Karin Neumeyergepostet am: 18 septembre 2024

Litha - die Sommersonnenwende

Höchststand und Wendepunkt der Sonne

Inspirierendes Wissen

"Bleibe nicht am Boden heften,
frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heitern Kräften, überall sind sie zu Haus.
Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los.
Daß wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so groß."
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Festes "Litha" die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:

Jedes Jahr am 20. Juni, findet die Sommersonnenwende,
ein Fest, das die Altvorderen Litha nannten, statt.
Litha, Mittsommer oder Johanni orientiert sich im Jahreskreis
am Sonnenlauf. Diese ist zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Höchststand und steht somit diametral gegenüber zur Wintersonnenwende und dem Julfest.

Das Thema zu Litha ist jenes der Fülle und der maximalen Ausdehnung. Alles sprüht nur so vor Lebendigkeit
und ist in voller Kraft.

Während sich zu Mittwinter die Energien stark nach innen richten,
sind sie an Litha nach außen gerichtet, ekstatisch und tanzend.
Ganz wie die Sonne... hell, strahlend und heiß.

Zwölf Tage und zwölf Nächte, so hieß es bei unseren Ahnen
und Altvorderen, steht das Jahresrad still,
wenn die Sonne ihren äußersten und maximalen Punkt erreicht,
ganz gleich wie zur Wintersonnenwende
und den damit verbundenen zwölf Rauhnächten.
Erst dann setzt der Sonnenhirsch erneut zum Sprung an,
diesmal in die absinkende Hälfte im Jahreskreis.

☀️🔥 Sonnwendfeuer und Ringtänze 🔥☀️

Große Feuer verkörpern den Sonnengott, also den männlichenAspekt, das Yang. Diese bilden das Zentrum des Geschehens
der Feierlichkeiten zu Litha und bestehen traditionell
aus Eichen- und Fichtenholz, Stroh oder aus neunerlei Hölzer,
wobei der heilige Wacholder nicht fehlen darf.

Auch gibt es den Brauch mit brennenden Feuerrädern,
die von Hügeln und Bergen gerollt wurden.
Diese alten Rituale werden mancherorts im europäischen
und alpenländischenKulturkreis noch immer zelebriert.

Unsere Ahnen tanzten Ringtänze, empfingen Visionen
unter ZuhilfenahmeschamanischerKräutertrunke
und feierten mit den Naturwesen in Nacktheit,
nur bedeckt mit Gürteln aus Beifuss oder Bärlapp
und Gundermannkränzen im Haar.

Der Gundermann, der an jedem Knoten frische Wurzeln
in den Boden treiben kann, soll dabei helfen,
dass die Seele nicht zu weit hinausfliegt.

Das Springen über das Feuer treibt Krankheitsgeister
oder unholde Astralwesen aus, die in der Aura nisten können.
Je höher die Frauen über das Feuer sprangen,
desto höher sollte der Flachs und das Korn wachsen.

✨🌿 Magie und Kräuter 🌿✨

Das Kräutersammeln für die Hausapotheke um die Sommersonnenwende blieb erhalten, da die Kräuter
um diese Jahreszeit in voller Blüte, Saft und Kraft stehen.

Welche Kräuter in den traditionellen Kräuterbuschen kamen,
ist von Region zu Region unterschiedlich.
Oft fand sich die Königskerze in der Mitte eines Buschen.

Die gesammelten Kräuterbuschen mit sieben, neun, siebenundsiebzig oder neunundneunzigKräutern wurden
am Feuergesegnet und die Asche des Feuers für Schutz
und Segen nach Hause gebracht.

Bei der Wassersegnung und -reinigung wurden heilige Teiche, Flüsse, Quellen und Brunnen mit Blumen und Bänderngeschmückt, gesegnet und gereinigt, auf dass das lebensspendende Wasser weiter fließen möge und nie versiege.

Auch viel magisches Treiben beinhaltet das Sonnenfest Litha.
Man sagte, die Naturgeister feiern Hochzeit und halten Umzüge
und die Tiere würden in dieser Nacht sprechen.

Sogar das Farnkraut blüht einen Augenblick lang um Mitternacht und verstreut seine Samen. Diese Samen verhelfen zu Glück
und Liebe und hätten die Kraft, sich unsichtbar zu machen.
Zumindest erzählte man es sich so...

❤️👩‍🦰 Frau Holle 👩‍🦰❤️

In skandinavischen Ländern glaubte man, dass Frau Holle
selbst als schöne und reizende Frau zu den Feierlichkeiten käme
und sich unter die Tanzenden geselle. Die Große Göttin erscheint
zur Sommersonnenwende in ihrem roten Aspekt.

Bei den Nordgermanen wandelte sich der Gott Bel, Belenos
oder Baldur am Scheiterhaufen zum Feuergott Loki.

Bei den Christen wurde der ursprüngliche Sonnengott
zu Johannes dem Täufer, der an diesem Tag geköpft wurde.
Dessen Name erhielt das Johanniskraut, welches mit seiner
roten Färbung an das Blut des geopferten Johannes erinnert.

🌈🍀 Einblicke und Ausblicke 🍀🌈

Im strahlenden und kraftvollen Licht der Sonne
kann nun alles Verborgene ans Licht gebracht werden.
Denn nun hat das Lichtendgültig die Dunkelheitbesiegt.

Die Sonne hat die größte Kraft im Jahreskreis erreicht
und die Große Göttin ist schwanger mit dem Kind,
das sie zur Wintersonnenwende gebären wird.

Wenn du magst, lass dies für die zwölf Tage und Nächte
zu Litha, in denen die Zeit - wie zu den Rauhnächten um die Wintersonnenwende - still zu stehen scheint, in dir fruchten.

Bringe Hinderliches zur Erscheinung, um es zu wandeln.
Feiere die strahlende Fülle in deinem Leben!
Wohl mit der Erkenntnis des natürlichen Endes,
des Hinabsinkens, das in dieser absoluten Fülle angelegt ist.

☀️🔥☀️

Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch

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Online-Quellen & weiterführende Links

www.manuelapantaleo.com https://linktr.ee/pranatouch

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