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Marlene E. Kunoldgepostet am: 09 November 2023

Wissenswertes zum Thema Parasiten

... und zu Marlenes Kräuterbitter und Würzöl (Set)

Do it yourself

Über 130 Arten von Parasiten benutzen den Menschen als Wirt, manche davon sind mikroskopisch klein. Die harte Alltagsrealität spricht eine deutliche Sprache: 9 von zehn Menschen haben Parasiten. Diese Tatsache wird in unserer so hoch zivilisierten Welt leider völlig unterschlagen. Gemeinhin wird angenommen, Parasiten seien eine Erscheinung in Drittweltländern. Das stimmt soweit. In Drittweltländern ist man sich der Thematik bewusst, und handelt entsprechend. In Industrieländern ist man sich der Thematik NICHT bewusst, und rümpft allenfalls die Nase ob solcher „exotischer“ Behauptungen. Bis man eines Besseren belehrt wird....
Dazu kommt, dass die Symptomatik so diffus sein kann, dass kaum einer den Zusammenhang zu parasitärer Belastung sieht. Tatsache ist jedoch, dass nur wenige schwere Krankheiten nicht auf einen parasitären Belagerungszustand zurückzuführen wären. Und haben sich erst einmal schwere Erkrankungen manifestiert, ist es umso schwieriger, die Schäden der Parasiten wieder rückgängig zu machen.

Normalerweise sorgt die Gallenflüssigkeit für die innerliche Parasitenbekämpfung: Eier, Larven und Würmer, egal in welchem Stadium, haben wenig Chancen. Die Gallenflüssigkeit neutralisiert die saure Umgebung des Magens (wo bereits einige Übeltäter in der Säure des Magens dahinscheiden) und zerstört in einem gesunden Umfeld damit auch Parasiten. Die Nahrung kann jetzt weiter verdaut und im Darm absorbiert werden. Übermäßige Säure im Körper strapaziert die Galle und schwächt die Entgiftungsfunktion der Leber - der Körper muss sich dann woanders nach neutralisierenden Mineralien "umsehen". Zusätzlich werden in den Gallengängen der Leber die Gallensteine gebildet, die ihrerseits wiederum den Gallefluss erschweren, und bei "Überfüllung" in die Gallenblase abwandern. Chronische Übersäuerung fördert das Entstehen von Gallensteinen und Leberschwäche. Damit kann sich der Körper nicht mehr auf natürliche Weise gegen Parasiten wehren. Darum ist es so wichtig, für ein gesundes, eher basisches Milieu zu sorgen. Parasiten haben dann weniger Chancen, und die wichtigen alkalischen Mineralien können im Darm aufgenommen werden. Dies ist im Übrigen bei einer Azidose nicht der Fall. Wenn man bedenkt, dass heute so gut wie jeder übersäuert ist, wird klar, warum auch so viele Leute Parasiten haben.
Wer ein intaktes Immunsystem hat, wird mit einigen Parasiten fertig, aber bei besagter geschwächter Abwehrlage, die heutzutage leider fast alle Menschen betrifft, können sie ungeahnt mächtig (und oft unerkannt) zuschlagen und chronische Krankheiten wie Asthma, MS, Krebs etc. hervorrufen. Um solche Belagerungszustände nicht zahlender Untermieter in deinem Körper zu beseitigen, gibt es wirkungsvolle Kräutermischungen. Regelmäßige Parasitenbehandlungen bewahren einen vor so manchem chronischen Ungemach und sollten zur Gesundheitsprophylaxe gehören. Vor allem immunschwache Menschen, chronisch Kranke, Krebskranke, HIV-Erkrankte sollten in ihren Therapieplan eine Parasitenkur integrieren.
Marlene´s Kräuterbitter hat sich hier bewährt. Ganz zähe und inzwischen sehr resistente Parasiten, die in den hintersten Winkeln des Körpers oder Darms unbehelligt hausen können, kann man mit ergänzenden Maßnahmen aus dem Bitterwürzbereich (z.B. Marlene´s Würzöl) loswerden. Optimalerweise sollte begleitend eine Darmreinigung (Biofilmentfernung) durchgeführt werden.
Regelmäßige Kur-Phasen sind eine gute Idee. Am besten ist die volle Kurwirkung erreichbar mit dem Set aus Kräuterbitter und Würzöl.

