Catharina Rolandgepostet am: 28 March 2023

Deine Ernährungsumstellung auf vegane Trenn-Rohkost

Erfahre, wie deine Ernährungsumstellung gelingt

Inspirierendes Wissen

Anmerkung: Die folgende Lösung stammt ursprünglich von Ann-Kristin Schablowsky.

In dieser Lösung möchte ich dir einen Vorschlag machen, wie du deine Ernährung auf vegane Trenn-Rohkost umstellen kannst. Meiner Erfahrung nach hilft es, wenn man sich als Mensch bewusst entscheidet, etwas zu tun. Das setzt voraus, dass der Mensch weiß, was dem Körper schadet und was ihn ernährt. Jeder Einzelne kann auf dieser Grundlage entscheiden, seinen Körper aus Liebe zu sich selbst bestmöglich zu unterstützen. Diese Entscheidung bedeutet auch, gewohnte Dinge zu hinterfragen und loszulassen. Es bedeutet auch, bewusst Verantwortung für sich selbst zu tragen und bewusst zu verzichten.

Wir möchten dir an dieser Stelle Impulse geben, wie du die Ernährungsumstellung gestalten kannst. Damit bekommst du die Möglichkeit, dich zu orientieren und für dich das Beste auszuwählen. Dann kannst du deinen eigenen Neuanfang gestalten. Denke immer daran: Wie du dein Leben neugestaltest und welche Tipps du für dich nutzen möchtest, bleibt deine freie Entscheidung.

TIPPS UND IMPULSE FÜR DEINE ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

Deine Ernährung umzustellen, sollte NICHT von heute auf morgen erfolgen, sondern in kleinen Schritten. Ich denke, es ist wichtig, dass jeder Mensch an dieser Stelle die Verantwortung für seine Handlungen bewusst übernimmt und sich selbst klare Ziele setzt.

Dennoch möchte ich dir raten, dich bei der Erreichung deines Ziels nicht unter Druck zu setzen: Deine Ernährungsumstellung ist ein Entwicklungs- und Bewusstseinsprozess und sollte daher bewusst geschehen. Es sollte dir wichtig sein, wirkliche Verantwortung für dich und deinen Körper tragen zu wollen: Nur du selbst kannst deine Ess-Gewohnheiten verändern, antrainierte Ess-Muster auflösen und deinem Körper die Chance geben, sich von altem Müll zu reinigen.

Verantwortung und bewusstes Handeln ist in diesem Zusammenhang so wichtig, weil dir bewusst sein sollte, dass dein Körper eine gewisse Sucht nach alten Produkten haben kann: Es kann also zu „Entzugserscheinungen“ auf körperlicher und emotionaler Ebene kommen, sobald du damit beginnst, deine Ernährung zu verändern – das ist völlig normal. Diese Sucht klar zu erkennen und bewusst zu kontrollieren, ist die Aufgabe deines klaren Verstandes und sollte dein Ziel darstellen.

Es sollte für dich also niemals nur darum gehen, ein „veganes Diät-Programm“ zu absolvieren und unsere Vorschläge in einer bestimmten Zeit umzusetzen.

DEINE ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG ALS ENTWICKLUNGSPROZESS

In diesem Prozess wird etwas ganz anderes geschehen: Du wirst deinen Körper besser kennenlernen, und nach und nach immer mehr erfahren und erspüren, was er wirklich braucht (und was von dem, was wir zu uns nehmen, einfach nur Völlerei und belastender Überfluss ist!). Mit der Zeit wirst du regelrecht fühlen, wie dein Körper arbeitet und verdaut. Darauf aufbauend, kannst du für dich ein ganz neues Körpergefühl entwickeln, welches dir erlaubt, eine „echte Kommunikation“ mit deinem Körper zu führen. Du hast die Möglichkeit, mit deinem eigenen Wunderwerk Körper Hand in Hand zusammenzuarbeiten: Erkennst du die wirklichen Bedürfnisse deines Körpers, dann wird es dir leichtfallen, ihm genau das zuzuführen, was er braucht, und das wegzulassen, was ihm schadet.
))((

Führe dir täglich dein persönliches Ziel vor Augen. Du hast den freien Willen und die Kraft, dich aus allen Abhängigkeiten, die dich einschränken, zu lösen.
Die Abhängigkeit zu gewissen Produkten loszulassen, ist auch eine Entscheidung, die du bewusst treffen kannst.

