Catharina Rolandgepostet am: 08 décembre 2024

HEILEN MIT DEM ZUNDERSCHWAMM

Anwendung, Fundorte und Zubereitung von Heilmitteln

Do it yourself

Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist ein bemerkenswerter und vielseitiger Pilz. Er ist auch als blutstillender Chirurgenschwamm oder Wundschwamm bekannt und war füher vorrangig in der Gynäkologie und Dentalmedizin im Einsatz. Wundstreupulver und Wundauflagen aus Zunderschwamm waren bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in europäischen Apotheken erhältlich. Er wurde schon vor Jahrtausenden entdeckt und seit dem vor allem in der Volksmedizin Chinas und Russlands als Vital- und Heilpilz genutzt.

Schon in der Steinzeit wurde er zum Entfachen von Feuer verwendet. Daher stammt auch sein Name.
Das Hutfleisch des Zunderschwamms, die sogenannte "Trama", fängt, wenn sie von einem Funken getroffen wird, zu glühen, aber nicht zu brennen an. So konnte die Glut schon von unseren Ahnen problemlos über weitere Strecken transportiert werden.

Aus der filzigen Trama wurden auch Textilien hergestellt aus denen man Lappen, sogenannte "Hadern", Kleidung oder auch Kappen erzeugt.

Der Zunderschwamm ist gerade sehr umschwärmt und wird seit einigen Jahren in Form von Pulvern, Kapseln oder in Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Viele Menschen wissen dabei garnicht, dass er in unseren heimischen Wäldern wächst.

Ihm werden vielseitige Heilwirkungen nachgesagt:

  • stärkt das Immunsystem
  • ist antibakteriell und antiviral
  • stillt Blutungen
  • ist entzündungshemmend
  • hilfreich bei Blasenentzündungen
  • hemmt Krebszellen
  • hilft bei Menstruationsproblemen
  • hilft beim Abnehmen

Wo wächst der Zunderschwamm?

Der Zunderschwamm gehört zur Familie der Porlinge, ist in gemäßigten Klimazonen weit verbreitet und kommt sowohl in Nordamerika, Europa als auch in Asien vor. Die Pilze bevorzugen Bäume wie Rotbuchen, Birken, Erlen, andere Buchenarten und Pappeln, insbesondere solche, die bereits geschwächt oder abgestorben sind.
Er erreicht eine Größe von 5 bis 30 Zentimetern und kann auf einem alt werdenden Baum bis zu 30 Jahre alt werden, manche Quellen sprechen sogar von 80 Jahren.

Der Zunderschwamm dringt über Ast- und Stammwunden in seine Wirtsbäume ein und verursacht dort im Kernholz der Bäume eine Weißfäule. Dies kann dazu führen, dass der Baum in mehreren Metern Höhe abbricht. Der Schwamm kann auf den absterbenden oder abgestorbenen Stämmen noch längere Zeit weiterleben.

Wie erkennt man den Zunderschwamm?

Der Zunderschwamm ist ein auffälliger Pilz, der sich durch seine spezielle Form und Textur leicht erkennen lässt. Der Fruchtkörper ist flach oder leicht gewölbt und kann einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen. Die äußere Oberfläche ist in konzentrischen Ringen strukturiert und fühlt sich rau und lederartig an. Die Farben variieren von Graubraun bis hin zu Rotbraun oder Gelblich, je nach Alter des Pilzes.

Die Unterseite des Zunderschwammes ist weiß bis hellbraun und besteht aus feinen, porösen Schichten, die wie kleine Röhren aussehen und wölbt sich oft leicht nach innen. Diese Poren geben die Sporen des Pilzes ab.

Den Zunderschwamm selbst sammeln

Da die Fruchtkörper des Zunderschwammes mehrjährig sind, kannst Du sie das ganze Jahr über finden. Die beste Sammelzeit ist der Oktober, da er zu dieser Zeit nicht zu hart oder ausgetrocknet ist. Zunderschwämme sind meist fest mit dem Baum verwachsen. Sammle ihn am besten nur von bereits sich wandelnden Bäumen, also im sogenannten "Totholz". Idealerweise entnimmst Du auch dort nur die Schwämme, die sich relativ leicht lösen lassen. Ansonsten ist ein Werkzeug hilfreich. Achte darauf, dass Du gesunde Bäume nicht verletzt!

Achtung: Der Zunderschwamm ist leicht mit dem falschen Zunderschwamm verwechselbar, der leider giftig ist.
Wenn Du unsicher bist, kontaktiere zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V.

