Anita Maasgepostet am: 26 avril 2023

Jahreskreisfest BELTANE

Lustvoll in den Mai

Inspirierendes Wissen

Beltane ist ein wildes, rauschendes Frühlingsfest, das traditionell zum Vollmond im April / Mai oder in der Nacht zum ersten Mai gefeiert wird. Es ist die Zeit, wenn die ersten Bäume blühen und die warme Frühlingsluft vom Blütenduft erfüllt ist. Die Wiesen sind saftig grün und überall leuchten Blumen in allen Farben und Formen.

Der Frühling ist da und steht in seiner vollen Kraft! Die Vögel tirilieren den ganzen Tag und die Sonne weckt auch bei uns Frühlingsgefühle. Der Wonnemonat Mai beginnt mit seinen sinnlichen Verführungen.

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Mythologie und Brauchtum

Beltane leitet sich ab von der keltisch-gallischen Belena, der Göttin des Lichtes und des Feuers. 
Als Beltane wurde bei den Kelten als Fest der heiligen Hochzeit zwischen Himmel und Erde gefeiert. Die Rote Göttin vereinigte sich mit dem Grünen Mann, dem Gehörnten, dem Hirschgott.

Im Mittelpunkt dieses Festes stand die Fruchtbarkeit. Alles blüht und es geht um die Bestäubung, damit die Früchte wachsen und reifen können.

Im Rausch der Sinne vereinigen sich auch die Menschen in leidenschaftlicher ekstatischer Lebensfreude. Früher wurde bei diesem Fest ein großes Feuer entbrannt, es wurde gesungen, getanzt und gelacht. Die Männer und Frauen, die sich sehr zueinander hingezogen gefühlt haben, verschwanden dann in die Wiesen und Wälder und zeugten im Rausch der Sinne, umgeben von der explodierenden Frühlings- und Lebenskraft, kräftige Kinder.

Das Beltane-Fest ist das einzige Jahreskreisfest, das von der Kirche nicht in den Festtagskalender aufgenommen wurde. Stattdessen wurde es zur Walpurgisnacht, in der die Hexen auf ihren Besen zum Brocken ritten, um sich dort mit dem Teufel (dem einst heiligen Gehörnten) zu vermählen. Das rechtfertigte dazu, jeden der oder die das Fest feierte als Hexe zu verbrennen. 
Obwohl man also versuchte, das Fest zu unterdrücken, haben sich Teile der Bräuche bis heute erhalten. 
Walburg war eine germanisch-angelsächsische Maigöttin der Sinnlichkeit.

Maibaumstellen

Der Maibaum, der auch heute noch in vielen Orten (von der Feuerwehr) bei einem feucht-fröhlichen fest aufgestellt wird, ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, der Vereinigung von Männlichem und Weiblichem. Azu wurde von den Männern eine junge Birke geschlagen, die sie mit großem Halle und Hallo auf ihren Schultern zum Festplatz trugen. Während die Männer im Wald waren, haben die Frauen einen Kranz aus z. B. Weidenzweigen gebunden und ihn mit schönen Blüten geschmückt. Daran wurden lange, bunte Bänder befestigt.

Während die Frauen den Ring hielten, schoben die Männer vorsichtig den Baum hindurch. Die Bänder des Kranzes wurden an dem Birkenstamm befestigt und dann der Baum mit vereinten Kräften aufgerichtet. Ein ekstatischer und lustvoller Prozess! 
Dann begann der Tanz, bei dem abwechseln Männer und Frauen die langen Bänder nahmen, sich umeinander drehten und zusammen um den Baum tanzten, sodass sich die Bänder miteinander verflochten.

Qualität der Zeit

Du spürst die explodierende Kraft der aufbrechenden Blüten, die mit ihren lieblichem Duft die Bienen und andere Insekten anlocken. Trunken vom süßen Nektar stürzen sie sich von einer Blüte in die nächste. Das frische Grün leuchtet, der Himmel ist blau und immer wieder erreicht dich ein Schwall von süßem Blütenduft. Die Natur strotzt vor überschwänglicher Lebenskraft. 
Die Naturwesen sind aus dem Häuschen. Sie springen und tollen übermütig in den Wiesen und Wäldern. Voller Schabernack sind sie unterwegs, verstecken das etwas , stiften Verwirrung und bringen dich von deinem Weg ab.

Lass dich anstecken und feiere, tanze und singe! Lade die Lebensfreude ein, genieße den Höhepunkt des Frühlings mit allen Sinnen.

Lass die ungestüme Kraft des heiligen Aktes der Vereinigung auch auf dich überspringen!

Pflanzen

Waldmeister (Gallium odoratum)

Das Maikraut, der Waldmeister oder ursprünglich Waldmutterkraut, gehört zu jedem Maifest.

