Karin Neumeyergepostet am: 29. Oktober 2023

Samhain

Das Dunkelheitsfest in der Nacht zum 1. November

Inspirierendes Wissen

Hier für dich die wunderbare Beschreibung des Samhain Festes, die aus der Feder von Christian Zwenig stammt:

Bei den Kelten war Samhain ein sehr wichtiges Fest im Jahreskreis.
Die Kelten nannten den Gott der Unterwelt Samain.
Der schwarze Gott Samain feiert in diesen Tagen den Antritt seiner Herrschaft. Er erlegt den Sonnenhirsch, raubt dessen Gattin, die Vegetationsgöttin, und verschleppt sie in sein unterirdisches Reich. Dort herrscht sie nun als Totengöttin.
Die Kelten nannten sie Morrigan. Sie hütet die Seelen der Verstorbenen, die schlafenden Samen und Saaten der Pflanzen
und die im Winterschlaf erstarrten Tiere.
Sie ist die Große Göttin in ihrer schwarzen Gestalt.
Sie nimmt all das Grün, all die Samen und Seelen mit in die Tiefe,
in den Schoß der Mutter Erde. Die Sonne stirbt und damit versiegen die Lebenskräfte.

An Samhain wurden von alters her die Ahnen und Altvorderen verehrt. Die Kelten läuteten mit dem Ahnenfest Samhain
das Ende der Ernte und den Anfang des düsteren Winters ein. Ihrem Glaubennach öffnet sich zu Samhain
das Tor zur Anderswelt.
Die Grenze zwischen dem Reich der Toten und der Welt der Lebenden ist in dieser Zeit besonders durchlässig,
dadurch können Lebende und Tote einander sehr nahe sein. Symbolisch steht Samhain für den Abschied von dem was war,
um ohne Ballast in die Zukunft blicken zu können.

Die Kelten teilten das Jahr nicht in vier Jahreszeiten,
wie es jetzt geschieht. Das Jahr wurde geteilt in eine Jahresnacht und einen Jahrestag. Man könnte Samhain von daher als das 'Silvester der Kelten' bezeichnen, denn das Jahr begann mit Anfang der Jahresnacht, also zu Samhain.

Das wonnevolle Maifest Beltane,
also der Beginn des Jahrestages, steht Samhain
im Jahreskreis diametral gegenüber.

Das Fest Samhain ehrt die Toten, die Wesen der Unterwelt
und das ungeborene Leben. Das Vieh wurde von den Sommerweiden heimwärts getrieben und die Herde wurde aufgeteilt. Tiere, die geschlachtet und für den Winter verarbeitet werden und Tiere, die für die Zucht und somit für den Fortbestand am Hof verbleiben.

In vielen vorchristlichen Kulturen war der Ahnenkult ein wichtiger Bestandteil, so auch bei den indoeuropäischen Waldvölkern. Den Mittelpunktdes Festes bildet das Ende des Lebens und der Gedanke, dass allein durch den Tod neues Leben entstehen kann. Es wird der Segen der Verstorbenen erbeten
und an die eigenen Wurzeln gedacht.

Nach Samhain soll nichts mehr geerntet und keine Kräuter oder Heilpflanzenmehr gesammelt werden, denn ab diesem Zeitpunkt gehört alles den Naturgeistern.

Die Feste der vorchristlichen Naturvölker richteten sich grundsätzlich sehr stark nach den Rhythmen und Zyklen der Natur aus. Der Beginn der kalten Jahreszeit läutete zugleich auch eine Einkehr ins Innere ein. Dabei ist nicht nur die eigene Behausung gemeint, sondern gleichwohl symbolisch das eigene Innenleben, allem voran die Gedanken und Gefühle.

Das Feuer

Das Feuer hatten für die Kelten eine doppelte Bedeutung.
Es sollte die Menschen nicht nur vor der Kälte des nahenden Winters schützen, sie schrieben dem Feuer auch reinigende Kräfte zu. Traditionsgemäß liefen oder sprangen die Kelten durch die Flammen hindurch, um auf diese Weise gereinigtzu werden. Diese Feuer waren also im weitesten Sinne magisch.
Die entfachten Feuer symbolisierten die Kraft der Sonne,
ohne die kein Leben möglich wäre.

Das Fest der Ahnen

Zu Samhain gedachten die Kelten ihren verstorbenen Ahnen.
Der Beginn des Winters wurde möglicherweise als die am besten geeignete Zeitdafür angesehen, da auch in der Natur eine Zeit des Niedergangs, des Sterbensund des Verfalls anbrach.
So wurde angenommen, dass die Seelen der Toten ihre Häuser und Stammfamilien erneut besuchen, um einerseits nach dem Rechten zu sehen und andererseits um Gastfreundschaft zu erbitten. So wurden am Esstisch und am Feuer Plätze eingerichtet, um sie willkommen zu heißen.
Die Toten erweisen sich dankbar für jede Zuwendung.

Die Familien der Stammesgesellschaften stellten außerhalb der Behausungen Opfergaben in Form von Speis und Trank für die Naturgeister auf. Außerdem wurden Teile der Ernte auf den Äckern belassen.

Auch wenn Samhain ein traditionell keltisches Fest ist, wird dies in abgeänderter Form in unserem Kulturkreis als Allerheiligen und Allerseelen gefeiert. Die Menschen gedenken ihrer Ahnen, schmücken und besuchen die Gräber, zünden Kerzen an und stellten mancherorts in der Nacht eine Ahnenspeise (Brot, Äpfel, Nüsse, Schmalzgebäck usw.) für die Seelen der Verstorbenen bereit.
Früher wurden ausgehöhlte Rüben mit Lichtern vor das Heim gestellt. Heutzutage werden Kürbisse verwendet.