 

VERANTWORTUNG UND VERZICHT

Jetzt bist du an dem Punkt angelangt, an dem es für dich darum geht, alte „Lieblinge“ loszulassen. Uns ist es besonders wichtig – und deshalb haben wir so viele leckere Rezepte entwickelt – dass der Verzicht auf alte Lebensmittel nicht zu einer „Qual“ wird.

Ganz im Gegenteil: Du wirst schnell schmecken, dass die veganen Trenn-Rohkost-Alternativen viel leckerer schmecken als herkömmliche Produkte (die Sahne aus Cashewkernen und Datteln ist ein Paradebespiel).

Die folgenden Tipps sind eine Möglichkeit, in welcher Reihenfolge du gewohnte Produkte loslassen kannst. Denke bitte daran, es ist KEINE Vorgabe, sondern nur eine Empfehlung oder eine Möglichkeit unter vielen – deinen Weg wählst du selbst!

ETAPPEN DEINES VERZICHTS

Verzichte in der ersten Etappe auf:
  • 1.     Alkohol, Zigaretten, Kaffee, schwarzen Tee
  • 2.     Fleisch
  • 3.     Süßigkeiten
  • 4.     Fisch, Eier und Milchprodukte
  • 5.     glutenhaltige Nahrungsmittel
Die erste Etappe deines Verzichts kann einige Wochen in Anspruch nehmen. Ich denke, die Zeitdauer ist hierbei völlig individuell und jeder beschreitet seinen persönlichen Weg. Dennoch hängt die Dauer auch davon ab, wie bereit du bist, alte Dinge loszulassen. Grundsätzlich möchte ich dir raten, zu HANDELN, wenn du etwas wirklich willst. Dann solltest du es nicht lange vor dir herschieben. Denke daran, jeder Tag ist kostbar und wertvoll. Dein Körper hat den alten Müll schon lange genug für dich herumgetragen. Du hast die Verantwortung für deine Gesundheit!

Verzichte in der zweiten Etappe auf künstliche Zutaten:

  • 1.     Limonade
  • 2.     Tütensuppen, Fertiggerichte, Aufbackware, Tiefkühlkost
  • 3.     Brotaufstriche, Marmeladen
  • 4.     Speisesalz (mit Jod oder Fluoriden!)
  • 5.     Künstliche Aromen, Farbstoffe, Vitamintabletten
Hast du die alten und gewohnten Produkte nun „von deinem Einkaufszettel gestrichen“, empfehle ich dir vegane Nahrung in Bio-Qualität. Du wirst schnell merken, wie viel besser es dir geht, wenn du die ganzen künstlichen oder chemischen Stoffe weglässt. Außerdem wird dein Körper entlastet: Er muss nicht länger die Leichenabfallprodukte von Fleisch oder die eiterbildenden Stoffwechselreste von tierischem Eiweiß verstoffwechseln.

DEIN NEUBEGINN IN ETAPPEN

Wie schnell deine Ernährungsumstellung gelingt, hängt meiner Meinung nach davon ab, wie weit du geistig bereits bist. Hast du dich schon länger nach einer Veränderung gesehnt oder gemerkt, dass du die herkömmlichen Lebensmittel eigentlich gar nicht verträgst, dein Körper mit Empfindlichkeiten wie Durchfall, Verstopfungen, Migräne, Hautproblemen oder vielem mehr reagiert, dann kann die Umstellung sehr schnell gehen. Du merkst bei der Nahrungsumstellung wahrscheinlich sofort eine Verbesserung deines Gesundheitszustands. In diesem Fall spricht für dich nichts dagegen, sofort mit Trenn-Rohkost zu beginnen.