Einige Hintergrundbetrachtungen: Parasiten – die unsichtbaren Gäste

Es gibt Hunderte verschiedener Parasiten, von gaaanz klein (z.B. Amöben, mikroskopisch klein), bis seeehr groß (z. B. Rinderbandwurm, bis zu mehreren Metern lang).
Ein Parasit ist ein Organismus, der für die Erfüllung seiner Bedürfnisse eines natürlichen Entwicklungszyklus‘ ein anderes Lebewesen braucht. Medizinisch nennt man dies Symbiose.
Parasiten sind Lebewesen, die auf Kosten ihres Wirtes überleben. Dabei ist dies immer eine Art Milchmädchenrechnung, denn der Wirt überlebt zwar, doch mangelt es ihm mit der Zeit einerseits an Vitalstoffen, und andererseits benutzen die Parasiten das Innere des Wirts sozusagen als ihre Outdoortoilette. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte des Menschen haben sich einige Parasiten auf das Überleben in einem menschlichen Wirt spezialisiert. Parasiten haben ein erstaunliches Anpassungsvermögen.
Parasiten heißen ein wenig zu Unrecht so, denn sie sind mehr als nur Schmarotzer. Ein kerngesunder Mensch wird eher nicht von ihnen bewohnt, sondern eher solche Menschen, die toxisch belastet sind, die allgemein „schwächeln“ und deren Verdauungstrakt nicht in Ordnung ist. Daher sind es nicht wirklich ungebetene Gäste, sondern eher solche, die man sich aufgehalst hat aus irgendeiner Not, und die man dann nicht wieder loswird, weil sie ihre Tricks kennen, einen immer wieder zu „überzeugen“… jaja, davon gibt es auch Zweibeinige.
Nun, sie „bieten“ einem auch etwas:
Einige Parasiten, vor allem Würmer oder Candidapilze, (und auch Borrelien), verdauen Schwermetalle und beherbergen diese. So richten die toxischen Metalle im Menschen weniger Schaden an. Dafür muss der Wirt seine Nahrung mit den Parasiten teilen, die sich ein gemütliches Zuhause eingerichtet haben, fernab vom Zugriff des Immunsystems. Hier ist der Tisch reich gedeckt, futtern wie bei Muttern, und so sind sie denn auch fruchtbar und vermehren sich… und dem Wirt ist mit der „Zwischenlagerung“ der Metalle zunächst auch recht gut gedient. Aber die müssen eben auch mal…
So stellt sich das Worst-Case-Szenario dar:
Doch wer viel schlemmt, der muss auch mal…: Die Exkremente der Parasiten gelangen in den Körper in Ermangelung von sanitären Anlagen für die Kleinen in unserem Körper, und diese Ausscheidungen sind es oft, die die größeren Probleme verursachen. Hier wachsen die Histaminfabriken und die Pustelberge und Niesattacken, Fäulniskeime, Ammoniak, Gase und giftiger Schleim. Dieser Schleim verfestigt sich zu einem gummiartigen Biofilm, der an der Darmwand festklebt und sie permanent vergiftet und reizt.
So stellt sich die optimale Situation dar:
Doch so ganz wehrlos sind wir ja nicht. Wir haben in der Evolution auch ein paar Dinge gelernt. Normalerweise sorgt die Gallenflüssigkeit, die übrigens in den Gallegängen der Leber produziert und in der Gallenblase aufbewahrt wird, für die innerliche Parasitenabwehr: Eier, Larven und Würmer, egal in welchem Stadium, haben gegen die bittere Galle wenig Chancen. Überhaupt mögen Parasiten bittere Sachen nicht so gerne. Viel lieber Süßes. Die Gallenflüssigkeit und der Bauchspeichel neutralisieren die saure Umgebung des Magens (wo bereits einiges, das aus Proteinen besteht, in der Säure des Magens dahinscheidet, denaturiert wird) und eliminieren in einem gesunden Umfeld damit auch Parasiten und deren Eier und Larven.
Die Realität sieht anders aus…
Doch da geht´s los. Verkehrtes Essen, Frittierfett, andere Transfette, Zuckerzuckerzucker, Glyphosat, Schwermetalle, Konservierungsstoffe, Geschmacksstoffe…. In gewissem Maße betrifft uns das alle. Machen wir uns nichts vor. Denn all das hinterlässt Spuren, egal, wie lange „Ernährungssünden“ zurückliegen.
Dazu kommt allgegenwärtiger Stress. Stress übersäuert, Stress reduziert die Leitkeimflora, die uns schützen würde, man trinkt zu wenig, isst zu hastig, und der Körper muss das alles puffern. Das tut er auch, doch plündert er damit seine Puffersysteme. Das wichtigste Puffersystem basiert auf Natriumbicarbonat, Natron. Das bedeutet, man verliert auch und besonders bei Stress Natron im Pufferspeicher. Damit fehlt der Bauchspeicheldrüse der wichtigste Inhaltsstoff des Bauchspeichels, der Magen bekommt im Gegenzug nicht ausreichend Salzsäure als „Nebenprodukt“ der Natronverwertung. Er fängt an zu brennen, was irrigerweise auf zu VIEL Salzsäure zurückgeführt wird. Tatsächlich ist dies ein Mangel an Salzsäure, ausgelöst durch einen Mangel an Natriumbicarbonat/Natron. Fatalerweise werden hier zu allem Überfluss Säureblocker (z. B. Omeprazol, Pantoprazol) gegeben, die die Abwehrmechanismen gegen Parasiten damit komplett ausschalten. Und mehr.
So ist der Magen nicht sauer genug, Parasiten und auch schädliche Keime abzuwehren, der Bauchspeichel nicht basisch genug, die Galle eingedickt und in den davon verstopften Gallegängen gestaut, und all dies führt im weiteren Verlauf nur allzu leicht zum Parasitenbefall oder anderen Unannehmlichkeiten.
Nun kommen toxische Belastungen ins Spiel. Jeder Mensch, ja, jedes Lebewesen hat heutzutage eine gewisse Menge an Schwermetallen im Körper, für die mangels Ausscheidungsfähigkeit ein Platz oder die Chance der geringstmöglichen Störung gesucht wird. Zunächst werden diese Gifte in weniger durchbluteten Körperregionen abgelagert, oder in fettreichem Gewebe, wie Nerven oder Gehirn. Gern genommene lebende „Zwischenlager“ sind Candidapilze, Würmer oder Borrelien.
Fazit: Doors are open.
Stressssss !!!
Die meisten Menschen haben Stress, unterschiedlich geartet, individuell wahrgenommen und verarbeitet. Egal, wie gut diese Schutzmechanismen funktionieren, Dauerstress schadet. Jedem.
Vor allem schwächt Stress das Verdauungssystem, die Leitkeimflora, wie schon erwähnt, aber zusätzlich kommt es zu entzündlichen Veränderungen an der Darmschleimhaut, dem festklebenden, toxischen Biofilm, der sowohl Nährstoffaufnahme behindert, als seinerseits die Darmschleimhaut zu reizen, und zu dem sehr verbreiteten „Leaky Gut Syndrom“, dem „löchrigen, undichten Darm“. Gluten, Milchprodukte, Fremdeiweiße wie Fleisch und andere artfremde Nahrung tun ihr Übriges. Das Milieu kippt irgendwann, die uns wohlgesonnenen Lacto- und Bifidobakterien verkrümeln sich, Clostridien und andere Fäulniskeime übernehmen das Ruder. Langsam entsteht ein einladendes Nestchen für Fremdlinge.
Die im Verdauungssystem in Reihe geschalteten Abwehrmechanismen scheitern nun als Blockade für die Parasitenstadien, und somit beherbergen tatsächlich unerwartet viele Menschen Parasiten.
Auch und vor allem in den ach so zivilisierten Ländern, wo die Nase hochgetragen wird, denn sowas „Schmutziges“ gibt es höchstens in den warmen Drittweltländern... Es ist schon richtig, dort gibt es Parasiten. Mit dem Unterschied: dort ist man sich der Parasitenproblematik bewusst, hierzulande steht man tatenlos drüber und glänzt wie so oft durch Ignoranz…
Wenn einer eine Reise tut…,
… dann ermöglicht der Reisende es unter gegebenen Umständen einigen Parasiten, auch mal auf Weltreise zu gehen mit ihrem neuen Wirt. Reisen um den Globus, Multikulti sind prima Möglichkeiten für Parasiten, auch mal in der Welt rumzukommen.
Die lieben Haustiere
Tierhalter pflegen in der Regel einen engeren Kontakt zu ihren Tieren. Auch wer sich gesund fühlt, hat vielleicht schon eine oder mehrere Antibiosen oder Impfungen hinter sich, und das schwächt die Körperabwehr nachhaltig. Sie sollten tatsächlich regelmäßig nicht nur ihre Tiere, sondern auch sich selbst entwurmen. Hört deshalb bloß nicht auf, mit euren Tieren intensiv zu schmusen. Das ist gut für´s Immunsystem und die Seele.
Als Sippenerscheinung tragen Familienmitglieder (was alle im Haushalt lebenden Wesen betrifft) häufig eine sehr ähnliche Keimbesiedelung oder auch Parasitenbesiedelung. Lustig, oder?
Ungewaschene Wildkräuter
Natürlich ist es schön zu glauben, was man draußen in der Wildnis an Kräutern oder Beeren findet, sei pure Natur. Darum glauben manche, auf das Waschen verzichten zu können. Parasiten sind übrigens auch pure Natur. Wenn ihre Larven oder Eier nicht abgewaschen werden, vor dem Verzehr der gesammelten Goodies, dann wird es nichts mit dem veganen Snack und außerdem gelangen unter Umständen Schwarzfahrer unerkannt an Bord. Veganer, und ich sage das wertfrei, haben oft einen Mangel an hochwertigen Proteinen, an B12 (wichtig u. a. für den Intrinsic Factor im Magen) und ernähren sich oft einseitig. Auch das schwächt die Abwehr gegen Parasiten.
 
Wer seid ihr? Zeigt euch!
Parasiten, die den Menschen infizieren, unterteilt man in drei Gruppen:

  • Einzeller (Protozoen)
  • Würmer (Helminthen)
  • Gliederfüßler (Arthropoden)
Medizinische Relevanz hat die Unterscheidung in Ektoparasiten, die außerhalb des Körpers parasitieren, wie z. B. Läuse und Endoparasiten, die innerhalb des Körpers leben, z.B. Würmer.
 
