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Artemisia
Die Königin der Heilpflanzen
Do it yourself
Artemisisa Annua - der einjährige Beifuß
ist ein Adaptogen. So bezeichnet man in der alternativen Medizin einen biologisch aktiver Pflanzenstoff, der dem Körper hilft sich besser an körperliche und emotionale Stresssituationen anzupassen, indem er die körpereigene unspezifische Abwehr steigert. All das geschieht ohne Nebenwirkungen.
Adaptogene können uns vor stressbedingten Erkrankungen schützen und Langzeitschäden von Dauerstress verhindern. Sie sind in der Lage, unsere Zellen und DNS vor stressbedingten Schäden zu schützen. Sie erhöhen unsere Belastbarkeit und verbessern unsere Regenerationskraft z.B. nach körperlichen und seelischen Höchstleistungen.
Im Gegensatz zu Stimulanzien ist auch die langfristige Einnahme eines Adaptogens für den Körper vollkommen unschädlich. Ein Adaptogen steigert die spezifische Widerstandskraft gegen ein breites Spektrum an physikalischen, chemischen und biologischen Einflüssen. Es erzielt eine normalisierende Wirkung auf den Stoffwechsel, unabhängig von der Richtung vorausgegangener pathologischer Veränderungen.
Artemisia annua ist seit mehr als 2000 Jahren als Anti-Malaria-Mittel bekannt. In England ist es als "annual wormwood" bekannt, was auf seine Verwendung als Wurmmittel hinweist.
Die Pflanze
Artemisia annua ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 2 Meter Höhe erreicht. Ihre Zweige sind abwechselnd angeordnet. Sie gehört zur Familie der Korbblütler oder Asterngewächse. Die Blätter verströmen dan ihrer ätherischen Öle einen charakteristischen Geruch. Sie sind 2,5-5 cm lang und ein bis drei Zentimeter breit und zwei- bis dreifach fein gefiedert. Die Blattzipfel sind kammförmig gesägt. Die Stängel sind meist völlig kahl und die Blüten winzig, ähnlich wie bei unserem heimischen Beifuß gelb und in losen Rispen angeordnet. Die Blütenstände sind körbchenförmig, die Samenhülle nur einen Millimeter lang. Sie wird von Insekten oder Wind bestäubt. In der Blütezeit die Mitte August beginnt benötigt sie 13,5 h Tageslicht. Die höchste Artemisinin-Konzentration, der Wirkstoff der für das Anti-Malaria-Mittel benötigt wird, hat die Pflanze vor der Blüte, am Ende ihres Wachstumszyklus.Anbau
Auch in unseren Breitengraden wächst sie sehr gut. Da die Samen so winzig sind, sollten sie mit Sand vermischt werden und dann im Februar in Saatschalen oder im Gewächshaus ausgebracht werden. Bei gutem Wetter können die Pflänzchen dann im April oder nach den Eisheiligen ins Freiland umgepflanzt werden. Artemisia-Pflanzen vertragen bis zu minus 2 Grad Celsius. Wer die Pflanzen nicht selber ziehen möchte kann sie auch in der Bioland Gärtnerei Umbach bestellen.Ernte und Verarbeitung
Wichtig ist die Pflanze vor der Blüte zu beernten, da die Pflanze in dieser Zeit besonders nährstoffreich und heilkräftig ist. Später geht die Energie in die Blüten. Aus den Blüten kann man Tee machen, sollte man einmal den richtigen Erntezeitpunkt verpasst haben. Zur Erntezeit schneidet man den ganzen Stiel ab und streift die Blätter von oben nach unten ab. Diese trocknet man dann an der Luft ohne direkte Sonneneinstrahlung oder im Dörrgerät bei 40 Grad. Die Stiele kann man ebenfalls trocknen, man kann sie als Zusatz zu Tierfutter verwenden. Man kann auch während der gesamten Wachstumsphase immer wieder von den frischen Blättchen naschenArtemisia Tee
Wenn die Blätter vollständig getrocknet sind kann man sie in ein dunkles luftdichtes Gefäß umfüllen. Einen guten Tee erkennt man daran das er dunkelgrün ist, keine Blüten und Stiele enthält und nach frischem Heu riecht. Der Tee hat den Vorteil, dass noch mehr Polyphenole mit antioxidativer Wirkung die Chance haben in das heiße Wasser überzugehen.Für den Tee mindestens 1-2TL getrockneter Blätter mit 1L 80°C warmen Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.
Artemisia Kapseln
Da der Tee sehr bitter schmeckt mache ich mir mit einer Kapselmaschine meine eigenen Kapseln. Hierzu mahle ich die getrockneten Blätter. Das Artemisia Pulver mische ich 1:1 mit Moringa Pulver und fülle es dann in die Kapseln. Hiervon nehme ich täglich eine Kapsel zur Vorbeugung.Artemisia Salbe
Der Schweizer Arzt Dr. Heinz Lüscher hat in seiner Praaxis für Vitalstoffmedizin sehr gute Erfahrungen gemacht und diese Liste möglicher Anwendungsbereiche zusammengetragen:- Akne Vulgaris
- Analfissuren
- Ekzeme
- Hämorrhoiden
- Unreine Haut (Pickel)
- Hautinfektionen
- Hautpilz
- Herpes Simplex
- Juckreiz bei Insektenstichen
- Offene Wunden
- Psoriasis (Schuppenflechte)
- Rosazea
- Warzen
Artemisia Auszug mit DMSO
Kann bei äußerlichen Hauttumoren, Warzen, Herpesbläschen und Wunden angewendet werden. Dazu tupft man die Flüssigkeit punktuell mit einem Holzwattestäbchen auf.Innerlich wird der Artemisia Auszug genauso eingesetzt wie der Tee oder die Pflanze selbst. Für eine innerliche Anwendung beginnt man mit 1-3 Tropfen in einem Glas Wasser 1-2 mal täglich. Die Anzahl der Tropfen kann intuitiv deutlich gesteigert werden.
Herstellung:
Das frische oder getrocknete Pflanzenmaterial (mit Keramikmesser schneiden!) in ein Einweckglas mit reinem DMSO überschichtet, so dass die Kräuter vollständig abgedeckt sind.
Nach 2 Wochen kann die Flüssigkeit filtriert werden.
Wo Artemisia hilft
Es gibt zahlreiche Studien zu Artemisia. Hier einmal ein paar Krankheiten bei denen Artemisia helfen kann:- Aids
- Alzheimer
- Arthrithis
- Asthma
- Augen-Entzündungen
- Azidose
- Bakterielle Infektion
- Bilharziose
- Blasen-Infekte
- hoher Blutdruck
- Borrelisoe
- Candida Befall im Mund
- Diaabetis
- Burchfall
- Entzündungen
- Epilepsie
- Hämorrhoiden
- Haautprobleme
- Husten
- Immunsystem stärken
- Infektionen allgemein
- Kopfschmerzen
- Krebs
- Lebererkrankungen
- Erschöpfung
- Magenprobleme
- Malaria-Prophylaxe
- Menstruaationsbeschwerden
- Pilzbefall
- Virusinfektionen
- Würmer
- Wunden
Online-Quellen & weiterführende Links
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28254675/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34479848/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35655434/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18977424/ https://www.vitalstoffmedizin.ch/nutrients/artemisia/