Wie sollen aber all diese neuen Fächer, die alle ihre Berechtigung haben, in die Lehrpläne integriert werden?
Mehr Unterrichtsstunden oder Wegfall anderer Fächer?
Auch hilft ein separates Schulfach nicht, wenn in allen anderen Fächern so weiter gelehrt und gelernt wird wie bisher
z.B. Gewinnmaximierung in Wirtschaftsfächern.
Ein separates Fach für all diese Themen kann also nur der Anfang zu einer umfassenden Reform des Unterrichts sein.
Diese Reform müsste so aussehen, dass all diese Themen in alle Schulfächer einfließen: z.B. Permakultur und Humusaufbau in Biologie und Deutsch, Pestizide, Wasserverschmutzung und -knappheit in Chemie und Geografie, CO2-Konzentration und unbegrenztes Wirtschaftswachstum in Mathe und Geografie, die planetaren Grenzen und die Klimakatastrophe in Physik, Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen in Sport oder am Anfang jedes Schultages, Klimaberichte in Englisch usw.
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Und die Herzensbildung in allen Fächern und nicht nur z.B. im Fach Religion.
Wir sollten unsere Kinder nicht einseitig auf eine Religion festlegen,
sondern das Verbindende und Gute in den Religionen aufzeigen und vermitteln und nicht das Trennende.
Ich glaube, dass die Religionen alle den gleichen Kern haben und den Menschen zeigen wollen, wie sie gemeinsam gut durchs Leben kommen, z.B.:
die Lehre des Zarathustra. Sie basiert auf drei Grundsätzen:
gutes Denken, gutes Sprechen, gutes Tun.
Ich würde statt „gutes“ auch „liebevolles“ sagen, also
LIEBEvolles Denken, LIEBEvolles Sprechen, LIEBEvolles Tun.
der Buddhismus: Er lehrt tägliche Liebe und Freizügigkeit,
die Reinheit in Gedanken (ohne Habsucht, Hass, Neid, Begierde),
die Reinheit in Worten (nicht lügen, zutragen, schimpfen, verleumden, beleidigen, kein Geschwätz),
die Reinheit in Taten (keine lebenden Wesen töten, nicht stehlen, nicht ehebrechen).
das Christentum: hier sind es die 10 Gebote
(du sollst nicht töten, lügen, stehlen, ehebrechen, begehren deines Nächsten Frau und Hab und Gut)
und die Bergpredigt: Selig (gut) ist, wer barmherzig ist (verzeihen kann), aufrichtig ist (nicht lügt), friedfertig ist, im Streit als erster die Hand reicht, nicht immer auf seinem Recht pocht, niemanden beleidigt (respektvoll, wertschätzend ist), seine Nächsten liebt, seine Feinde liebt, freigiebig ist (hilft, wenn Not ist), keine Schätze auf Erden sammelt, mit Kritik vorsichtig umgeht.
die indianische Weisheit von den zwei Wölfen, die den gleichen Kern hat: wenn der gute Wolf gefüttert wird, dann gewinnt er auch.
“Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er."
aus Essener Schriftrolle 1 (Original).
Ich bin sicher, dass in allen anderen Religionen die gleichen Grundsätze vermittelt werden.
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Das Ziel sollte immer sein, dass unsere Kinder und Enkel nicht nur gesund in einer gesunden Mitwelt aufwachsen, sondern auch in Herz (Liebe) und Geist (Bewusstsein) wachsen.
Vielleicht sind ja die Vorstellungen von Ricardo Leppe ein Teil der Lösung:
"Es ist für jedes Kind möglich, den Schulstoff für einen Tag in nur einer Stunde zu lernen - und das mit Spaß und Freude!"
Da bleibt genug Zeit für all die anderen Themen.