Auf der Suche nach...
Teil 2 LIEBE
Inspirierende Geschichte
Auf der Suche nach Liebe
Wir kommen alle auf die Welt und brauchen die Liebe unserer Eltern, um uns gut entwickeln zu können. Alleine, wenn ich mir das Wort: ENT-wicklung anschaue, bekomme ich schon eine leise Ahnung davon, dass ich zwar als Seele „fertig“ auf die Welt gekommen bin, jedoch im Laufe meines Lebens dafür sorgen muss, all das wieder los zu werden, was mich einst umwickelte. (Prägungen, Glaubensmuster, etc.)
Eigentlich kommen wir perfekt und rein auf die Welt, direkt aus Gottes Werkstatt sozusagen. Nur leider vergessen wir unsere Reinheit und unser Wissen aus vergangenen Leben und werden in so Vielerlei „verwickelt“, was nicht wirklich etwas mit uns zu tun hat, sondern lediglich eine Projektion von und aus unserem Umfeld ist. Das ist jetzt spannend ausgedrückt, oder? Was meine ich damit?
Dass man uns sagt, wer wir sind oder wer wir sein sollen, damit wir uns in dieser Welt zurecht finden können. Doch kann jemand außerhalb von mir selbst wissen, WER ich wirklich bin und was gut für mich ist? Jeder ist doch einzigartig und mit niemandem vergleichbar.
Wir kommen mit allem auf die Welt, was wir benötigen, um ein spannendes, aufschlussreiches und lebenswertes Leben aktivieren zu können. Wir sind mit einem Plan auf die Welt gekommen, einer inneren Schatzkarte vielleicht, die uns den Weg ebnen soll. Doch keiner hat uns beigebracht, wie sie zu lesen ist. Angelegt sind unsere Talente und Begabungen und ein gewisser roter Faden wird uns bei all dem begleiten.
Die Liebe ist aus meiner Sicht die wichtigste Wegbegleiterin überhaupt. Wenn die Liebe in jedem einzelnen Menschen gefühlt werden kann, ist sie in der Lage, sich zu vermehren. Sie kann dann an andere weiter gegeben werden und es darf eine wundervolle Gemeinschaft von Menschen entstehen, die aus der Liebe heraus agieren und wirken können.
Doch leider ist es oft der Fall, dass unsere Eltern diese Liebe auch nicht automatisch erfahren durften- ein Urvertrauen sich nur selten aufbauen konnte. Auch sie mussten bestimmte Bedingungen erfüllen, um Liebe erfahren zu dürfen.
Ich glaube, hieraus entstand eine Leistungsgesellschaft. Sie mussten auch um eine Art Daseinsberechtigung kämpfen und sahen sich nie als genug geliebt an. Vielleicht wurden sie anders geliebt, als sie es sich wünschten.
Die schwierigste Aufgabe ist wohl, eine Liebe aus sich heraus entdecken zu können, wenn man aus eigener Sicht nicht genug geliebt wurde. Mir wurde einmal gesagt, dass man Liebe nur weiter geben kann, wenn man sie selbst erfahren konnte. Doch Liebe verkleidet sich in vielen Facetten und wird oft erst später wahrgenommen, wenn man mit einem anderen Blickwinkel nach ihr sucht.
Ist ja klar, dass ich zu den Menschen gehört habe, die Liebe erfahren durften, wenn auch manchmal auf andere Art und Weise, wie ich es mir gewünscht hätte.
Hier setzte sich jetzt mein Lebensplan in Bewegung. Ich glaubte, dass die Umstände eben so waren, dass ich mir vieles erkämpfen musste, um zu meinem wahren Glück zu gelangen. Ursache und Wirkung durfte erlernt- und ein paar Jährchen umgesetzt werden, um letztendlich doch wieder an Gültigkeit zu verlieren. Alles wieder auf Anfang, alles wieder von vorne und anders.
DIE LIEBE ist dazu fähig, NEUES Leben und Umstände zu erschaffen. Schaue ich in einen Spiegel mit Liebe, zeigt er dieses Bild zurück.