Die Einzeller (Protozoen)
Amöben handelt man sich leicht ein durch verunreinigtes Wasser. Dabei genügt es, wenn Salat beispielsweise mit verunreinigtem Wasser gewaschen worden ist. Aber auch das küstennahe Schwimmen im Meer, kann, wenn in der Nähe Abwasser ins Meer geleitet wird, schon ausreichen. Öfter als man will, nimmt man beim Schwimmen mal´n kräftigen Schluck Wasser… Auch ungewaschene Kräuter, Obst oder Gemüse können Rückstände von Fäkalien tragen, die mit Amöben verseucht sind. Es kommt dann zur Amöbenruhr. Massive Durchfälle, manchmal mit Blut und Schleim, krampfartige Bauchschmerzen, Fieber, Schüttelfrost gehen mit der akuten Infektion einher. So einfach heilt sie aber nicht aus. Sie wird chronisch. Die Durchfälle kommen und gehen, der Betroffene mergelt langsam aus, was man ihm meist ansieht. Viele Asienreisende tragen jahrelang Amöben oder Lamblien spazieren und werden immer dünner und empfindlicher, was ihren Verdauungstrakt angeht.
Lamblien (Giardia lamblia)
Lamblieninfektionen finden sich auch häufig unter Reisenden. Sie werden besonders von schlechten hygienischen Verhältnissen begünstigt. Die Übertragung geschieht auch hier oral, was bedeutet, dass die Zysten über den Mund in den Magen-Darm-Trakt gelangen, und dort vermehren sie sich schnell. Typische Symptome einer akuten Infektion mit G. lamblia sind Schmerzen im Oberbauch, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Auch eine Giardiasis chronifiziert und verursacht diffuse Bauchbeschwerden und Auszehrung.
Kryptosporidien zählen zu den wichtigsten Durchfallkeimen weltweit. Haupt-Infektionsquellen dieses intrazellulär lebenden Parasiten sind Tiere, kontaminiertes Wasser und Nahrungsmittel. Mit 10 Tagen ist die Inkubationszeit recht lang, was es schwierig macht, den Infektionszeitpunkt auszumachen. Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und zu wässrigen Durchfällen, die so stark sein können, dass sie über Elektrolytverlust und Austrocknung zum Tode führen. Bis zu 20 Stuhlentleerungen pro Tag sind nicht selten. Fieber fehlt meistens. Der Erreger wird in großen Mengen mit dem Stuhl ausgeschieden. Und weil die Symptome sich langsam wieder beruhigen, wird behauptet, die Infektion heilt aus. Dies ist aber nicht unbedingt der Fall. Auch hier kann es chronische Verläufe geben.
Blastozysten (Blastocystis hominis)
Eine Infektion mit B. hominis verläuft häufig symptomfrei oder symptomarm. Damit ist die Durchsuchung der Bevölkerung hoch, man vermutet sie bei 15 %. Verunreinigte Lebensmittel und kontaminiertes Wasser führen über deren orale Aufnahme zur Infektion. Treten Symptome auf, so handelt es sich dabei meist um leichte Durchfälle, die von selbst nachlassen. Ist der Betroffene geschwächt, kommt es in Folge der Chronfizierung zu diffusen Symptomen.
Einzeller bleiben, wenn sie über Jahre jemanden besiedeln, nicht unbedingt im Darm, sondern wandern ein bisschen herum im Körper. Gelenke, Organe, Gehirn… Es ist dann sehr schwierig, sie zu finden. Und auch ihre Behandlung ist erschwert.
Tatsächlich habe ich in den vielen Jahren der Praxisarbeit gelernt, dass es wichtig ist, nach Durchfallerkrankungen in irgendwelchen Urlauben zu fragen, egal, wie lange her. Diese Informationen liefern wichtige Hinweise. Oft legen Durchfallerkrankungen im Urlaub den Grundstein für eine laaaange Reise durch die Welt der Darmprobleme.
 
Weitere Protozoen:
Geißeltierchen (Einzeller, die sich mit Hilfe einer Geißel fortbewegen.)
Trichomonaden (sind Geißeltierchen, Trichomoniasis zählt zu den Geschlechtskrankheiten, da dieses Geißeltierchen sich gerne unter die anderen begeißelten Kumpels mischt und so beim Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen wird.)
Leishmania, ein intrazellulär lebender Einzeller, der von der Sandmücke übertragen wird. Je nach Unterart befallen die Leishmanien Organe, Haut oder Schleimhaut
Trypanosoma
Leishmania tropica, L. aethiopica, L. mexicana: Erreger der Aleppobeule
Leishmania donovani: Erreger der Kala-Azar
Toxoplasma gondii wird am häufigsten von Katzen auf den Menschen übertragen. Der Parasit lässt sich im Gehirn nieder und bleibt dort über Jahrzehnte. Man vermutet, dass er das Verhalten und weitere Hirnleistungen manipuliert.
Plasmodien mit 4 Unterarten (Plasmodium vivax, Pl. malariae, Pl. ovale, Pl. Falciparum) sind als Erreger der Malaria bekannt, übertragen traditionell von der Anopheles Stechmücke, heutzutage auch von anderen Stechmücken. Die Tigermücke steht im Verdacht, so mancherlei im Rüssel zu tragen… MMS wurde ursprünglich als Malariamittel entdeckt.
Trypanosoma cruzi: Erreger der Chagas-Krankheit
Trypanosoma brucei gambiense, Tr. brucei rhodiense: Erreger der Schlafkrankheit
Doch braucht es gar nicht unbedingt Fernreisen, um sich Parasiten zu angeln. Wie schon erwähnt, Parasiten sind auch recht reisefreudig geworden.
 
