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Gärtnern nach dem Mond: Vom richtigen Zeitpunkt
Wie Mondphasen und Mondstand im Tierkreis das Pflanzen, Pflegen und Ernten beeinflussen
Inspirierendes Wissen
Vieles spricht heute dafür, in Land- und Forstwirtschaft und vor allem auch im eigenen Garten wieder zur Beachtung von Mondphasen und Mondstand im Tierkreis zurückzukehren. Zu den wichtigsten Gründen zählt, dass wir mit Hilfe der Mondrhythmen von der übertriebenen Anwendung chemischer Pestizide, Insektizide und Düngemittel allmählich abrücken und zu einem natürlichen und dynamischen Gleichgewicht in der Natur zurückfinden können.
Fast jeder, der im Garten »zu Hause« ist, hat schon solche Dinge erlebt: Zu verschiedenen Zeiten wird unter völlig gleichen Bedingungen gesät, gepflanzt, gewässert, umgesetzt, gedüngt, geerntet und gelagert – oft aber mit ganz unterschiedlichen Resultaten! Einmal attackieren Schädlinge die eigenen Pflanzen, während der Nachbar unbehelligt bleibt. Dann wieder fährt man eine gute Ernte ein, während der Nachbar bei gleichem Saatgut, gleichen Wetterbedingungen und gleichem Boden mit seinem Ergebnis nicht zufrieden ist.
Saatgut- oder Bodenqualität müssen dann oft herhalten, um das Rätselhafte erklärlich zu machen. Manchmal verbirgt sich hier tatsächlich die Ursache, doch noch viel öfters bestimmt der jeweilige Stand des Mondes über Erfolg und Misserfolg aller Mühen.
Setzen, Säen und Pflanzen:
Meist beginnt die Hauptarbeit in Garten und Feld im Frühling mit dem Umgraben und anschließend mit dem Setzen, Säen und Pflanzen. Der Zeitpunkt dieser Arbeiten wirkt sich stark auf Wachstum und Reifeprozess der Pflanzen und ihre Widerstandskraft gegen Unkraut und Schädlinge aus.Die Regel lautet hier:
Bei der Wahl des richtigen Tierkreiszeichens für die Arbeit kommt es darauf an, welcher Pflanzenteil die besten Entwicklungschancen erhalten soll. Jeder Mondstand im Tierkreis wirkt mit seinen Impulsen auf bestimmte Pflanzenteile – entweder auf Wurzeln, Blätter, Früchte oder Blüten.
So sehen die Zusammenhänge aus:
An Tomaten zum Beispiel schätzt man die Früchte, nicht die Blätter, Wurzeln oder Blüten. Auf üppiges Blattwerk kannst du in diesem Fall gerne verzichten, also wählst du für das Setzen und Säen einen Fruchttag – Widder, Löwe, Schütze.
Blattgemüse wird am besten gesetzt und gesät, wenn ein Blatttag im Kalender steht – Krebs, Skorpion, Fische.
Die Ausnahme ist hier: Blattgemüse gedeiht zwar oberirdisch, doch wenn der Salat kopfen und nicht schießen soll, muss er bei abnehmendem Mond gesät oder gepflanzt werden.
Bei Wurzelgemüse wiederum (etwa Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Rettich, usw.) legt man auf schöne Blüten oder saftiges Blattwerk kaum Wert. Wähle also einen Wurzeltag – Jungfrau, Stier, Steinbock (hier lassen sich auch mit Fruchttagen gute Ergebnisse erzielen).
Die Ausnahme bilden Kartoffeln: Der abnehmende Mond ist zwar der richtige Zeitpunkt zum Setzen, aber nicht zu nahe an Neumond, sondern besser kurz nach Vollmond, wobei Fische als Setz–Tag ideal ist.
Bei Blumen kann man auf kräftige Wurzel-, Frucht- oder Blattbildung meist verzichten, also ist ein Blütentag gut – Zwillinge, Waage, Wassermann.
Wenn du nämlich im Frühjahr oder Herbst die Jungfrautage wählst, dann werden auch ältere Pflanzen oder ein alter Baum wieder anwachsen.
Wir haben es oft miterleben dürfen. Die Jungfrautage oder generell der zunehmende Mond sind auch für Stecklinge gut geeignet. Sie wachsen rasch an und bilden in kurzer Zeit neue Feinwurzeln.
