Lena Neumeyergepostet am: 25 novembre 2024

SECOND HAND FOR THE PLANET

Wiederverwenden und Ressourcen schonen

Inspirierendes Wissen

Als ich vor ca. 6 Jahren zu Schulzeiten im Religionsunterricht eine Dokumentation über unsere Modeindustrie sah, wurden mir erstmals die verheerenden Folgen von ,,Fast Fashion'' klar. 
Fast Fashion bedeutet ,,Schnelle Mode''. Gemeint ist Kleidung, die schnell und billig produziert wurde in Ländern wie Indien oder Bangladesch, wo die Produktion günstiger ist. Große Modeketten wie H&M oder Zara können daher diese Kleidungsstücke in Europa zu tiefen Preisen anbieten.
Weil es mehr für wenig Geld gibt, kaufen viele Menschen Fast Fashion ein. 
Die Problematik von Fast Fashion:
Von Wasserverschwendung über den Einsatz schädlicher Chemikalien bis hin zu enormen CO₂-Emissionen – die Modeindustrie zählt zu den umweltschädlichsten Branchen weltweit. Hinzu kommt die Problematik der Textilabfälle. Jährlich landen Millionen Tonnen Kleidung auf Mülldeponien oder werden verbrannt.
Der Wasserverbrauch in der Textilindustrie ist gigantisch. Zum Beispiel benötigt die Produktion eines einzigen Baumwoll-T-Shirts bis zu 2.700 Liter Wasser – das entspricht etwa der Menge, die eine Person in 2,5 Jahren zum Trinken benötigt. Dazu kommt der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln im Baumwollanbau, die Böden und Gewässer belasten.
Auch der Transportweg, den ein Kleidungsstück vom Produktionsort bis in den Kleiderschrank zurücklegt, ist oft lang und CO₂-intensiv. Die Modeindustrie trägt somit erheblich zur globalen Erwärmung bei.
Besonders problematisch sind die Arbeitsverhältnisse für die Menschen, die diese Fast Fashion herstellen. Kein Kind oder Mensch auf dieser Welt sollte den ganzen Tag in einer schmutzigen Fabrik für weniger als einen Mindestlohn arbeiten müssen, nur damit wir in unserem privilegiertem Europa ein T-Shirt für 1 kaufen können.
Mehr dazu in dieser kurzen Doku:

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Die Lösung? REUSE! Stop Buying.

Meine Lieblingsplattform, um gebrauchte Kleidung und Accessoires zu kaufen und auch zu verkaufen, ist: https://www.vinted.at.

Durch die breite Filterauswahl (Marke, Zustand, Material,…) kann man sehr gezielt das finden, das man sucht. So habe ich meinen gesamten Kleiderschrank mit gebrauchten Kleidern auffüllen können und dabei auch noch private Verkäufer unterstützt. Selbst konnte ich auch schon einige Kleidungsstücke erfolgreich verkaufen.

Zusätzlich verwende ich https://www.willhaben.at/iad 
Nicht nur für Kleidung, sondern größtenteils für Möbel, Dekoration, Elektronik und allem Möglichen… Vieles wird sogar verschenkt!

Eine Alternative für alle die kein Geld ausgeben möchten: 

Einen Kleidertausch zu organisieren bietet eine wundervolle Möglichkeit, Altes gehen zu lassen und gegen ‘‘Neues’‘ von anderen TeilnehmerInnen zu tauschen. Das Zusammenkommen bereitet so viel Freude, vor allem zu sehen, wie deiner gebrauchten Kleidung neues Leben eingehaucht wird. Zusätzlich ist es ein soziales Event, das auch einen Austausch, der über Kleidung hinausgeht, ermöglicht…

Des Weiteren gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt einen ,,Kost Nix Laden’‘ wo man ganz ohne Geld einkaufen kann. Klingt wie ein Scherz, oder? Ist es aber nicht. Die Idee dahinter: Bedürftigen Menschen Kleidung und vieles mehr, zugänglicher zu machen. Ich persönlich bringe gerne meine alte Kleidung, die ich nicht loswerde, in Kost Nix Läden und habe auch schon einige tolle Stücke finden dürfen.

Flohmärkte sind - würde ich sagen - der Klassiker, um Gebrauchtes einzukaufen. Am besten übers Internet oder Bekannte informieren, wann & wo Flohmärkte in deiner Stadt veranstaltet werden.

Secondhand Geschäfte in Österreich, die ich gerne besuche, sind Vinzi - und Volkshilfe Shops, da meiner Recherche nach, die Gewinne auch direkt an soziale Einrichtungen und bedürftige Menschen fließen. Dies merkt man auch an den niedrigen Preisen der Artikel.

Weitere Websites um gebrauchte Medien zu Spitzenpreisen zu ergattern:

https://www.rebuy.de

https://www.refurbed.at

https://www.medimops.de

Ich selbst habe alle meine Bücher und elektronischen Artikel so Secondhand erwerben können.

Wenn du trotz allem keine gebrauchte Kleidung erwerben möchtest, empfehle ich dir diesen Artikel: 
Hier kannst du nachlesen, wie du WAHRHAFTIG nachhaltige Mode erwerben kannst.
Zusammenfassend glaube ich, dass die Lösung darin liegt, wieder einen Bezug zum Ursprung der Herstellung unserer Kleidung zu kreieren. Wieder ein Bewusstsein entwickeln für den enormen Aufwand und alle wertvollen Ressourcen, die beispielsweise in ein einziges T-Shirt fließen.
Unter ,,Quellen & weiterführende Links'' findest du weitere Info's in Form von Artikeln und Videos.
Viel Freude beim Bewusstsein Erweitern!

Online-Quellen & weiterführende Links

https://greenpeace.at/kampagnen/fast-fashion/ https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20201208STO93327/umweltauswirkungen-von-textilproduktion-und-abfallen-infografik https://www.instagram.com/reel/DDhYPh_JZUp/?igsh=MWdvODM5djZ0enE4dQ== https://www.instagram.com/reel/DChdR3PtNd_/?igsh=aThyNmN0dmhzZmV2 https://www.instagram.com/reel/DDfT4nCszT1/?igsh=MWYxdTNvYXF4aWIzYw==

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