Die Würmer
-         Bandwürmer
a)      Rinderbandwurm (Taenia saginata)
b)     Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) Infektion oft über Getreideflocken oder Trockenfrüchte
c)      Schweinebandwurm (Taenia solium)
d)     Fischbandwurm (Diphyllobothrium)
e)     Fuchsbandwurm (Echinococcus granulosus) Achtung Beerensammler!!
-         Saugwürmer
a)      Darmegel gelangen vor allem durch den Verzehr von rohem Fleisch oder rohem Fisch in den Menschen. Infektionen mit nur wenigen Darmegeln bleiben meist ohne Symptome und lassen von selbst wieder nach. Bei stärkerem Egelbefall kann es zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen kommen.
b)     Pärchenegel (Schistosomen) kommen in Deutschland kaum vor. Bei Reisen durch Asien oder Afrika, dort beim Baden in verunreinigtem Wasser können die Egel durch die Haut in den Körper gelangen.
c)      Großer Darmegel (Fasciolopsis buski)
d)     Leberegel (Chlonorchis sinensis)
-         Rundwürmer:
a)      Nematoden (Fadenwürmer, Strongyloiden) Strongyloides stercoralis
b)     Hakenwürmer (Ancylostoma)
Symptome sind Eisenmangelanämie, Eosinophilie, erhöhte Eiweiße. Die Hakenwürmerpärchen verhaken sich im Mitteldarm (Jejunum, Ileum) mit ihrer Mundkapsel in den Darmzotten und beißen Stücke heraus. Um die Quelle immer am Sprudeln zu erhalten, spucken sie Blutverdünner in die gebissenen Wunden. So entstehen Nachblutungen und somit Blutverlust.
Sie dringen über die Haut in den Menschen ein, wandern dann über das Blut zur Lunge und über die Speiseröhre zur Mundhöhle in den Magen und Dünndarm. Na, Prost Mahlzeit!
c)      Oxyuren (Madenwürmer)
Kindermadenwurm (Enterobius vermicularis)
Madenwürmer gelten in kühlen, gemäßigten Zonen (dazu zählt auch der regnerische Norden) als der häufigste Darmparasit mit Aufenthaltsort Dickdarm. Dickdarm bedeutet, dass das Weibchen zum Eierlegen aus dem Anus gekrochen kommt, und wenn die Eier schlüpfen, kriechen die kleinen Larven ganz schnell wieder rein ins warme Popoloch Richtung Dickdarm. Das juckt!!! 
Vor allem Kinder sind betroffen. Unter Körperwärme und Sauerstoff entwickeln sich die Larven innerhalb von einigen Stunden zum Wurm. Lebensdauer: ca. 80 Tage
Übertragung: Schmier- und Schmutzinfektion, z.B. bereits über Händereichen. Aber vor allem über nächtliches Kratzen im After werden die Eier unter den Fingernägeln im weiteren Verlauf weitergereicht.
Symptome: unruhiger Schlaf, nächtliches Kratzen in der Analgegend, manchmal Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit.
Sämtliche Haushaltsmitglieder müssen behandelt werden. Peinlichste Reinlichkeit ist notwendig, um die Madenwürmer wieder loszuwerden.
d)     Ascariden (Spulwürmer) Ascaris lumbricoides
Die schätzungsweise häufigste Wurminfektion weltweit. Ca. ¼ der Weltbevölkerung trägt Spulwürmer spazieren.
Die Eier können durch Verschlucken von Schmutz in den Körper gelangen, vor allem bei Fäkaliendüngung. (Salat!) Die Eier schlüpfen im Darm, wandern über die Speiseröhre in die Lunge. Über Husten gelangen sie wieder in die Speiseröhre und in den Magen und Darm. Dort wachsen sie heran, die Weibchen werden dabei bis zu 40 cm lang, die Männchen bis zu 25 cm. Ascariden sind mit verantwortlich für Asthma, Heuschnupfen und Allergien.
Im Laufe der Jahre habe ich schon einige Exemplare zu Gesicht bekommen, sie sehen aus wie riesige blasse Regenwürmer und kringeln sich ein bisschen.
e)     Peitschenwurm
Sie werden bis zu 5 cm lang, und kommen sehr häufig in tropischen Gegenden vor. Dort findet dann auch meist die Übertragung statt. Es kann zu Bauchschmerzen, blutigen Stühlen, Übelkeit und Erbrechen kommen.
 
 
Die Gliederfüßler
Gliederfüßler sind alle, die irgendwie Beinchen haben… Insekten, Flöhe, Läuse, Milben, Wanzen und zählen zu den Ektoparasiten, weil sie sich von außen, meist durch Biss oder Stich Zugang verschaffen zur Blutquelle.
Spirochäten werden von Blutsaugern übertragen. Spirochäten sind dünne schraubenförmige Bakterien (Einzeller), die sich im Blut und dem Lymphsystem vermehren. Spirochäten können sich durch den gesamten Körper „schrauben“. Borrelia burgdorferi, Erreger der Borreliose mit vielen Unterarten, Treponema pallidum (Erreger der Syphilis), Saprospira, Cristispira, und viele mehr. Spirochäten sind unter anderem verantwortlich für Rückfallfieber, infektiöse Gelbsucht, Wunden, Geschwüre, Plaut-Vincent-Angina und die Wyles Krankheit.
 
„Geh doch mal zum Arzt…“
Es gibt tatsächlich nur sehr wenige Ärzte, die mit dem Thema Parasiten vertraut sind. Parasitologie fristet ein Schattendasein, vor allem in der Schulmedizin. Es ist dabei auch nicht hilfreich, dass die diagnostischen Möglichkeiten so unzureichend sind, dass es pure Zeit- und Geldverschwendung ist, auf diese Weise zu suchen.
Das Fach „Parasitologie“ im 3. Semester des Medizinstudiums hat wenig Bedeutung, wird eher als eine Art „medizinische Zoologie“ angesehen, ist also eher abstrakt und befremdlich. Jedenfalls nichts, das einem im echten Leben begegnet. Und nach dem Studium kräht kein Hahn mehr nach Parasiten oder Parasitenbefall. Das war´s. So much for that.
Ganzheitlich orientierte Ärzte und Naturheilkundler sind sich der Thematik bewusster und nutzen energetische Testverfahren, wobei sich die aus der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) gut bewährt hat. Zum Testen von Keimen und Parasiten hat sich die Weiterentwicklung der EAV von der Parasitologin Dr. Ingrid Fonk gut etabliert. Ihre Methode nennt sich Immunsystemischer Testaufbau (IST) und wird von manchen Ganzheitsmedizinern angeboten.
Wirklich Ahnung von Parasiten haben nur wenige Mediziner. Zu nennen sind hier beispielweise Dr. Andreas Kalcker, Dr. Ingrid Fonk (die leider inzwischen verstorben ist), Alan E. Baklayan (Autor mehrerer Bücher zum Thema) oder Hulda Clark, eine Pionierin, leider auch vor einigen Jahren verstorben.
Auch Dr. med. Adrian M. Stoenescu ist einer von Ihnen. Seine Methoden mögen kontrovers sein, sein Wissen über Parasiten jedoch ist recht profund. Zu Parasiten sagt er:
„Machen wir uns nichts vor, Parasiten sehen uns lediglich als zweibeinigen Wirt, ein Nahrungs- und Transportmittel, das sie zum Überleben brauchen. Apropos Überleben, diese Kreaturen können tatsächlich problemlos unser gesamtes Immunsystem ausschalten oder so narren, dass das Immunsystem den „Gast“ für harmlos hält. Somit schaffen Parasiten eine Patt-Situation mit dem Körper, getreu dem Motto: „Du lässt mich leben und ich lasse dich auch leben.“ Eine klassische Symbiose. Leider kann sich dieses „harmonische“ Verhältnis Parasit – Wirt jederzeit durch Infektionen, Unfälle, Stress usw. verändern – und plötzlich werden die Parasiten unruhig, sprich: aggressiv. Das kann sich durch plötzliche, anfallsartige Symptome jedweder Art zeigen.
Das Geheimnis der Parasiten ist die Navigation. Das beste GPS ist nichts im Vergleich mit dem Ortungssystem eines Parasiten. Der menschliche Körper ist kein stiller Ozean, in dem man ruhig navigieren kann, sondern eine rauhe Welt, ein geschlossener Raum, in dem Flüssigkeiten wirbeln und schwappen und an jeder Ecke Gefahren drohen. Parasiten schaffen es trotzdem, jahre- und jahrzehntelang in uns zu überleben.
Es gibt etwa 35 verschiedene Parasiten, die auf das „Hotel Mensch“ angewiesen sind:
18 Würmer, 10 Einzeller (Protozoen) und 6 Blutsauger. Manche von ihnen sind Dauergäste, echte Menschenparasiten, andere parasitieren zufällig, wenn es sich gerade so ergibt, beim „Hotel Mensch“ vorbeizukommen, weil sie meist im Freien leben. Wiederum andere sind die Opportunisten, die geduldig und brav auf die richtige Gelegenheit zur Vermehrung warten.“
Der Autor Carl Zimmer schildert in dem Buch „Parasitus Rex“ „auf einer phantastischen Reise in das verborgene Universum der Parasiten die komplexe Welt von Würmern, Protozoen und anderen gefährlichen Kreaturen.“ Er zeigt in diesem spannenden Buch, mit welchen Tricks Parasiten ihren Wirt dazu bringen, das zu tun, was zu ihrem Vorteil gereicht. Eine Maus beispielsweise, die von Toxoplasma befallen ist (diese halten sich im Gehirn auf), wird von diesem Einzeller so in ihrem Verhalten gesteuert, dass sie sich freiwillig in die unbedingte Gefahr begibt, von einer Katze erwischt und gefressen zu werden. So ermöglicht sich der Parasit Toxoplasma den Zugang zu seinem Lieblingswirt, der Katze
 
