Marlene E. Kunoldgepostet am: 29 de septiembre de 2024

22 erstaunliche Fakten über deinen Darm

Was geschieht eigentlich in der Zauberküche des Darms?

Inspirierendes Wissen

1.    Der Darm ist die größte Kontaktfläche des Körpers mit dem Außen.
 
2.     Der Darm ist unser „inneres Außen“. Der Tunnel, der durch unseren Körper führt, beginnt im Mund und endet am Darmausgang.
 
3.     Der Dünndarm ist 2 bis 3 Meter lang und liegt in vielen Schlingen im Bauchraum. Die Dünndarmwand ist von den Darmzotten gesäumt, die ihre Oberfläche noch einmal vergrößern.
 
4.     Die gesamte Darmoberfläche beträgt dadurch 400-500 Quadratmeter. In den etwa 4 Millionen Zotten werden die Nährstoffe in Blut und Lymphe aufgenommen.
 
5.     Der Dickdarm ist ein bis anderthalb Meter lang und umschlingt wie ein Rahmen die darin liegenden Windungen des Dünndarms. Der Blinddarm ist nur etwa 6 bis 8 Zentimeter lang, sein Wurmfortsatz ist nicht länger als ein bis zwei Zentimeter, der Mastdarm ungefähr 16 Zentimeter.
 
6.     Ein gesundes Mikrobiom wiegt etwa 1,5 Kg und besteht aus mehr als hundert Billionen Bakterien. Diese ca. 100 Billionen (!) Keime, Bakterien können in weit über 500 Species und Unterspecies unterschieden werden.
 
7.     Das Mikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck.
 
8.     100 Billionen Keime sind ungefähr 10mal mehr, als der Mensch überhaupt eigene Zellen besitzt.
 
9.     Früher schätzte man dieses Verhältnis der Bakterien zu Körperzellen auf 10:1, heute ist es auf 1:1 geschrumpft, weil das Mikrobiom in den letzten 4 Generationen durch Antibiotika, Stress, Toxine und Medikamente stark dezimiert wurde.
 
10.Die Mikrobiota der Dünndarmschleimhaut unterscheidet sich sehr von der Fäkal-Mikrobiota des Dickdarms sowohl in Zusammensetzung als auch Funktion.
 
11.Im Dünndarm werden vielfältige, lebenswichtige Substanzen gebildet, die den gesamten Organismus versorgen.
 
12.Im Dickdarm findet „lediglich“ die Verwertung der Stoffwechselendprodukte aus Nahrungsresten statt.
 
13.Mehr als 100 Millionen Nervenzellen befinden sich im Darm. Man nennt ihn daher auch zweites Gehirn.
 
14.Der Darm und sein Mikrobiom können direkt mit dem zentralen Nervensystem und somit mit dem Gehirn kommunizieren. Dieses Kommunikationssystem nennt man Darm-Hirn-Achse.
 
15.Die Darm-Hirn-Achse, also die Verbindung von Darm und Gehirn, läuft auf unterschiedlichen Wegen, vor allem aber über den Vagusnerv. Auf dieser „Autobahn“, die die beiden Organe neuronal miteinander vernetzt, kommunizieren Darm und Hirn mithilfe verschiedener Botenstoffe, wie. z. B. Hormone und kurzkettige Fettsäuren.
 
16.Der Informationsaustausch verläuft in beide Richtungen. Etwa 90 % der Kommunikation bzw. der Nervenbahnen gehen dabei jedoch vom Darm aus Richtung Gehirn. Nur 10% Steuerung kommen aus dem Gehirn im Darm an und regeln beispielsweise die Sekretion der Verdauungssäfte.
 
17.Der Darm beeinflusst also die Psyche stärker als umgekehrt. Er steuert, ob wir Appetit haben oder satt sind, er kann das Lernen verbessern und die Stimmung negativ wie positiv beeinflussen.
 
18.Dauerstress, Ängste oder familiäre Konflikte sind Faktoren, die das Darmmikrobiom beeinflussen, drastisch reduzieren und dauerhaft verändern.
 
19.Verdauungsstörungen, entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut und Abnahme der Mikrobiota können psychische Störungen wie bipolare Störungen, Panikattacken und Depressionen auslösen.
 
20.Schlafmangel, unregelmäßige Schlafmuster (z. B. bei Schichtarbeit) können das Mikrobiom schädigen, verändern und reduzieren.
 
21.Chronische Infektionen und andere chronische Prozesse, wie entzündliche Darmerkrankungen, können das Gleichgewicht und die gesunden Funktionen des Mikrobioms direkt schädigen.
 
22.Entzündlich-rheumatische Schmerzerkrankungen, sowie auch Allergien und Autoimmungeschehen werden aus einem gestörten Mikrobiom gespeist.

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