Wenn du diese einfachen Prinzipien grundsätzlich erfasst hast, ist es nicht mehr schwer, sich einen Jahresplan zu machen. Mit Hilfe des Mondkalenders lassen sich die richtigen Mondphasen und Tierkreiszeichen problemlos auswählen. Zeitliche Einschränkungen und das Klima machen es natürlich nicht immer möglich, den idealen Tag zu erwischen. Doch darauf zu achten, dass nicht gerade alle Einflüsse negativ wirken, ist einfach.
Gießen, Düngen, Jäten
Gießen & Bewässern:
Viele Gartenpflanzen werden heute in regelmäßigen Abständen bewässert, ohne Rücksicht auf natürliche Gegebenheiten. Das macht sie faul und träge, sie wurzeln flach, Dünger wird fortgeschwemmt, die Qualität der Erntefrüchte ist leblos – obendrein eine große Wasserverschwendung. Im natürlichen Rhythmus von Regen und Trockenheit dagegen würden Erde und Pflanzen aufwachen. Die Pflanze weiß dann, dass jeder Tropfen zählt, und holt sich, was sie braucht. Ihre innere Kraft ist eine andere, und die ihrer Früchte ebenso.Schau dich um: In freier Natur wächst, grünt und blüht alles, selbst nach vier Wochen Trockenheit. Die Pflanzen wurzeln dort tief und nützen den Tau viel intensiver. Sie sind besser vor Schädlingen und Krankheiten geschützt als verhätschelte Gartenpflanzen.
Zimmer- und Balkonpflanzen dagegen brauchen unsere Fürsorge und müssen gegossen werden. Allerdings viel seltener als üblich, am besten im Rhythmus des Mondes, nämlich nur an Blatttagen (Krebs, Skorpion, Fische). Nur an diesen Tagen zu gießen genügt völlig (mit Ausnahme mancher exotischer Pflanzen).
Gieße Pflanzen mit hohem Wasserbedarf einfach mehrmals täglich an allen zwei oder drei Blatttagen. Verzichte zumindest an Blütentagen (Zwillinge, Waage, Wassermann) auf das Gießen, weil die Pflanzen dann oftmals Läuse bekommen.
Düngen:
Jede Überdüngung verhindert eine normale Wurzelbildung und erzeugt Pflanzen, denen jede innere Lebenskraft fehlt. Mit großem Aufwand müssen diese Schwächlinge gegen die Angriffe von Schädlingen aller Art geschützt werden. In der Zeit des abnehmenden Mondes, beginnend mit dem Vollmond, kann die Erde nämlich viel mehr Flüssigkeit aufnehmen als bei zunehmendem Mond. Düngen sollte man also, wenn möglich, bei Vollmond oder bei abnehmendem Mond.Bei zunehmendem Mond zu düngen ist schädlich, es belastet nur das Grundwasser, nach der sauberen Luft unser wertvollstes Gut.
Jäten:
Jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass Unkraut nach dem Jäten oder Ausreißen manchmal doppelt schnell nachkommt, manchmal bleibt man lange Zeit davon verschont. Hier die Erklärung dafür, die du dir ab jetzt zunutze machen kannst:Für das Jäten und Ausreißen von Unkraut ist der abnehmende Mond die geeignete Zeit, am günstigsten im Zeichen Steinbock. Du solltest jedoch darauf achten, die Nutzpflanzen nicht zu verletzen, weil sie sonst ebenfalls eingehen können.
Ernten, Lagern und Konservieren
Was nützt alles Geschick beim Pflanzen, Säen und Pflegen unserer Gewächse, wenn Schädlinge, Schimmel oder Fäulnisbakterien alle Mühe zunichtemachen? Schon seit Menschengedenken sind beim Lagern der Früchte aus Garten, Feld und Wald Methoden angewandt worden, die sie haltbar machten und unsere Vorfahren harte Winter überdauern ließen – Gärung, Einsalzen, Räuchern, Trocknen und vieles mehr. Auch hier gilt es auf den richtigen Zeitpunkt der Ernte und des Konservierens zu achten.So oft führen Lager– und Konservierungsmaßnahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen, obwohl stets die gleichen Reinlichkeitsregeln eingehalten wurden.