Ich hatte also die Gelegenheit bekommen, die Liebe in mir zu entdecken. Das war ein langer Weg, das kann ich schon mal vorweg nehmen. Da mussten viele „Schauspieler“ in mein Leben treten, die mir einen Spiegel vorzeigten.
Wenn ich in meiner Jugendzeit verlassen wurde, schmerzte es mich nicht nur ungemein, sondern zeigt mir „eigentlich“ auf, wo ICH MICH SELBST verlassen hatte oder wo ich mich selbst verleugnet hatte. Was tat ich nicht alles, um geliebt zu werden und sah nicht, wie sehr ich "eigentlich" vom Leben geliebt wurde, dass sich Wege trennten- was ich allerdings damals so noch nicht sehen konnte.
Stell dir doch mal vor, wir würden ewig und 3 Tage mit einem einzigen Menschen zusammen leben oder in einer einzigen Firma arbeiten. Nicht, das wir uns das nicht wünschen würden, weil es so bequem ist, weil wir alles in und auswendig kennen würden, hätten stets Kontrolle über alles, weil wir wissen, wie der andere "tickt". Doch es steckt ein Sinn dahinter, dass es anders kommen muss.
Ja, so wäre die Evolution auch nicht weiter gekommen, wenn sie sich mal bequem auf die Couch gesetzt hätte und gedacht hätte, ist doch alles gut so, wie es ist... das wäre doch voll langweilig, oder?
Nein, unser Schöpfer hat dafür gesorgt, dass wir alle sehr unterschiedlich sind und voneinander lernen können, um dann gemeinsam Großes erschaffen zu können- jeder bringt sich mit seinem Sein so ein, dass es passt. Und wenn es nicht passt, dann wird es eben mit anderen Menschen oder Lebenssituationen passend gemacht.
Meine Suche nach dem passenden Gegenstück verlief etwas holprig. Es bildete sich über die Jahre hinweg energetisch eine Schutzschicht um mich herum, die mich vor erneuten Unglücksfällen schützen sollte. Natürlich geschah das ganz unbewusst.
Irgendwann kam die Zeit, wo diese Schicht von Schmerz und Trauer weichen sollte, um der Liebe wieder eine reelle Chance zu bieten, durch mein Leben wirken zu können, damit mein inneres Licht wieder zum Leuchten kam und sichtbar wurde. Noch immer erkannte ich nicht den richtigen Weg und verlängerte damit meinen Heilungsprozess.
Ich glaube, ich habe im Laufe der Jahre durch dieses "Federnlassen" meine wahre Natur erkennen dürfen. Ich fühlte mich nackt durch den Verlust der Federn. Der Ursprung von den gescheiterten Liebesbeziehungen war wohl die Suche nach meinem Vater in jedem Mann. Oder dem glatten Gegenteil meines Vaters. Mein Vater trägt da keine Schuld, denn er musste beruflich unterwegs sein und konnte mir seine Liebe nicht oft in der Form zeigen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die kleine Uta hätte gerne einen Papa gehabt, der sie wie eine Prinzessin behandelt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest- ein Wunschtraum eben.
Die armen Männer konnten das natürlich gar nicht wuppen, denn das war nicht ihre Aufgabe, meinen Vater zu „ersetzen“. Es war meine Aufgabe, mich mit dem "Vaterthema" auseinander zu setzen und einen Mann in mein Leben zu ziehen, mit dem ich schöne Momente erleben kann und mit dem ich lernen kann, wie die Liebe wirklich funktioniert.
Es stellte sich mir die tiefe Frage, ob ich die Männer wirklich bedingungslos geliebt hatte, oder ob ich mir nicht selbst etwas vorgemacht hatte? War es doch immer das Gleiche- ich gebe dir Gutes und du gibst mir Gutes… ein Tauschgeschäft, was wenig mit bedingungsloser Liebe zu tun hat- es schwangen unbewusst immer Bedingungen mit ein.
