Die Reise mit dem Esel...
... oder wie Du Deinen eigenen Weg findest
Inspirierende Geschichte
Die Reise mit dem Esel
In einer glühenden Mittagshitze machten sich ein Vater, sein Sohn und ein Esel auf den Weg durch die staubigen Gassen einer Stadt.
Der Vater und der Junge genossen die Gesellschaft des Esels und die friedliche Atmosphäre um sie herum. Sie hatten ein Ziel vor Augen und waren entschlossen, es gemeinsam zu erreichen.
Während sie voranschritten, begegneten sie verschiedenen Menschen, die ihre Meinungen über ihre Reise äußerten.
Ein Vorübergehender bemerkte, wie der Junge neben dem Esel herging und äußerte sein Bedauern darüber, dass der Junge erschöpft war. Er konnte kaum mit dem Tempo des Esels mithalten. Der Vater nahm diese Worte zu Herzen und beschloss, seinen Sohn auf den Esel zu setzen, um ihm eine Pause zu gönnen.
Doch als sie weiterzogen, wurde ein anderer Mann auf sie aufmerksam und kritisierte den Vater dafür, dass er neben dem Esel herlief. Er fand es unverschämt, dass der Sohn wie ein Sultan auf dem Esel saß, während der Vater die Last trug. Der Junge fühlte sich verletzt und bat seinen Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzen, um die Kritik zu vermeiden.
Als sie so weitergingen, wurde eine vorbeigehende Frau auf das ungewöhnliche Bild aufmerksam. Sie empörte sich darüber, dass der Esel die Last von zwei Personen tragen musste. Sie nannte es Tierquälerei und kritisierte sowohl den Vater, als auch den Sohn für ihre angebliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohlergehen des Esels.
Verunsichert und besorgt über die Meinungen anderer, stiegen der Vater und der Sohn wortlos vom Esel herunter. Sie nahmen das Tier liebevoll in ihre Mitte. Sie wollten sicherstellen, dass der Esel nicht überlastet wurde und sich wohl fühlte.
Doch auch diese Entscheidung blieb nicht unkommentiert. Ein Fremder machte sich über sie lustig und bezeichnete sie als dumm. Er fragte spöttisch, wozu sie den Esel überhaupt führten, wenn er ihnen keinen Nutzen brachte und keiner von ihnen trug.
Vater und Sohn blickten sich an und erkannten, dass sie niemals allen gerecht werden konnten. Sie erkannten, dass sie ihre Entscheidungen nicht von den Meinungen anderer abhängig machen sollten. Sie hatten ein Ziel und wussten, dass sie dies nur erreichen konnten, indem sie auf ihre eigene Intuition und auf ihr eigenes Herz hörten.
Entschlossen und mit einem Lächeln auf ihren Gesichtern beschlossen der Vater und der Sohn, den Rest des Weges gemeinsam zu gehen, situativ den Esel bei Bedarf als Lasttier zu nutzen und die Kommentare der Menschen zu ignorieren.