Bestes Beispiel: Fast jeder hat schon erlebt, dass bisweilen Marmelade geöffnet schon nach kurzer Zeit verdirbt, manchmal steht sie wochenlang auf dem Frühstückstisch und schmeckt wie am ersten Tag. Auch geschlossen halten eingeweckte Früchte oder selbst gemachte Marmelade unterschiedlich lange. Vielleicht findest du des Rätsels Lösung, wenn du die Regeln für das Ernten und Lagern kennenlernst.
Die günstigste Zeit für Ernten, Haltbarmachen, Lagern und Einkellern ist die Zeit des aufsteigenden Mondes (Schütze bis Zwillinge). Ernten und Lagern sind somit weniger von der Mondphase abhängig, sondern vom Tierkreiszeichen, das der Mond gerade durchwandert.
Zum Ernten und Einlagern von Getreide, Gemüse und Kartoffeln sind die Widdertage am besten geeignet.
Obst und Gemüse stehen bei aufsteigendem Mond besser im Saft, er bleibt beim Ernten erhalten und bietet die besten Voraussetzungen für guten Geschmack und Haltbarkeit.
Das Einkochen von Marmelade und Säften ist ebenfalls beim aufsteigenden Mond günstig. Das Obst ist viel saftiger und auch das Aroma viel besser. Die Haltbarkeit ist um vieles größer, auf künstliche Geliermittel oder ähnliche chemische Zusätze kann man getrost verzichten (gilt auch für das Einkochen und Einmachen anderer Lebensmittel).
Eine Ausnahme bilden die Fischetage: Sie befinden sich zwar im aufsteigenden Mond, doch was jetzt geerntet wird, sollte zum sofortigen Gebrauch bestimmt sein. Die Zeit ist zum Einkellern und Haltbarmachen von Obst und Gemüse nicht gut geeignet. Es besteht Fäulnisgefahr, alles bekommt einen faden Geschmack.
Wenn du aus Zeitgründen auf andere Termine ausweichen musst, solltest du zumindest darauf achten, den negativsten Einflüssen aus dem Weg zu gehen:
- Bei zunehmendem Mond geerntete Garten– und Feldfrüchte sollten möglichst sofort verbraucht werden, wenn nicht der Mond gerade in einem Zeichen mit aufsteigender Kraft steht.
- Unbedingt meiden solltest du für das Ernten, Lagern und Konservieren die Jungfrautage. Eingemachtes beispielsweise fängt leicht zu schimmeln an.
- Auch der Krebs eignet sich nicht sonderlich gut. Wer also auf den aufsteigenden Mond achtet, geht diesen Zeichen aus dem Weg.
- Früchte, Obst und Kräuter, die getrocknet werden sollen, solltest du stets bei abnehmendem Mond sammeln und ernten.
- Kellerregale für die Obstlagerung nur bei abnehmendem Mond reinigen (bei einem Luft– oder Feuerzeichen). Das hält sie trocken und verhindert Schimmelbildung.
Für die Zukunft
Wir hoffen, dass wir dich mit dieser kleinen Palette von Tipps aus der Kunst des richtigen Zeitpunkts anregen konnten, dich ein wenig näher mit dem Mondwissen zu befassen.Umweltschutz, Gewässer– und Bodenschutz, menschengerechtes Bauen – das alles und noch viel mehr ist ohne das Handeln zum richtigen Zeitpunkt in Harmonie mit den Mondrhythmen langfristig undenkbar.
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem gleichnamigen Artikel aus dem Maas Magazin No. 25 WALD & WIESE:
https://maas-mag.de/produkt/no-25-wald-und-wiese-mit-der-natur-verbinden/
Hör die hier die Podcastfolge mit Johanna Paungger-Poppe an:
https://maas-mag.de/gaertnern-nach-dem-mond/
Die Autoren:
Johanna Paungger wuchs mit dem Wissen um Mond- und Naturrhythmen auf. Ihr Großvater ließ sie an seinem immensen Wissen um eine gesunde Lebensführung und Vitalität bis ins hohe Alter teilhaben.
Thomas Poppe, Autor und Übersetzer, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Einflüssen der Mondrhythmen auf den Alltag.
https://www.paungger-poppe.com/de/
Online-Quellen & weiterführende Links
https://www.paungger-poppe.com/de/ https://maas-mag.de/produkt/no-25-wald-und-wiese-mit-der-natur-verbinden/ https://maas-mag.de/gaertnern-nach-dem-mond/