Ich glaube, dass das Bild nach außen hin so geprägt wurde, dass man heiratet und Kinder bekommt und man dies und das tun muss, damit ein Familienleben funktioniert. Niemand hat es in Frage gestellt, ob das auch wirklich funktionsfähig und lebenstauglich ist. Wahre Liebe ist FREI und
freut sich darüber, wenn man sie gemeinsam genießen kann.
Diese Art der Liebe, die mit Bedingungen gespickt ist, hat sich über das ganze Land ausgebreitet und scheint jetzt auf den Prüfstand gestellt zu werden. Die kosmischen Energien sorgen jetzt dafür, dass sich jeder Mensch mit seinen Themen auseinander setzt und sich selbst mit seiner innewohnenden Größe entdecken kann.
Da kann es dann schon leicht sein, dass sich Menschen voneinander trennen, die nicht mehr zusammen gehören, um Platz zu machen, für die wahre Seelenliebe. Und die hat bekanntlich auch nichts mit körperlicher Liebe zu tun. Wer sich wirklich von Herzen liebt, wird zusammen bleiben- so hoffe ich es doch...
Ich durfte nach einer langen Zeit endlich erkennen, dass ich die LIEBE nur IN MIR finden kann. Sie war immer bereit, von mir gefunden zu werden. Sie war und ist meine stetige Begleiterin, wenn ich ihr erlaube, durch mich wirken zu dürfen.
Ich durfte in den letzten Jahren erkennen, wozu Liebe fähig ist, welche Türen sich wieder öffnen durften, die einst verschlossen schienen. Liebe ist wie ein Grundnahrungsmittel, das wir brauchen, um glücklich sein zu können. Durch meinen Beruf durfte ich feststellen, dass ich die Menschen liebe, vor allen Dingen, die etwas schwieriger sind. Mich mit meinem Herzen auf sie einzulassen war mein großes Glück, sie mit meiner spirituellen Sichtweise ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen, eine große Herausforderung für mich selbst.
Einen Menschen zu lieben heißt für mich, ihn so zu lassen, wie er/sie ist. Ihn oder sie nicht verändern zu wollen, damit er besser in mein Bild passt. Auch alte Menschen mit ihrer Sicht über das Leben so zu lassen, bot mir selbst Gelegenheit, loszulassen. Menschen treffen ihre eigenen Entscheidungen und müssen auch für die Folgen aufkommen. Ich kann mit gutem Beispiel vorangehen und jedem einen Weg zeigen, wie man mit seinem Herzen Lebenssituationen verändern kann, jedoch entscheidet letztendlich jeder für sich selbst und das ist auch gut so. Liebe bedeutet, freundlich zu sich selbst und seinem Umfeld zu sein. Ein geschenktes Lächeln für Fremde aufzubringen erzeugt in mir selbst Freude und lässt mein Herz ein wenig höher schlagen, wenn sie zurück lächeln. Ich habe jemandem mit meinem Lächeln gezeigt, dass ich ihn/sie gesehen habe, wahrgenommen habe. Auch das ist eine Art von Liebe.
Mein Ziel ist, so viel wie möglich an Liebe zu verschenken. Ich weiß, dass sie sich verdoppelt, wenn man sie freizügig verschenkt, ohne etwas dafür zurück zu erwarten.
Ich habe zu einer Liebe gefunden, die frei lässt und kein Besitz darstellt, sie darf frei fließen und jeden so lassen, wie er/sie ist. Auch ich lerne sie stets neu kennen und erkenne den Moment als Geschenk an, wenn ich sie in mir fühlen kann. Sie hat so viele verschiedene Gesichter, in die ich alle hineinschauen mag, weil sie so viele verschiedene Gefühle auslösen... Ich bin jetzt in der Lage, die romantische Liebe von der Seelenliebe unterscheiden zu können- beide haben ihre Daseinsberechtigung und beide durfte ich gleichberechtigt in mein Leben integrieren.
Die Liebe hat noch ein paar Schwestern und Brüder, die es mir ermöglicht haben, mich bewusst mit ihnen auseinander zu setzen, um eine tiefe Heilung erfahren zu dürfen …
Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch in der nächsten Folge erzählen werde:
Auf der Suche nach Heilung, Folge 3