Catharina Rolandgepostet am: 20 de junio de 2024

OSHO´S DYNAMISCHE MEDITATION

Anleitung für diese kraftvolle aktive Meditation

Do it yourself

Osho´s Dynamische Meditation hat ein enormes Potenzial alte Energiemuster, Glaubenssätze und Emotionen in uns aufzurütteln und zu transformieren. Daher rate ich allen, die damit experimentieren wollen, jemanden an der Seite zu haben, der die beginnenden Prozesse bewusst, achtsam und mit viel Erfahrung begleiten kann.

Weiter unten findest Du Videos mit Erklärung und detaillierter Anleitung der einzelnen Phase der Dynamischen Meditation von Osho´s Arzt Dr.John Andrews.
Ich empfehle Dir, zuerst einmal alle Videos in Ruhe und aufmerksam anzuhören.
Klicke gerne im Videofenster auf Einstellungen (das Zahnradsymbol) und wähle deutsche Untertitel aus.

Ich habe mir beim Ansehen der Videos ein paar Notizen zu jeder Phase gemacht und diese mit weiteren Anleitungen aus anderen Quellen ergänzt. Mögen diese auch Dir helfen, möglichst viel Nutzen aus dieser sehr wirkungsvollen dynamischen Meditation zu ziehen.

VORBEREITUNG AUF DIE MEDITATION:

1. Wähle einen geeigneten Raum, in dem Du oder ihr nicht gestört werden kannst. Beachte, dass bei der Dynamischen Meditation möglicherweise laut gebrüllt wird. Ich "warne" zum Beispiel die Köche, wenn der Seminarraum zufällig neben der Küche liegen sollte. Wir wollen keine mit Messer bewaffneten "Retter" auftauchen sehen.
Achte darauf, dass der Raum gut gelüftet ist und damit alle Teilnehmer frische Luft atmen können.
Bei Seminaren lege ich Matten und Mediationskissen in den Raum. Falls ein Teilnehmer zum Beispiel eine alte Wut-Energie loslassen möchte, so kann er sich auf eine gefaltete Matte knien und mit einer eingerollten Yogamatte auf ein Sitzkissen schlagen, um diese Energie in freie Bewegung zu bringen.

2. Trage lockere und bequeme Kleidung, die eine uneingeschränkte Bewegung zulässt und verschwitzt werden kann. Ziehe alle Accessoires oder enge Kleidung aus, die während der Dynamischen Meditation Unbehagen verursachen könnten.

Ganz Wichtig: Bleibe in jeder Phase aufmerksam und bewusst. Bleibe ein Zeuge, ein Beobachter dessen, was Du tust !!!
Halte dabei Deine Augen geschlossen.

1. PHASE "ATMEN" - 10 Minuten

In dieser Phase geht es darum Konditionierungen aufzubrechen.
Atmung, Verstand und Gefühle sind gewohnheitsmäßig miteinander verbunden. Wenn du wütend bist, unglücklich oder erfreut - jeder dieser Zustände hat ein bestimmtes Muster, das sich auch in deinen Neuronen widerspiegelt.
Stelle dir den Verstand als einen Kreis vor. 10% sind der bewusste Verstand, 90% ist unbewusst.
In den 10% Tagesbewusstsein ist das, wovon du gerne möchtest, dass auch Deine Nachbarn davon wissen, worauf du stolz bist, glücklich darüber. In den 90% steckt, was deine Nachbarn auf keinen Fall wissen sollten, alles worüber Du Dich schämst, Dich schuldig fühlst.
Es gibt normalerweise eine Barriere dazwischen. Das hilft im Alltag. Wenn jemand uns fragt, wie es uns geht, könnte die wahrhaftige Antwort auch ganz anders ausfallen. Das Unbewusste hat eine schlechte Reputation, dabei ist es verantwortlich für unsere Verdauung, unsere Atmung.
Das Unbewusste hat auch keine Interesse, all das, was dort versetckt wurde, unten zu halten.
Es ist wie ein 12-jähriges Kind, das sich um deine Vitalfunktionen kümmert. Es ist mehr das Bewusstsein, das nicht erlauben will, dass all das, was dort versteckt liegt, an die Oberfläche kommt.
 
Wenn Du jetzt in dieser ersten Phase beginnst, chaotisch zu atmen, dann kann die Barriere zwischen Deinem Tagesbewusstsein und Deinem Unterbewusstsein nicht mehr aufrecht gehalten werden. Das, was bis jetzt im Unterbewusstsein versteckt gewesen war, kann jetzt an die Oberfläche kommen.

In dieser Phase lädtst Du Deinen Körper mit Energie auf. Du bringst Sauerstoff zu all den Stellen in Deinem Körper, die Du normalerweise fest hältst. Daher soll die Atmung sehr tief sein. Tiefer als Deine Komfortzone es normalerweise zulässt. Damit aktivierst Du unterdrückte Gefühle und Emotione.

