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Franz-Josef U.gepostet am: 05 de junio de 2023

EIN GANZHEITLICH NACHHALTIGER LEBENSSTIL

Unser Lebensstil in Deutschland benötigt drei Erden. Eine Katastrophe für unsere lebende Erde.

Do it yourself

Da der Lebensstil der Menschen in den Industrieländern einen hohen ökologischen Fußabdruck hinterlässt, müssen wir einen ganzheitlich nachhaltigen Lebensstil anstreben, also durch unseren Konsum und unser Verhalten unsere Lebensgrundlagen Luft (Klima), Wasser, Böden und die Natur nicht weiter schädigen sondern diese wieder regenerieren / heilen, damit nachfolgende Generationen nicht unter unserem heutigen Konsum-Verhalten leiden müssen.

 

Wir müssen unseren nicht nachhaltigen, energieintensiven, Müll produzierenden, Ressourcen verschwendenden und Natur zerstörenden Konsum senken.

 

Ganzheitlich nachhaltiger Lebensstil bedeutet, nicht nur einen sondern möglichst viele der unten genannten Punkte zu beachten.

 

Es ist beispielsweise nicht zielführend, vegan zu essen oder Müll zu vermeiden aber einen SUV zu fahren, zu fliegen oder eine Kreuzfahrt zu unternehmen.

 

 

Ich habe für mich einmal gesammelt, was alles zu einem nachhaltigen Lebensstil beiträgt. Dabei ist diese Liste, die ich auch noch weiter Schritt für Schritt abarbeiten muss, herausgekommen:

 

          -------------------------------------------------------------------------------

 

- Konsum senken / Suffizienz (Genügsamkeit)

weniger bzw. nicht Fliegen, weniger oder kein/e Fleisch/Wurst, weniger oder kein  Auto fahren, weniger/kürzer Duschen, kleinere Wohnung, etc.

 

- Werbung verringern / ignorieren

Werbemails abbestellen, Briefkastenaufkleber „Bitte keine Werbung“

 

- nachhaltig einkaufen

saisonal, regional, fair, biologisch, plastikfrei, unverpackt, recycelte Produkte

 

- regional produzieren

Transportwege vermeiden, Resilienz der Region stärken

 

- Erdöl und Erdgas meiden

z.B. regional kaufen, Transporte vermeiden, Fahrrad oder ÖPNV nutzen, kein Kunstdünger, Dämmen mit Baustoffen aus der Natur (z.B. Lehm, Hanfkalk)

 

- Heizung und Strom auf erneuerbare Energien umstellen

 

- erneuerbare Energien regional oder selbst produzieren

eigene PV- oder Solarthermie-Anlage, Bürgerenergie, Balkonkraftwerk, Energiegenossenschaften

 

- weniger Strom verbrauchen

 z.B. Stromspartipps bei co2online

 

- Plastik und Erdölprodukte meiden

Verzicht auf Produkte aus Plastik, in Plastikverpackung bzw. mit Mikroplastik, Kleidung aus Synthetik meiden; Alternativen zu Erdölprodukten z.B. auf:

https://utopia.de/ratgeber/erdoelprodukte-und-bessere-alternativen/

aber Achtung z.B. bei Baumwolle:

https://www.baumwoll-seite.de/Baumwolle/aralsee.html

 

- chemische Produkte meiden

Chemie in Haushaltsreinigern, Toilettenreinigern, Medikamenten etc.

