Silke Nordfjällgepostet am: 06 de diciembre de 2024

"Gesunde und richtige" Ernährung

Gibt es den einzig wahren und richtigen Weg?

Inspirierendes Wissen

Hallo du!
Ich möchte damit beginnen, dass ich selbst seit mehreren Jahren vegan und zuckerfrei esse, vor allem, biologisch angebaute Nahrung. Meine Ernährung sehe ich als sehr ausgewogen, bewusst und ”gesund” an. Ich fühle mich rundum gesund und gut damit, so gut, gesund und ”rein” wie noch nie zuvor. Eine ganze Weile war ich fest davon überzeugt, dass die Art und Weise dieser Ernährung, die mein Mann und ich leben, die absolut richtige und für jeden richtige ist. Wir haben beide versucht, andere von genau unserem persönlichen veganen Ernährungsstil zu überzeugen und zu missionieren, vor allem die Menschen in unserem nächsten Umfeld, Familie und Freunde. Ich durfte von manchen, die ich versuchte, zu überzeugen und zu missionieren, hören mein Ernährungsstil sei extrem und fanatisch.
Nach nun jahrelanger intensiver autodidaktischer Aktivität zum Thema Ernährung, nach zahlreichen Gesprächen über Ernährung mit anderen Menschen, mit meinem Mann, nach umfassenden Internetrecherchen, nach vielen Beobachtungen an anderen und mir selbst, komme ich persönlich nun aber ”demütig” zu folgender Einsicht und Erkenntnis:
Gesund und richtig” ist für uns als Individuum eine Ernährung, mit der wir uns persönlich auf allen Ebenen, körperlich wie seelisch-psychisch-geistig-mental, rundum wohl, gesund und vital fühlen.
Bei diesem Thema geht es meines Erachtens immer auch um verschiedene Aspekte von ”gesund” und sich ”richtig” ernähren, die betrachtet werden wollen. Für wen ist meine Art der Ernährung ”gesund” und ”richtig”? Für mich selbst, für Tiere, für Mutter Erde, für alle? Was ist ethisch und moralisch ”richtig”? Wozu sind wir Menschen und Tiere bestimmt bzw. erschaffen worden hinsichtlich unserer Ernährung? Auf diese Fragen darf jeder einzelne von uns seine ganz persönlichen Antworten finden...
Ich glaube inzwischen, dass es verschiedene "richtige" Wege gibt, wenn es um die Bedeutung von Ernährung für die persönliche Gesundheit eines einzelnen Menschen auf allen Ebenen seines Seins geht. Sosehr ich mir auch wünschen würde, dass es ALLEN Menschen mit einer 100 % veganen Ernährung gut gehen darf und dass der vegane Weg für ausnahmslos ALLE Menschen Gesundheit und Wohlbefinden bedeutet!
Ich kenne viele Menschen, vor allem in meinem allernächsten Umfeld, die entgegen allem leben, was ich als ”gesund und richtig” von der Ernährung her ansehen würde. Diese Menschen, z.B. meine Eltern (heute 87 und 93) waren ihr ganzes Leben vollkommen gesund auf allen Ebenen. Oder eine 94-jährige Tante von mir. Meine beiden älteren Brüder. Ich selbst habe bis vor mehreren Jahren all das gegessen, was ich heute nicht mehr als gesund ansehen würde. Und ich war immer vollkommen gesund, auch auf allen Ebenen.
Ich kenne einige Menschen, die sich aus voller Überzeugung vegan ernährt haben, die aus dieser Überzeugung heraus auch andere missionieren wollten. Einige davon ernährten sich rein biologisch, ausgewogen meines Erachtens. Es ging ihnen laut eigener Aussage damit gesundheitlich aber überhaupt nicht gut und sie sind jetzt wieder überzeugte Esser von tierischen Produkten, Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Eine sehr nahe Freundin von mir wollte sich so gerne vegan ernähren, auch sie aß sehr bewusst, gesund, ausgewogen, biologisch. Aber ihr Körper signalisierte ihr immer wieder, dass sie ab und zu etwas Butter oder ein Stück Fleisch brauchte, weil sie sich sonst kraftlos fühlte.
Ich kenne hoch spirituelle, liebende Menschen, die Fleisch und andere tierische Produkte essen, voll bewusst. Diesen Menschen geht es gut damit, gesundheitlich, psychisch, geistig, seelisch.
Aus irgendeinem Grund geht es gewissen Menschen trotz ausgewogener veganer Ernährung gesundheitlich nicht gut. Und aus irgendeinem Grund geht es Menschen gesundheitlich gut, die Fleisch, Eier, Milchprodukte und Zucker essen.
Es gibt nachweislich und wissenschaftlich bestätigt Menschen, denen es gesundheitlich scheinbar wunderbar geht, die GAR NICHTS mehr essen oder trinken und sich ausschließlich von Lichtnahrung/Lebensenergie ernähren. Siehe dazu z.B. den Film: ”Am Anfang war das Licht” von Peter-Arthur Straubinger oder Bücher und Kurse zur Umstellung auf Lichtnahrung von ,,Jasmuheen''.
Die bis heute umfassendste Studie über Ernährung, Lebensweise und Krankheit in der Geschichte der biomedizinischen Forschung, die sogenannte China Study, belegt, dass nicht eine 100 % vegane Ernährung die ”gesündeste” ist, sondern eine, bei der tierische Produkte maximal einen Anteil von 5 % in der Ernährung ausmachen (”China Study: die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise: pflanzenbasierte Ernährung und ihre wissenschaftliche Begründung” von T. Colin Campbell und Thomas H. Campbell.)
Ich glaube auch, dass wir Ernährung immer im Kontext des kompletten Lebens eines Menschen sehen dürfen, und dass Ernährung ein Aspekt in der Gesundheit und im Wohlbefinden eines Menschen ist, nicht aber der einzige und wichtigste. Unser ”Glaube” in das, was für uns oder andere gut oder schlecht ist, unsere Einstellung generell zum Leben, ist meiner Meinung nach, was ausschlaggebend für unsere Gesundheit und unser Wohlergehen ist.
Möge jeder einzelne von uns seinen optimalen persönlichen Weg in der Ernährung finden, möge jeder einzelne von uns gesund und glücklich leben, möge jeder bewussten Entscheidungen für seine Ernährung treffen, die Auswirkungen auf uns alle haben, Menschen, Tiere und Natur. Keiner von uns weiß, wozu was alles gut ist, warum Menschen weiterhin Tiere und ihre Produkte essen (sollen), zu wessen Wohl dies ist, was wir alles daraus lernen sollen und dürfen.
Ich habe gelernt, mehr ”still” zu halten, wenn es um Fragen rund um Ernährung geht, nicht mehr alle von meinem persönlichen Weg überzeugen und missionieren zu wollen.
Ich vertraue nun darauf, dass alles, was uns Menschen, Tieren und Mutter Erde passiert, einen Sinn hat und im Endeffekt dem Wohle allen Lebens dient, und dass alle Ernährungswege ihre Daseinsberechtigung haben.
Namaste,
Silke

