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Anita Maasgepostet am: 16 March 2023

Vom Opfer zum Gestalter

Ich will, ich kann, ich mache das!

Inspirierendes Wissen

Der Schlüssel zum Glück ist der Blick auf das Schöne und Positive im Leben. In unserem Bewusstsein ist es der Schritt von Opfer zum Gestalter und dann zum „Danker (n)“. Dazu müssen wir immer wieder unsere Komfortzone verlassen. Ein Vergleich:

Opfer 

  • Nicht handeln (wollen) 
  • Keine Verantwortung
  • Fühlt sich moralisch „anständig“
  • Gibt anderen die Schuld
  • Vermeidet Risiken
  • Motto: „Wer nicht handelt, macht auch keine Fehler“
  • Selbstmitleid
Kennzeichen: Jammern Gewinn: Selbstbild „Der Gute“ (die Bösen sind ja die anderen) Der Preis: Unzufriedenheit und ein ungelebtes Leben

Gestalter 

  • handeln, agieren
  • übernimmt Verantwortung
  • kann mit Kritik leben
  • macht Fehler und gibt sie zu
  • erlebt Misserfolge als Lernchance 
  • akzeptiert Risiken
  • kann eigene Gefühle steuern
Kennzeichen: Setzt sich Ziele, hat Struktur und Disziplin Gewinn: Zufriedenheit, Erfolge, Wachstum („Ich bin Meister meines Lebens!“) Der Preis: Anstrengung, Risiken, Neider

ICH will, ICH kann, ICH mache – das ist der Gestalter und der Macher.
ICH leide, ICH bin ausgeliefert – das ist das Opferdenken.
ICH danke für alles – das macht mich zum freien Gestalter meines Lebens.

Das Opferdenken führt in eine Selbsterniedrigung und verstärkt energetisch einen unheilsamen Bewusstseinsraum, in dem Ohnmachtsgefühle, Angst, Verzweiflung und Selbstzerstörung wuchern. 
Aber auch der Macher ist vielen Gefahren ausgesetzt, wie: zwanghaftes „Leisten müssen“, in eine Selbstüberhöhung zu gleiten, Ruhelosigkeit u. a. Ein Bewusstsein, „Ich bin der Bessere“, ist immer gleichzeitig die Abwertung der anderen. Bei erfolgreichen Menschen, Unternehmern, Führungskräften, in der amerikanischen Kultur - an vielen Stellen finden wir dieses oft hochnarzisstischen Muster, manchmal in psychopathischer Ausprägung als „nur ICH“.
Als Opfer und als Macher bin ICH noch im ICH, ich bin in meiner Selbstbezogenheit gefangen. Auch als Macher/Gestalter bin ich noch Opfer meiner Denkmuster, meiner Zwänge und liebe das Bewerten: Das mag ich und das mag ich nicht.

Beim Danken übersteige ICH mein ICH, indem ich das größere Ganze erkenne und annehme. Dadurch werde ich zum freien Gestalter meines Lebens. Im Danken heben wir alle Bewertungen auf. Alles ist willkommen. Wir müssen nur umschalten auf: 
Ich danke für die Chance, anderen helfen zu können. Ich danke für die Fähigkeiten, die mir meine Gene, meine Erziehung, meine Förderer mitgegeben haben. Ich tue es einfach, weil ich es richtig und gut finde. Es ist mein Beitrag für das größere Ganze, entsprechend meiner Fähigkeiten. Und ich danke, dass ich diesen Beitrag leisten kann.“

Der Schlüssel zum Glück 

Oft blockieren uns negative Gefühle wie Wut oder Ärger so, dass wir nicht danken können. Dazu ein paar Tipps, wie wir das auflösen können:  Wenn du dein Leben mit Lebensfreude, kraftvoll und lustvoll verbringen möchtest, dann gib kraft- und freuderaubenden Gefühlen wie Ärger, Angst oder Selbstvorwürfen keinen oder nur wenig Raum in deinem Bewusstsein. Die nachfolgenden Strategien haben sich bei mir bewährt, sehr einfach und sehr effektiv:
  • Wenn mich negative, unerwünschte Gedanken belästigen, schicke ich diese einfach weg. Ich sage deutlich und energisch „weg, weg, weg“ und unterstütze das, wenn ich allein bin, mit Handbewegungen vor und hinter meinem Kopf. Bei Bedarf wiederhole ich das ein paar mal.
  • Berechtigte Gefühle, wenn ich mich über etwas oder jemanden sehr ärgere, begrenze ich auf 2 oder 5 Minuten. Dann beende ich das auch mit einer klaren Ansage: Stopp, Schluss, Aufhören. Man kann dazu einen Timer am Rechner oder eine Küchenuhr nutzen. Bei Bedarf kann man diese Ansage auch öfter und immer wieder wiederholen.
  • Eine sehr wirksame Übung ist das diagonale Klopfen aus der Traumatherapie: Aufrecht sitzen, den inneren Zustand fokussieren, die Hände vor der Brust kreuzen, sodass die linke Hand die rechte Schulter berührt, die rechte Hand die linke Schulter und dann abwechselnd links und rechts klopfen, etwa 3 bis 4 Schläge pro Sekunde. Nach einigen Minuten nachspüren, wie sich der innere Zustand verändert hat. Das kann man bei Bedarf mehrmals wiederholen.
  • Körperliche Aktivitäten aller Art bringen uns zurück in ein inneres Gleichgewicht, z. B. flott spazieren gehen, am besten im Wald, oder einfach mal in der Wohnung hin und her laufen und dabei den Atem beobachten. In der Firma kann man ein paar Treppen rauf und runter gehen.
  • Tägliches oder regelmäßiges Qi Gong, Tai Chi, Yoga oder Vergleichbares sind nicht nur ein Weg heraus aus blockierenden Gefühlen, sondern ein genereller, wunderbarer Jungbrunnen.
  • Natur, Wiesen, Wald, Gewässer, Naturgeräusche wie Vogelzwitschern, schöne Farben und die Harmonie in der Natur mit tiefer Dankbarkeit genießen, dabei tief einatmen und lächeln.

Es gibt extreme Situationen wie massive Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, die es nicht leicht, vielleicht sogar unmöglich machen, einen Sinn darin zu finden, für den wir danken könnten. Viele KZ-Insassen sagten: „Ich kann nicht vergeben.“ Es gibt aber auch andere Beispiele wie den Arzt Viktor Frankl, der aus seiner KZ-Erfahrung heraus ein sehr erfolgreiches Therapiekonzept, die Logo-Therapie, entwickelt hat. Im Wesentlichen geht es dabei darum, einen Sinn in allem zu finden, auch wenn es manchmal sehr schwer ist.
Der Königsweg zu einem glücklichen Leben ist der Weg der Dankbarkeit. Er lässt von vorneherein den negativen Impulsen in unserem Leben wenig Raum. Die Lebensmaxime, ständig danken, ist relativ leicht zu realisieren und von außergewöhnlichem Nutzen.

Man kann auch mit „Danke“ meditieren, indem wir das Wort beim Meditieren ständig leise wiederholen. Auch tagsüber können wir immer wieder das Wort „Danke“ im Geiste für ein oder zwei Minuten laufend wiederholen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus Maas No. 22 DANKBARKEIT von Friedrich Assländer.

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Literaturempfehlungen

Maas Magazin No. 22 DANKBARKEIT

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