 
Infektionswege allgemein
Viele parasitäre Infektionen bei Menschen entstehen im Ausland. Doch sorgt die Reisefreudigkeit der Menschen, aber auch der Zustrom so vieler Menschen aus Krisengebieten dafür, dass Parasiten längst auch bei uns heimisch geworden sind. Auswanderer, äh Einwanderer sozusagen…
Parasiten können selbst in den Körper gelangen oder ihre Larven oder Eier. Der Zugang findet oft über orale Aufnahme statt. Aber auch der Blutweg ist möglich. Also primär über eine Verletzung, sei dies ein Biss, ein Stich oder eine offene Wunde.
Manche Parasiten aus dem Wasser bohren sich sogar durch die Haut.
Ernährungsmangel scheint Parasitenbefall zu fördern. Die Nahrung und deren Qualität haben großen Einfluss auf die innere Umgebung (das Terrain). Dies entscheidet, ob Parasiten passager durch den Darm gehen oder sich häuslich niederlassen. Parasiten können durch den Mund (über die Nahrung), durch die Nase (eingeatmet) oder durch die Haut (auch über die Fußsohlen) in den Körper gelangen. Sie können über Insekten als Vektoren (Überträger) übertragen werden. Infektionsquellen für Parasiten sind beispielsweise:
-         Direkter körperlicher Kontakt von Mensch zu Mensch, oder Tier, Insekt zu Mensch
-         Direkter Körperkontakt mit Hunden, Katzen und anderen Haustieren.
-         Körperkontakt unter Kleinkindern im Kindergarten (oral-fäkaler Weg)
-         Endoskope für Darm-Magenspiegelung. Das ist tricky…: Die üblichen Desinfektionsmittel töten alles … außer Parasiten
-         Kontaminierte Lebensmittel wie Trinkwasser (Chlor tötet keine Parasiten), Salate, Obst und Gemüse (die mit kontaminiertem Wasser gewaschen werden oder aus Anbaugebiete mit Fäkaldüngung tierischer oder menschlicher Herkunft, Eiswürfel aus kontaminiertem Wasser, rohe Nahrung wie Fleisch von Rind und Schwein (Steaks, Tartar, Carpaccio), Fisch (Sushi, Tartar), Früchte asiatischer Herkunft, Rohmilch (Kinderurlaub auf dem Bauernhof!)
-         Kontaminierte Plätze wie Sandkästen, Rasen, Camping- und Rastplätze, Sandstrände (Achtung auch Sandflöhe!)
-         Infizierter Staub aus Landwirtschaft, Klimaanlagen, Stofftieren (Kleine Anekdote: Es gibt ein Open-Air-Festival, das ich liebe, aber das die Besucher regelmäßig krankmacht. Es dreht sich um ein riesiges Naturareal, auf dem das ganze Jahr Schafe weiden. Aus den sogenannten „Ökotoiletten“ während des 10-tägigen Sommerfestivals wird die Kloake gesammelt und auf das gesamte Areal als „Dünger“ ausgebracht. Dergestalt „gedüngtes“ Gras wird von den Schafen gegessen, Erreger ausgeschieden. Und wenn es im Sommer so richtig heiß ist, und es staubt, dann fliegen Milliarden von krankmachenden Mikroorganismen durch die Luft direkt auf Essen oder in den Mund, die Nase, die Lungen, und viele der Besucher erleiden schlimme Infektionen. Aus diesem Grunde bleibe ich dem Festival fern in Zukunft.)
-         Insekten als Vektoren (Überträger) wie Fliegen, Flöhe, Mücken, Bremsen, Spinnen, Zecken, Wanzen, Läuse
-         Reisen in tropische und warme Länder
 
 
Was begünstigt einen Parasitenbefall?
  • Verseuchter Boden
  • Rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch 
  • Glutenhaltige Getreide (die meist mit Glyphosat belastet sind)
  • Haustiere 
  • Kontakt mit Fäkalien (beispielsweise in Kindertagesstätten) 
  • Verunreinigtes Wasser / Leitungswasser 
  • Engerer Kontakt mit jemandem, der Parasiten hat
Ein anderer Faktor, der zu dem steigenden Parasitenbefall beiträgt, ist der weit verbreitete Gebrauch von Medikamenten, die unser Immunsystem unterdrücken oder empfindlich stören, wie beispielsweise Kortisonbehandlungen oder Antirheumatika. Aber auch Antibiotika schwächen das Immunsystem, indem sie die gesunde Darmflora und Mitochondrien zerstören. Paracetamol, als Fiebersenker missbraucht, unterbindet die heilende Immunreaktion Fieber, was dramatische Auswirkungen auf das Immungeschehen hat.
 
„… das Milieu ist alles“
Obwohl viele äußere Faktoren zum Parasiten-Problem beitragen, ist das innere Terrain bei weitem der wichtigste Faktor - ein verschmutzter Dickdarm mit alten Fäkalienablagerungen und dem über Jahrzehnte entstandenen Biofilm an der Darmwand sind optimale Voraussetzungen für die Einnistung von Parasiten, groß wie klein. Sobald optimale Bedingungen im Mikrobiom des Darms gestört sind, schafft die daraus resultierende Unausgewogenheit eine für die Parasiten einladende Umgebung. Folgende Faktoren spielen mit:
  • Folgen im Darm von Antibiotika 
  • Raffinierte Kohlenhydrate/Zucker
  • Medikamente mit hormoneller Wirkung z. B. Kontrazeptiva oder Prednisolon
  • Strahlentherapie und Röntgenaufnahmen 
  • Gechlortes Wasser und ungefiltertes Wasser aus dem Wasserhahn
  • Stress, vor allem chronischer Stress
  • Ballaststoffarme Ernährung 
  • Umweltverschmutzung 
  • Schlechte Verdauung und Entgiftungsstörungen
  • Quecksilbervergiftung (oft durch Amalgamfüllungen in den Zähnen)
  • Aluminiumbelastung (Luft, Regenwasser, Pflanzen aus dem Freiland, Kaffeekapseln…)
Diese Faktoren sind auch Grundlage für das Wachstum des Hefepilzes Candida albicans. Deshalb treten Candida und Parasiten oft zusammen in Erscheinung.
 