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Kommentare (3)

Ehemaliges Mitglied23/1/2025
Hallo Silke, danke für diesen klugen, ich möchte schon sagen weisen Beitrag. Ich stimme dir voll zu und denke, dass eine Ernährung mit weniger Fleisch (z.B. wie früher, als es meist nur Sonntags Fleisch gab) der beste Weg ist. Es kommt dabei allerdings darauf an, wie die Tiere gehalten werden. Dazu möchte ich auf folgenden Artikel hinweisen, in dem die Vorteile einer holistischen Weidehaltung beschrieben werden und der deine Frage, wie geht es mit meiner Ernährung der Mutter Erde oder den Tieren, beleuchtet: https://soilify.org/magazin/esst-mehr-veganer Liebe Grüße Franz-Josef
Ehemaliges Mitglied23/1/2025
Hallo lieber Franz-Josef, danke für deinen Kommentar und den Link, den ich mir angesehen habe. Ich glaube, dass für sehr viele Menschen, die bisher eine rein vegane Ernährung noch nicht ausprobiert haben, eine solche funktionieren würde und es ihnen damit wunderbar gehen könnte. Und für die, denen es damit NICHT gut geht, dürfen dann andere Wege in der Ernährung gefunden werden und vielleicht auch ein näherer Blick darauf geworfen werden, welche Ursachen es haben könnte, warum diese Menschen nicht ohne tierische Produkte klarzukommen scheinen. Ich persönlich kenne aussschliesslich Menschen mit "persönlichen Problemen" und einem "Mangel" an Eigenliebe und innerem Frieden, die mit einer rein veganen Ernährung nicht klargekommen sind. Das kann Zufall sein, dass es der gleiche Typ Mensch ist und ich will hier überhaupt nichts behaupten. Deswegen schreibe ich vorsichtig, dass bei einer "Vegan-Ernährung-Unverträglichkeit" evtl. ein Blick auf mögliche Ursachen gerichtet werden darf. Ich stelle hiermit die These auf, dass es ALLEN Menschen mit einer rein veganen Ernährung gut gehen kann, denen es psychisch-seelisch gut geht.... :-) Zum Ansatz von Soilify zur angeblichen Bodengesundheit: Ich glaube auch, dass Böden Tierdung brauchen, das ist ja von der Natur so vorgesehen :-). Aber in der freien Natur werden die Böden von GANZ UNTERSCHIEDLICHEN Tieren, die FREI und wild UMHERZIEHEN, beweidet und gedüngt, nicht nur von Kühen oder anderen Grasfressern, also nicht nur von veganen Tieren. Soilifys Ansatz unterstützt weiterhin eine unnatürliche und einseitige Nutzung und Düngung des Bodens, wenn sie Düngung alleine durch vegane Tiere befürworten und auf eingezäunten Flächen. Sobald der Mensch in die Natur eingreift, entsteht Ungleichgewicht. Kühe, Schafe und Ziegen u.ä. auf einer eingezäunten Fläche weiden und düngen zu lassen, ist EINSEITIG und UNNATÜRLICH und ein starker Eingriff in die Natur. Die Böden werden auch mit dieser Art der Nutzung und Düngung nicht optimal versorgt. Optimal ist nur das, was von der Natur vorgesehen ist. Und das sind freie, wilde, unterschiedlichste Tierarten, die ganz nach ihren eigenen Rythmen umherziehen, weiden und düngen. Wenn wir Menschen es ganz richtig machen wollen, also so, wie es von der Natur vorgesehen ist, dann müssten ALLE Tiere vollkommen wild und frei leben. Und wenn dann einige wenige Menschen überhaupt gar nicht ohne Fleisch oder Fisch leben können, dann sollen sie sich ihren Bedarf selbst erjagen und fangen von den wilden Tieren. Das Erjagen ist nichts, was ich befürworte. Aber es wäre zumindest das, was in der Natur auch so vorkommt. Alle sind frei und wild, und Tiere werden von anderen Tieren (z.B. auch dem "Tier" Mensch) erbeutet und getötet...
