Foto: starke sprache.de

Living Earthgepostet am: 27. August 2024

Mit Kindern über Gefühle sprechen

Erstellt zusammen eine Gefühlsuhr

Do it yourself · für Kinder & Jugendliche geeignet

Die meisten Menschen haben nie gelernt, über ihre Gefühle zu sprechen, bzw. sie zu benennen.
Gefühle sind unsichtbar und für die meisten von uns nur schwer zugänglich.
Doch was, wenn wir es wie Rumi sehen und unsere Gefühle einladen, ihnen Raum geben und uns selbst das Geschenk machen, uns und die Ursachen zu verstehen? Vieles wäre dadurch viel einfacher...
Hier kommt die Gefühlsuhr ins Spiel – ein wunderbares Werkzeug, das den Kleinen und vielleicht auch den Großen hilft, sich auszudrücken und über die Empfindungen zu reden.

Die Gefühlsuhr unterstützt dabei:

- Zu fühlen: Wie geht es mir gerade?

- Zu überlegen: Welches Bild oder Wort passt zu diesem Gefühl?

-Zu verstehen: Was sind die Bedürfnisse in dieser Situation?

- Zu erkennen: Jeder empfindet hat Gefühle, und alle sind wichtig und dürfen sein.

-Wahrzunehmen: Gefühle sind die Basis unseres Seins!

Also los geht`s!

Als Erstes geht es um die Inhalte Eurer Gefühlsuhr!

- Überlegt gemeinsam: Welche Gefühle gibt es? Welche Gefühle empfinde ich oft? Erzählt Euch gegenseitig von Euren Gefühlen.

- Sprecht darüber, wie sich diese Gefühle anfühlen. Vielleicht fallen euch Vergleiche ein: „Wenn ich wütend bin, fühle ich mich wie ein Vulkan. Wenn ich ängstlich bin, fühle ich mich wie eine kleine Maus, wenn ich freudig bin fliegen viele Schmetterlinge in meinem Bauch...

- Sucht nun 4-6 Gefühle aus, die auf der Gefühlsuhr Platz finden sollen. Am besten, die, die ihr am häufigsten habt. Überlegt gemeinsam, wie ihr die Gefühle darstellen und malen möchtet, so dass ihr genau wisst, was diese bedeuten.

-Besprecht, was sich das Kind bei jedem Gefühl von Euch wünscht. Beispielsweise wenn ich traurig bin, möchte ich in den Arm genommen werden. Wenn ich wütend bin, möchte ich mich in meinem Zimmer verkriechen und alleine gelassen werden, wenn ich Angst habe, wünsche ich mir, dass Du mir zuhörst...

-Malt die Symbole zusammen, sie werden gleich auf die Gefühlsuhr geklebt.

Für die Gefühlsuhr benötigt ihr:

- Einen Pappteller, am liebsten aus Recycelten Materialien
- Tonpapier
- Eine Musterklammer (Versandtaschenklammer)
- Schere, Klebstoff, Locher
- Papier zum Malen von Gefühlen

So bastelt ihr das Gehäuse der Gefühlsuhr:

1. Nehmt einen Unterassenteller, oder eine runde Schale und malt deren kreisförmige Form auf das Tonpapier. Schneidet den Kreis aus und klebt sie auf den Pappteller.

2. Pikst mit einer spitzen Schere ein Loch in die Mitte.

3. Schneidet einen Pfeil aus Tonkarton aus und locht das Ende mit einem Papierlocher.

4. Klebe Deine gemalten Gefühle auf Papier, mitten auf den Tonkarton

5. Befestigt den Pfeil mit einer Musterklammer an der Gefühlsuhr.

6. Hängt die Gefühlsuhr an der Zimmertüre deines Kindes auf und vereinbart, dass diese ab sofort aktiviert wird.

7. Informiert die gesamte Familie über die Bedeutung der Symbole, und den Bedürfnissen in der jeweiligen Situation

Diese kreativen Aktivitäten fördern nicht nur das Verständnis für Gefühle, sondern stärken auch die Bindung zwischen dir und deinem Kind. Was gibt es Schöneres?!
Viel Freude beim Basteln und Entdecken der Gefühle...
Gerade beim Schreiben frage ich mich, ob nicht jeder eine solche Gefühlsuhr an seiner Türe bräuchte ;-)
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