Neurogenes Zittern - Traumata und Stress aus dem Körper zittern
Ein Interview mit David Bercelli mit praktischer Anleitung
Do it yourself
Wie Du auch in dem folgenden Interviewgespräch mit David Bercelli hören wirst, mag ich besonders gerne Lösungen und Übungen, die ganz einfach und gleichzeitig hoch effizient sind.
Das Neurogene Zittern gehört da absolut dazu und ich habe es schon in meinen neuen All-Tag integriert.
Neurogenes Zittern hilft uns dabei, alte Traumata, Anspannungen, Schocks, Stress, posttraumatische Belastungsstörungen aus unserem Körper heraus zu zittern.
In der Natur können wir beobachten, dass sich Tiere nach besonders stressigen Situationen ganz natürlich schütteln und alle jetzt unnötigen Anspannungen aus ihrem Körper zittern.
Auch Du kennst vielleicht Situationen, in denen Dein Körper vor Angst oder Wut oder nach einem Unfall gezittert hat - eine ganz natürliche Reaktion, um Anspannungen direkt abzugeben.
Doch leider verlernen wir diese gesunde Reaktion. Und so sind bei den meisten Menschen Spannungen vieler Jahrzehnte in unserem Körper abgespeichert. Spannungen, die im Moment ihres Entstehens gesunde Schutzmechanismen waren, die unseren Körper darauf vorbereitet haben, entweder zu kämpfen, zu flüchten oder zu erstarren. Hätten wir damals gekämpft, wären geflüchtet und danach gezittert, wäre unser Körper wieder in einer natürlichen Spannung. Da wir in uns in unser aktuellen "zivilisierten Welt" aber kaum mehr bewegen, obwohl wir fast durchgehend gestresst werden oder uns selbst stressen, sammelt sich ein Panzer an Verspannungen an.
Die Folge können Verspannungen, Blockaden, Schlafstörungen oder diverse psychische Herausforderungen auftreten.
Das neurogene Zittern, oder auch die "Trauma Releasing Exercise" hilft nun, Dein Nervensystem so zu aktivieren, dass es von selbst zu zittern beginnt und diese alten Anspannungen loslässt. Damit wird dem Gehirn signalisiert: Die Gefahr ist vorüber. Du darfst Dich entspannen.
Klingt einfach. Ist es auch.
Neurogenen Zittern hilft also nicht nur bei schweren Traumata, sondern auch um Alltagsstress abzubauen. Es lindert und beendet Kopfschmerzen oder Schlafprobleme.
Denn durch das Zittern wir die Durchblutung angeregt und das fasziale Gewebe gelockert.
Die Wohlfühl-Hormone Serotonin, Oxitocin oder Dopamin werden ausgeschüttet. Durch das Lösen der Daueranspannungen kommt die Energie wieder in den freien Fluß und damit steht uns wieder viel mehr Lebensenergie zur Verfügungl
Ich durfte den wundervollen und sehr sympathischen Erfinder dieser Methode in Schweden kennenlernen und habe nun ein sehr, sehr interessantes Gespräch mit ihn geführt, in den er uns sehr bildlich und lebendig erzählt, wie er diesen ganz natürlichen Prozess entdeckt hat und wie einfach ist, unser Nervensystem zu diesem wundervollen Heilungsprozess zu aktivieren.
Aber schau es Dir so gerne selbst an - und vor allem:
Probiere es selbst aus!
In folgendem Video findest Du neben der simplen grundlegenden Bewegungsabfolge noch einige Vorübungen, die Deinen Körper dabei unterstützen, Dein Nervensystem zu aktivieren und gut zu "zittern". .
Das Video über die Kinder, von dem David in diesem Interview spricht, findest Du HIER.
David hat zum Thema Neurogenes Zittern auch einige Studien veröffentlicht. Schaue gerne auch auf die Seite von TRAUMA PREVENTION und finde dort viele weiterführende Informationen und Videos.Schaue Dir so gerne auch HIER das Interview an, das Tatjana mit Siv zum Thema Neurogenes Zittern geführt hat.