Tipps:

www.bund.net/themen/chemie/chemie-im-haushalt/top-10-verbrauchertipps

 

- Wasser nicht verschmutzen, Wasser sparen, (Regen-)Wasser sammeln und speichern

z.B. Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft, keine Medikamente über die Toilette entsorgen, Zisternen, Produkte mit hohem Wasserfußabdruck meiden

 

- weniger Müll produzieren

z.B. nicht immer das neuste Handy etc.; erst etwas Neues kaufen, wenn etwas Altes kaputt und nicht mehr zu reparieren ist, Wurmkiste oder Kompost für rohe Gemüse- und Obstabfälle, keine Kaffee-Kapseln, Slow-Fashion statt Fast-Fashion, kein Einweggeschirr/Einweg-ToGo-Becher sondern Mehrwegsysteme beim Außerhausverkauf, keine Lebensmittelverschwendung, kein Fast-Furniture/Billigmöbel,

siehe auch: utopia.de/ratgeber/gegen-die-wegwerfgesellschaft-das-hilft

 

- weniger Papier und Papierprodukte benutzen

Papier- und Einweg-Hygieneartikel reduzieren, Stoff- statt Papiertaschen-tücher, Menstruationstasse statt Binden, Po-Dusche statt Toilettenpapier, Recyclingpapier, auf Küchenrollen verzichten,

 

- gesünder leben (Ernährung/Bewegung)

dadurch weniger: Medikamente, Chemie, Umweltbelastung, Krankheitskosten, Energieverbrauch

 

- Gemüse und Obst selbst anbauen

Kleingarten, Balkon, SoLaWi

 

- leihen, tauschen oder verschenken

siehe auch: Konsumpyramide

 

- Gegenstände gemeinsam nutzen

z.B. Rasenmäher, Waschmaschine, Auto

 

- selbst, gemeinsam oder für mehrere kochen

kein fast-food, keine Fertiggerichte, keine Tütensoßen/-suppen, in Kitas und Schulen gemeinsam gärtnern und das selbst Geerntete essen, etc.

 

- regenerative Landwirtschaft und giftfreie Gärten

Umstellung auf Bio, Permakultur, Agro-Forstwirtschaft, syntropische Landwirtschaft, Regenwümer, Weidetierhaltung statt Massentierhaltung, Humusaufbau, Kompost, Bokashi, Terra Preta, effektive Mikroorganismen EM, mit natürlichen Methoden Schädlinge fern halten (z.B. push-pull), minimale Bodenbearbeitung, kein Kunstdünger und keine Pestizide, kein Glyphosat etc., Agro-Photovoltaik, FNMR-Methode (Tony Rinaudo), holistisches Weidemanagement (Allan Savory), nur samenfestes Saatgut, keine Genmanipulation/CRISPR

 

- Bäume pflanzen oder Baumpflanzaktionen unterstützen

z.B. https://be-the-change.de/baeume-fuer-den-wandel/

oder https://janegoodall.at/patenschaften/baumpatenschaft/

 

- natürlichen Lösungen den Vorzug vor technischen Lösungen geben

Technische Lösungen von heute können die Probleme von morgen sein.

Technische Lösungen von gestern sind die Probleme von heute,

z.B. Atomkraftwerke, Otto-Motor

 

- keine Kriege führen / sich für Frieden einsetzen

 

- Einsicht in die Verbundenheit mit Allem und der Geschwisterlichkeit mit allen Menschen

 

          -------------------------------------------------------------------------------

 

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Ich möchte nur einen Überblick geben und zeigen, wie komplex und dringlich das Thema „nachhaltig leben“ ist. Wem noch was dazu einfällt kann das gerne in die Kommentare setzen.

 

Es gibt keine Alternative zu einem ganzheitlich nachhaltigen Lebensstil. Unser jetziger Lebensstil führt unweigerlich zum Kollaps der Ökosysteme, zur Verkümmerung unserer Lebensgrundlagen und damit dem Ende der Menschheit.

 

Es reicht auch nicht, wenn jeder für sich seinen Lebensstil ändert. Es müssen alle mitmachen: Unternehmen, Organisationen, öffentliche Hand. Dabei sind reiche Menschen mehr in der Verantwortung, weil sie mit ihrem Lebensstil (Privatjets, Yachten, Raketen usw.) einen weitaus größeren Anteil an der Mitweltzerstörung haben. Arme Mitmenschen können sich aber nicht ganz aus der Verantwortung ziehen. Auch sie können beispielsweise darauf achten, Strom abzuschalten, wenn er nicht gebraucht wird oder Zigarettenkippen nicht achtlos wegzuwerfen.

