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Samanda Zoblgepostet am: 09 de septiembre de 2025

Leinsamengel selbst herstellen

Ein Alleskönner für Haut, Haar und Gesundheit

Do it yourself

Haarpflege, Hautpflege, Hairstyling-Produkt? Gesund? Selbst herstellbar? Mit nur einer Zutat? 

Das klingt fast zu gut um wahr zu sein! 

Nur, dass es das nicht ist ;) 

In dieser Lösung geht es um Leinsamengel. 

Leinsamen gehören zu den Naturprodukten, die schon seit Jahrhunderten auf die verschiedensten Arten in Verwendung sind. Sie kommen in der Küche, in der Naturheilkunde und in der Kosmetik zum Einsatz - und sind in jedem dieser Bereiche richtig geil zum Verwenden. In dieser Lösung widmen wir uns dem Leinsamengel, ein Produkt aus Leinsamen. 

Leinsamengel ist ein Gel, dass du für viele verschiedene Zwecke verwenden kannst. Du kannst es als Hautpflege verwenden, als Haarpflege und als verdauungsförderndes Mittel.

Dieses Leinsamengel kannst du ganz einfach aus Wasser und den Samen herstellen, und erfährt grad über YouTube und die sozialen Medien einen Hype. Aber was hat es damit genau auf sich, und wie nutzt man es optimal für Haare, Haut und Gesundheit? 

Genau damit befassen wir uns jetzt. 

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Leinsamen

Leinsamen sind kleine Kraftpakete. In ihrem Inneren stecken:

Schleimstoffe (Polysaccharide/Mucilage) – wasserlösliche Ballaststoffe. Sie quellen auf und bilden ein schützendes Gel. 

Omega-3-Fettsäuren (α-Linolensäure) – wertvolle pflanzliche Fette, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. 

Lignane – sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer und hormonregulierender Funktion.

Proteine & Aminosäuren – Bausteine für Haare, Haut und Zellen.

Mineralstoffe – u. a. Magnesium, Kalium und Zink, die für Energie, für das Wachstum deiner Haare und für eine optimale Versorgung deines Körpers notwendig sind. 

Wirkung nach Inhaltsstoffen - was passiert weswegen? 

Schleimstoffe – Die für die Feuchtigkeit 

Für die Haare: Legen sich wie ein sanfter Film um jedes Haar, speichern Feuchtigkeit und glätten die Schuppenschicht. Das Ergebnis: weniger Frizz, mehr Glanz und natürliche Definition – besonders bei Locken.

Für die Gesundheit: Bilden im Verdauungstrakt einen schützenden Schleimfilm, lindern Reizungen bei Gastritis oder Reflux, regulieren die Verdauung und tragen zur Senkung von Blutzucker- und Cholesterinspiegel bei.

Omega-3-Fettsäuren – Die für die Geschmeidigkeit 

Für die Haare: Versorgen Kopfhaut und Haarwurzeln mit pflegenden Lipiden, fördern die Elastizität und beugen Brüchigkeit vor.

Für die Gesundheit: Entzündungshemmend, wichtig für Herz-Kreislauf-System, Gehirn und Nervenzellen.

Lignane – Die für den Schutz 

Für die Haare: Wirken antioxidativ, schützen vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung und Schadstoffen.

Für die Gesundheit: Stärken das hormonelle Gleichgewicht, wirken antioxidativ und können präventiv gegen hormonabhängige Erkrankungen unterstützen.

Proteine & Aminosäuren – Die für die Regeneration 

Für die Haare: Unterstützen die Haarstruktur, machen brüchiges Haar stärker und widerstandsfähiger.

Für die Gesundheit: Liefern Bausteine für Zellen, Muskeln und Enzyme, fördern Regeneration und Energie.

Mineralstoffe – Die, die alles verbinden 

Für die Haare: Zink und Magnesium sind wichtige Faktoren für gesunde Haarfollikel und kräftigen Wuchs.

Für die Gesundheit: Sorgen für Energieproduktion, Elektrolyt-Balance und Knochenstärke.

Herstellung von Leinsamengel

Wow, solche Alleskönner! Und wie kommt man jetzt daran ran, an diesen gelartigen Alleskönner? 😉 

Das ist fast das Schönste an der ganzen Sache - wie einfach man es herstellen kann. 

