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Anita Maasgepostet am: 16 de marzo de 2023

Respektvoller Umgang mit Lebensmitteln

Jede Mahlzeit ist ein Geschenk

Inspirierendes Wissen

Wie oft essen wir eher unbewusst und nehmen eine Mahlzeit zu uns, ohne wirklich präsent zu sein? Dabei kann die Zeit, die wir mit Essen verbringen, so wunderbare und kostbar sein. Essen ist eben mehr als die pure Nahrungsaufnahme. Unsere Nahrung ist ein Geschenk. Thich Nhat Hanh, der vietnamesische Mönch, hat über das Essen fünf Betrachtungen geschrieben, in denen er erläutert, wie wertvoll uns unsere Nahrung sein sollte. Unter anderem spricht er davon, wie sehr wir das Essen und unsere Haltung dazu achten dürfen. 

Die Erde, der Himmel und andere Lebewesen machen uns dieses Geschenk und viel Liebe und Mühe steckt in dem, was wir essen. Genau deshalb sollten wir achtsam und vor allem auch dankbar essen, um uns dieses Geschenks als würdig zu erweisen. Unsere Dankbarkeit unserer Nahrung gegenüber können wir auch ausdrücken, indem wir maßvoll essen. Gleichzeitig dürfen wir uns mit unseren Ernährungsgewohnheiten daran orientieren, dass wir das Leiden der Lebewesen verringern und uns darum bemühen mit unserem Essverhalten den Planeten auch für die Generationen nach uns zu bewahren.

Das Tischgebet

Ob wir allein oder in Gemeinschaft von Familie oder Freunden essen: immer können wir dabei eine Grundhaltung der Dankbarkeit annehmen. Vielleicht nehmen wir uns vor dem Essen einen Moment Zeit, um Danke dafür zu sagen, dass wir eine Mahlzeit zu uns nehmen können. Für viele Menschen auf unserem Planeten ist das nicht selbstverständlich.

In Form von einem (Tisch)Gebet brachten bereits unsere Vorfahren über lange Zeiten ein Symbol der Dankbarkeit dar. Man dankte dem Schöpfer dafür, dass man genug zu essen hatte und nicht hungrig einschlafen musste.

Noch vor wenigen Jahrzehnten kam in vielen Familien ein Teil der Nahrung direkt aus dem Garten und die Menschen wussten, wie viel Zeit und Arbeit in jeder Pflanze steckte. Man war dankbar für eine gute Ernte, denn man wusste, wie schnell ein Sturm oder zu viel oder zu wenig Regen die Erträge aus Feldern und Gärten zerstören konnte.

Auch nachdem wir gegessen haben, dürfen wir dankbar sein, für das Glück satt sein zu können. Unsere Lebensmittel sind wortwörtlich dafür da, uns am Leben zu erhalten. Wir nehmen Leben durch sie in uns auf. Sie schenken uns die Kraft für all das, was wir in unserem Leben erschaffen wollen.

Tischgebet:

Wir sagen Dank für diese Gaben.
Dank, dass wir zu essen haben.
Dank für Regen, Sonnenschein,
durch die Leben kann gedeihen.
Dank fürs Ernteglück vom Feld.
Dank für diese schöne Welt.
Mit Genuss wollen wir essen
und die Freude nicht vergessen.

Auszug aus dem Maas Magazin No. 22 DANKBARKEIT von Christine Sinnwell-Backes

Foto: Foto von <a href="https://unsplash.com/ko/@pablomerchanm?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Pablo Merchán Montes</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/Orz90t6o0e4?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>

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Kommentare (1)

Ehemaliges Mitglied22/6/2023
Tischgebet Brief an meine Töchter zur Erstkommunion 2020 "Früher, als ich klein war, haben wir immer vor dem Mittagessen gebetet, z.B. "Lieber Gott, sei unser Gast und segne was du uns bescheret hast. Amen". Das hat man einfach so vor sich her gesagt, ohne groß darüber nachzudenken. Heute dankt man Gott nicht mehr für das tägliche Brot. Es ist vollkommen aus der Mode gekommen, vor dem Essen zu beten, vielleicht, weil wir immer genug zu essen haben und nie Not leiden mussten. Heute gibt es zwar auch noch Sprüche, die man vor dem Essen sagt, z.B. "piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb" oder der Spruch mit den Elefanten, die sich gut kannten. Doch das ist nicht das Gleiche. Wie komme ich jetzt darauf? In der Umwelt-Enzyklika "Laudato si" unseres Papstes Franziskus lädt er dazu ein, die Gewohnheit des Tischgebets wieder aufzunehmen, und schreibt : "Dieser Moment des Segensspruchs erinnert uns, selbst wenn er ganz kurz ist, an unsere Abhängigkeit von Gott für unser Leben, unterstützt unser Empfinden der Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung, erkennt jene an, die mit ihrer Arbeit diese Güter besorgen, und stärkt die Solidarität mit denen, die am meisten bedürftig sind." Der Dalai Lama schreibt in seinem Klima-Appell, dass schon ab dem Kindergarten mehr Unterricht in Herzensbildung, mehr soziales, emotionales und ethisches Lernen erfolgen muss, da die moderne Ausbildung zu wenig innere Werte beachtet. Ich finde, gerade wo die Enkel nach und nach mit zur 1. heiligen Kommunion gehen werden, ist jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, mit einem regelmäßigen Tischgebet anzufangen. Aber auch unabhängig von der Religion kann man mit einem Dankspruch vor dem Essen seine Verbundenheit und sein Mitgefühl mit der Natur und den Menschen stärken. Dabei muss man nicht unbedingt Gott danken, sondern man könnte jeden Tag jemand anderem danken, der Sonne, dem Regen, dem Ackerboden, dem Bäcker, dem Bauern, den Bienen, dem Wasser, der Luft usw.. Dann wird es auch nicht so eintönig und abgenutzt und zur Routine, sondern es regt jeden Tag neu dazu an, sich Gedanken zu machen und sein soziales, emotionales und ethisches Ich zu entwickeln. Die Kinder könnten jeden Tag selbst überlegen, wer oder was dazu beiträgt, dass es ihnen gut geht, dass sie etwas anzuziehen oder zu Essen haben usw. Die Verbundenheit mit der Natur zeigt sich nicht nur darin, dass man gern spazieren geht oder im Garten arbeitet. Es ist die Erkenntnis und das Bewusstsein, dass man ein Teil der Natur ist und ohne die Natur nicht überlebensfähig ist. Und aus diesem Grund die Natur nicht schädigt. Vielleicht kann man durch Tischgebete dieses Bewusstsein fördern."

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