Anleitung:

Atme chaotisch und intensiv durch die Nase. Lass deine Atmung sehr intensiv, sein, tief und schnell. Ohne Rhythmus und ohne Pattern.
Der Akzent liegt immer auf der Ausatmung. Der Körper kümmert sich selbst um die Einatmung.
Lasse auch in der Unregelmäßigkeit keine Regelmäßigkeit entstehen. Du atmest die ganze Phase hindurch ohne jegliches Muster oder Rhythmus. Bewege Dich dabei auch in unrhythmischen Bewegungen. Lade Deinen Körper ein, Bewegungen zu machen, die er ansonsten nie macht. Go cray. Nutze deinen Körper, um ein Maximum an Chaos zu erzeugen.
In dieser Phase baust Du die Energie auf, aber lasse sie noch nicht ausagieren. Lasse Deinen Körper Dich mit aktiven Bewegungen unterstützen.
Bleibe bewusst und achtsam, damit Du wirklich unregelmäßig atmest.
Diese ersten 10 Minuten so wichtig - als Türöffner für die zweite Stufe, die „Katharsis“.

Schaue Dir gerne gleich hier die detaillierte Beschreibung von Dr. Andrews an:
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2. PHASE "KATHARSIS" - 10 Minuten

In der ersten Phase hast Du den Druckkochtopf aufs Feuer gestellt und die Temperatur hochgedreht.
Jetzt in der zweiten Phase beobachtest Du, wie der Dampf aus dem Kochtopf herauskommt.
Du beobachtest einfach, wie der Dampf entweicht. Beobachte die Emotionen statt sie zu unterdrücken. Dadurch lernst du, die Emotionen nicht mehr wegzudrücken, sondern sie auszudrücken.
Jetzt geht es darum, die Energie, die Du in der ersten Phase aktiviert und aufgebaut hast, zu frei zu lassen.

Im Video kratzt sich Dr.Andrews am Kopf und fragt dann:
"Hast du mich gesehen, wie ich meinen Kopf gekratzt habe? Hast du dir gedacht „Oh er braucht ein neues Shampoo“? Nein, du hast einfach beobachtet. So simpel. Wenn also etwas zur Oberfläche kommt: Ist es möglich, das so einfach zu sehen, wie du zuvor meine Hand zum Kopf gehen gesehen hast? Ja! Kein Urteil, kein Kommentar, nicht dafür, nicht dagegen. Tricky: die Denkmaschine hat sicherlich etwas dazu zu sagen? Wie kann ich nun die Denkmaschine dazu bringen, sich nicht einzumischen?
Mische dich genauso wenig ein, wie du dich einmischst, wenn ein Vogel vorbeifliegt oder meine Hand an den Kopf gegriffen hat. Das ist die Essenz!

Nütze also die zweite Phase, um alle Emotionen, die auftauchen, einfach zu beobachten – werde ein Zeuge!
Kann die zweite Stufe zur Retraumatisierung führen? Nein!
Es ist das Gegenteil – wir werden nicht involviert, sondern lernen zu beobachten!"
 
Osho sagte einmal: "If we see something 100% - it´s gone 100%."
Wenn wir nur 50% sehen, dann haben wir nur 50% gesehen. 

Die Dynamische Meditation ist also eine Riesenchance, dass das, was verdrängt wurde an die Oberfläche kommt und für immer entlassen wird!
Wenn ein Hase eine Fuchs sieht und sieht, dass der Fuchs auch den Hasen gesehen hat, dann hat er die Optionen: „Fight or Flight“. Da es ein schlauer Hase ist, wählt er die Flucht. Wenn ihn der Fuchs nun doch erwischt hat, dann nützt der die dritte Variante und stellt sich tot. Damit der Fuchs dann sieht „Oh – Lunch is ready" und den Lunch hinter den Busch legt um ihn später abzuholen. Und der Fuchs entfernt sich. Da öffnet der Hase die Augen, sieht, dass der Fuchs weg ist. Er steht auf und beginnt sich „kundalini“ zu schütteln – die eingefrorene Angst aus all seine Zellen zu schütteln.
Fast jeder von uns trägt Traumata in sich.
Ein kleines Kind sitzt zum Beispiel zuhause und spielt glücklich, seine Mutter ist da, alles ist schön.
Dann kommt der betrunkene Vater nach Hause, schlägt die Mutter ins Gesicht. Die Mutter liegt jetzt blutüberströmt am Boden. Das Kind kann mit diesem Schmerz nicht umgehen und er verschwindet im Unterbewusstsein – damit es später einmal damit umgehen kann.
Dieses Kind ist ein Meister für das, was passiert ist.
Am nächsten Tag sitzt das kleine Kind glücklich beim Frühstück und sieht das Blaue Auge der Mutter. Der Vater sagt "Es ist nichts passiert!" Diese Energie kann nun im Kind für Jahre in den Zellen weggesperrt sein. Das ist der Grund, warum wir uns oft ein leben lang stocksteif fühlen.
In dieser Meditation lassen wir diese alte Energie zurück ins Leben - um das Trauma für immer zu beenden.