 
Wie entdeckt man die geheimen Mitbewohner?
Parasiten können jedes Gewebe im Körper betreffen. Störungen wie Arthritis, multiple Sklerose, Blinddarmentzündung, sowohl Übergewicht als auch Untergewicht, Krebs und Epilepsie etc. sind mit Parasiten in Verbindung gebracht worden. Weil sie über das Blut zu jedem Organ kommen können, können Parasiten auch an „entlegenen“ Orten sich häuslich niederlassen und Probleme verursachen, die häufig nicht mit Parasiten in Verbindung gebracht werden. Das kann auf eine falsche oder unvollständige Diagnose hinauslaufen, zumal die Untersuchungen, die von Stuhllabors angeboten werden zum einen unsicher sind, und zum Anderen nur einen winzigen Bruchteil der möglichen Parasiten überhaupt untersuchen können.
Parasiten sind sehr anpassungsfähig und schlau. Sie „sprechen“ die genetische Sprache der Säugetiere, und sie beherrschen das Vokabular der Hormone und Neurotransmitter. Sie verwenden ein biochemisches Drogensortiment und damit gelingt es ihnen, sich „in aller Öffentlichkeit zu verstecken“, zum Beispiel direkt in den Immun-Fresszellen des Körpers. Und wer würde sie ausgerechnet da suchen? Es werden praktisch noch nicht einmal Antikörper gebildet, die man im Labor testen könnte.
Dazu sagt Dr. Andreas Kalcker, einer der wenigen Experten der Parasitologie und „Papa“ zahlloser Forschungen mit CDL:
„Ein hoher Prozentsatz der Weltbevölkerung leidet an parasitären Infektionen, welche für
15 Millionen Todesfälle von Kindern jährlich verantwortlich sind. Zu dieser Tatsache summiert sich, dass die Parasiten verschiedene Mechanismen der Resistenz und Persistenz entwickelt haben in Bezug auf das Immunsystem, welche ihnen erlauben, Abwehrsysteme des Immunsystems des Wirtes zu umgehen, was zur chronischen und persistenten Infektion führt. Die Persistenz von Parasiten im menschlichen Wirt verursacht chronische Immunreaktionen, welche zu Gewebeschäden und zu Veränderungen in der Immunregulation führen kann.“
So bleibt die Diagnose eines Parasitenbefalls oft eine Verdachtsdiagnose, wenn die Möglichkeit eines Parasitenbefalls überhaupt in Betracht gezogen wird.
Wer sich selbst bemüht, kann an Hand von Symptomen eine Idee bekommen.
Oder man macht sich auf den Weg, jemanden zu finden, der mit dem Thema vertraut ist.
Oder noch besser: man betreibt naturheilkundliche Prophylaxe. Das tut man, indem man regelmä0ig Parasitenkuren durchführt, und diese möglichst so variiert und kombiniert, dass sie eine Breitbandwirkung bekommen. Wie so etwas aussehen kann, zeigen wir dir in einem unserer nächsten Videoclips.

Symptome bei Parasitenbefall
Die Symptomatik eines Parasitenbefalls kann sehr diffus sein. Parasiten können in vielen Fällen Durchfälle und Malabsorption (Verdauungsschwäche) verursachen.
Viele chronische Krankheiten und viele chronische Symptome können immer auch eine parasitäre Ursache haben. Parasiten sind keine Einzelgänger. Meist bringen sie Bakterien, Pilze und andere Parasiten (!) gleich mit. Daher ist eine Parasitentherapie immer in Erwägung zu ziehen bei diffuser Symptomatik, sozusagen als ganzheitliche Herausforderung, die Wurzel einer chronischen Erkrankung herauszufinden und zu beseitigen.
Wir sollten im Blick haben, dass die Symptome von Parasitenbefall denen anderer gesundheitlicher Störungen sehr ähnlich sein können oder aber asymptomatisch verlaufen, das heißt, gar keine erkennbaren oder identifizierbaren Symptome zeigen. Wenn sie doch Symptome verursachen, dann gibt es eine breite Palette. Manche Symptome deuten auf eine bestimmte Parasitenart hin, die meisten Symptome jedoch sagen lediglich aus, dass Parasiten mit im Spiel sein können. Dazu gehören:

  • Akne
·        Akute Bronchitis
  • Allergien 
·        Allergische oder pseudoallergische Reaktionen ohne ersichtlichen Grund ·        Allergische Reaktionen auf Lebensmittel
  • Analjucken, auch während des Tages 
  • Anämie (Eisen- und Vitamin B12-Mangel)
  • Appetitlosigkeit 
·        Asthma
  • Autoimmune Erscheinungen, erschwerte Erholung nach autoimmunen „Schüben“
  • Beschleunigter Herzschlag/Puls, Herzschmerzen
  • Bettnässen
  • Blutzuckerschwankungen
  • Brainfog, geistige Verwirrtheit 
  • Brennendes Gefühl im Magen/Darm
·        Candida - Mykosen
  • Chronische Erschöpfung, Fatigue 
  • Craniomandibuläre Syndrome (CMD)
  • Depressionen
  • Dunkle Augenringe, vor allem in den Augenwinkeln
  • Durchfall ODER Verstopfung, auch abwechselnd 
  • Dysmenorrhoe bei Frauen, schmerzhafte Regelblutungen
·        Dyspnoe ·        Ekzem ·        Erektile Dysfunktion ·        Eruptionen ·        Flüssigkeitsretention (Wassereinlagerungen) ·        Gefühl von Ertrinken beim Einschlafen ·        Gelbsucht
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Arthritis-ähnliche Schmerzen, Rückenschmerzen/LWS, Schulterschmerzen, Oberschenkelschmerzen
  • Gereiztheit/Nervosität 
  • Gewichtsprobleme, weder Ab- noch Zunahme möglich
  • Granuloma (tumorähnliche Gebilde am Körper, die tote Larven oder Parasiten einkapseln) 
·        Haarausfall
  • Hämorrhoiden
  • Häufige Infektionen mit Bakterien oder Viren
  • Hautausschläge, nässende Ekzeme, Dermatitis, Nesselsucht, Geschwüre, Läsionen, schlecht heilende, entzündliche, geschwollene Wunden
·        Hautgeschwüre
  • Hautprobleme generell
  • Heißhunger auf Zucker 
  • Hormonschwankungen und –störungen
  • Immer wiederkehrende Candidainfektionen
  • Immunschwäche in Folge der Parasiteninfektion, andauernd Husten und Erkältung
·        Infektionen der Harnwege
  • Intoleranzen, Hypersensibilitäten gegen Lärm, Gerüche, Rauch, Chemikalien
·        Juckende Haut ·        Juckende Nase
  • Juckreiz in Ohren
  • Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen
  • Kopfschmerzen
·        Krankheiten der Atemwege: ·        Kurzatmigkeit oder Atemstillstand
  • Lethargie
·        Lungenentzündung ·        Männliche Impotenz.
  • Mentale Einschränkungen wie bipolare Störungen, Schizophrenie, Psychosen
  • Mundgeruch, unangenehmer
  • Muskelkrämpfe 
  • Nabelschmerzen
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Nahrungsmittelallergien, die immer mehr werden mit der Zeit
  • Nervöse Unruhe, Rastlosigkeit, Ängstlichkeit, Nervosität hervorgerufen von neurotoxischen Ausscheidungen der Parasiten
  • Periodisch wiederkehrende Symptome, die wieder verschwinden
·        Prämenstruelles Syndrom ·        Prostata-Probleme
  • Prostatitis 
  • Reizbarkeit, Weinerlichkeit
  • Reizdarm-Syndrom
·        Reizhusten
  • Schlafstörungen, Aufwachen, oft zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr, nächtliches Analjucken, unruhiger Schlaf, mit Zähneknirschen oder „Sabbern“ beim Schlaf
·        Schleifgefühl unter die Haut
  • Bauchdeckenspannung um den Nabel 
·        Schwellung
  • Sexuelle Dysfunktionen, Libidoverlust
  • Sinusitis
·        Sprödes Haar
  • Taube („eingeschlafene“) Finger und Hände (nachts) 
·        Trockene Haut ·        Trockenes Haar
  • Übelkeit
  • Unfruchtbarkeit
  • Unstillbarer Appetit allgemein, ohne Sättigungsgefühl, auch bei hoher Kalorienzufuhr, Verlangen nach insbesondere fettigen Speisen, Zucker, Kohlenhydraten, Brot und Teigwaren, Alkohol, süßen Früchte
·        Urtikaria
  • Verdauungsbeschwerden (Gasbildung, Blähungen, Krämpfe, übelriechende Winde) , die sich zeitweise bessern, aber nie ganz verschwinden
  • Vergesslichkeit
  • Verstopfung, auch abwechselnd mit Durchfällen
  • Zahnfleischbluten
·        Zysten und Myome

