Foto: Sonja Haubenhofer

Franz Knittelfeldergepostet am: 09 November 2023

Vor- und Nachteile von Gemeinschaften

Ein Vergleich: Mikroben & Menschen

Inspirierendes Wissen

Mikrogemeinschaften und Menschengemeinschaften haben zwar auf den ersten Blick wenig gemeinsam, aber bei genauerer Betrachtung erkennt man erstaunliche Parallelen. Der Vergleich von Mikrogemeinschaften, wie EM, und Menschengemeinschaften lehrt uns nämlich, wie Kooperation, Vielfalt und Anpassungsfähigkeit in unterschiedlichen Maßstäben funktionieren. Sowohl Mikrogemeinschaften als auch Menschengemeinschaften haben ihre Vor- und Nachteile, und ein besseres Verständnis dieser Prinzipien kann dazu beitragen, unsere Gesellschaften und Ökosysteme zu verbessern.

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Vorteile der Mikrogemeinschaften:

•   Effizienz und Kooperation: Eines der auffälligsten Merkmale von Mikrogemeinschaften, wie EM, ist ihre bemerkenswerte Fähigkeit zur effizienten Zusammenarbeit. Verschiedene Mikroben, darunter Hefen, Milchsäure- und Photosynthesebakterien, leben in Symbiose und ergänzen sich gegenseitig. Diese Zusammenarbeit führt dazu, dass sie in der Lage sind, komplexe Aufgaben zu bewältigen, die keine Einzelmikrobe alleine erledigen könnte.

•   Widerstandsfähigkeit: Mikrogemeinschaften sind oft sehr widerstandsfähig gegenüber Umweltveränderungen und Stressoren. Dies liegt daran, dass sie verschiedene Strategien entwickeln, um sich in ihrer Umgebung zu behaupten. EM zum Beispiel kann in der Landwirtschaft genutzt werden, um die Bodengesundheit zu fördern und Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Stress zu machen.

•   Vielfalt: Mikrogemeinschaften bestehen aus einer Vielzahl verschiedener Mikroben, was zu einer hohen genetischen und funktionellen Diversität führt. Diese Vielfalt ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität der Gemeinschaft erhöht.

Nachteile der Mikrogemeinschaften:

•   Abhängigkeit von der Umwelt: Mikrogemeinschaften sind stark von den Bedingungen ihrer Umwelt abhängig. Veränderungen in Temperatur, Feuchtigkeit, Nährstoffverfügbarkeit und anderen Umweltfaktoren können ihre Stabilität beeinträchtigen. In vielen Fällen sind sie weniger anpassungsfähig als Menschengemeinschaften.

•   Schwierige Kontrolle: Die gezielte Steuerung und Beeinflussung von Mikrogemeinschaften kann eine Herausforderung darstellen. In einigen Fällen kann es schwierig sein, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, insbesondere in komplexen Ökosystemen.

•   Spezifische Anwendungsbereiche: Mikrogemeinschaften, wie EM, sind hauptsächlich in Landwirtschaft, Umweltschutz, Haus & Garten von Nutzen. Im Gegensatz dazu sind Menschengemeinschaften in der Lage, eine breite Palette von Aktivitäten und Funktionen auszuführen.

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Vorteile von Menschengemeinschaften:

•   Kulturelle Vielfalt: Menschengemeinschaften zeichnen sich durch ihre kulturelle Vielfalt aus. Dies ermöglicht den Austausch von Ideen, Innovationen und die Entstehung komplexer Gesellschaften.

•   Bewusste Entscheidungsfindung: Menschen haben die Fähigkeit zur bewussten Entscheidungsfindung und zur Planung für die Zukunft. Dies ermöglicht es, Herausforderungen zu bewältigen und Lösungen für komplexe Probleme zu finden.

•   Soziale Bindungen: Menschengemeinschaften bilden starke soziale Bindungen, die Unterstützung, Zusammenhalt und emotionale Verbindungen fördern.

Nachteile von Menschengemeinschaften:

•   Konflikte und Spaltungen: Menschengemeinschaften sind anfällig für Konflikte, Spaltungen und Unstimmigkeiten. Diese können zu Destabilisierung und Spannungen führen.

•   Umweltauswirkungen: Die Aktivitäten von Menschengemeinschaften können erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben, von Umweltverschmutzung bis hin zur Übernutzung natürlicher Ressourcen.

•   Komplexität und Verwaltung: Menschengemeinschaften erfordern komplexe Verwaltungsstrukturen und Entscheidungsprozesse, die schwierig zu koordinieren sein können.

Hier noch ein paar nützliche Fakten zu Effektiven Mikroorganismen (EM)

Effektive Mikroorganismen (EM) sind eine Mischung positiver Mikroben, Bakterien und Pilze aus der Natur, die lebenswichtige Prozesse aktivieren und Fäulnis, Schimmelbildung und Oxidation verhindern können. Sie produzieren auch nützliche Stoffe wie Vitamine und Enzyme durch Fermentation, was sie gesünder, haltbarer und bekömmlicher macht.

EM bestehen aus drei Hauptkategorien von Mikroorganismen:

Photosynthesebakterien: Diese Mikroben nutzen Sonnenlicht und Bodenwärme, um nützliche Substanzen aus organischen Materialien herzustellen. Diese Substanzen enthalten Aminosäuren, Nukleinsäuren und andere bioaktive Stoffe.

Milchsäurebakterien: Sie sind dafür bekannt, Kohlenhydrate in Milchsäure umzuwandeln und werden seit Jahrhunderten in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt, beispielsweise bei der Herstellung von Sauerteig, Sauerkraut und Sauermilchprodukten.

Hefen: Diese Mikroorganismen synthetisieren antimikrobielle und nützliche Substanzen aus Aminosäuren und Zucker. Sie unterstützen die Zellteilung und helfen bei der schnellen Zersetzung von organischem Material, was Gerüche unterdrückt und Schädlingen vorbeugt.

Alle Mikroorganismen lassen sich in drei Gruppen unterteilen:

Krankmachende degenerative (pathogene) Mikroorganismen: Diese machen ca. 5 % der gesamten Mikroorganismen aus.
Aufbauende regenerative Mikroorganismen: Diese machen ca. weitere 5 % der gesamten Mikroorganismen aus. Zu ihnen gehören auch die Effektiven Mikroorganismen.
Neutrale (opportune) Mikroorganismen: Diese sind weder gut noch schlecht und machen ca. 90 % aller Mikroorganismen aus.

In einem mit Mikroorganismen besiedelten Milieu, beispielsweise in einem Gewässer, auf einer Küchenarbeitsplatte oder auf einer Pflanze im Garten, leben immer alle drei Gruppen von Mikroorganismen. Sind die pathogenen und die regenerativen Mikroorganismen im Gleichgewicht, ist alles in Ordnung. Verschiebt sich dieses Gleichgewicht jedoch nur minimal in die eine oder andere Richtung, schließen sich die vorher neutralen Mikroorganismen der Mehrheit an. Im schlimmsten Fall folgt ein exponentielles Wachstum negativer Bakterienstämme. Das kann bedeuten, dass zum Beispiel Fäulnisprozesse entstehen.

💡Mehr Wissenswertes zum Thema EM findest du im hochgeladenen PDF.

❓Bei Fragen kannst du mich gerne kontaktieren: franz.knittelfelder72@gmail.com

 

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Kommentare (1)

Ehemaliges Mitglied10/11/2023
Lieber Franz, vielen Dank für den sehr interessanten Vortrag gestern und für das dazugehörige PDF! Ich habe sehr viel Neues gelernt 💚

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