Karin Neumeyergepostet am: 20 de marzo de 2024

Ostara

Die Frühlingstag- und Nachtgleiche

Inspirierendes Wissen

"Weiche, Winter, weiche!
Mit der Tag- und Nachtgleiche ist der Frühling da.
Schön, wenn er keine Ende fände,
doch mit der Sommersonnenwende geht voran das Jahr."
 

Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Festes "Ostara" die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:

In der Nacht vom 20. auf den 21. März findet jährlich die Tag- und Nachtgleiche und der Frühlingsbeginn statt.
Ein sehr wichtiger Punkt im Jahreskreis, an dem wir ein magisches Gleichgewicht erleben.
Die Altvorderen nannten dieses Fest Ostara.

Der Tag und die Nacht ziehen gleich lang. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen den Kräften des Lichts und der Dunkelheit. Die Frühlingsgöttin wandelt über's Land und überall dort, wo sie die Erde mit ihren Füßen berührt, sprießen und blühen die Frühlingsblumen.

Die Sonne hat nun endgültig den Sieg über die Dunkelheit des Winters errungen und die Pflanzen, die zu Imbolc noch im Schoß der Mutter Erde schlummerten, sprießen nun bereits kraftvoll aus dem Boden. Was zu Imbolc vorbereitet wurde, das wird nun mit konkreten Maßnahmen realisiert und umgesetzt.

Ostara erinnert uns an das Miteinander. Gemeinsam gehen wir mit dem Zyklus der Natur, drehen uns mit dem Rad des Lebens.
Tag und Nacht, männlich und weiblich, hell und dunkel, Licht und Schatten, Trauer und Freude, Saat und Ernte... alles hat seine Zeit und seine Ordnung.
Ostara ist die Zeit des Gleichgewichts und der Balance, denn alle Pole, aus denen das Leben seine Kraft bezieht, sind an diesem Punkt ausgeglichen.

Die Wurzel des Namens Ostara liegt zum einen in der Himmelsrichtung Osten, in der die Sonne aufgeht und somit jeder neue Tag beginnt. Zum anderen leitet sich das Wort
von der germanischen Frühlingsgöttin Eostre ab.
Es ist naheliegend, dass Eostre | Ostara keine eigenständige Göttin ist, sondern der Name einer anderen Gottheit, die unsere vorchristlichen Ahnen zur Zeit des Frühlings verehrten. Sozusagen ein zeitlich begrenzter Aspekt einer bekannteren Gottheit. Bei den Germanen wäre dies Freyja, die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings.
Bei den Kelten wäre dies Brigid, die Birkengöttin, die Herrscherin über den Neubeginn, die im Frühling verehrt und gefeiert wurde.

Im Jahreskreis, im großen Zyklus des Lebens von Werden und Vergehen, ist dieser Tag ein Tag der Freude, denn es ist der Übergang ins Licht.
Ostara ist erfüllt von der ungestümen Kraft der Jugend und des Anfangs, denn verspielt und leidenschaftlich tanzt nun die Frühlingsgöttin mit dem jungen Sonnenkönig über die blühenden Wiesen.
Der Sonnenkönig, der zu Yule als Sonnenkin wiedergeboren wurde, ist nun zu einem stattlichen jungen Mann herangewachsen. Zu Ostara tritt er aus der Unterwelt hervor, verlässt die dunkle Hälfte des Jahresrades und tritt ins Licht.
Die Frühlingsgöttin überreicht dem Sonnenkönig einen Granatapfel als Zeichen seiner Herrschaft.
Die blutroten Samen erinnern ihn daran, dass er aus dem Schoß der Großen Göttin, der heiligen Mutter Erde, gekommen ist, und auch wieder dorthin zurückkehren wird.

Das Osterei

Das Ei enthält das gesamte Potenzial, ist voller Versprechen und neuen Lebens. Es symbolisiert die Wiedergeburt der Natur, die Fruchtbarkeit der Erde und der gesamten Schöpfung. In vielen Traditionen ist das Ei ein Symbol für das gesamte Universum. Das kosmische Ei enthält ein Gleichgewicht zwischen Mann und Frau, hell und dunkel, im Eigelb und Eiweiß. Die goldene Kugel des Eigelbs stellt den von dem weißen Aspekt der Großen Göttin umhüllten Sonnengott dar, ein perfektes Gleichgewicht. Daher ist es besonders fü die Tag- und Nachtgleiche im Frühling geeignet, wenn für einen Moment alles im Gleichgewicht ist, obwohl die zugrunde liegende Energie Wachstum und Expansion ist.

Der Osterhase

Der Hase ist das Tier, das nach dem Winter sehr früh und sehr zahlreich seine Jungen bekommt und damit pure Lebens- und Zeugungskraft symbolisiert.
Hasen werden auch als Boten und Geheimnisträger gesehen, denn die langen Ohren sind nicht nur Antennen zum Kosmos, sie verleihen die Fähigkeiten alles zu hören. Der Hase hört also alles, aber er sagt nichts, vor allem sagt er nichts weiter. Bis heute hat sich diese Überzeugung in einer Redewendung erhalten:
"Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts."
Wer also einem Hasen ein Geheimnis anvertraut, der weiß es in Sicherheit.

🐇☀️🐣

Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch

Wir haben auf der LivingEarth einen eigenen Kurs zu den Jahreskreisfesten für euch entwickelt - du findest ihn hier: /de/akademie/kurs/deine-reise-durch-die-8-jahreskreisfeste

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