Sollte dir die Umstellung schwerer fallen, dann kannst du dir unseren Vorschlag für einen langsamen Einstieg hier ansehen:

Deine Ernährungs-Umstellung auf Trenn-Rohkost:

  • 1.     Iss vegane Nahrung in Bio-Qualität.
  • 2.     Kombiniere deine Nahrungsmittel gesund (Kapitel Gesund Essen). Es muss noch keine Rohkost sein.
  • 3.     Steige langsam auf Trenn-Rohkost um.
Meiner Erfahrung nach fällt es vielen Menschen schwer, auf die „warme Suppe“ (besonders im Winter) zu verzichten. Wenn du als Rohköstler auch mal eine warme Mahlzeit essen möchtest, dann spricht rein gar nichts dagegen. Ich empfehle dir dann, deine warme Mahlzeit abends zu essen, weil dein Körper die entstandenen Säuren dann besser verarbeiten kann.

Tipp: Wenn du komplett auf Rohkost umsteigen willst, dich aber besonders in der kalten Jahreszeit nicht von einer warmen Suppe trennen kannst, dann empfehlen wir dir, das Wasser bis auf 40 °C zu erhitzen. Auf diese Weise bleiben alle Vitamine und Mineralstoffe der Nahrung erhalten.
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ROHKOSTERNÄHRUNG UND SOZIALER ALLTAG

Die vegane Rohkost-Ernährung in den kollektiven Alltag zu integrieren, fällt vielen Menschen schwer. Bereits der Gedanke daran verursacht bei vielen schon „Kopfschmerzen“. Das muss aber gar nicht sein!

Mache dir bitte bewusst, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens angewöhnt haben, Gründe zu erschaffen, um Dinge NICHT tun zu können. Darin sind wir echt meisterhaft, aber ich denke diese Gründe spiegeln meist nur die Angst vor einer Veränderung. Deshalb rate ich dir, dir bewusst zu machen, dass es sich bei allem nur um eine Veränderung handelt. Diese wird ordentlich Schwung und Energie in dein Leben bringen, sodass es dir leichtfallen wird, diese Veränderung zu leben.
Nichtsdestotrotz möchten ich dir an dieser Stelle noch einige Impulse mitgeben und beschreiben, wie mein Mann, Martin, das im Alltag macht.

WIE KOMBINIEREN WIR UNSEREN SOZIALEN ALLTAG MIT DER ERNÄHRUNG?

Ist das möglich? Die vegane Trenn-Rohkost-Ernährung in deinen Alltag zu integrieren ist möglich. Sorgen, Ängste oder offene Fragen diesbezüglich sind nichts anderes als ein Konstrukt deiner Gedanken:
  • „Vegane Trenn-Rohkost und mein Job? Ist das möglich?
  • Was mache ich in den Mittagspausen, in denen wir doch alle immer zusammen zum Chinesen gehen?
  • Was ist mit den gemütlichen Festen mit unseren Nachbarn im Sommer?
  • Werde ich dann den sozialen Kontakt zu meinen Freunden verlieren?
  • Werde ich als Außenseiter gesehen werden?“
Dennoch begegnen mir diese Fragen häufig. Ich vermute, weil die Menschen eben genau diese Ängste haben. Auch Martin hatte einige dieser Fragen an mich, als wir damit begonnen haben, unsere Ernährung zu verändern.

Meine Antwort darauf war einfach und kam sehr schnell: Alles kann passieren. Es muss aber nicht passieren. Warum ist das so?

Meiner Wahrnehmung nach geschehen Dinge unter anderem auch, weil wir sie uns gedanklich erschaffen haben. Ich rate dir (und das habe ich auch meinem Mann geraten) deshalb: Erschaffe dir deine Realität gedanklich, wie du sie gerne hättest und nimm‘ Abstand von allen Ängsten.

DEINE REALITÄT ALS KONSTRUKT DEINER GEDANKEN

Deine Ernährung ist hierbei ein gutes Übungsfeld.

