Uta Herrmanngepostet am: 18 de mayo de 2023

Auf der Suche nach...

Teil 1: Schatzkarte des Lebens

Inspirierende Geschichte

Auf der Suche nach…
Ja, nach was suche ich eigentlich schon mein Leben lang? Ich kann es in einzelne Kategorien aufteilen, jedem ein Kapitel zuweisen und doch gehört alles zusammen. Man kann es nicht linear betrachten. Alles ist bereits da, so, als ob meine Geschichte schon längst geschrieben sei, obwohl manche Dinge in meinem Leben noch gar nicht geschehen sind.
 
Doch jemand in mir weiß Bescheid, dass das, was noch für mich bestimmt ist, kommen wird. Wann? Das wird sich zeigen. Das liegt am Leben selbst und an mir, wann ich dir Türe zu dem öffne, was da schon so lange auf mich wartet. Ich stelle mir eine große Türe vor, die sich mit jeder Erkenntnis einen Spalt weit öffnet und Licht zum Vorschein kommt. Mit jeder neuen Erkenntnis vollendet sich meine Schatzkarte- es können auch Puzzleteile sein, die sich zu einem Gesamtbild zusammen setzen. Welches Puzzleteil noch fehlt, ist eigentlich egal, weil es letztendlich darum geht, es zu vollenden.
 
Und wenn dieses eine Gesamtbild dann vollendet wurde, wird ein neues Bild geboren werden- das wird dann mein nächstes Leben werden…
 
Ich bin daher glücklich, dass ich noch ein bisschen an meinem großen Bild arbeiten darf. Ich nenne es heute mal die Schatzkarte meines Lebens. Ich stelle sie mir in einzelnen Regionen vor:
Berge, Wasserlandschaften, Spieglungen auf dem See, Steinlandschaften, Luft, Höhle, Häuser, Goldschätze.
 
Die Berge repräsentieren die Dinge, die ich in meinem Leben mit viel Mühe aufgebaut habe oder auch Hindernisse, die ich bewältigen konnte- ich hatte den Berg erklimmen können, hatte eine gute Aussicht von oben und stieg dann wieder ab, um meine gewonnene Sicht mit anderen teilen zu können.
 
Wasserlandschaften stehen bei mir für meine Gefühle, manchmal plätschern sie an der Oberfläche, manchmal geht es ganz tief nach unten- in die Unterseewelt.
 
Spiegelungen auf dem Wasser dienten mir, mich darin anzuschauen, mich ein Stück darin wiederzufinden. War das Wasser still, konnte ich mich darin erkennen. Formten sich Wellen auf dem Wasser oder stürmte sogar das Meer, konnte ich mich nicht mehr darin erkennen, ja es war unmöglich, ein Bild von mir zu erhaschen. Ich musste erst wieder in die Stille gehen, um der tobenden Wut in mir einen Ausgang zu gewähren. Wenn sich das Meer auftürmt, dann weiß ich mit Gewissheit, dass dieser Zustand nicht ewig dauert, genauso wie Ebbe und Flut. Beides ergänzt sich im Einklang. Beides hat eine gleichberechtigte Daseinserlaubnis und bringt erst durch seine Gegensätzlichkeit Spannung ins Leben.
 
Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich nur noch glücklich wäre, könnte ich diesen Moment dann noch so schätzen? Oder würde es mir nicht ein wenig langweilig werden? Ich glaube, dass es wichtig ist, alle Elemente des Lebens erleben zu können, denn sie geben in ihrer Gesamtheit ein homogenes Bild ab. Sich zu wünschen, ewig glücklich zu sein ist zwar menschlich, doch wohl unmöglich.
 
Das gibt es dann nur noch in einer anderen Welt, da, wo meine Seele geboren wurde. Mein wahres Zuhause, in das ich allerdings noch gar nicht zurück kehren möchte, weil ich mir des Geschenkes sehr bewusst bin, was ich nur als Mensch erleben kann. Ich sehe es als eine Art „Spiel“ an und wenn ich dieses mit mehr Leichtigkeit spielen kann, macht es auch viel mehr Spaß und Freude. Im letzten Moment meines gelebten Lebens werde ich in einem letzten Atemzug dankbar zurückblicken können. Mit Sicherheit werde ich ein Lächeln der Welt hinterlassen und meine Tochter und meine Lieblingsmenschen werden eine Träne des Glücks weinen können, weil sie wissen, dass ich gerne gelebt habe und das Leben ausgekostet habe, trotz vieler Widrigkeiten. Ich kann heute schon auf ein wundervolles und spannendes Leben voller wundersamer und heilvoller Geschichten zurückblicken, die ich euch nach und nach erzählen werden, wenn ihr mögt.
 
