Living Earthgepostet am: 13 de diciembre de 2023
Wir sollten einfach mehr schaukeln...
...nimm Dein inneres Kind auf die Reise des Lebens
Inspirierende Geschichte
Wenn wir plötzlich eine Schaukel im Wald sehen, versetzt es uns für einen Moment zurück in unsere Kindheit.
Wir lächeln, aber nehmen nicht darauf Platz.
Unseren eigenen Wunsch nach der Leichtigkeit des Schaukelns, geben wir nur zu gerne an andere weiter und bieten ihnen stattdessen an, für uns darauf Platz zu nehmen.
Eine Schaukel, ein gehobeltes Brett an zwei starken Seilen, welches wie zufällig in einem riesigen Wald hängt. Schon komisch, oder?
Wir hinterfragen solche unerwarteten Begegnungen nicht mehr.
Nicht mal ob diese vielleicht ausschließlich für uns sind.
Wir tippen das was uns begegnet zwar neugierig an, lassen es etwas schaukeln, nehmen darauf selbst aber nicht Platz.
"Das ist bestimmt nicht für uns.
Komm, versuch DU es doch mal."
oder eben irgend jemand anderes.
Können wir so wirklich glaubhaft ein Gefühl von Leichtigkeit vermitteln, dass wir selbst gar nicht mehr erleben?
Im Grunde beschneiden wir ständig unserer Neugier und verleugnen unsere emotionale Abenteuerlust. Wir sind erwachsen geworden.
Herzlichen Glückwunsch!!!
Aber haben wir uns auch ent-wickelt?
Schicht um Schicht wieder zurück zu unserem leuchten hellen Ursprung?
Die Frage mag jeder nur für sich selbst beantworten können.
Wir sind emotionale Touristen.
Menschen, welche die Hoffnungen in anderen wecken, nur um die Leere in sich selbst zu besänftigen.
Wir haben verlernt unsere tiefsten Bedürfnisse nach Leichtigkeit und Abenteuer zu befriedigen.
Unser wahres Wesen, befindet sich ständig in einem aussichtslosen Kampf zwischen Verstand und Seele.
Dieser Krieg mit uns selbst, reibt uns auf und nimmt uns die Vielschichtigkeit unserer Facetten sowie die Kraft unseren wahren Bedürfnissen eine Bedeutung zu geben.
Am Ende leuchten wir nicht wie die Diamanten, welche wir in Wahrheit sind.
Wir verblassen und fühlen uns wie rund gewaschene Steine in einem Flussbett aus Melancholie und plätscherndem Gleichklang.
Nicht selten leben wir dann eine Lüge und verpacken uns selbst, in knisterndes leuchtendes Geschenkpapier aus gespielter Leichtigkeit.
Leichtigkeit ist aber keine Verpackung.
Da ist rein gar nichts, was wir im Außen darstellen können.
Schon gar nicht, wenn wir es selbst gar nicht mehr fühlen können.
Allerdings wird der Moment kommen, wo uns jemand diese Maske schonungslos runter reißt, wir uns nackt und ertappt fühlen. Wir mit unseren Ängsten und Zweifeln konfrontiert werden.
Mal mit liebevoller Freundlichkeit, wärmender Sinnlichkeit und tiefer Leidenschaft, aber auch mit brennendem Schmerz und roher Gewalt.
Diese Menschen werden immer wieder in unser Leben treten, bis wir erkennen, dass die Leichtigkeit des Seins, in uns selbst verborgen ist.
Wir sollten ihnen dankbar sein, denn sie zeigen uns nicht nur wie man schaukelt und in Bewegung kommt, sondern geben uns auch etwas sehr Wertvolles.
Unsere Identität.
Wir erfahren ein Stück wer und wie wir sind. Sie zeigen uns den Weg zum schaukelnden Wald.
Platz nehmen müssen wir selbst. Den Schwung verleiht uns das Leben.
Das Leben ist wie die Liebe und die Liebe sollte wie ein sonniger Nachmittag auf der Schaukel sein.
Auf und Ab mit diesem wunderbaren Gefühl aus Glück und einem völlig verdrehten Magen. Die berühmten Schmetterlinge im Bauch drücken es oft genauso trefflich aus, wie auch schwere Steine im Magen.
Aber letztendlich fühlen wir.
Erleben bewusst unsere Emotionen und schicken unseren immer tickenden Verstand in einen Kurzurlaub vom ewigen Denken und Grübeln.
Wir sind alle auf der Suche. Auf der Suche nach etwas, was uns lebendig fühlen lässt, nach Leichtigkeit und den Abenteuern unserer von Neugier erfüllten Kindheit.
Etwas, das uns verbindet und vervollständigt. Um unserem Leben und Handeln einen tiefen Sinn zu verleihen.
Aber wenn man ihn am Ende der Suche dann findet, kann es ganz schön heftig werden. Weil wir uns in all dem Suchen plötzlich selbst in jeder Facette erkennen und akzeptieren müssen, wie wundervoll wir sind.
Dann ist es Zeit, Frieden zu schließen. Frieden mit uns selbst und aus dem Suchen ist plötzlich ein Finden geworden.
Wir sollten mehr Schaukeln. Erst recht wenn sich im unendlichen Wald unserer Träume, Wünsche und Ängste diese für uns bestimmten Gelegenheiten bietet.
Schaukeln wir, so lange und intensiv, bis wir bereit sind unsere Reise fortzusetzen.
Bis zur nächsten wunderbaren Begegnung. Aufgetankt mit neuer Energie und Leichtigkeit, mit der Gewissheit, unseren Wald selbst immer wieder zum schaukeln zu bringen.
Enrico Henniges