Karin Neumeyergepostet am: 18 décembre 2023

Yule – die Wintersonnwende

Die Wiedergeburt des Lichts

Inspirierendes Wissen

"Wie rau und eisig weht der Wind,
das Land ist weiß und fest gefroren.
Neu ist das Jahr, das nun beginnt
und neu das Licht, das uns geboren."
(Jürgen Wagner)
 

Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Yule Festes, die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:

In der Nacht von 21. auf den 22. Dezember 2023 findet die Wintersonnenwende statt.

Die Kelten feierten zur Wintersonnenwende, das JahreskreisfestYule, die Wiedergeburt der Sonne, die Auferstehung des Lichts. Es existiert auch der Name Mutternacht.
Mōdraniht - die Nacht der Mütter - wie die Angelsachsen diese Nacht bezeichneten.

Die Tage werden endlich länger, die Nächte werden kürzer und unsere Kräfte beginnen langsam zurückzukehren. Unsere Ahnen hatten eine starke Verbundenheit mit der Natur und spürten intuitiv, wie sich in Mutter Erde etwas rührt, wie neues Leben aufkeimt. Das Ende der Kälte war endlich abzusehen.

Yule beschreibt die dunkelste und längste Nacht des Jahres.
Im christlichen Glauben ist dies die sogenannte Thomasnacht. Der Name kommt vom Apostel Thomas, dem 'ungläubigen Thomas', der es nicht für wahr haben konnte, dass der Heiland wiederauferstanden war.
Ab diesem magischen Zeitpunkt werden die Tage wieder länger, es wird von Tag zu Tag wieder ein wenig heller. Das Licht wird wiedergeboren, in uns und um uns herum.

Die keltischen Jahreskreisfeste orientieren sich am Lauf der Sonne und des Mondes und den Rhythmen der Natur. Für die Kelten war die Zeit zwischen Samhain und Imbolc die dunkle Zeit. Die Natur ist erstarrt, karg und kalt.
Alles ruht.

Diese Zeit ist gedacht für Rückzug, Ruhe und Innenschau. Auch heute spüren wir, wie uns immer mehr die Kräfte ausgehen, wie wir uns eigentlich nach Ruhe und Entspannung sehnen. Stattdessen Stress pur, Leben auf der Überholspur, das Gaspedal stets voll durchgedrückt.
Viele von uns leiden in diesen Zeiten an Kraftlosigkeit, Überforderung und depressiven Verstimmungen, obwohl wir in einer warmen Wohnung sitzen und uns im nächsten Supermarkt oder online alles holen können, was wir möchten.

Doch die naturgegebenen langen Nächte hinterlassen trotzdem Spuren. Umso wertvoller ist es, diese Zeit bewusst zu nutzen, um zu ruhen. So wie die Natur um uns herum ruht.

Der Sonnenuntergang am 21. Dezember ist auch der Beginn der sogenannten zwölf Rauhnächte. Sie sind die heiligsten Nächte des Jahres. Die vorchristlichen Völker sprachen ihnen eine besondere Bedeutung zu. Sie räucherten und segneten ihre Behausungen und Stallungen. Es wurde orakelt, um so Aufschluss über den kommenden Jahreszyklus zu erhalten.

Es ist nicht genau bekannt, woher die Traditionen um Yule genau stammen. Aber die Wintersonnenwende wurde in vielen Kulturen schon immer gefeiert. Im alten Griechenland und im alten Rom war der Tag der Wintersonnenwende ebenfalls ein Tag, um den Sonnengott zu verehren. In Rom wurde ein 12 Tage langes Fest mit dem Namen 'Natalis Sol Invicti' gefeiert, das Fest der Wiedergeburt der unbesiegbaren Sonne.

Heute nach der Christianisierung nennen wir die Wiedergeburt der Sonne Weihnachten. Wir feiern die Weihenächte, die geweihten Nächte.
Die Heilige Nacht, in der das Christkind, das 'Licht der Welt', geboren wird und Licht und Hoffnung bringt.

Aus all den Kulturen haben sich über die Jahre hinweg verschiedene Traditionen entwickelt und sind miteinanderverschmolzen. Da es sich um ein Fest zu Ehren der Sonne handelt, ist Feuer das wichtigste Element. Es gibt von daher vielerorts noch Sonnwendfeuer, Fackel- und Lichterumzüge, um aus dem eigenen Dorf schlechte Energien und ungute Geister zu verbannen. Aus den Überlieferungen kennen wir auch die Tradition, Radkreuze aus Holz anzuzünden und die Hügelhinabrollen zu lassen, symbolhaft für die Sonne.