An Parasiten sollte man denken bei…
a)      Plötzlichem Leistungseinbruch bei Kindern, Jugendlichen und Sportlern.
Ich hatte vor vielen Jahren einen Marathonläufer als Patient, der auf einmal und regelmäßig wiederkehrend Fieber hatte, Schweißausbrüche, extremen Leistungsabfall beim Laufen und Übelkeit, Sodbrennen, Brechreiz beim Laufen… Klarer Verdacht: Parasiten. Er bekam ein pflanzliches Parasiten-Mittel, und hat in der Folge Riesenberge an Würmern ausgebrochen (!! Ich habe die Fotos gesehen).
b)     Schweißausbrüchen, oder plötzlichem Frösteln, die ohne Grund auftauchen.
c)      Plötzliche Veränderungen der Sehkraft
 
Hinterlassenschaften der Parasiten
Die Abfallstoffe, die Parasiten ausscheiden, sind das eigentliche Problem. Diese Abfallprodukte vergiften den Körper und überlasten die Ausscheidungsorgane. Die Verarbeitung und Entsorgung dieser Abfälle belastet auch das Immunsystem. Immunologisch zeigt sich dies manchmal als Histaminreaktion. Dies kann vom Heuschnupfen über Migräne oder Asthma bis zur Histaminintoleranz alles Mögliche abbilden.
Wenn Parasiten absterben, müssen auch ihre sterblichen Überreste entsorgt werden. Parasiten stecken nicht selten voll mit giftigen Schwermetallen oder anderen toxischen Substanzen, vor denen sie uns „bewahrt“ haben. Diese gelangen nun wieder in das Ökosystem Mensch. Das Immunsystem, Leber, Nieren und Lymphe müssen sich zwangsläufig darum kümmern.
Der Grund, weshalb typischerweise Symptome einer Parasitenbelastung periodisch auftreten, hat zum Einen damit zu tun, dass es immer wieder Vermehrungsschübe gibt. Tatsächlich richten sich diese manchmal nach den Mondphasen aus. Zum anderen verstärken sich Symptome einer Parasiteninfektion dann, wenn das Immunsystem sowieso schon überlastet ist, also in Stresssituationen, nach Verletzungen, OPs, Unfällen oder einem banalen grippalen Infekt. Ist alles relativ stabil, gehen die Symptome zurück. Ganz weg gehen sie nie, egal, was man unternimmt. Kommt dir das bekannt vor, solltest du hellhörig werden…, vermutlich beherbergst du kleine Mitesser. Und deren Dreck machst DU weg…
Dr. Daniel Nuzum, amerikanischer Experte für Autoimmungeschehen, bringt es auf den Punkt: „Der Abfall aus Parasiten ist hunderte Male toxischer als der Parasit selbst. Und dieser Abfall verursacht auch hunderte Male mehr Schaden im Organismus.“
Vielleicht kennst du auch das Gefühl, dich immer irgendwie vergiftet zu fühlen, immer irgendwie belastet zu sein mit etwas, das du nicht benennen kannst. Das dich aber immer weiter suchen lässt nach den Ursachen. Nun, geh mal die Symptomliste durch. Wieviele Hinweise in Richtung Parasiten findest du?
 
My home is my castle
Nehmen wir die Analogie, der Körper sei unser Tempel, unser Haus. Es gibt ständig was zum Putzen, zum Reparieren, zum Instandhalten, und jeder, der vorbeikommt, oder die Kinder, die Haustiere, alle machen sie Dreck. Und der muss auch wieder weg. Und genauso schaut es in uns drinnen aus. Auch da gibt es ständig Dreck wegzuräumen. Je besser wir „organisiert“ sind, desto smoother läuft alles.
Prävention über die Lebensführung ist gewiss eine kluge Entscheidung, um von vornherein gut gegen Parasiten gewappnet zu sein, um Schlimmeres zu verhindern, und um den Körper zu reinigen und gesund zu erhalten. Einen Schutz vor einer Infektion bietet dies jedoch nicht zwangsläufig.
Präventiven Lifestyle zu ergänzen mit regelmäßigen Cleanings geht einen Schritt weiter.
Denn willst du dich hermetisch abriegeln vor der Umwelt, alle Eventualitäten ausschließen? Nie mehr reisen? Nie mehr Festivals? Einsame Insel?
Nein ernsthaft: Es ist gar keine so große Kunst, wenn wir wissen, dass Parasiten bestimmte Bitterstoffe oder Nahrungsmittel wie Kürbiskerne oder Karotten überhaupt nicht mögen, bzw. diese Bitterstoffe die Verdauungssäfte so zum Fließen bringen, dass auch die körpereigene Parasitenabwehr wieder aktiviert wird. Eine regelmäßige Kuranwendung von Bitterkräutern, deren wurmtreibende Wirkung durch eine lange Tradition bekannt ist, erscheint in diesem Zusammenhang als sehr sinnvoll, da der Nutzen vielseitig ist. Kombinationen einzelner Naturstoffe und Nahrungsmittel verbreitern das Wirkungsspektrum. Ob als Prophylaxe, als Pflege der Verdauungsorgane, oder um bereits eingenistete Parasiten loszuwerden….
Was man sinnvoll wie kombinieren kann, erfährst du im Teil 2 dieser Geschichte.
 
 
 
Zombies im Gartenteich
Ein Spiegel-Artikel von Carl Zimmer (Autor des Buches „Parasitus Rex“)

"Parasiten sind weit mehr als ungebetene Tischgäste. Viele der Kreaturen steuern mit biologisch aktiven Substanzen das Verhalten ihrer Wirte – anscheinend werden auch Menschen manipuliert.

Ist es Todessehnsucht, die den kleinen Flohkrebs treibt? Statt wie seine Artgenossen abzutauchen, wenn eine Ente naht, klettert er auf einen Zweig, der auf dem Wasser dümpelt. Auf seinem Floß erscheint das leckere Krustentierchen wie auf dem Präsentierteller – schwups, ist es im Entenschlund verschwunden. Nein, der Krebs ist des Lebens nicht überdrüssig. Hinter seinem selbstmörderischen Verhalten, das in nahezu jedem Tümpel zu beobachtet ist, steckt ein ungewöhnlich raffinierter Wurm. Polymorphus paradoxus, so der Name des hakenbewehrten Parasiten, nistet an den Nervenzellen des Flohkrebses - und macht sich dessen Gehirn untertan. So wie ein Luftpirat den Piloten mit der Pistole zwingt, vom Kurs abzuweichen, so verändert Polymorphus mit biochemischen Signalstoffen das Verhalten des Flohkrebses. Der verliert seinen natürlichen Fluchtreflex vor Enten und wird deshalb prompt verspeist. Dem Wurm is das nur recht: Er landet mit dem Happen in seinem nächsten Wirt, der Ente.