Ehemaliges Mitglied12/6/2025
Hallo liebe Silke, ich habe erst vor kurzem gesehen, dass du auf meinen Kommentar geantwortet hast und habe nochmal darüber nachgedacht. Zum ersten Abschnitt kann ich dir nur zustimmen, wenn ich an eine bestimmte Person aus meinem Umfeld denke, die fast täglich Fleisch, Wurst und Käse isst. Zur Bodengesundheit und den freilaufenden Tieren halte ich deine Beschreibung zwar für richtig und wünschenswert, aber ich glaube nicht, dass dieser paradiesische oder z.B. der präkolumbische Zustand, als noch Büffel über die Prärie zogen und von den Ureinwohnern nur für ihren jeweiligen Bedarf erlegt wurden, je wieder hergestellt wird. Ich glaube auch, dass es nicht funktioniert, wenn wir alle Tiere freilassen würden: erstens sind die hochgezüchteten Rassen vermutlich nicht überlebensfähig in einer (un-)natürlichen Umwelt und zweitens würden diese Tiere unsere kärgliche Vegetation inklusive Felder und Gärten als Nahrungsquelle benutzen und aus diesem Grund von uns Menschen getötet werden, wie wir es ja auch mit anderen Tieren machen. In vielen Ländern geht es nicht ohne Einzäunung da es sehr störend wäre, wenn die Herden Autobahnen überqueren oder Städte durchwandern würden. Da die Menschen immer mehr Natur für sich beanspruchen und kaputt machen, bleibt für die Wildtiere immer weniger Raum übrig, den sie sich dann noch mit den freigelassenen Tieren teilen müssen. Außerdem sollte eine Auswilderung immer kontrolliert erfolgen, da z.B. eine falsche Spezies oder zu viele davon ein Biotop stören und aus dem Gleichgewicht bringen würden. Es würden auch die natürlichen Feinde fehlen, die für ein Gleichgewicht sorgen könnten. Soilify versucht mit seinem Ansatz die Böden nach dem von Allan Savory entwickelten Holistischen Weidemanagement zu regenerieren und die Bodengesundheit zu fördern. Dabei wird das natürliche Verhalten der Wanderung von Herdentieren durch wechselnde Weideflächen nachempfunden und darauf geachtet, dass keine Überweidung stattfindet und Wüstenbildung verhindert wird. In diesem TED-Vortrag erläutert Allan Savory seinen Weg zu seiner „Entdeckung“ und wie diese die Böden und das Klima retten kann: Die Wüste begrünen und den Klimawandel umkehren https://gesunder-boden.de/wissens-beitrag/1732363205516x333690238741774340 Also, für die Böden und das Klima scheinen Herdentiere demnach unverzichtbar zu sein. Und auch für Europa ist dies relevant, da in den südlichen Ländern die Wüstenbildung bereits fortschreitet und es selbst in Deutschland sehr trockene Gebiete gibt. Ob wir die Tiere dann essen und wie sich dies auf unsere Gesundheit auswirkt, ist eine andere Frage. Ich denke man kann nicht alles erreichen. Leider hat der Mensch in den letzten 10.000 Jahren sehr viel falsch gemacht, was nicht von heut auf morgen wieder geheilt werden kann. Für Masanobu Fukuoka war die ursprüngliche, vom Menschen unberührte Natur Gott. Sein Ziel war es, diesem ursprünglichen Zustand wieder nahe zu kommen. Ich finde das Holistische Weidemanagement von Allan Savory und dass es von Soilify umgesetzt wird, ist ein Meilenstein auf dem Weg zu dem von Fukuoka angestrebten Ziel. Ich wünsche Dir alles Gute und dass du nette Menschen für dein Projekt findest. Liebe Grüße Franz-Josef Auf livingearth gibt es diese Lösung zum Holistischen Weidemanagement: /de/loesungen/holistisches-weidemanagement und diese zu Masanobu Fukuoka: /de/loesungen/masanobu-fukuoka

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