Der Julblock aus Eichenholz wurde am Vorabend zu Yule im Herdfeuer entzündet. Das große Stück Holz steht für Beständigkeit und Langlebigkeit und wurde oft bis zum nächsten Julfeuer aufgehoben. Mancherorts wurde aus den letzten Kornähren der Ernte im Oktober eine Puppe gebunden. Diese durfte erst jetzt zu Mittwinter, also an Yule, an die Tiere verfüttert werden.

Es heißt auch noch heute im alpenländischen Raum, dass in diesen Nächten die Frau Percht umgeht. Anderenorts ist sie als die Frau Holle bekannt. Sie ist eine mystische Sagengestalt des Winters, die über die Rauhnächte herrscht. Sie zieht als Anführerin der 'Wilden Jagd' über's Land, sammelt die Seelen der Verstorbenen ein und bringt sie in ihr Reich, ins Hollenreich, wo die Samen, Saaten und Seelen gehütet werden.

Auch Tannenbäume, Misteln und immergrüne Zweige werden an diesen Tagen ins Haus gebracht und dekoriert. Diese grünen Zweige symbolisieren, dass es auch im kargen und kalten Winter noch immer Leben gibt.

In Nordeuropa gibt es das Julfest noch immer, an dem der traditionelle Juleber verspeist wird. Auch wir können an diesem Tag bewusst in uns gehen.
Bei einem Spaziergang draußen in der Natur können wir uns freuen, dass wir die Sonne nun wieder länger am Himmel sehen. Zu Hause können wir im Rahmen einer kleinen Zeremonie mit Kerzenlicht ihre Wiedergeburt feiern.

Denn es ist geschafft, wir haben die langen Nächte überstanden. Alles wird nun wieder heller und leichter. Es dauert nun nicht mehr lange bis zur ersten sichtbaren Regung der Natur.
Bis es so weit ist können wir uns während der Rauhnächte die Zeit nehmen, um über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
nachzusinnen und vielleicht schon den einen oder anderen Plan für den kommenden Jahreszyklus zu schmieden.

Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch

Hier ein Video von Wolf Dieter Storl:

Hier findest du in Kürze

  • Rituale und Alltagstipps für die Zeit um Yule und Weihnachten

Und hier unsere Masterclass zum Thema Yule Fest und Rauhnächte:

Wir haben auf der LivingEarth einen eigenen Kurs zu den Jahreskreisfesten für euch entwickelt - du findest ihn hier:

/de/akademie/kurs/deine-reise-durch-die-8-jahreskreisfeste

In der hektischen Welt, in der wir leben, sehnen sich viele Menschen nach einer Verbindung zur Natur. Manuela Pantaleo, erfahrene Ritualbegleiterin für Jahreskreisfeste, öffnet die Tür zu einer faszinierenden Reise, bei der wir achtsam mit der Natur verschmelzen und in die Jahreszyklen eintauchen können, denn letztendlich sind wir ja Teil von ihr. Mit ihrem alten Wissen über die keltischen Traditionen, Rituale, Brauchtümer, ermöglicht Manuela uns, die Schönheit und Magie der Natur zu erkennen und tief in ihre Jahreskreisfeste einzutauchen.
Durch die bewusste Verbindung mit den Zyklen der Natur können wir unsere eigene innere Balance wiederfinden und in Einklang mit allem existieren. Wenn du interessiert bist, die Jahreskreisfeste in all ihren Facetten zu erkunden und zu zelebrieren, bist du herzlich eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen. Es ist eine Reise, die dein Herz berühren und deinen Geist erweitern wird.
Manuela, Catharina, Karin und Tatjana freuen sich auf dich!
Mehr zu Manuela findest Du unter: www.manuelapantaleo.com

WERDE TEIL DER LIVING EARTH: www.livingearth.one

Online-Quellen & weiterführende Links

https://maas-mag.de/wp-content/uploads/2023/12/E-Book-Wintersonnenwende.pdf https://podcasts.apple.com/de/podcast/wintersonnenwende-raun%C3%A4chte-das-traditionelle-weihnachten/id1489097546?i=1000638791793

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