Silke Nordfjällgepostet am: 19. Dezember 2024

Liebe und Partnerschaft

Was ist DEIN persönlicher Weg mit Liebesbeziehungen?

Inspirierendes Wissen

Eine Liebesbeziehung zwischen zwei erwachsenen Menschen ist vermutlich für viele der Raum, wo wir Menschen am intensivsten und schmerzhaftesten gespiegelt werden, wo das größte Entwicklungspotential für uns selbst liegt, die herrlichsten Erfahrungen von gelebter Liebe, aber auch sehr viel seelischer Schmerz.

Wir alle sind unterschiedlich von unseren Persönlichkeiten her, in jeder Beziehung finden sich andere Konstellationen von Partnern. Wir alle sind unterschiedlich in unseren Bedürfnissen, unserer Art zu kommunizieren, uns auszudrücken, Gefühle zu zeigen.

Uns allen gemein jedoch ist das Ideal einer Liebesbeziehung, eine tiefe Sehnsucht nach Harmonie, eine Sehnsucht nach tiefster seelischer Verbundenheit mit einem und unserem Partner, eine tiefe Ahnung oder ein tiefes Wissen darüber, wie es sein sollte und sein kann. Auch wenn wir selbst dieses Ideal vielleicht (noch) nicht leben oder erfahren haben, so ist es unser Leitstern, unser tiefes Sehnen.

Es gibt unzählige Ratgeber-Literatur zum Thema Liebe, Partnerschaft und Sexualität, und es werden unzählige mögliche Wege zu erfüllenden Partnerschaften empfohlen und beschrieben.

Für manche von uns mag der Lebensplan sein, viel in Liebesbeziehungen zu leiden und vor allem zu lernen, für andere mag es der Lebensplan sein, vor allem glücklich in Liebesbeziehungen zu sein. Für manche von uns mag es der Lebensplan sein, keinen Partner zu finden und alleine zu bleiben. Niemand kann wirklich wissen, was gut und richtig für jemand anderen ist, oft wissen wir das ja nicht einmal für uns selbst. Manchmal erkennen wir rückblickend, dass gewisse schmerzhafte Erfahrungen in einer Liebesbeziehung wichtig für uns waren und uns auch nicht geschadet haben.

Ich möchte hier keine Vorschläge für einen ”Königsweg” für alle machen, sondern lediglich mit euch teilen, was meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen in meinen bisherigen unterschiedlichen Liebesbeziehungen sind, was ich glaube und was mein ganz persönlicher (Erfolgs)Weg ist. Davon mögt ihr euch vielleicht etwas für euren eigenen Weg in Liebesbeziehungen mitnehmen oder auch nicht.

Ich glaube, dass eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine erfüllende Liebesbeziehung die ”Liebesfähigkeit” beider Partner ist, also die Fähigkeit, Liebe (generell, nicht nur zum Partner) zu empfinden, Liebe zu GEBEN, in Worten und Taten zu zeigen, ohne etwas zurück zu erwarten. Und dass beide Partner auf einem ähnlichen Niveau von Liebesfähigkeit liegen.

Des Weiteren ist für mich eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine glückliche und erfüllte Partnerschaft der Grad an seelischer Verbundenheit, die wir für unseren Partner empfinden und er für uns.

Wenn ich das Gefühl habe, mich seelisch vollkommen in meinem Partner daheim zu fühlen, wenn mein Partner mich bis in den letzten Winkel meiner Seele berührt und zum Klingen bringt und umgekehrt auch, dann ist in dieser Beziehung der Himmel auf Erden möglich.

Seelische Verbundenheit ist meines Erachtens nichts, was wir Menschen uns erarbeiten, entwickeln oder beeinflussen können, wie z.B. unsere Art der Kommunikation (”gewaltlos” oder positiv) oder unsere Gefühle (Ruhe, Gelassenheit, Liebe etc.). Der gewisse Grad an seelischer Verbundenheit ist da oder nicht, so wie auch bei anderen Menschen, die wir in unserem Leben treffen.

Bei einem nicht so hohen Grad an seelischer Verbundenheit mit unserem Partner werden wir uns immer irgendwie hungrig fühlen in unserer Partnerschaft, werden wir immer die Sehnsucht nach dem Ideal der höchsten seelischen Verbundenheit in uns tragen.

Wenn wir in einer solchen Partnerschaft leben, in der wir uns nach mehr seelischer Verbundenheit sehnen und uns hungrig fühlen, können wir entweden bleiben und lernen, mit diesem ewigen Hungergefühl zu leben. Oder wir können diesen Beziehungsraum verlassen und hoffen und manifestieren, dass wir den richtigen Partner finden werden, der unsere Seele ultimativ zum Klingen bringt.