Dass Schmarotzer im Gehirn das Komando an sich reißen und ihre Wirte in willenlose Zombies verwandeln, bot bisher vor allem Stoff für Horrorfilme. In der „Invasion der Körperfresser“, einem Klassiker von 1956, besiedeln außerirdische Monster die Menschen, zerstören deren Persönlichkeit und verwandeln sie in seelenlose Körperhüllen. Derlei Geschichten stehen längst nicht mehr nur in Drehbüchern. Gruselstorys über ungebetene Gäste, die das Tun ihrer Wirte kontrollieren, füllen in zunehmender Zahl die Fachzeitschriften der Parasitologen. Dass die Aliens mitnichten aus dem Kosmos stammen, sondern irdischen Ursprungs sind, und dass manche von ihnen sogar im Körper des Menschen hausen, steigert das Unbehagen noch. Laborbefunde enthüllen in immer größerem Detail, wie „bemerkenswert ausgeklügelt und hartnäckig Parasiten“ sind, konstatierte der amerikanische Experte Carl Zimmer in einem soeben erschienenen Buch (Parisite Rex – Inside the Bizarre World of Nature´s Most Dangerous Creatures). „Einige kastrieren ihre Wirte, oder sie erobern deren Sinne“.

Im Dienste ihrer eigenen Fortpflanzung steuern sie das Verhalten von Insekten, Fischen und Säugern - und möglicherweise auch von Menschen. Der Kleine Leberegel gehört zu den ersten Wesenswandlern, die man im Reich der Schmarotzer aufgespürt hat. Seine Kindheit verbringt er in der Schnecke, die Jugend in der Ameise, die Paarungszeit im Schaf. Um den Sprung von Wirt zu Wirt zu schaffen, besetzt der Parasit das zentrale Nervensystem der Ameise und zwingt das Insekt, auf die Spitze des nächsten Grashalms zu klettern. Dort beißt sich die Ameise unfreiwillig fest, bis sie - samt Leberegel – von einem Schaf abgegrast wird.

Wie der „Hirnwurm“ die Ameise, so manipulieren Parasiten im ganzen Tierreich unterschiedlichste Wirte. Wenn Bandwürmer, die in einem Stichling wohnen, in ihr nächstes Domizil, einen räuberischen Vogel, übersiedeln möchten, dann verpassen sie dem Fisch eine auffällige Farbe: Orange oder Weiß. Doch vor allem verändert der Wurm das Verhalten des Stichlings. Der von Natur aus ängstliche Fisch wird unvorsichtig - und damit eine leichte Beute für Vögel.

Auch Parasiten, die einen Menschen entern wollen, beeinflussen das Verhalten von Wirten. Jenes Gießeltierchen etwa, das die Leishmaniose auslöst, manipuliert die Sandmücke, von der es übertragen wird: Es verstopft den Darm des Stechinsekts. Da die Mücke ihren Blutdurst nicht mehr stillen kann, piekst sie immer wieder in die Haut des Menschen – und überträgt auf diese Weise eine erhöhte Zahl von Erregern. Aus ähnlichen Gründen beißt auch ein Floh, der Pestbakterien im Leibe trägt, überdurchschnittlich häufig zu. Mit unterschiedlichsten Kniffen steuern die Parasiten das Verhalten ihrer Wirte. Das „Friss mich!“ – Signal des Stichlings z. B. erzeugen die Bandwürmer auf relativ einfache Weise: Sie fressen den Magen der Fische leer. Toll vor Hunger sucht der Stichling daraufhin nach Futter und lässt jede Vorsicht fahren.

Ungleich subtiler geht jener in den Tropen lebende Saugwurm vor, der die Bilharziose bedingt. Im Gehirn von Süßwasserschnecken schaltet der Parasit gezielt bestimmte Gene des Wirtes an. Diese wiederum verändern offenbar Wachstum und Fortpflanzung der Schnecke – zu Gunsten des Schmarotzers. „Parasiten sind ausgerüstet mit einer großen Apotheke voller Wirkstoffe“, schreibt der Wissenschaftsautor Zimmer. Jeder von ihnen werde in einer anderen Lebensphase eingesetzt.

Zu den Virtuosen im Einsatz von chemischen Waffen gehört der etwa 40 Zentimeter lange Rattenbandwurm Hymenolepis diminuta, der sich in seltenen Fällen sogar bis in den Darm des Menschen verirrt. Für gewöhnlich lebt er in Ratten, bis er mit deren Ausscheidungen ins Freie gelangt. Dort lauert der Wurm auf kotfressende Käfer, die ihrerseits wieder von Ratten verspeist werden – es schließt sich ein Zyklus, den der Hymenolepis mit einem erstaunlichen Arsenal chemischer Wirkstoffe steuert. Erst lockt der Schmarotzer den Käfer: Mit Wurmeiern verseuchter Rattenkot verströmt einen spezifischen Duft, der den Appetit der Insekten anregt. Wie genau dieser unwiderstehliche Geruch entsteht, weiß man zwar noch nicht – doch als sicher gilt, dass er das Werk des Wurms ist. Im Käfer angekommen, greift der Besucher zur nächsten Chemikalie, die ähnlich wie ein sterilisierendes Käferhormon wirkt. Abermals profitiert der Wurm: Nährstoffe und Körperfette, die normalerweise in die Reifung der Eier flössen, hat er nun allein für sich und nimmt sie mit seinem lang gezogenen Leib begierig auf. Nach derlei Mast zieht es den Wurm wieder in eine Ratte. „Damit ist der Käfer gewiss nicht einverstanden, also muss der Parasit noch eine andere Schublade mit Drogen öffnen“, erklärt Zimmer. „Einige von ihnen – vermutlich Opiate, die Gefühle des Schmerzes und der Angst abstumpfen – bewirken, dass der Käfer sich weniger gewissenhaft versteckt. „Zur Abwehr der Ratte vertraut das Kerbtier zwar noch auf spezielle Drüsen, aus denen es stinkende Gifte versprüht. Allein: Im Augenblick des Nagerangriffs verweigern die Abwehrspritzen ihren Dienst – der Parasit hat sie gelähmt.

Selbst das Verhalten des Menschen, dessen Körper mehr als 300 Arten von Schmarotzern - Amöben, Milben, Band- und Hakenwürmer – beherbergt, scheint gegen Parasiten nicht gefeit. Wenn beispielsweise der tropische Guineawurm Dracunculus medinensis den Menschen verlassen will, dann lotst er ihn gezielt ans Wasser. Zu Beginn der Invasion schlummert der Parasit noch friedlich im Körper. Aber wenn nach ungefähr einem Jahr die Jungen schlüpfen, dann packt die Horde die Umzugslust. Mit gezielten chemischen Attacken provoziert der Nachwuchs das menschliche Immunsystem; als Reaktion brechen vor allem an den Beinen peinigende Geschwüre auf. Am besten lässt sich der Schmerz mit kühlem Wasser lindern – und genau darauf ist die Strategie der Würmer angelegt. Denn sobald der Infizierte die eitrigen Extremitäten ins Wasser taucht, fällt der Startschuss..."

Foto: cerascreen

Material

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https://marlenekunold.com/wp-content/uploads/PDF/Produktliste-Earth-Elements10-24.pdf

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