Sage dir einfach und klar:
„Meine neue Ernährung lässt mich jünger, vitaler, gesünder und energiegeladener erscheinen. Jedem Menschen, dem ich begegne, wird dies auffallen. Jeder wird wissen wollen, wie ich das gemacht habe. Und keinen wird es interessieren, was ich deshalb nicht mehr esse. Meine neue Lebensweise wird sich in mein gesamtes Umfeld mit Bewunderung und Interesse ausdehnen.“

Ich sage dir, es funktioniert. Martin hat das so gemacht und genau diese Realität mit seiner neuen Ernährung erfahren.

Sicherlich gibt es auch Menschen, die dieser Realität widersprechen. Sie gibt es. Und es wird sie auch immer geben. Mein Rat lautet hier: Lass‘ diese Menschen nörgeln, beurteilen oder werten. Lass‘ sie genau diese Realität leben. Du kannst sie nicht ändern und du sollst sie auch nicht ändern. Lasse dich von diesen Menschen nicht beeinflussen, sondern nimm‘ sie nur wahr – und zwar als Menschen, die in einer ganz anderen Realität leben, als du es tust. Und das ist gut so.

SOZIALE KONTAKTE UND DIE ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

Sollte es Menschen betreffen, die einmal deine Freunde gewesen sind, dann empfehle ich dir, genauso zu verfahren. Ich denke, Freundschaften sollten nicht wegen einer Ernährung auseinander gehen. Dann sind es vermutlich auch Kontakte, die nicht mehr zu dir und deiner Entwicklung passen.

Du wirst schnell feststellen, dass soziale Kontakte und das „gesellige Miteinander“ unter den Erwachsenen heutzutage häufig an gemeinsames Essen gebunden sind. Ich frage mich wirklich, ob das der „Sinn der Sache“ ist?

Frage dich einmal selbst: Hast du dich als Kind mit deiner besten Freundin oder deinem besten Freund getroffen, um zu essen? – Wohl kaum. Als Kinder hat man gemeinsam Zeit verbracht, etwas gespielt oder etwas erlebt – nur darauf kam es an! Diese Möglichkeit bietet sich dir im Erwachsenenalter doch immer noch: Vegane Rohkost muss dich also nicht zum Außenseiter machen! Du kannst „das Ruder selbst in die Hand nehmen“ und neue Anlässe schaffen, dich mit deinen Freunden zu treffen. Teilt gemeinsame Interessen oder ähnliches … Solltest du merken, dass einige Freundschaften nicht mehr zusammen passen, dann lass‘ sie los. Ich versichere dir, je mehr du dein neues Leben lebst, desto mehr wirst du neue Menschen kennenlernen, die deine neuen Interessen teilen.

Der Mut zur Veränderung erschafft dir deine Welt. Martin bestätigt auch, dass im kollektiven Arbeitsleben alles möglich ist. Wenn er als Lehrer auf Seminaren ist, und das gemeinsame Mittag-essen im Restaurant ansteht, dann entscheidet er einfach, was er in dem Moment möchte: Er geht entweder mit in das Restaurant und isst nichts, oder er geht, besonders im Frühjahr und Sommer, hinaus auf eine Wiese und isst sein Essen dort. Die Kollegen, die ihn begleiten möchten, die tun das. Manchmal geht er sogar mit ins Restaurant und isst sein eigenes Essen nach Absprache dort. Das Wichtigste ist hierbei: Er trifft seine Entscheidungen bewusst und unterwirft sich nicht irgendeinem imaginären Zwang. Und: Er wird voll akzeptiert und teilweise sogar „bewundert“.
Du siehst: Alles ist möglich! Wir sind Schöpfer und keine Opfer, die irgendetwas müssen oder sollten.

Mein Rat an dich lautet also: „Sei ehrlich zu dir selbst und erschaffe dir deine Welt, wie sie dir gefällt!“

Literaturempfehlungen

VEGANE TRENN-ROHKOSTAnn-Kristin Schablowsky

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