Es gibt verschiedene Abstufungen in der Herstellungsweise, von ganz ganz simple bis optimiert. Du kannst alle diese Abstufungen hier jetzt lesen, entscheiden welche dir am Besten gefällt - und gleich loslegen. 

Die allereinfachste Version 

Die allereinfachste ist wirklich die allereinfachste: alles, was du tust, ist Wasser und Leinsamen vermischen und es dann in den Kühlschrank stellen. 

Vermische in einem sauberen Schraubglas 3-4 Esslöffel Leinsamen (Einfachheits-Tipp: Durch Schütteln des Glases) 

Stelle das Glas in den Kühlschrank und warte zwei Tage. 

Nach zwei Tagen ist das Wasser des Glases deutlich undurchsichtiger geworden und du kannst es mit einem sauberen Löffel aus dem Glas entnehmen und verwenden. 

Diese Version ist wirklich die allereinfachste, denn du kannst mit null Aufwand nach zwei Tagen das Gel verwenden. Die Vorteile sind die Geschwindigkeit und die milde Extraktion der Inhaltsstoffe. Ein Nachteil ist, dass das Gel weniger Gel-artig ist und weniger stark wirkt. 

Die Basic-Version 

Die Basis-Version ist die Version an die sich die meisten Menschen halten. Es ist einfach genug es zwischen durch zu machen, und hat im Vergleich zur allereinfachsten Version noch ein paar unschlagbare Vorteile. 

3–4 Esslöffel ganze Leinsamen mit 500 ml Wasser in einen Topf geben.

Kurz aufkochen, dann 5–7 Minuten leicht köcheln lassen und regelmäßig rühren.

Die Flüssigkeit zu Gel kochen. Dass das Gel gel-artiger wird erkennst du, wenn du mit einem Löffel in das Gel eintauchst und beim Herausziehen am Löffel einen Faden zieht. Auch die Gelierprobe ist eine Möglichkeit den Zustand festzustellen. Dieser Schritt ist ein Punkt, an dem du dir aussuchen kannst, wie du die Konsistenz deines Gels haben möchtest. 

Durch ein feinmaschiges Sieb oder Tuch filtern. 

In ein sauberes Glas füllen und abkühlen lassen.

Im Kühlschrank lagern, immer mit einem sauberen Löffel Mengen entnehmen und innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Die optimierte Version 

Die optimierte Version ist für alle unter uns, die aus den alltäglichen Dingen gerne das Beste herausholen - aus der Liebe zum Detail heraus. Are you ready for the ride? 😉

25 g nur leicht angequetschte Leinsamen mit 400 ml destilliertem Wasser aufkochen, dann bei 85–90 °C etwa 6 Minuten köcheln lassen.

Sofort heiß durch ein Nussmilch- oder Feinsieb abfiltern. Die übrige Masse kannst du in dein Müsli geben, oder als Gesichtsmaske verwenden. Beachte bei der Gesichtsmaske, dass dein Abfluss dafür geeignet ist, denn die Masse macht immer noch Schleim und klebt. 

pH-Wert mit etwas Zitronensaft oder Zitronensäure auf ca. 5,5 einstellen (besonders gut für Haar und Haltbarkeit).

Optional: 2 % pflanzliches Glycerin oder Aloe-Vera-Saft einrühren. Das bringt noch mehr Feuchtigkeit. 

In sterile Gläser füllen, im Kühlschrank lagern. Ohne Konservierer: 7 Tage haltbar; mit Naturkosmetik-Konservierer: bis zu 3–4 Wochen.

Bei dieser Version werden alle Inhaltsstoffe optimal extrahiert - von den Polysacchariden, die das Gel zu Gel machen bis hin zu den Mineralstoffen, die durch das Anquetschen der extrahiert werden können. 

Das ist es! 

Das sind die Rezepte für dein Leinsamengel. 

Dieses Gel ist ein richtiger Alleskönner. Du kannst es für deine Gesundheit als kleiner Alleskönner verwenden oder für deine Schönheit als Pflege für deine Haut und deine Haare. 

Wenn du dazu eine genauere Anleitung oder Rezepte haben möchtest, dann kannst du das in der Lösung „Leinsamengel verwenden“ nachlesen!

Foto: Samanda Zobl
Foto: Samanda Zobl

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