🎃🕯️🍂

Du findest Christian Zwenig unter: https://linktr.ee/pranatouch

Nachstehend habe ich für euch passende Rituale zu Samhain zusammengestellt:

Welche Rituale passen zu Samhain?

  • Du kannst dir in dieser Zeit ganz viel Zeit für dich nehmen. Die Uhren werden auf Winterzeit umgestellt, der Organismus stellt sich um - es zieht die Menschen nun wieder in die warmen Häuser und Stuben, das Bedürfnis nach Verlangsamung und Innenschau/Rückzug stellt sich ein. Mache dir eine gute Tasse Tee, zieh dir warme Socken an, nimm ein heißes Bad, zünde Kerzen an und nimm dir auch Zeit zum Faulenzen.
  • Mach gerne einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur - wenn du möchtest bei anbrechender Dunkelheit. Betrachte die Farben der Blätter, genieße die feuchte kühle Luft und den Geruch von Nebel und Erde. Sieh die fallenden Blätter, die welkenden Pflanzen, das Fehlen der Zugvögel und mach dich vertraut mit dem Zyklus von Sterben und Neubeginn in der Natur.
  • Vielleicht möchtest du dich mit deiner Ahnenlinie beschäftigen. Recherchiere deinen Stammbaum, krame alte Familienfotos heraus, gedenke den Verstorbenen und danke ihnen.
  • Mach einen Friedhofsbesuch und wandle in dem Kerzen und Blumenmeer, das an Allerheiligen/Allerseelen besonders prächtig ist.
  • Verbringe gerne Zeit mit alten Menschen und beschäftige dich mit deiner eigenen Vergänglichkeit
  • Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst, um Gefühle wie Trauer und Schmerz zuzulassen, auszudrücken und loszulassen. Betrachte deine eigenen Schatten und schenke ihnen Zuwendung. Gedenke den Verstorbenen des heurigen Jahres.
  • Verbringe Zeit an einem Gewässer: an einem Fluss, See oder Meer. Lass dich von dem Fließen des Wassers inspirieren, auch selbst im Fluss zu bleiben und Vergänglichkeit bzw. Veränderung zuzulassen.
  • Wenn du möchtest, mache ein "Loslass"-Ritual: schreibe auf, was du in deinem Leben verabschieden oder loslassen möchtest, z.B. ungesunde Gewohnheiten oder was dich vielleicht schon lange blockiert oder hindert und übergib dein Schriftstück dem Wasser oder dem Feuer.

Wir haben auf der LivingEarth einen eigenen Kurs zu den Jahreskreisfesten für euch entwickelt - du findest ihn hier:

/de/akademie/kurs/deine-reise-durch-die-8-jahreskreisfeste

In der hektischen Welt, in der wir leben, sehnen sich viele Menschen nach einer Verbindung zur Natur. Manuela Pantaleo, erfahrene Ritualbegleiterin für Jahreskreisfeste, öffnet die Tür zu einer faszinierenden Reise, bei der wir achtsam mit der Natur verschmelzen und in die Jahreszyklen eintauchen können, denn letztendlich sind wir ja Teil von ihr. Mit ihrem alten Wissen über die keltischen Traditionen, Rituale, Brauchtümer, ermöglicht Manuela uns, die Schönheit und Magie der Natur zu erkennen und tief in ihre Jahreskreisfeste einzutauchen.

Durch die bewusste Verbindung mit den Zyklen der Natur können wir unsere eigene innere Balance wiederfinden und in Einklang mit allem existieren. Wenn du interessiert bist, die Jahreskreisfeste in all ihren Facetten zu erkunden und zu zelebrieren, bist du herzlich eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen. Es ist eine Reise, die dein Herz berühren und deinen Geist erweitern wird.
Manuela, Catharina, Karin und Tatjana freuen sich auf dich!

Mehr zu Manuela findest Du unter: www.manuelapantaleo.com

WERDE TEIL DER LIVING EARTH: www.livingearth.one

Online-Quellen & weiterführende Links

https://linktr.ee/pranatouch https://www.storl.de/ https://podcasters.spotify.com/pod/show/anita-maas/episodes/Samhain---Das-Fest-der-Ahnen-feiern-e2b8qs5 www.manuelapantaleo.com

Sponsor:innen dieser Lösung

Werde die/der Erste, die/der diese Lösung sponsert und so die Arbeit dahinter wertschätzt.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare – sei die/der Erste!

Das könnte Dich auch interessieren

Living Earth

CO2 und der geniale und Lebens-wichtige Prozess der Photosynthese

Warum CO2 überlebenswichtig für uns ist

Inspirierendes Wissen
Living Earth

Getoastetes Vielfaltsbrot mit sonnenwarmen Paradeisern

Eine gesunde sommerliche Aromen-Explosion für Paradeisergärtner

Do it yourself
Living Earth

Die fantastische Welt der Pilze und Mykorrhizen im Boden

Das Wood Wide Web - unterirdischer Informations- und Nährstoffaustausch

Inspirierendes Wissen
Shanaya Zeviar

Speisepilze selbst züchten

Frische Pilze das ganze Jahr – nachhaltig, einfach und mit wenig Platz

Inspirierendes Wissen