Die folgenden Videos können Dir helfen, den Zunderschwamm zu bestimmen. Du erfährst noch viele, viele interessante Details über diesen spannenden heimischen Vitalpilz:
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Heilwirkungen des Zunderschwammes

Hier findest Du eine detaillierte Auflistung seiner fantastischen Wirkkäfte. Spätestens nach dem Lesen dieser Liste wirst Du wahrscheinlich, genau wie ich gerade eben, Lust bekommen, in den nächsten Wald zu laufen. Vielleicht ist es ja gerade Oktober?
Und selber sammeln macht nicht nur Freude, sondern spart auch Verpackungsmaterial und Transportkilometer.

Antioxidative Wirkung

Zunderschwämme enthalten eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die antioxidativ wirken. Insbesondere Polysaccharide und Triterpene, die im Pilz enthalten sind, wirken als starke Antioxidantien und können Zellschäden durch freie Radikale verhindern. Diese antioxidativen Eigenschaften machen den Zunderschwamm zu einem hilfreichen Mittel bei chronischen Entzündungen und altersbedingten Erkrankungen wie Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Entzündungshemmende Wirkung

Zunderschwämme sind dafür bekannt, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Besonders in der Behandlung von chronischen Entzündungen, wie sie bei Erkrankungen wie Arthritis, Rheuma oder entzündlichen Darmerkrankungen vorkommen, können sie unterstützend wirken. Studien zeigen, dass der Zunderschwamm entzündungshemmende Substanzen enthält, die die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen verringern und somit zur Linderung von Schmerzen und Schwellungen beitragen können.

Immunstärkende Wirkung

Zunderschwämme enthalten Beta-Glucane, die das Immunsystem aktivieren und die Abwehrkräfte des Körpers stärken. Beta-Glucane sind Polysaccharide, die in der Zellwand vieler Pilze vorkommen und die Produktion von Immunzellen wie Makrophagen und natürlichen Killerzellen anregen. Diese Zellen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Viren und Bakterien. Die immunmodulierende Wirkung des Zunderschwammes macht ihn zu einem wertvollen Mittel zur Prävention von Infektionen und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems.

Antimikrobielle Wirkung

Der Zunderschwamm hat auch antimikrobielle Eigenschaften. In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass der Pilz Bakterien wie Staphylococcus aureus und Escherichia coli hemmen kann. Dies macht ihn zu einem nützlichen Mittel zur Unterstützung der Behandlung von Infektionen, insbesondere bei bakteriellen Infektionen des Magen-Darm-Traktes.

Unterstützung bei Magen-Darm-Problemen

Traditionell wird der Zunderschwamm auch zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Durch seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung kann der Zunderschwamm bei der Heilung von Magengeschwüren, Reizdarmsyndrom und anderen entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts helfen. Er beruhigt die Schleimhäute und fördert eine gesunde Verdauung.

Wundheilung

Zunderschwämme haben eine lange Tradition in der Wundbehandlung. Sie können bei Hauterkrankungen und Wunden unterstützend wirken, da sie die Heilung fördern und Entzündungen reduzieren. Äußerlich angewendet, kann der Zunderschwamm bei Schnittwunden, Hautreizungen oder Verbrennungen helfen, die Heilung zu beschleunigen und das Risiko von Infektionen zu verringern.

Welche Inhaltsstoffe unterstützen die oben genannten Wirkungen?

100 g Zunderschwamm enthält:

  • Eiweiß 15
  • Fett 3,5
  • Kohlenhydrate 71 g (Polysaccharide)
  • Mineralstoffe 2,1
  • Vitamin B5 2,7 mg
  • Vitamin D 1,7 mg
  • Vitamin B 3 mg
  • Vitamin B2 1,6 mg
  • Kupfer 1,3 mg
  • Eisen 13 mg
  • Kalium 760 mg
  • Selen 14 ug
Außerdem enthält er Sterole, Terpene, Stereole und Lektine.

Lies gerne auch auf der Seite Zunderschwamm über die vielseitige Heilwirkkraft des Zunderwunderschwammes.

Zubereitung von Heilmitteln aus Zunderschwämmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Zunderschwämme für die Zubereitung von Heilmitteln zu nutzen. Die gängigsten Zubereitungsarten sind Tees, Tinkturen und Salben. Oder Du rührst das Pulver direkt in Getränke oder Speisen.

Zunderschwammpulver

Zubereitung:
Um Zunderschwamm-Pulver herzustellen, schneide den Schwamm als Ganzes in dünne Scheiben und lasse ihn für einige Tage an einem warmen Ort trocknen. Nicht in der prallen Sonne.
Danach kannst Du ihn in Mixer oder im Mörser zu Pulver verarbeiten. Die gängige Tagesdosis zur Krankheitsprävention beträgt 1,5 - 3 Gramm.
Es wird empfohlen, ihn zweimal am Tag nach dem Mahlzeiten zum Beispiel in einem Vitamin C-haltigen Saft einzurühren, in Wasser, Müslis oder auch Smoothies.
Die Dosierung beträgt dabei jeweils 1,5 Gramm, also ein knapp gehäufter Teelöffel.