In einer Beziehung mit einem Partner, dem ich mich seelisch ultimativ verbunden fühle, erlebe ich auch den ultimativen sexuellen Himmel, ohne dass ich oder wir uns dafür anstrengen oder uns dies erarbeiten müssten. Es passt einfach nur und fühlt sich phantastisch an, von Anfang an.

Liebesbeziehungen erfordern immer Arbeit, und zwar Arbeit AN UNS SELBST. Woran wir evtl. arbeiten dürfen, spiegelt uns unser Partner jeweils. Wir dürfen uns diese Spiegelungen anschauen und jeweils entscheiden, ob dieses Verhalten von uns etwas ist, wo wir Entwicklungsbedarf sehen und das wir ändern wollen, oder ob wir vollkommen im Frieden damit sind.

Wenn mein Partner z.B. durch meine angebliche ”Unordnung” immer wieder getriggert wird oder durch meine Eifersucht, wenn es dazu immer wieder zu Konflikten kommt, dann ist es an mir, in mich hineinzuhorchen. Zu welchen Anteilen von mir stehe ich, zu welchen nicht?

Je ”richtiger” sich unser Partner für uns im Herzen anfühlt, je tiefer wir uns ihm seelisch verbunden fühlen, desto mehr sind wir bereit, in uns hineinzuhorchen und an uns selbst zu arbeiten, um dauerhaft Harmonie und Liebe in unserer Beziehung leben zu können. Desto mehr erkennt unsere Seele nämlich, dass genau dieser Mensch uns in unser volles Potential hineinspiegeln soll.

Alle Veränderung beginnt bei uns selbst, bei unserem eigenem Verhalten, unseren eigenen Gedanken, unserer eigenen Einstellung. Unser Partner macht nichts falsch, sondern triggert uns lediglich. Wenn wir uns wünschen, dass unser Partner sich bezüglich eines Verhaltens oder einer Einstellung ändern soll, wenn wir uns immer wieder an einer Eigenschaft von ihm reiben, dann lernen wir hieraus, dass wir unseren Partner nicht ändern können. Sehr wohl aber uns selbst, unsere Art zu denken, unsere eigenen Einstellung.

Wenn wir selbst in der Ruhe bleiben, in der Liebe, Freundlichkeit, Gelassenheit, uns nicht triggern lassen, unseren Partner nicht bewerten und verurteilen, dann ist der Weg geebnet, den Himmel auf Erden in unseren Liebesbeziehungen zu leben.

Ich persönlich habe vor 16 Jahren den Mann meines Lebens getroffen, meine große Liebe, mit dem ich bis heute die ultimative, höchstmögliche seelische Verbundenheit empfinde und lebe. (Ich wusste auch immer schon, dass mir ”der Richtige” irgendwann begegnen würde.) Das Gleiche ist mir vor zwei Jahren noch einmal passiert, mit meinem ”zweiten” Mann.

Mein ”erster” Mann hat mich in all den Jahren ”erbarmungslos” gespiegelt, und je bewusster ich geworden bin, je mehr ich selbst Licht und Liebe werden wollte, desto mehr habe ich verstanden, dass er mich (unbewusst oder bewusst) gnadenlos (aus Liebe) zwingt, mir genau das anzuschauen, was ich selbst alles eigentlich gar nicht (mehr) sein möchte.

Die nun jahrelange Arbeit an mir selbst (seit ich vor allem schlagartig durch einen Reitunfall in eine neue Bewusstseinsebene katapultiert wurde) und die sich immer mehr verfestigende Erkenntnis, dass nicht ER sich ändern soll, sondern ich mich, dass ich immer wieder nur BEI MIR schauen darf, erschaffen uns immer öfter und immer länger den Himmel auf Erden in unserer Beziehung, einen Zustand des Frischverliebtseins. Wir können dauerhaft vollkommene Liebe und Harmonie halten, und die ”Abrutscher” in niedrige Frequenzen werden immer seltener und kürzer.

Durch diesen meinen wunderbaren und selbst ”unperfekten” Mann und seine Spiegelungen bekomme ich auf scheinbar geheimnisvolle Weise die Möglichkeit, mich in all den Bereichen zu entwickeln, die entwickelt werden wollen, ohne dass mir dies früher bewusst gewesen wäre.

Indem ich Verhaltensweisen an mir selbst wegarbeite, die ich nicht dramatisch finde, aber von denen ich fühle, dass es uns besser täte, wenn ich sie nicht mehr an den Tag lege, indem ich selbst (zuerst) zu dem (idealen) Partner werde, den ich selbst auch haben möchte, erlebe ich die Magie, dass mein Mann automatisch auch dazu wird.

Das Resonanzgesetz in seiner schönsten Reinform: Was ich hinausgebe (in meiner Liebesbeziehung), bekomme ich defintiv zurück!!!

Online-Quellen & weiterführende Links

https://www.vastanvindsgarden.com/deutsch-start/die-liebe/

Literaturempfehlungen

"Die Liebe. Psychologie eines Phänomens" von Peter Lauster

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