Anleitung:

Wenn die neue Musik beginnt, dann sei komplett verrückt und chaotisch.
Gib alles, was du hast – halte nichts zurück. Explodiere.
Lasse alles zu, was an die Oberfläche kommen möchte. Natürlich beobachtest Du Dich dabei und passt auf die anderen Menschen auf, die mit Dir praktizieren. Lasse Deinen Körper machen, was er gerade machen möchte. Vertraue seiner Intelligenz - er weiß, was er tut, wenn Du ihn lässt. Tanze, schreie, weine, lache, mache verrückte Bewegungen. Wenn Du merkst, dass die Energie stockt, dann spiele zu Beginnn gerne einen Ausbruch wie ein Schauspieler.
Werde bewusst "verrückt". Consiously go mad – be total.

Wenn Du in dem Raum nicht laut sein kannst, dann lasse alle innere Bewegung in Körperbewegungen fliessen.
 
Du wirst Dich danach umso befreiter fühlen, je mehr Du an Ver-rücktheit zulässt.
 
Wäre es nicht gut, wenn das jeder Mensch tun würde?
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3. PHASE "SPRINGEN MIT HOO" - 10 Minuten
 
Die Energie wurde in der ersten Phase durch das Atmen aktiviert und in der zweiten Phase der Katharsis ausgedrückt. In diesen Phasen ist die Energie nach Unten und Aussen geflossen und und jetzt, in der dritten Phase, kanalisierst du sie nach Innen und Oben. Das Mantra hilft dabei, zu kanalisieren.
Durch die erhobenen Arme und das Aufspringen wird außerdem der Leber- und der Gallenblasenmeridien aktiviert. Irgendwann realisierst Du vielleicht, dass Du nicht mehr selbst springst, sondern dass "es Dich springt". Dein ganzes Wesen wird zum Klang "Hoo" oder (deutsch) "Hu!".
Erlaube Dir, Dich komplett zu erschöpfen.

Anleitung:

Deine Arme sind über dem Kopf erhoben und Du spingst nach oben und chantest dabei das Manta "HOO" (deutsch: "Hu!") - und landest auf den flachen Fußsohlen.
Immer wenn Du auf den flachen Fußsohlen landest, lasse den Klang "Hu!" tief in Dein Sexualzentrum "hämmern".
Wenn Du nicht laut sein darfst, dann chante den Klang "Hu!" einfach nur innerlich.
Es geht darum, dass die Energie nach oben geht. Wie auf einem Trampolin. Energetisch wird es immer höher. Es geht um die steigende Energie, nicht um die physische Stärke!
Durch das Springen mit erhobenen Armen wird auch der

Sobald Du ein STOP oder ein KLANGSIGNAL hörst, bleibst Du in exakt der Position stehen, in der Du gerade bist.
Und frierst diese Position ein.

 
4. PHASE "FREEZE" - 15 Minuten
 
Anleitung:

Du stehst nun mit erhobenen Armen und rührst Dich nicht. Jede kleine Bewegung stört den Energiefluss.
Sei ein Zeuge von allem, was Du gerade erfährst.
Die Energie, die Du frei gesetzt hast, kann sich nun in den leeren Raum ergießen. In reines Gewahrsein.
Nach einiger Zeit wirst Du vielleicht bemerken, dass Deine Begleiter, der Verstand und die Emotion auftauchen und versuchen,
Dich davon abzuhalten, diese Übung weiter durchzuführen.

Erinnere Dich daran: Du bist nicht Dein Verstand!
Stelle Dir gerne auch vor, wie lange Du durchhalten wirst, wenn Du eine Million Euros dafür bekommst, diese 15 Minuten Deine Arme oben zu halten.
OSHO sagt über diese Phase (nicht wortwörtlich): Wir leben alle mit einem sehr begrenzten Band an Energie. Zum Beispiel denkst Du direkt nach einer anstrengenden Präsentation, auf die Du Dich lange vorbereitet hattest, dass Du keine Energie mehr hast und jetzt einen Monat lang schlafen willst. Doch plötzlich beginnt Dein Haus zu brennen. Plötzlich hast du alle Energie – auch lange danach.
Immer wieder hört man von Müttern, die ganze Autos hochheben können, wenn eines ihrer Kinder darunter liegt.

It´s not about doing the Stop - it´s about stopping the doing.
Folge nicht Deinem Verstand, verfolge, wie die Energie durch Deinen Körper fliesst. Enjoy the blissfullness of the stillness.

5. PHASE "FEIERN" - 15 Minuten

Anleitung:

Feiere nun Deine Lebendigkeit mit Musik und Tanz.
Lasse Deine neu befreite Lebensenergie Deinen Körper tanzen.
Nimm diese Lebendigkeit dann mit in Deinen Tag!

SCHAUE DIR HIER AN, WAS DR. ANDREWS ZU DEN PHASEN 3.-5. ZU SAGEN HAT.


In folgendem Video findest Du die Originalmusik der Dynamischen Meditation, wie sie nach Osho´s Anweisungen komponiert wurde:
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