Zunderschwamm-Tee

Ein Zunderschwamm-Tee ist einfach zuzubereiten und eignet sich zur Unterstützung der Verdauung, zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und bei vielen der oben genannten Beschwerden.

Zubereitung:
10–15 g oder 1 EL getrockneten Zunderschwamm in kleine Stücke schneiden.
Mit 250 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen.
Lasse den Tee bei geschlossenem Deckel etwa eine Stunde sanft köcheln und ersetze immer wieder das verdampfte Wasser.
Seihe den Tee danach ab.
Du kannst ihn ganz nach Belieben mit Honig oder anderen Heilkräutern wie Kamille oder Pfefferminze verfeinern.

Zunderschwamm-Tinktur

Die Zunderschwamm-Tinktur ist besonders für die innere Anwendung oder als unterstützendes Mittel bei Hautproblemen geeignet.

Zubereitung:
Schneide 50 g getrockneten Zunderschwamm in kleine Stücke und gib sie in ein Glasgefäß.
Übergeiße sie nun mit 200 ml hochprozentigem Alkohol (z.B. Wodka oder Korn).
Verschließe das Glas und lasse es 2–3 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen.
Schüttle es täglich.
Nach der Ziehzeit seihe die Tinktur ab und fülle sie in eine dunkle Glasflasche.
Die Tinktur kann in geringen Mengen (1–2 Tropfen) in Wasser verdünnt eingenommen oder äußerlich auf Hautwunden aufgetragen werden.

Zunderschwamm-Salbe

Eine Zunderschwamm-Salbe ist ideal für die äußerliche Anwendung bei Hauterkrankungen und Wunden.

Zubereitung:
Schmelze 50 g Kokosöl oder Olivenöl in einem Wasserbad.
Zerkleinere 10–15 g getrockneten Zunderschwamm in einem Mörser und gib ihn ins warme Öl.
Lasse die Mischung 30 Minuten ziehen und seihe sie danach ab.
Füge nun 10 g Bienenwachs hinzu, um die Salbe zu binden.
Bewahre sie in einem Glasbehälter auf und verwende sie nach Bedarf auf Hautwunden oder entzündeten Körpertellen.

Sicherheitshinweise

Der Zunderschwamm ist im Allgemeinen als sicher für den Gebrauch bekannt, doch sollte bei der Anwendung Vorsicht walten. Personen mit Allergien auf Pilze sollten die Verwendung des Zunderschwammes meiden. Wenn Du nicht sicher bist, ob Du den richtigen Pilz gefunden hast, dann besorge Dir lieber eines der vielen Zunderschwammpulver, die angeboten werden.



Mit dem Zunderschwamm räuchern

Du kannst den Zunderschwamm als Ersatz für Räucherkohle verwenden, da er sehr lange glüht, ohne zu verglühen oder Funken zu sprühen.

Wolf Dieter Storl empfiehlt auf seiner Website zwei Methoden:

  • Weiche den Schwamm einige Tage in Wasser, noch besser in Urin ein. So wird er weich genug und Du kannst die harte Huthaut und die Röhrenschicht mit einem schwarfen Messer entfernen. Genutzt wird nämlich das TRAMA, die weiche Innenmasse. Trockne diese nach dem Herausschälen ordentlich. Danach klopfe sie, bis sie weich ist. Der fertige Zunder sieht dann so ähnlich aus wie Wildleder und fühlt sich auch so an.
  • Eine viel einfachere Methode: Lasse die Schwämme trocknen. Dann zersäge sie in 1 bis 2 cm dicke Scheiben. Wenn sie so schmal sind, dann lässt sich die harte Hutschale leichter abbrechen oder schneiden. Storl lässt bei dieser Methode sogar die Röhrenschichte am Trama, auch wenn diese nicht so gut brennt, wie das Trama selbst.

Der Zunderschwamm/ das Trama wird so lange in einer Kerze gehalten, bis er glüht. Es kann sein, dass Du kontinuierlich Luft zuführen musst, bis er gut glüht. Dann kann das Räucherwerk darauf gegeben werden.

Der Schwamm selbst hat einen leicht süßlichen Duft.

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Kommentare (1)

Ehemaliges Mitglied08/12/2024
Unser Pionier REINHARD schreibt in folgender Lösung über seine wundervollen Erfahrungen mit dem Zunderschwamm mit Multipler Sklerose. Dort findest Du auch Links zu seiner Website: /de/loesungen/extrakt-aus-dem-zunderschwamm-entgiftet-reguliert-das-immunsystem-und-heilt-verblueffend

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