Alice Ebelgepostet am: 02. August 2023

Endlich entspannt leben und lernen - Es gibt immer einen Weg

Befreiung von belastenden Emotionen und Gedanken

Do it yourself · für Kinder & Jugendliche geeignet

Wenn du ängstlich, traurig oder wütend bist oder und gern wieder entspannt und gut drauf sein möchtest, kannst du dich selbst von den belastenden Gefühlen befreien, indem du

  • das Gefühl das dich grade belastet wahrnehmen und benennen (z.B. meine Angst vor ...., meine Traurigkeit oder meine Wut auf ....),
  • Du sagst dir einmal laut "Ich lasse meine Angst/ Traurigkeit/ Wut jetzt auf allen Ebenen los!"
  • Dann klopfst du die Punkte auf dem Bild an deinem Körper sanft, jeden 10 - 15 mal und sagst dazu bei jedem Punkt einmal den "Namen" des Gefühls (z.B. meine Angst oder meine Wut etc.)
  • Nach 1 bis 3 Klopfdurchgängen, bei denen du jeweils alle Punkte von oben (Augen) nach unten (Seite der Fingernägel) geklopft hast, wirst du spüren, wie das unangenehme Gefühl immer schwächer wird und schließlich verschwindet.
  • Sollte danach ein anderes Gefühl auftauchen, dass unter dem ersten versteckt war, machst du mit diesem das gleiche. So kannst du die ganze Gefühlskette nach und nach auflösen und dich davon befreien.

Diese Technik hilft die Gedanken zur Ruhe zu bringen und Momente völliger innerer Stille zu erleben:

  • Schließ deine Augen und hebe eine Hand in die Luft
  • Spüre rein, wie sich deine Hand anfühlt und konzentriere dich für einen Moment auf die Wahrnehmung deiner Hand. Spürst du irgendwo ein Kribbeln? Wärme oder Kühle? Ein Strömen oder Pulsieren?.....
  • Lass die Augen geschlossen und hebe nun die andere Hand in die Luft. Schwenke deine Aufmerksamkeit hinüber auf diese Hand und konzentriere dich wieder, diesmal auf die Wahrnehmung der Empfindungen in der zweiten Hand.
  • Nun dehne deinen Fokus aus und spüre mit weiterhin geschlossenen Augen in deine beiden in der Luft schwebenden Hände gleichzeitig hinein. Konzentriere dich auf beide Hände gleichzeitig und spüre genau, ob sie sich exakt gleich anfühlen, z.B. an den gleichen Stellen kribbeln oder pulsieren oder sich warm oder kühl anfühlen. Ist alles genau gleich oder gibt es Unterschiede? Spüre nur, ohne dir in Gedanken zu beschreiben, was du wahrnimmst.
  • Meist reicht die gleichzeitige Konzentration auf die Empfindungen in beiden Händen aus, um die Gedanken zu stoppen und einen erholsamen Moment der inneren Stille zu erleben. Sollte dies noch nicht ausreichen, kannst du
  • deinen Fokus noch mehr weiten und zusätzlich zur gleichzeitigen Wahrnehmung beider Hände auch noch den leeren Raum zwischen deinen Händen erspüren. Spätestens jetzt ist dein Gehirn derart mit den Wahrnehmungen beschäftigt, das es die Gedanken pausiert und Stille eintritt.

Diese Methode hilft Kindern (mit Hilfe eines Elternteils) abends innerhalb weniger Minuten zur Ruhe zu kommen und entspannt einzuschlafen:

  • Das Kind liegt ausgestreckt auf dem Rücken, die Hände mit den Handflächen nach unten entspannt neben dem Körper, Schultern, Hals und Kopf entspannt. Nun wird der gesamte Körper des Kindes sanft rauf und runter geschuckelt, indem die Knöchel umfasst und leichte rythmische rauf-runter-Impulse gegeben werden, sodass sich die Bewegung von den Beinen bis zum Kopf fortsetzt (ideal: bei entspanntem Schulter-Nacken-Bereich wippt der Kopf leicht nickend mit). Nach etwa 10 Impulsen (insgesamt ca. 7 Sek.) eine kurze Pause von ca. 3 Sek. einlegen und dann wieder schuckeln, insgesamt 6 mal (Dauer 1 Minute).
  • Das gleiche wird mit aufgestellten Beinen wiederholt, wobei die Beine des Kindes unterhalb der Knie umfasst werden (Dauer 1 Minute).
  • Das Kind dreht sich auf den Bauch, Arme entspannt neben dem Körper, Kopf zur Seite gedreht. Nun wird der Hosenbund gegriffen und das Becken des Kindes sanft hin und her geschuckelt. Wieder ca. 10 mal schuckeln, dann eine kurze Pause und wieder schuckeln, insgesamt auch 6 mal (Dauer 1 Minute).
  • Sollte das Kind nach dem Schuckeln noch nicht ausreichend entspannt und bereit zum Einschlafen sein, kann anschließend der Kopf des wieder auf dem Rücken liegenden Kindes sanft gehalten werden: eine Hand an der Schädelbasis (Übergang vom Nacken zum Hinterkopf), die andere Hand quer über die Stirn, sodass beide Stirnbeinhöcker gehalten werden (das sind die Stellen auf der Stirn, an denen wir Hörner hätten, wenn wir welche hätten ;-)). Dabei lässt das Kind den Atem entspannt fließen und schaut mit den Augen so lange nach rechts außen, bis ein Gähnen oder spontanes Seufzen oder ein spontaner tiefer Atemzug erfolgt => dann Augen schließen, entspannt atmen und ausruhen => Augen wieder öffnen, entspannt weiteratmen und mit den Augen so lange nach links außen schauen, bis ein Gähnen oder ein spontanes Seufzen oder ein spontaner tiefer Atemzug erfolgt => dann Augen schließen, entspannt atmen und ausruhen (Dauer i.d.R. 2 - 3 Minuten).
  • Anschließend mehrfach sanft und langsam über die Mitte der Stirn bis zur Nasenspitze streichen und zum Schluss einen zarten Kuss auf´s dritte Auge geben (Dauer 0,5 - 1 Minute).
Wenn du deinem Kind zusätzlich positive Gedanken mit in den Schlaf geben willst, kannst du während des Schuckelns oder des Kopfhaltens (Schritt 4) oder des Streichens über Stirn und Nase (Schritt 5) mehrfach folgende Sätze sagen:
  • Das Leben liebt dich
  • Ich liebe dich (bzw. Wir lieben dich), weil du bist wie du bist
  • Das gesamte Universum steht hinter dir
  • Du kannst sein was immer du sein willst
  • Du bist einzigartig und wundervoll

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