AQUAPONIK
Wie Aquaponik funktioniert und wie man damit Landwirtschaften sanieren und die Weltmeere und Böden schonen kann
Do it yourself
Als ich das erste Mal im Rahmen meiner Permakultur-Ausbildung von Aquaponik lernte, hatte ich als Vegetarierin und Humusbegeisterte so einige Bedenken. Nachdem mir nun aber klar geworden ist, wie sehr die Weltmeere an der Überfischung leiden und wie sehr unsere Böden Erholung von den Toxinen der konventionellen Landwirtschaft brauchen können, sehe ich Aquaponik nun mit anderen Augen.
Ich freue mich, dass ich Dir hier diese Kombination aus Fischzucht und giftfreier Aquakultur, also der Aufzucht von Pflanzen in Hydroponik vorstellen kann.
In diesem Video bespricht Michael Ecker auch einen Businessplan, der aufzeigt, wie schnell sich die Umstellung auf Aquaponik für einen landwirtschaftlichen Betrieb auch finanziell lohnt. Den Businessplan findest Du dann am Ende dieser Lösung auch als Download.
Direkt unterhalb des Videos findest Du noch ein paar weitere interessante Fakten zum Thema AQUAPONIK.
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Ich habe Michael noch um ein paar weitere Informationen zur AQUAPONIK gebeten:
🌳 Warum ist Aquaponik eine nachhaltige Alternative zur konventionellen Landwirtschaft und Fischimporten?
Aquaponik bietet eine nachhaltige Lösung für die wachsenden Probleme in der globalen Fischerei und Landwirtschaft, indem es eine effiziente Nährstoffnutzung ermöglicht und gleichzeitig lokale Produktion fördert. Hier sind die wichtigsten Fakten:
1. Überfischung ist ein globales Problem: 31 % der weltweiten Fischbestände sind überfischt, im Mittelmeer sogar 80 %. Seit 1970 sind die Fischpopulationen weltweit um 50 % zurückgegangen.
2. Der illegale Fischfang macht jährlich bis zu 26 Millionen Tonnen aus, was ca. 28 % des weltweiten Fischfangs entspricht.
3. Beifang und Ressourcenverschwendung: Jährlich werden etwa 38,5 Millionen Tonnen Beifang entsorgt – wertvolle marine Ressourcen gehen verloren.
4. 95 % der in Österreich konsumierten Fische werden importiert, was die Abhängigkeit von globalen, nicht nachhaltigen Lieferketten zeigt.
5. Seit 2015 stammt mehr Fisch für den menschlichen Konsum aus Aquakultur als aus Wildfang, was zwar die Überfischung reduziert, aber neue Umweltprobleme verursacht.
6. Aquakulturen verursachen Gewässerverschmutzung und nutzen häufig Futterfische, was den Druck auf natürliche Bestände erhöht.
7. In Aquakulturen werden über 300 chemische und biologische Mittel wie Pestizide und Antibiotika eingesetzt, die erhebliche Umweltschäden verursachen und zu Antibiotikaresistenzen führen können.
8. Schadstoffbelastung in Aquakultur-Fischen ist ein ernstes Problem: Fische enthalten oft hohe Mengen an Arsen, Quecksilber und Blei, was erhebliche Gesundheitsrisiken darstellt.
9. Durch die lokale Produktion in Aquaponik-Systemen wird der Einsatz von Chemikalien minimiert und die Abhängigkeit von globalen Fischimporten verringert.
10. Aquaponik ermöglicht eine ressourceneffiziente Kombination von Fischzucht und Pflanzenanbau, was eine nachhaltige Alternative zu konventioneller Aquakultur und Landwirtschaft bietet.
🌳 Welche Fische fühlen sich in kleinen dunklen Becken wohl?
Afrikanische Welse (Clarias gariepinus) bevorzugen dunkle und enge Umgebungen, da dies ihrem natürlichen Lebensraum in trüben, dunklen Gewässern Afrikas entspricht. Ihre lichtempfindlichen Augen sind auf diese Umstände angepasst. In Aquakulturen zeigen sie ein Gruppenverhalten, das ihnen ein Sicherheitsgefühl vermittelt und den Stress reduziert. Auch bei hohen Besatzdichten fühlen sie sich wohl und zeigen keine Anzeichen von Aggression. Diese Bedingungen fördern ihr Wachstum und ihre Produktivität in der Fischzucht. 🐟💡
🌳 Woraus besteht das Fischfutter?
Das Fischfutter, das wir momentan empfehlen besteht aus 80% pflanzlichen Stoffen und 20% aus Fischmehl. Wir sind gerade in Verhandlungen mit einem Produzenten, der ökologisches Fischfutter produziert, das auch einen hohen Wert an wertvollen Omega 3-Fettsäuren enthält.
🌳 Wie können die Sedimente des Fischbeckens für den Humusaufbau genutzt werden?
Die Abfälle in Aquaponik-Anlagen bestehen aus Fischausscheidungen und nicht gefressenem Futter, die reich an Stickstoff, Phosphor und anderen wichtigen Nährstoffen sind. Diese Nährstoffe werden durch nitrifizierende Bakterien in pflanzenverfügbare Formen umgewandelt, während organische Feststoffe wie Fischkot kompostiert werden können. Dieser Prozess führt zu einem langsamen Nährstofffreisetzungsmechanismus, der den Humusaufbau fördert und die Bodenstruktur verbessert. Durch diese natürlichen Prozesse liefert Aquaponik wertvolle organische Stoffe für den Humusaufbau, ohne den Einsatz von künstlichen Düngemitteln oder Pestiziden.
🌳 Was sind Deine persönlichen Erfahrungen mit dem Pflanzenwachstum und dem Geschmack der Pflanzen?
Offizielle Studien liegen derzeit nicht vor, jedoch zeigen unsere Praxiserfahrungen in den Betrieben einen 30 % erhöhten Pflanzenwachstum, einen intensiveren Geschmack und die Verwendung einer nachhaltigen, chemiefreien Anbaumethode. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass Aquaponik eine vielversprechende Lösung für die Zukunft der Nahrungsmittelproduktion darstellt.
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Wenn Du Fragen zum Thema hast und überlegst AQUAPONIK in Deinen Betrieb zu integrieren, dann kannst Du Dich gerne direkt bei Michael melden:
forschung@pro-farm.at
Bitte erwähne gerne, dass Du über die LIVING EARTH zu ihm gefunden hast. Danke!
Den BUSINESSPLAN, den Michael im ersten Video bespricht, kannst Du Dir weiter unten auch als PDF downloaden. Du findest hier unten auch noch weitere Folder und Broschüren zum Thema.
Schaue Dir nun gerne in diesem dritten Video an, wie Du konkret dabei unterstützt werden kannst, Deinen Betrieb mit AQUAPONIK neu aufzustellen;
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