Der Waldmeister wächst wie der Name schon sagt im Wald, unter Laubbäumen, die die Frühlingssonne noch durchlassen und den Boden wärmen. Er ist an der typischen Stellung seiner Blätter zu erkennen, die den Stängel wie ein Stern umgeben. Später erscheinen kleine weiße Blüten mit 4 Blütenblättern. Damit der Waldmeister seinen typischen Geruch bekommt, muss er erst etwas welken. Die Cumarine haben eine blutverflüssigende Wirkung und können bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen auslösen.

Meiner Erfahrung nach macht ein Gläschen Waldmeisterbowle heiter und lustig, manchmal aphrodisierend, auf jeden Fall berauschend und bringt dich näher in Kontakt mit den Naturwesen.

Für eine Waldmeisterbowle übergießt du 5-10 Stängel noch nicht blühende und angewelkte Waldmeister mit einer Flasche lieblichem Weißwein und lässt sie mehrere Stunden ziehen. Dann die Stängel entnehmen und mit etwas Sekt oder Mineralwasser aufgießen. Ohne Alkohol kannst du die Waldmeisterstängel auch in Apfelsaft ziehen lassen und dann mit Mineralwasser prickelnd machen.

Gundermann oder Gundelrebe

Ein Kränzchen aus Gundelrebe auf dem Kopf soll hellsichtig machen und eine Verbindung zur Anderswelt schaffen.

Gestaltung des Maifestes

Du kannst die Frühlingskraft, die Sinnlichkeit und Lebensfreude auf jede erdenkliche Weise feiern. Hier einige Vorschläge:

Tanz in den Mai

Wenn du das Fest in einer Gruppe feiern möchtest, bietet sich ein Tanz in den Mai an, bei dem es lustig zu geht, eine Maibowle zubereitet wird und man natürlich draußen bewusst oder unbewusst auch die Naturgeister dazu einlädt. 
Auch ein Feuer passt sehr gut dazu und bietet sich sehr an, damit man bis tief in die Nacht hinein feiern kann. 
Wenn ihr einen Maibaum aufstellen möchtet, wählt bitte eine Birke als Frühlingsbaum, die Fichte im Alpenvorland. Und an den Kranz denken, sonst ist es ein patriarchales Symbol und nicht ein Fruchtbarkeitsbrauch.

Sinnlichkeit genießen

Es ist wunderschön in einer Gruppe von Frauen euch in der freien Natur oder im Garten mit Blüten zu schmücken und in bunten, farbenfrohen Kleidern miteinander zu tanzen. Jede Frau ist eine wunderschöne, attraktive Blume!

Naturmandala

Es gibt jetzt Blüten in Hülle und Fülle! Du kannst alleine oder mit anderen dich an einem schönen Platz treffen. Jede bringt Blüten mit oder ihr pflückt sie gemeinsam im Rahmen des Rituals. Aus den Blüten, Blättern und Zweigen entsteht ein Naturmandala, mit dem ihr den Platz und die Wesen ehrt.

Zugleich schwelgt ihr in der Fülle und feiert die Fruchtbarkeit. Hier kannst du ggf. nochmal Bezug auf deine Vision zum Ostara-Fest nehmen. Auch unabhängig davon kann die rituelle Handlung darin bestehen, das Legen der Blüten einem bestimmten Projekt oder anstehendem Thema zu widmen, das du damit mit Lebenskraft auflädst und so fruchtbar werden lässt.

Wir haben auf der LivingEarth einen eigenen Kurs zu den Jahreskreisfesten für euch entwickelt - du findest ihn hier:

/de/akademie/kurs/deine-reise-durch-die-8-jahreskreisfeste

In der hektischen Welt, in der wir leben, sehnen sich viele Menschen nach einer Verbindung zur Natur. Manuela Pantaleo, erfahrene Ritualbegleiterin für Jahreskreisfeste, öffnet die Tür zu einer faszinierenden Reise, bei der wir achtsam mit der Natur verschmelzen und in die Jahreszyklen eintauchen können, denn letztendlich sind wir ja Teil von ihr. Mit ihrem alten Wissen über die keltischen Traditionen, Rituale, Brauchtümer, ermöglicht Manuela uns, die Schönheit und Magie der Natur zu erkennen und tief in ihre Jahreskreisfeste einzutauchen.

Durch die bewusste Verbindung mit den Zyklen der Natur können wir unsere eigene innere Balance wiederfinden und in Einklang mit allem existieren. Wenn du interessiert bist, die Jahreskreisfeste in all ihren Facetten zu erkunden und zu zelebrieren, bist du herzlich eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen. Es ist eine Reise, die dein Herz berühren und deinen Geist erweitern wird.
Manuela, Catharina, Karin und Tatjana freuen sich auf dich!

Mehr zu Manuela findest Du unter: www.manuelapantaleo.com

WERDE TEIL DER LIVING EARTH: www.livingearth.one

Online-Quellen & weiterführende Links

www.maas-naturcoaching.de

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