Effekt, ca 20-60 min nach Einnahme. HIER ist eine Quelle für das Niacin mit dem Flushing Effekt:
Mit einer Dose Niacin kommt man gefühlt ein Leben lang aus, da ich zum Einstieg erstmal nur 1/6 einer Kapsel empfehlen würde. Es gibt verschiedene Empfehlungen zu Niacin, bitte recherchieren, falls Diabetes oder Leberschäden vorliegen.

So wird es angewendet:

Am besten Du beginnst an einem freien Tag, an dem Du Dir Ruhe gönnen und gut beobachten kannst, wie Dein Körper mit dem Psilocybin umgeht. Es kann sein, dass Du die Reparaturprozesse bemerkst. Du kannst die Dosis am nächsten Tag natürlich auch verringern.
Ruhe kann ich nur empfehlen in der ersten Zeit des Microdosing.

Auf nüchternen Magen nimmt man, wie oben empfohlen, die Magic Mushrooms, Niacin und Hericium.
Nach 4-5 Tagen sollte man für 2-3 Tage das Psilocybin pausieren, damit der Körper Zeit hat, zu arbeiten.
Ich habe in diesen Pausen das Hericium und Niacin aber immer weitergenommen, um dem Körper diese Nährstoffe zu geben und um Substanz aufzubauen.
Nach einem Monat lege mindestens einen Monat Pause ein. Danach kannst Du dann wieder mit einer niederen Dosis Psilocybin beginnend, das Protokoll anwenden.

Weitere Tipps zur Dosis:

Jeder reagiert, je nach Gewicht und Sensitivität, anders auf Psilocybin. Am besten Du probierst zuerst einmal eine sehr geringe Menge aus. Solltest Du dennoch etwas spüren, setze die Dosis noch weiter herunter. Falls Du das Gefühl hast, dass nichts passiert, erhöhe die Dosis. Es kann nichts passieren, da wir ja das Gehirn und Nervensystem nur gering stimulieren.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch hinzufügen, dass Paul Stamets empfiehlt, vor dem Microdosing eine Macro-Dosis zu nehmen, um das Gehirn zu stimulieren. Er sagt, dass danach die neu erschlossenen neuronalen Bahnen beim Micro-Dosieren wiederbesucht werden. Ich teile diese Information ganz neutral, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass in den meisten Ländern psychoaktive Pilze leider verboten sind. Ich rate auch davon ab, eine Macro-Dosis einzunehmen, wenn keine kompetente Begleitung dabei ist oder auch, wenn psychiatrische Krankheiten vorliegen. Auch das Microdosing würde ich bei psychiatrischen Erkrankungen nicht ohne kompetente Begleitung machen. Bei posttraumatischer Belastungsstörung ist es meiner Meinung auf jeden Fall ratsam, therapeutische Hilfe hinzuzunehmen, da psychische Themen mit dem Microdosing sehr gut wahrnehmbar werden und dann auch gut therapierbar sind.

Niacin hat auch einen reinigenden Effekt und hat trotz der starken körperlichen Reaktionen, die es hervorruft, keine Nebenwirkungen. Es ist für viele Menschen nicht sehr angenehm, den "Flush" zu spüren. Ich erinnere mich dabei immer daran, was ich erreichen will. Offenbar bringt das Niacin"flush" das Psilocybin zu Nervenzellen im peripheren Nervensystem, was das normale Niacin mit dem non-flushing Effekt nicht kann.
Es gibt auch ein Protokoll von L.R. Hubbard zu Niacin, bei dem man täglich die Dosis steigert. In dem Protokoll wird versprochen, dass der Körper dabei von Verunreinigungen, Giften etc. befreit wird.
Ich habe daher während des Monats des Microdosing kombiniert und täglich die Dosis Niacin um ein Minimum erhöht.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Microdosing:

Ich hatte beim ersten Mal Microdosing mit einer enorm geringen Dosis begonnen und fühlte leichten Schwindel und eine leichte, angenehme Euphorie. Ich habe es als Reparaturprozesse empfunden, da sich ja nervlich und im Gehirn sofort Prozesse freigeschalten haben. Der Schwindel war dann schnell weg und ich bin zu höheren Dosen übergegangen, ohne etwas zu spüren.
Der zweite Zyklus Microdosing war dann ganz anders. Ich habe dabei jeden zweiten Tag pausiert und hatte am Tag nach dem Microdosing oft klare Einsicht in meine Muster. Ich habe begleitend dazu NARM Sitzungen genommen und diese Kombination war für mich sehr effektiv in der Heilung meiner Traumata.

Beim letzten mal Microdosing, der 3. Zyklus in 3 Jahren, bei dem ich konsequent das Protokoll nach Stamets eingehalten habe, bemerkte ich danach, dass ich plötzlich nicht mehr so erschöpft war. Ich habe 26 Jahre CFS chronisches Erschöpfungssyndrom hinter mir, laut Ärzten Post-traumatisches Erschöpfungssyndrom. Nach diesem Microdosing-Zyklus war ich nun meist ziemlich gut drauf und motiviert. Während dieses Zyklus habe ich die Verarbeitung der Traumata nicht mehr so stark gespürt. Es ist wohl nur ein Teil der Heilung gewesen, aber ich gehe davon aus, dass es auch eine Rolle gespielt hat, da genau zu dieser Zeit eine massive Besserung eingetreten ist.

Nach einer Pause werde ich bald einen nächsten Zyklus Microdosing beginnen und freue mich schon zu beobachten, was es diesmal mit mir machen wird.

Ich habe auch die Tests in der App von Stamets gemacht, da ich gerne zur Forschung auf dem Gebiet beitragen möchte.
Dies ist kaum ein Aufwand und die Fragen beantwortet man am besten ganz spontan. Die Teilnahme an diesem Forschungsprojekt erfordert circa 3 Std Zeit innerhalb von 3 Monaten. Alle dies ist gut beschrieben auf der Website von Microdose.me.

Schaue Dir gerne auch das Video mit Paul Stamet zum Thema
an.
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