Felsen und Steine repräsentieren alle Herausforderungen in diesem Leben, die es gilt, in Liebe anzunehmen, denn letztendlich haben sie mich immer ein Stück mehr zu mir selbst gebracht. Jeder Fels und jeder Stein hat mich in meinem Sein geprägt und mir wahre Erkenntnisse über mich selbst liefern können.
 
Wie stellt man Luft in einer Schatzkarte bildlich dar? Klar, Wesen mit Flügeln… seien es Engelwesen, Vögel oder göttliche Augen?
 
Die Höhle ist für mich ein Rückzugsort und auch ein Sinnbild für die Schattenwelt. Von solchen Geschichten gibt es auch einiges zu erzählen.
 
Häuser stehen für bestimmte Orte des Glücks und stellvertretend für den eigenen Körper.
 
Es gibt nicht nur einen Goldschatz auf meiner Schatzkarte zu verzeichnen, du wirst sie verteilt auf der ganzen Karte vorfinden. Die Schätze repräsentieren meine Talente, Begabungen und Erfahrungen, die ich als Werkzeuge benutzen durfte. Sie sind hilfreiche Tools, um mein und andere Leben mit viel Farbe ausmalen zu können. Eines der schönsten Tools sind meine künstlerischen Begabungen, die ich in den letzten 15 Jahren mit viel Freude anwende. Das Malen ist für mich eine Ausdrucksform der Seele geworden, genauso wie das Schreiben, was mir hilft, mich in allem ehrlich reflektieren zu können.
 
Gold, Silber und Edelsteine bilden meinen großen Lebensschatz. Manch Edelstein dürfte mal wieder poliert werden, damit seine Strahlkraft wieder zum Ausdruck kommen kann. Manchmal darf ich mich darauf besinnen, wenn es mal wieder emotional ein wenig hoch und runter geht, dass ich meinen Lieblingsedelstein in meine Hände nehme und ihn mit meinem Herzen bestrahle. Die lichtvolle Energie meines Herzens kann allen Schmutz und Verkrustungen aus Verletzungen von diesem Edelstein aufbrechen. Jede Schicht, die sich im Laufe meines Lebens um diesen Stein gelegt hat, platzt auf und bringt wieder seine Schönheit zu Tage. Vielleicht ist mein innerer Stein ein Rubin, vielleicht aber auch ein Diamant, der mit seiner weißen Farbe noch ein paar Einschlüsse aufzeigt- er ist noch nicht lupenrein, doch ich arbeite daran. Die letzten kleinen Einschlüsse können mit Vergebung aufgelöst werden.
 
Es war von je her mein Anliegen, Frieden in die Welt nach draußen zu bringen und wusste insgeheim, dass das nur von innen heraus geschehen kann. Ich kann im Außen keinen Frieden stiften, wenn es IN MIR noch tobt. Mein See muss still in mir ruhen, der Schnee auf meinen Bergen glitzert in 1000 verschiedenen Farben und die Felsformationen werfen ein Bild von Licht und Schatten ins Tal hinab. Im Tal blühen Blumen, die ihren Duft weit versprühen und Bienen, Schmetterlinge und Vögel anziehen und für Wachstum sorgen. Die Bäume vereinen sich unter der Erde mit ihrem Wurzelwerk und sorgen für reine Luft und für Nahrung der Tierwelt und des kleinen Volkes und natürlich auch für uns Menschen. Erst wenn diese innere Welt in mir bewusst entstanden ist, kann ich Frieden im Außen erschaffen.
 
Und nun kann meine Reise zu den einzelnen Schatzkartenlandschaften beginnen. Mich begleitet eine angenehme, friedliche Meditationsmusik, mit leisen plätschernden Tönen, die meinen Wasserhaushalt von innen her bewegen, umgeben von leichten, klaren Klavierresonanzen, die von sphärischen Frequenzen untermalt werden- während dessen ich nun die Schatztruhe öffne und dankbar ein Auge auf so viele schöne und traurige Ereignisse werfen kann, die in ihrer Gesamtheit beeindruckend und noch vielversprechend für meine Zukunft sind... ich schaue sie alle mit LIEBE an...

Fortsetzung folgt mit: "Auf der Suche nach Liebe"

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