Karin Neumeyergepostet am: 18 septembre 2024

Mabon

Die Herbsttag- und Nachtgleiche

Inspirierendes Wissen

"Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen,
aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt,
muß auf Wechsel gefaßt sein."
(Johann Wolfgang von Goethe)

Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Festes "Mabon" die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:

Jedes Jahr am 23. September, haben wir eines der vier wichtigen Sonnenfeste
im Jahreskreis, nämlich Mabon,
die Tag- und Nachtgleiche im Herbst.

Wir befinden uns an diesem Punkt im Jahreskreis in perfekterBalance von Tag und Nacht, wie schon zu Ostara
doch nun werden die Tage kürzer, es bricht die dunkle Zeit an.

Es wird spürbar kühler, die Nächte werden länger,
die Blätterverfärben sich und die Lebenskräfte
ziehen sich zurück. Es ist die Zeit des Dankes und Ausgleichs.

Für unsere Ahnen stand die Herbstzeit im Zeichen der Ernte. Abhängig vom Wetter und dem Segen der heiligen MutterErde entwickelten sich zahlreiche Zeremonien
und Rituale für den Erntesegen.

Die wohl wichtigste Bedeutung von Mabon ist die eines Erntedankfestes. Mabon markiert die Mitte der Erntezeit.
Es ist das zweite von drei Erntefesten im Jahreskreis.
Die Ernte beginnt auf Lugnasad und endet mit Samhain.

Dieses traditionelle, im Jahreskreis gefeierte Sonnenfest
gilt dem Getreide, dem Obst, den Früchten, Trauben
und dem Wein und ist ein Genussfest, bei dem die Fülle
und der Erntesegen des Herbstes gefeiert wird.
Mutter Erde zeigt uns zu Mabon, wie aus einem Samen
Tausende neue entstanden sind.

Eine weitere Bedeutung von Mabon ist weniger sichtbar.
In der Naturspiritualität wird gefeiert, dass die Muttergöttin,
also die heilige Mutter Erde, bereits wieder schwanger ist.
Dadurch kann der Gott des Lichts, der zum Ende des Sommerssterben muss und in die Unterwelt, in das Reich der Hel,
der Frau Holle hinabsinkt, für einen weiteren Jahreskreis zu Yule, also zur Wintersonnenwende, wiedergeboren werden.

Zu Mabon stehen wir an einer Schwelle.
Der Sommer geht zu Ende und die dunkle Jahreszeit steht
vor der Tür. Wir können in beide Richtungen schauen,
zurück zum Sommer und auf die kalte Zeit vor uns.

Jeder von uns kennt das Gefühl, auf einer Schwelle
oder an einer Kreuzung zu stehen und den ersten Schritt zu tun, hinein ins Ungewisse, das noch im Dunklen, im Verborgenen liegt.

Bei vielen Menschen ist das mit Angst verbunden.
Angst vor der kalten und dunklen Zeit, Angst vor Verlust,
Angst vor Schmerz, Angst vor den eigenen tiefen Gefühlen,
Angst vor den Schatten, Angst vor dem Unbekannten.

Wenn man auf den Sommer schaut,
dann ist da keine Spur von Angst.
Was soll einem im Sommer schon passieren?
Die Schwelle in den Sommer übertritt man mit leichtem Fuß.

Ganz anders ist es mit der Schwelle im Herbst.
Im Herbst, wenn man auf den Winter schaut,
da spürt man Unsicherheit, eine Schwere und ein Zögern.
Da kommen oft Gedanken, dass in dieser Zeit viel passieren könnte. Da ist ein tief verwurzelter Respekt,
den man vor dieser kalten und dunklen Zeit hat.

Fragen zu Mabon

  • Was habe ich in diesem Jahreszyklusgesät und geerntet?
  • Was werde ich im nächsten Jahreszyklus anders machen?
  • Wo ist meine Fülle... die Fülle, die sich im Schenken vermehrt?
  • Was sind meine Gaben, meine Talente?
  • Wo kann ich mich ganz und gar verschenken... und hingeben?
Impulse zu Mabon

Lebenskraft und Wohlbefinden sind dann möglich, wenn Ausgleich und Heilung passiert, die das Zuviel und Zuwenig in Balance bringt.

Wer dankt, der nimmt wahr und so ist Danken ein Ausdruck von Ausgleich. Gerechtigkeit – auch das eigene Recht einfordern – kann Heilung und Gleichgewicht bringen.

Sind Nehmen und Geben in Deinem Leben gleich verteilt?

Vorbereitungen für den Winter

Der nächste Winter kommt bestimmt.
Die Zeit um Mabon wird traditionell genutzt, um Haus und Hof noch einmal zu überprüfen. Letzte Schäden werden repariert.
Undichte Stellen an Dächern, Fenstern, Türen und Wänden werden beseitigt. Vorräte und Brennholz werden eingelagert.
Das ganze Heim wird winterfest gemacht.
Der Abschluss dieses Tuns wird ebenfalls gefeiert,
verbunden mit der Bitte um Schutz für den Winter.

Nicht nur für die eigene Behausung, auch für sich selbst spielt
die Vorbereitung auf den Winter eine wichtige Rolle.
Die Ausgeglichenheit am Ende des Sommers ist eine gute Zeit
für Einkehr, für Innenschau, für Meditation,
um das innere Gleichgewicht wiederzuerlangen
und sich auf die kalte und dunkle Jahreszeit einzustimmen.

Feuer und Wärme

Nutze die Kraft und die Energie des Mondes,
um in Deinem Heim im Kachelofen, im Tischherd
oder im offenen Kamin ein Feuer zu entzünden,
oder um das erste Mal die Heizung zu aktivieren.
Laut Mondkalender ist das erste Anheizen optimal bei abnehmenden Mond in einem Feuerzeichen
(Löwe, Schütze oder Widder).
Die Wärme hält sicher dadurch dauerhaft besser
in den Räumen und in den Wänden.

🍁🌰🍂

Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch

Wir haben auf der LivingEarth einen eigenen Kurs zu den Jahreskreisfesten für euch entwickelt - du findest ihn hier:/de/akademie/kurs/deine-reise-durch-die-8-jahreskreisfeste

In der hektischen Welt, in der wir leben, sehnen sich viele Menschen nach einer Verbindung zur Natur. Manuela Pantaleo, erfahrene Ritualbegleiterin für Jahreskreisfeste, öffnet die Tür zu einer faszinierenden Reise, bei der wir achtsam mit der Natur verschmelzen und in die Jahreszyklen eintauchen können, denn letztendlich sind wir ja Teil von ihr. Mit ihrem alten Wissen über die keltischen Traditionen, Rituale, Brauchtümer, ermöglicht Manuela uns, die Schönheit und Magie der Natur zu erkennen und tief in ihre Jahreskreisfeste einzutauchen.
Durch die bewusste Verbindung mit den Zyklen der Natur können wir unsere eigene innere Balance wiederfinden und in Einklang mit allem existieren. Wenn du interessiert bist, die Jahreskreisfeste in all ihren Facetten zu erkunden und zu zelebrieren, bist du herzlich eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen. Es ist eine Reise, die dein Herz berühren und deinen Geist erweitern wird.
Manuela, Catharina, Karin und Tatjana freuen sich auf dich!
Mehr zu Manuela findest Du unter: www.manuelapantaleo.com

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Online-Quellen & weiterführende Links

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