 

Nachhaltig leben wird oft mit Verzicht gleichgesetzt. Wenn man jedoch bedenkt, was wir bei einem weiter so alles verlieren und welche positiven Auswirkungen eine manchmal nicht so bequeme Alternative hat, gibt es nur die Entscheidung für Nachhaltigkeit.

 

Eine Verhaltensänderung zu einem nachhaltigen Lebensstil wirkt sich auch meist auf mehrere Probleme positiv aus.

 

So hat z.B. eine Umstellung der Landwirtschaft auf Ökolandbau direkten Einfluss auf mindestens sechs der neun planetaren Grenzen (Klimawandel, Stickstoffkreislauf, Artenvielfalt, Landnutzungsänderung, Süßwassernutzung, Einbringung neuartiger Substanzen). Und auch auf die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN und deren 169 Unterziele (SDG's) hat die Landwirtschaft eine übergreifende Rolle. So hat sie z.B. Einfluss auf:

 SDG 2, SDG 2.4, SDG 3, SDG 3.9, SDG 6.3, SDG 13, SDG 14.1 und SDG 15

Die Texte dazu gibt es hier:

https://www.globaleslernen.de/sites/default/files/files/pages/broschuere_sdg_unterziele_2019_web.pdf

 

 

 

Wie dringlich ein ganzheitlich nachhaltiger Lebensstil ist zeigen auch diese Berichte:

 

Der Erdüberlastungstag in Deutschland war in 2023 bereits am 4. Mai.

https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Deutscher-Erdueberlastungstag-Natuerliche-Ressourcen-fuer-2023-aufgebraucht-_600655_1.html

 

Planetare Grenzen in vielen Teilen überschritten: Die Erde ist überlastet (02.06.2023)

https://www.trendsderzukunft.de/planetare-grenzen-in-vielen-teilen-ueberschritten-die-erde-ist-ueberlastet/

 

Update planetare Grenzen: Grenze für Süßwasser überschritten (30.04.2022)

https://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/planetare-grenzen-grenze-fuer-suesswasser-ueberschritten/

 

Umweltverschmutzung durch Chemikalien und Plastik hat die Belastungsgrenzen des Planeten überschritten (04.02.2022)

https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/umweltverschmutzung-durch-chemikalien-und-plastik-hat-die-belastungsgrenzen-des-planeten-ueberschritten/

 

Plastik fällt vom Himmel (28.05.2023)

https://www.trendsderzukunft.de/wettervorhersage-mit-ergaenzung-wie-viel-plastik-faellt-morgen-vom-himmel/

Sponsor:innen dieser Lösung

Werde die/der Erste, die/der diese Lösung sponsert und so die Arbeit dahinter wertschätzt.

Kommentare (2)

Ehemaliges Mitglied21/5/2024
Mir fällt noch ein Plastik mehrfach verwenden wenn möglich z.B. die Tüte vom Klopapier als Müllbeutel. Statt Popodusche ev. Waschlappen (kein Plastik, aber ist geschmackssache), Leitungswasser oder Quellwasser trinken -> kein Plastik, kein oder wenig Transport. Viel in die Natur gehen und Wildobst+Wildgemüse sammeln (Giersch, Brennessel, Löwenzahn, Schlehen, Hagebutten etc.) Viele Grüße Rabea
Ehemaliges Mitglied2/2/2025
SuffizienzCheck: „Lassen Sie sich inspirieren bei Ihrer Ernährung, beim Reisen und Wohnen weniger, anders oder gemeinschaftlich zu konsumieren.“ https://flyingless.de/suffizienzcheck/de/

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